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Denkmalschutz Altbau mit neuen Fenstern ausstatten

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  1. #1
    Avatar von ArgProp1
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    Denkmalschutz Altbau mit neuen Fenstern ausstatten

    Ich habe mich durch ein paar Themen zu neuen Fenstern im Altbau durchgearbeitet, konnte daraus für mich aber noch kein Fazit ziehen.

    Objekt:
    1. MFH Bj 1905
    2. Denkmalschutz auf fast alles bis auf Innenbereich der Wohnungen.
    3. Ungedämmte Fassade. Von Außen wegen gleicher Tiefe mit den Nachbarhäusern und dem besonderen Backstein hinten lt. Denkmalschutz nicht dämmbar. Von innen nicht wirklich effizient und darüber hinaus problematisch, da Wohnungen vermietet sind. Also wenn nicht sinnvoll machbar, soll die Fassade ungedämmt bleiben.
    4. Derzeitige nicht originale 80er-Jahre Metallfenster sind teilweise undicht und lassen sich nur bedingt einstellen. Neue Fenster könnte ich mir gut vorstellen, alleine schon, um die alte Optik wieder herzustellen.
    5. Dachsanierung und Kellerdeckendämmung geplant


    Einige Mieter meckern natürlich, dass es zieht und ich sehe auch eine Verpflichtung, das Haus möglichst energieeffizient zu erhalten.
    Aufgrund der anderen Beiträge habe ich gleichzeitig großen Respekt vor dem Austausch der Fenster, wenn ich die Fassade nicht dämmen lasse (Taupunkt, Schimmel, etc.).

    Ist ein Austausch der Fenster überhaupt sinnvoll? Wenn ja, was ist dabei zu beachten?
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  2. Denkmalschutz Altbau mit neuen Fenstern ausstatten

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  3. #2

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    da gibts ja kaum eine andere möglicht, wie die vorhandenen metallfenster zu sanieren
    und inneliegende fenster neu zu montieren. kastenfenster so zusagen.
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  4. #3

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    na, die metallfenster aus den 80-ern werden wohl nicht vom denkmalpfleger unter die fittiche genommen worden sein. da ist doch sinnvoller die alte fensterteilung mit neuen fenstern zu übernehmen. dass dabei breitere profile bei raus kommen, nehmen die meisten denkmalpfleger in kauf. denk mal über mineralische innendämmung nach.
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  5. #4
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    Avatar von ArgProp1
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    Zitat Zitat von Baumal Beitrag anzeigen
    da gibts ja kaum eine andere möglicht, wie die vorhandenen metallfenster zu sanieren
    und inneliegende fenster neu zu montieren. kastenfenster so zusagen.
    Verlagere ich damit nicht auch den Taupunkt ungünstig?
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  6. #5
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    Avatar von ArgProp1
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    na, die metallfenster aus den 80-ern werden wohl nicht vom denkmalpfleger unter die fittiche genommen worden sein.
    Die waren halt drin als mehr als 10 Jahre später der Denkmalschutz ausgesprochen wurde.

    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    ...denk mal über mineralische innendämmung nach.
    Spannende Alternative. Allerdings scheint es mir fraglich, ob ich die Mieter dazu kriege, dass ich diese im vermieteten Zustand aufbringen kann... auch wenn sie Modernisierungsmaßnahmen dulden müssen...
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  7. #6

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    uuups, überlesen die metallfenster sind aus den 80` er jahren.
    dann siehe oben rolf.
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  8. #7

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    Innendämmung geht durchaus, wird man aber wohl nicht im vermieteten Zustand aufbringen können.
    Eine solche Maßnahme ist sehr schmutzbelastet. Und in der Regel kann man das auch nicht auf einzelne Räume beschränken, weil ja häufig auch die Heizungsleitungen, Elektroinstallation etc. mit angepackt wird.

    Neue Fenster ist schon möglich und bringt bestimmt eine deutliche Verbesserung. Man wird sich aber gleichzeitig über die Frage der Wohnraumlüftung Gedanken machen müssen. Mindestens Fensterfalzlüfter in Verbindung mit einem Abluftventilator je Wohnung.
    Welches Konzept umsetzbar ist, lässt sich nur vor Ort klären.
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  10. #8
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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Mindestens Fensterfalzlüfter...
    Danke für diesen wertvollen Tipp! Kannte nur das Zerschneiden der Dichtung. Ich habe mal ein bisschen im Web nach den Fensterfalzlüftern gestöbert und das scheint mittlerweile ja eine ganz ausgereifte Belüftungsmöglichkeit zu sein, wenn je nach Haus ggf. nicht allein ausreichend. Gibt es bei der Auswahl etwas zu beachten?

    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    ...in Verbindung mit einem Abluftventilator je Wohnung...
    Unabhängig der Detailprüfung vorort, gibt es auch Fälle, in denen freie Kamine dafür genutzt werden?
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  11. #9

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    Fenstererneuerung und Denkmalschutz.

    Ich weiß nicht, wies in Kölle so läuft (ohne Klüngel), aber hier in H geht das wie folgt.
    Termin mit der Denkmalpflege zur Projektdurchsprache. Die Denkmaler haben entweder Dokus vom Urzustand oder zumindest Vorstellungen dazu.
    Abhängig von der Wichtung des Denkmals wird dann gefordert:
    Stufe 1): Teilung der Fenster(scheiben) wie Original, Sprossen glasteilend oder zumindest aufliegend aber mit heutigen Profilstärken - natürlich Holz, weil Plaste 1905 noch unbekannt war.
    Stufe 2): Stufe 1 + Profilierungen und Zierelemente wie an den (vermeintlichen) Originalen, Profilstärken reduziert
    Stufe 3) Fenster mit originalen Profilstärken und Einfachverglasung + innenliegende zeitgemässe Fenster

    Dann Detailzechiungen abstimmen, danach dann denkmalrechtlicher Antrag, Zeichnungen als Bestandteil der Genehimgung

    Klär also, nein besser, lass von einem Planer klären, was die Denkmalpflege verlangt. Wenn das klar ist, dann über ein Lüftungskonzept nachdenken.
    Bei Stufe 3 oder ähnlichem kannst Du Falzlüfter vergessen. Da muss dann mit der Denkmalpflege zusätlich z.B. über dezentrale Lüftungssysteme mit WRG verhandelt werden, um die Schimmelvorbeugung hinzubekommen.
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