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Frage zu Fensterfalzluefter

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  1. #1

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    Frage zu Fensterfalzluefter

    Guten Tag,

    erstmal gratulation zu euren tollen Forum.

    Bei uns steht eine Altbausanierung an. Das Problem ist, dass der Energieberater zu einem Fensterfalzluefter raet, der Fensterbauer aber nicht.

    Die Fenster sollen eine Dreifachverglasung mit warmer Kante haben.

    Meine Frage: Wer von den beiden hat recht? Sind die Fenster von sich aus gut genug gegen Schimmel geschutzt?
    Es ist ein Mehrparteienhaus und es muss daher davon ausgegangen werden, dass das Lueftungsverhalten nicht immer optimal ist.
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  2. Frage zu Fensterfalzluefter

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  3. #2

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    AW: Frage zu Fensterfalzluefter

    Es geht nicht darum, dass die Fenster schimmeln könnten, sondern darum, einen Mindestluftdurchsatz zu gewährleisten, wenn dichtschließende Fenster eingebaut werden.
    Du musst ein Lüftungskonzept haben, um die erforderlichen Luftwechselraten nachzuweisen.
    Fensterfalzlüfter sind eine von mehreren Möglichkeiten, Zuluft ins Gebäude zu bringen.


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  4. #3
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    Vielen Dank fuer ihre Antwort.

    Ich schaetze, dass dann die Falzluefter dann doch notwendig sind. Das Lueftungskonzept besteht nur aus Stosslueften und wie schon erwaehnt ist es ein Mehrparteienhaus und wie die Erfahrung zeigt, sollte immer vom worst case ausgegangen werden. Ein Mieter z.b. hat die Wohnung voller Pflanzen.

    Meine grösste Sorge war deshalb eben der Schimmel an den Innenwaenden, insbesondere im Bereich der Fenster, da die Fasade noch mit Polystyrol ausgekleidet wird.
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  5. #4

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    Das ist ja nun grober Unfug!
    Gerade wenn die Fassade (sinnvollererweise) auch gedämmt wird, mindert dies die Schimmelneigung erheblich.

    Ein Restrisiko bleibt aber trotzdem. Mieter lüften leider gerne zu wenig.
    Da würde ich ausnahmsweise die Falzlüfter doch in Betracht ziehen.
    Besser: KWL nachrüsten (dezentrale Geräte, gibts auch mit WRG)!
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  6. #5

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    meines Erachtens bringt ein Fensterfalzlüfter alleine nichts. Die Luft muss ja dazu gebracht werden, auch hindurchzuströmen. Und dafür brauchts i.d.R. ein mechanische Abluft.
    @cosmoconner: Mit "Lüftungskonzept" ist in der Regel die Bemessung nach DIN 1946 Teil 6 gemeint. Darf ich davon ausgehen, dass Sie der Vermieter sind?
    Ich weiß zufällig, dass diese Diskussion im Münchner Raum teilweise sehr engagiert geführt wird. Da ich nicht vor Ort bin, weiß ich nicht, warum. Aber da sehe ich ein größeres Konfliktpotential, weil die Mieter sehr genau darauf achten, was "sein muss" und was nicht. Unabhängig von der Frage, wie der Wärmeschutzstandard ist... Ist so.

    Die Diskussion um die DIN 1946 Teil 6 haben wir hier schonmal geführt. Wenngleich die Norm selbst in einigen Punkten angezweifelt werden muss, meine ich, dass der Ansatz richtig ist: wir sollten uns um eine minimale kontrollierte Grundlüftung kümmern, um uns die gröbsten Probleme vom Hals zu halten.
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  7. #6

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    Dass es ein Lüftungskonzept gibt, ist ja schon ein guter Anfang.
    Es darf aber nicht nur auf Stoßlüftung basieren, denn ein Mindestluftwechzel zum Feuchteschutz
    ist nach DIN 1946-6 "...ohne Nutzerunterstützung... sicherzustellen".
    Da der Wasseranfall in einer Wohnung nach einer Sanierung i.d.R. gleich hoch ist wie davor,
    ist auch nach dem Einbau einer Wärmedämmung ausreichendes Lüften unbedingt erforderlich. Wenn
    die Feuchtigkeit jetzt nicht mehr an den Fensterscheiben kondensiert, oder an durchlässigen
    Fugen der (neuen dichten) Fenster und Türen entweichen kann, sucht sie sich irgendwo ein neues
    Zwischenlager.

    Somit können Falzlüfter durchaus ein Teil eines Lüftungskonzeptes sein. Dann sollten sie aber
    auch an allen Außenfenstern eingebaut werden, damit ein Durchströmen der Wohnung ermöglicht
    wird. Inzwischen gibt es auch Falzlüfter mit sog. Sturmklappen, die bei starken Böen oder
    Sturm den Lüftungsschlitz automatisch schließen, so dass Zugerscheinungen und
    Geräuschbelästigungen auf ein Minimum reduziert werden können.

    Eine KWL ist sicher die bessere Lösung, aber auch der Aufwand für den Einbau, insbesondere bei
    genutzten Mietwohnungen, und die Kosten müssen im Einzelfall berücksichtigt werden.
    Letztendlich entscheidend wird sein, was nach der Berechnung des erforderlichen Luftwechsels
    für das konkrete Objekt erforderlich ist.
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  9. #7
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    Danke fuer alle eure Antworten.

    Ich habe mir heute die Funktionsweise des Fwl mal genauer angesehen und durch die erwaehnte Sturmklappe ist meine Sorge vor Zugluft weitgehend unbegründet.

    Die Ausrichtung der Fenster ist West-Ost, wobei das meistbeheizte Zimmer (Wohnzimer) im Westen ist. Da das Wetter gefuehlt 90% aus dem Westen kommt, schaetze ich das dies von Vorteil ist, da die warme Luft in die Wohnung transportiert wird.

    Nochmals danke fuer eure Denkanstöße.
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  10. #8
    Themenstarter

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    Edit.
    Sorry, Fat Finger Post
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