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Thema: Undichtigkeit bei WU-Beton Keller im Bereich der Hohlkehle - was tun?

  1. #1

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    Undichtigkeit bei WU-Beton Keller im Bereich der Hohlkehle - was tun?

    Hallo zusammen.

    Wir haben vor 5 Jahren ein Fertighaus gebaut - mit zugehörigen Fertigelement Keller. Leider stellten wir schon nach kurzer Zeit fest, dass wir Wasser unter dem Estrich hatten. Es folgten Termine mit Baufirma etc. und Gutachter. Fazit war, dass die Hohlkehle wohl undicht ist. Der Wandaufbau des Kellers sieht folgendermaßem aus (von innen nach außen): 1. WU-Beton-Wand, 2. Hohlraum, 10 cm dicke intergrierte Isolierung, 3. WU-Beton-Wand. Nach Aufstellen der Elemente wurde der Hohlraum rundum mit Beton verfüllt.
    Im Außenbereich wurde der Wandstoß als abgerundete Hohlkehle ausgebildet (mit einer Art Mörtel). Darüber kam ein Netz und ein Bitumenanstrich, allerdings nur im Bereich der Hohlkehle und der Fugen. Eine unbedingt erforderliche Drainage + Pumpenschacht wurde nicht erstellt, trotz aufstauenden Sickerwassers.

    Jetzt zu meiner Frage: Wie dichtet man einen derartigen Wandaufbau richtig ab? Kann man eine Verpressung / Injektion machen, oder besteht durch die Wandisolation (intergierte Styroporschicht) die Gefahr, dass man durch die Nachgiebigkeit des Materials keine richtige Dichtigkeit erreicht? Hat schon jemand Erfahrungen in dem Gebiet?
    Oder wäre es am besten auszuschachten und im Außenberich alles was versäumt wurde nachträglich zu erstellen?

    Ich hoffe jemand weiß Rat, oder kann ggfs. eine Fachfirma im Beriech Dortmund empfehlen, bzw, kennt eine Internetseite, wo ich noch mehr zu dem Them finden kann. Ich bin nur Laie auf dem Gebiet.

    Vielen Dank!
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  2. #2
    Bauexpertenforum Avatar von R.B.
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    Vielleicht findest Du hier etwas passendes:

    http://www.sv-carden.de/linkbauteilerkl.html

    Gruß
    Ralf
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  3. #3
    Avatar von Ralf Dühlmeyer
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    Das machen wir immer so :-((

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    Eine solche Vielschichtkonstruktion mit all ihren Schwachstellen innerhalb des Wandaufbaus abzudichten, dürfte schwer bis unmöglich werden.
    Sofern wenigstens die Bondeplatte dicht ist, wäre wahrscheinlich das Ausschachten und flächige äussere Abdichten die einfachere uns sicherere Methode.

    Bevor da losgelegt wird, sollte das aber gut geplant werden, damit nicht einer Katastrophe die nächste folgt.
    Kostenlosen Käse gibt es nur in der Mausefalle

    Mit dem Fachmann baut man besser
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  4. #4

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    Wie kommst Du auf:
    Zitat Zitat von Acki80 Beitrag anzeigen
    Eine unbedingt erforderliche Drainage + Pumpenschacht wurde nicht erstellt, trotz aufstauenden Sickerwassers.
    Sah das die Planung oder der Vertrag vor?
    Wenn ja, warum?
    Wenn nein, warum nicht?
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  5. #5
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    Das mit den Plänen ist ne lange Geschichte. Ich versuch es mal kurz zu erklären. Eine Drainage war lt. B-Plan erforderlich, wurde erst auch angeboten und auch eingebaut. Als dann auffiel, dass der Kanal höher liegt als die Draiange, wurde kein Pumpenschacht angeboten, um die Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, sondern die Draiange wurde wieder ausgebaut... Es lag an eigenmächtigen Entscheidungen des Tiefbauers, einem komplett inkompetenten Architekten, der auch Planungsfehler gemacht hat und an einem Fertighaushersteller, der sich nicht verantwortlich fühlte... und uns als Laien, die keine Ahnung von der Materie hatten.

    Es folgte ein 3,5 Jahre langer Rechtsstreit über zwei Instanzen. Letztendlich ist ein Vergleich zustande gekommen und wir werden entschädigt.

    Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, an dem wir tätig werden müssen und den Keller eigenständig abdichten müssen - natürlich mit Fachfirmen und mit Architekt:-)

    Nur soweit sind wir noch nicht. Erstmal den passenden Architekten / Gutachter finden.
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  6. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Hallo,

    mich würde mal interessieren wie stark die kerngedämmte Doppelwand komplett ist ?

    verpressen von innen kann man vergessen ... eventl. bringt man sogar
    den Sohlenanschluss dicht ... dann steigt das Wasser in der Kerndämmung
    auf und sucht sich einen neuen Weg nach innen.

    da hilft nur aufgraben und eine vernüftige Aussenabdichtung ... das sind
    doch Gutachter am Werk gewesen ... da müsste es doch einen
    Sanierungsvorschlag geben ? ... oder wurde Totalschaden bescheinigt ???
    Dummen Fragen sind die ... die nicht gestellt werden (!)
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  7. #7
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    Wenn es gerichtlich bestellte Sachverständige waren, führen die nur ein Vorschlag zur Mängelbehebung aus und schätzen "grob" die Kosten.
    Ein Planungsleistung wird dem gerichtlich bestellt SV weder aufgegeben, noch honoriert.

    Erst für die dann folgende Beseitigung des Mangels wird ein konkrete Planung aufgestellt.
    Dieses dann aber von einem selbst zu beauftragendem SV. Der gerichtlich beauftragte SV ist hier nun raus.
    Mark


    Enttäuschung ist meist nur die Folge falscher Erwartungen!
    …… und was erwartest Du?


    öbuv Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
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  8. #8
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    Die Wand hat insgesamt eine Stärke von 36 cm, wobei 10 cm davon die Dämmung ausmacht. Ein Sanierungskonzept in dem Sinne gibt es nicht bis ins Detail geplant... tatsächlich nur einen Vorschlag und eine Kostenkalkulation.
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  9. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    also ca. 12-13cm Ortbetonkern ... wie gesagt die Sohle kann man verpressen daß sie
    dicht ist ... dann steigt das Wasser zwangsläufig in der Kerndämmung auf ... eine schlecht
    verdichtete Fläche und das Wasser ist wieder da.

    ich bleib dabei Sanierung nur von Außen möglich.

    Wenn es gerichtlich bestellte Sachverständige waren, führen die nur ein Vorschlag zur Mängelbehebung
    aus und schätzen "grob" die Kosten.
    Ein Planungsleistung wird dem gerichtlich bestellt SV weder aufgegeben, noch honoriert.
    scheints Recht zu haben Mark ... was sagst Du zur Frage des TE ... Sanierung durch verpressen möglich ?

    da lobe ich mir halt den Ortbeton.
    Dummen Fragen sind die ... die nicht gestellt werden (!)
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  10. #10

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    Hallo,
    bei guten Bekannten von uns war das auch so wie vom TE beschrieben.Allerdings nach sieben Jahren.
    Die haben rundum ausgeschachtet und neu abdichten lassen.Leider hatten die nicht das Glück mit der Entschädigung.Das ist jetzt drei Jahre her und jetzt ist der Keller trocken.
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  11. #11
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    Wenn man von außen beikommt, wäre dieses sicherlich der bessere Weg.
    Wenn Nein - würde ich mir den Aufbau genau angucken und das Material der Verpressung hierauf abstellen.

    Aber nur ein Wahnsinniger garantiert das Gelingen im ersten Versuch.
    Mark


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  12. #12
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    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    da lobe ich mir halt den Ortbeton.
    Jou..
    Mark


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