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  1. #1

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    Eis/Nässe aus Unterspannbahn

    Hallo Experten,

    Wir haben vor 3 Jahren unser EFH (Baujahr 1996, 160qm) erworben. 1 Jahr später, also vor 2 Jahren haben wir begonnen den Spitzboden zu dämmen. Vorher gab es nur eine Dämmung in der Decke des Obergeschosses.

    Der Aufbau der Dämmung ist von außen nach innen: Dachpfannen (Braas Doppel-S), Spannbahn (Gitternetzfolie, nicht diffusionsoffen), 3 cm Luftschicht, 180er Klemmfilz (WLG 035), Dampfsperre (AluJet TopJet).

    Leider hatte ich die Arbeiten nach der Geburt unserer Tochter nicht vollständig abgeschlossen. Auf einer Seite fehlte die Dampfsperre komplett auf einer Länge von ca. 2m (bei 12m Gesamtlänge). Außerdem war an allen anderen Stellen die Folie weder am Mauerwerk noch am Boden luftdicht verklebt (Siehe Foto1).
    Als ich die Arbeiten nun endlich abschließen wollte, hatte ich zunächst aus Neugier etwas Klemmfilz aus einem noch frei liegenden Sparrenfeld entfernt und mit Erschrecken festgestellt, dass die Spannbahn auf der Innenseite mit Eis / Schneereif bedeckt; gut 2-3 mm (Wir hatten draußen -7 Grad). Nachdem die Spannbahn einige Zeit frei lag ist es sehr schnell ab getaut und sie war ziemlich nass. Auch der Klemmfilz war stellenweise etwas feucht und zum Teil an der Spannbahn angefroren. Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich daraufhin etwas von der Folie aufgeschnitten und auch dort war gleichmäßig Eis auf der Spannbahn und der Klemmfilz oberflächlich feucht.

    Zwar ist die Spannbahn an diesen Stellen etwas porös, aber da die Eisschicht sehr gleichmäßig ist, scheint es Feuchtigkeit von innen zu sein? Zwar hatte ich so was befürchtet aber nicht in dem Maße. Macht die Raumluft aus dem Haus wirklich soviel aus?

    Nachdem ich mich etwas intensiver mit dem Thema befasst habe, muss ich wohl feststellen dass ich noch mehr Fehler gemacht habe. In der Spitze habe ich das Glaswolle bis nach ganz oben in den First gestopft. Diese war ganz oben schon deutlich nasser und stärker gefroren. Vermutlich konnte nun so keinerlei Luftzirkulation hinter der Dämmung mehr erfolgen?

    Ich wollte nun sämtliche Dämmung wieder entfernen und wenn alles getrocknet ist nochmal neu anfangen. Dabei darauf achten, dass überall vorallem oben ausreichende Hinterlüftung verbleibt.


    Nun zu meinen Fragen:

    1) Macht es Sinn die stellenweise poröse Unterspannbahn zu flicken, z.B. eine weitere Folie (evtl. diffusionsoffen) darüber zu befestigen? Nachdem was ich bisher gelesen habe eher nicht?

    2) Reichen die 3cm Hinterlüftung aus, oder sollte ich lieber die Sparren etwas aufdoppelt, damit ich auf 5 cm komme?

    3) Ist die benutze Dampfsperre AluJet TopJet (Sd Wert 100m) generell geeignet?

    4) Der luftdichte Abschluss an den Seiten zum Mauerwerk ist relativ problemlos. Aber wie dichte ich diese im unteren Bereich an der Fußpfette ab (siehe Bild2)? Wird die Folie lediglich auf der Fußpfette befestigt, kann die Feuchtigkeit darunter entweichen? Ideal wäre vermutlich eine Verbindung zur Folie am Boden, wobei die Dämmung der Obergeschoßdecke nicht wirklich 100% abgedichtet zu sein scheint (diverse Schrauben die die Folie beschädigt haben)?

    Der Aufbau der OG-Decke ist folgender (von unten nach oben): Rigips Platte, einfache Folie (PE?), Lattung, Dämmung zwischen den Balken, Rauspund Platte aus Fußboden.

    Macht es Sinn im Fußboden eine weitere Folie zu verlegen? Also zunächst Dämmung in den Bodenfächern raus, weitere Folie über die bestehende verlegen und dann die Dämmung wieder rein? Oder direkt eine Folie unter dem Rauspund verlegen? Diese dann ggf. diffusionsoffen, damit eventuelle feuchte Luft aus dem OG nicht in der Dämmung verbleibt?
    Möglicherweise sogar beide neuen Folie verlegen?

    Diese neuen Folienende am Boden würde ich dann luftdicht mit der Dampfsperre an den Seiten verbinden?



    Danke für Eure Meinungen.
    Tom
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  2. Eis/Nässe aus Unterspannbahn

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Feuchtigkeit aus dem Gebäude kann so viel ausmachen das dir das Wasser irgendwo wieder reinläuft was oben als Luftfeuchtigkeit rausgefleucht ist...

    Ich habe genau aus DEM Grunde schon Sparren gewechselt.

    Du hast überhaupt keinen Plan, was du da grad machst, da lohnt es sich nicht irgendwelche Romane hier abzufassen, du brauchst einen vor Ort der dir das mal plant. Du hast da nämlich ganz großes Kino mit deiner Kehlbalkenlage... Ich befürchte das du damit überfordert bist da auch nur Annähernd Luftdichtigkeit zu erzeugen...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Du hast da nämlich ganz großes Kino mit deiner Kehlbalkenlage... Ich befürchte das du damit überfordert bist da auch nur Annähernd Luftdichtigkeit zu erzeugen...
    Was genau meinst du bei der Kehlbalkenlage? Aber ich gebe Dir Recht, geplant werden muss das wohl vor Ort. Wen spricht man da an: Architekt, Energieberater, BauSachverständigen?
    Hat jemand evtl. eine Empfehlung für den Raum Lüneburg / Hambug Süd?
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  5. #4
    Avatar von Dachi
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    Kehlbalkenlage= Fussboden
    Es gibt sicher viele die das machen mit der Planung, aber nur wenige die das können!
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  6. #5
    Avatar von Flocke
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    Bei Ihnen muss sorgfältig geplant und der Bestand geprüft werden. Die Gitterfolie ist wahrscheinlich Scob zersetzt. Also auch ei Augenmerk auf die Dichtigkeit des Unterdaches richten. Bei diesem Aufbau kann auch bei sorgfältiger. Arbeit viel schief gehen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Dachi Beitrag anzeigen
    Kehlbalkenlage= Fussboden
    Genau, das ganz große Kino bezog sich dann eher darauf, dass man dieses ordentlich dicht bekommt? Hatte zunächst vermutet, dass man dort direkt gravierende Fehler gesehen hatte.
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