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bodenebene bodengleiche Dusche, Gefälle falsch, Wasser läuft in Rest des Bades

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  1. #1

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    bodenebene bodengleiche Dusche, Gefälle falsch, Wasser läuft in Rest des Bades

    Hallo zusammen,

    bin ganz neu hier und versuche mal, meinen ersten Beitrag zu schreiben. Hoffentlich klappt es und ich verletzte keine Forums-Etikette

    Zur Zeit habe ich folgendes Problem: Wir haben ein ca. 70 Jahre altes Haus gekauft und es kernsaniert, sind allerdings noch nicht fertig. Fertig ist das Badezimmer, worum es hier gehen soll. Das Bad und die angrenzende Küche waren früher mal ein Schweinestall und sind nicht unterkellert. Wir haben den alten Boden rausgehauen (also Fliesen, Estrich, Betonplatte) und den Bereich ca. 70cm ausgeschaufelt, also das Erdreich entfernt. Dann kam 16/32 Kies rein als kapilarbrechende Schicht, dann PE-Folie, dann 8cm Styrodur Platte (Dow, FloorMate, geeignet für lastabtragende Bodenplatten), dann wieder PE-Folie. Darauf wurden dann die KG-Rohre sowie für die bodenebene Dusche mittig das Grundelement vom Kessel Kellerablauf "der Universale" mit Mörtelfladen fixiert.

    Dann kam eine 18cm dicke Betonplatte mit Q131 Stahlmatten rein, die an den Rändern mit 18cm hohen senkrecht stehenden Styrodur Platten (BASF CS3035) vom Mauerwerk bzw. Fundament getrennt wurde. Die Betonplatte liegt also in einer Wanne aus Styrodur.

    Es folgten drei mal 3cm dicke Styrodur Platten (BASF CS3035) sowie die 3cm dicke Styropor Matte einer Kermi Fussbodenheizung. Die 16mm Rohrleitung der Kermi Fussbodenheizung wurde dann von einer 9cm dicken Estrichschicht eingeschlossen (9cm gemessen ab Oberkante Styropor).

    Im Bereich der bodenebenen Dusche (100x100cm) hat der Estrichleger mit der Wasserwaage nach Augenmaß ("Ich mach das schon zum 1000sten Mal") ein Gefälle zum Kessel Kellerablauf "Der Universale" eingearbeitet. Das Gefälle war allerdings rund wie ein Trichter, die Dusche soll jedoch eckig werden ("Ist kein Problem, das gleicht der Fliesenleger aus.")

    Der Fliesenleger ("Ist kein Problem, das gleiche ich mit Fliesenkleber aus.") hat nun Küche und Bad mit 30x60cm Platten gefliest und die Dusche mit 5x5cm Mosaikfliesen. Das Verlängerungsstück sowie den Dünnbettaufsatz des Kessel Kellerablaufs hat er ebenfalls eingesetzt, nachdem er dort am Rand den Estrich etwas weggeschlagen hatte.

    Problem: Die Mosaikfliesen liegen etwas höher als die restlichen Badfliesen. Die äußerste Reihe der Mosaikfliesen hat z.T. Gefälle weg vom Abfluss, also Richtung restliches Bad bzw. Küche. Die maßgefertigten gläsernen Klapp-Schwing-Duschtüren sind noch nicht da sind. Es stellte sich heraus, dass bei vorsichtigem Ausgießen eines Wasserglases nahe des Randes des Duschbereiches das Wasser munter Richtung Küche bzw. Richtung Restbad läuft.

    Der Fliesenleger hat daraufhin alle Mosaikfliesen wieder rausgestemmt. Er wollte dann den Estrich abschleifen, da dieser zu hoch sei. Er hat aber wohl nur seinen Kleber vom ersten Versuch abgeschliffen. Der Edelstahlrahmen des Kessel Kellerablaufs "Der Universale" wurde nicht tiefer gesetzt, wohl auch, weil man den Dünnbettflansch und das Aufsatzteil nicht beschädigen wollte. Ergebnis: jetzt läuft das Wasser an noch mehr Stellen aus dem Duschbereich raus.

    Alles Murks, denkt sich da der Laie. Was ist zu tun? Nochmal alle Mosaikfliesen raus, Estrich abschleifen oder gar rausstemmen, abhobeln, abfräsen, rausschneiden???? Und wenn ja, sollte oder muß dass wieder derselbe Fliesenleger machen, da er das Recht auf zweimaliges Nachbessern hat? Oder kann ich einen anderen beauftragen wegen des einen gescheiterten Nachbesserungsversuchs?? Die Fussbodenheizung liegt übrigens auch im Duschbereich. Oder erst mal die maßgefertigten Glastüren reinbauen lassen und hoffen, dass die Gummilippen unten an den Türen alles schon richten werden???

    Hilfe!
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  2. bodenebene bodengleiche Dusche, Gefälle falsch, Wasser läuft in Rest des Bades

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  3. #2

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    Wenn ich das lese, lautet mein Rat, sich endlich einen ins Boot zu holen, der sich mit so etwas auskennt!

    Estrich hat in gleicher Stärke eingebaut zu werden, kann also gar nicht im Gefälle abgezgen werden. Dann ist das gesamte Bad abzudichten - einschl. des Anschlusses an die Wände und den ABlauf. Geht bei dem Kessel-Ding aber gar nicht!

    Ich lese auch nichts von einer Dampfbremse oder gar einer Abdichtung des Bodenaufbaus.

    Ich würde sagen - alles neu macht der Mai. Denn so lange braucht Ihr, bis eine Bestandsaufnahme und eine sachgerechte Planung erstellt werden kann.
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  4. #3

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    Wie kommt man auf die Idee einen Kellerablauf in eine beflieste Dusch zu planen und auch noch einzubauen ?????
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  5. #4

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  6. #5
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    Hallo Herr Dühlmeyer, danke für die schnelle Antwort. Das Bad ist am Rand (Wand-Boden) mit einem blauen Abdichtungsstreifen (vermutlich von PCI), der ca. 30cm breit ist und halb an der Wand, halb auf dem Boden fixiert wurde, "abgedichtet". Der Bereich der Dusche sowie etwas darüber hinaus wurde mit einer Abdichtungsflüssigkeit bestrichen, ich glaube von der Firma Schaumburg oder von PCI. Der Kessel-Kellerablauf wurde mit der mitgelieferten Gewebematte in Ringform und dem Dünnbettaufsatz mit Dichtungsflansch mit Fliesenkleber oder etwas anderem "abgedichtet". So sagte zumindest der Fliesenleger. Inwiefern meinen Sie, dass das mit dem Kessel-Teil gar nicht gehen kann??? Freue mich hier über einige Details zu den fehlenden Möglichkeiten des Kellerablaufs "Der Universale".

    In der Tat haben wir dort im Fussbodenbereich keine Dampfbremse wie bei der Dachdämmung, sondern nur die diversen an den Rändern hochgezogenen PE-Folien. (1. oberhalb der kapillarbrechenden Kiesschicht, 2. oberhalb der Floormate 500-A Platten von Dow, also unterhalb der Betonplatte, 3. oberhalb von zwei der drei Schichten BASF CS3035). Ausserdem ist die Betonplatte aus WU Beton. Uns wurde damals von einem Architekten gesagt, dass das ausreichen würde und eine zusätzliche "schwarze" Beschichtung der Rohbetondecke nicht unbedingt nötig sei. Es wurde sogar angeraten, grundsätzlich im Hausinneren kein Bitumen oder ähnliches zu verwenden (aus Gesundheitsgründen).

    Wenn ich Sie richtig verstehe, war das dann wohl auch schon murks.

    Aber leider ist das unsere allgemeine Erfahrung während des Sanieren, dass eben auch die normalen deutschen Handwerksbetriebe trotz Eintragung in die Handwerksrolle, sportlichen Stundensätzen plus Mehrwertsteuer und langen Jahren Berufserfahrung leider nicht immer ordentlich arbeiten, nach unseren Erfahrungen eher selten.

    Auch die Bausachverständigen, Bauingenieure, Architekten und sonstigen Diplom-Ingenieure geben einem häufig völlig sich widersprechende Handlungsanweisungen. Was der eine zwingend notwendig findet, ist für den anderen die völlig falsche Lösung.

    Wo finde ich also nun einen kompetenten Ansprechpartner, der unsere Dusche oder wie sie sagen, unseren gesamten Bodenaufbau fachmännisch optimiert? Wäre es eine Lösung, den Estrich im Bereich der Dusche rauszuschneiden? Geht das überhaupt mit Fussbodenheizung darunter? Oder raten Sie uns zu einer Totalsanierung unserer soeben durchgeführten Totalsanierung????

    Mit der Bitte um schonungslose Offenheit ... (Ich ahne Fürchterliches.)
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  8. #6
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    Der Grund für den Einbau des Kellerablaufes war der, dass dieses Bad auf der Rückstauebene, also auf Straßenniveau liegt. Wir wollten also dort einen Doppelrückstauverschluss einbauen. Falls mal der Fall des Rückstaus eintritt, sollte das öffentliche Abwasser nicht aus der bodenebenen Dusche austreten und dann von dort durch diesen (eine Stufe niedriegen) Teil des Erdgeschosses (=ehemaliger Schweinestall) fliessen.

    Und einen Doppelrückstauverschluss habe ich bei einem normalen Duschablauf noch nicht gesehen. Außerdem sieht der Kellerablauf von Kessel super aus. Edelstahlrost im Format 20x20cm, leicht zu reinigen und ein Rattengitter hat das Teil auch noch.

    Das mit zwischen Daumen und Zeigefinger habe ich allerdings nicht kapiert.
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  9. #7

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    Ich habe bei Kessel keine Anschlußmanschette für eine alternative Abdichtung (PCI Lastogum&Co) gefunden.
    Sollte es das (lt. Ihrer Beschreibung) geben, dann wäre das OK.

    Ich skizziere mal ganz grob einen "richtigen" Aufbau.
    Rohre im Sandbett
    Erdreich
    Planum aus Sand oder Magerbeton
    Dämmung
    Beton, d und Bewehrung nach Statik
    Abdichtung gegenErdfeuchte, gleichzeitig Dampfsperre
    Dämmung
    Systemplatte FBH
    Estrich (9 cm sind eigentlich zu viel)
    Abdichtung im gesamten Raum incl. der gesamten Dusche mit Hochführung an den Wänden
    Fliesen.

    In der Dusche ist ein Gefällefertigteil mit eingeformtem Einlauf viel sinnvoller als der Estrich, der auf einem Gefälleuntergrund im Gefälle hätte erstellt werden müssen.

    Rückstau;
    Wenn der Ablauf rückstaugefährdet ist oder sein könnte, ist eine solche Schutzmaßnahme sicher sinnvoll. Aber nicht diese Spieldinger. Dann bitte einen eigenen Rückstauverschluß in der Leitung, z.B.hinter/unter einem Revisionsrahmen. Noch besser in eigenem Schacht ausserhalb des Gebäudes.
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