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Den Unterputz stehen lassen?

Diskutiere Den Unterputz stehen lassen? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Den Unterputz stehen lassen?

    Hallo,
    nächste Woche kommt der Verputzer für den Aussenputz. Wir sind uns
    unschlüssig, ob wir nur den Unterputz (= Kalkzementleichtunterputz-faser-
    armiert auf Bisothermsteine von *****) anbringen und ihn über Winter stehen lassen sollen. Oder soll nach Trocknung des Unterputzes (von ca. 14 tagen, laut Verputzer) den Oberputz (von Weber-Boutin) angebracht werden?
    Außerdem ist noch eine Frage, ob wir auf den Unterputz noch eine "Sperrschicht" an den Wetterseiten von ca. 3 mm mit Gewebeeinlage anbringen lassen und dann den Oberputz oder ist das mit der Sperrschicht
    nur raus geworfenes Geld (kostet der m² soviel wie der Unterputz mit 15 mm
    dicke)?
    Noch eine Frage: Ist es Ok. wenn Materialien von verschiedene Firmen von
    "*****" und "Weber-Boutin" verwendet werden?
    Vielen Dank für eure Antwort im Voraus.

    Gruß Alex
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  2. Den Unterputz stehen lassen?

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  3. #2

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    Außenputz Leichtbetonstein

    Hallo Alex,

    Bisotherm selbst hebt in seinen Verputzempfehlungen ja schon auf den Faserleichtunterputz ab. OK!

    Standzeit für Unterputz IP19FLP/SLK 1/2 Tag /mm Schichtdicke lt. ***** also 2-3 Wochen OK!

    Sperrschicht = Gewebespachtelung auf Grundputz m.E: auch OK!

    gefordert/empfohlen lt.***** und DIN 18 350 bei: 1. Wetterseiten, 2. Feinen Oberputzen und 3. bei Mischmauerwerk (theoretisch ist schon die Deckenrandschalung aus XPS und Rolladensturzkästen mit Holzwolleleichtbauplatte ein sog. Mischmauerwerk).

    Vorschlag Ihres Putzers klingt gut. Preis wie Grundputz kommt in etwa hin. Entscheidung liegt bei Ihnen.

    Material-Mix, naja, das muss Ihr Putzer für sich entscheiden...

    Gruß Michael
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  4. #3

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    Guten Morgen

    Standzeit 1/2 Tag bei IP19SLK und 1 Tag Bei IP19FLP, pro mm Schichtdicke des Unterputz.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Unterputz stehen lassen?

    Hallo hier bin ich wieder,
    danke für die Antworten. Habe noch ein paar Fragen. Soll ich wirklich den Aussenputz in einem durchziehen und nicht den Unterputz über Winter stehen
    lassen? Unser Bauunternehmer hat uns empfohlen, den Unterputz stehen zu lassen, wegen Rissbildungen, weil noch Estrich rein kommt.
    Welchen Sockelputz holt man von *****?
    Welchen Oberputz von ***** holt man, wir wollen Kellenputz verwaschen 2 mm Korn? Sollte man nach dem eingefärbten Oberputz noch die Fassade streichen? Was haltet Ihr von Silikatfarben und mineralischen Oberputz und mineralische Farben. Wieviel Wasserabweisend ist ein Oberputz?
    Ich habe die Antwort von Michael nicht verstanden mit dem "1. Wetterseiten, 2. Feinem Oberputz und 3. bei Mischmauerwerk....... " , kann er Sie mir näher
    erklären. Bin leihe und der Verputzer oder Bauunternehmer können mit viel erzählen.
    Vielen Dank für die Hilfen.

    Gruß Alex
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  6. #5

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    Erstens, Zeitens, Drittens

    Hoi Alex,

    die Aufzählung bezog sich auf die "Notwendigkeit" der Gewebespachtelung auf dem Unterputz.

    Nach DIN 18350 VOB Teil C von 2005 ist bei dünnschichtigem mineralischem Oberputz Korngröße kleiner 3mm, eine besondere Massnahme erforderlich = Gewebespachtelung überall!

    ***** selbst schreibt bei Korngöße kleiner 2mm, aber hier sind m.E. geriebene Putze gemeint, keine verwaschenen!

    Als Stucki würde ich wie Ihr Putzer/Stuckateur hier in Anlehnung an Bisotherm, den Faserleichtunterputz empfehlen, das hatten wir ja schon.

    www.*****.de dort Produkte, Verputzen, Mineralische ober/Strukturputze, IPArtista, das scheint mir der geeignete Putz für die geschilderte Ausführung.
    (Regional sind aber auch noch andere möglich)

    Hier der link: http://www.*****.de/index1.php3?id=2

    Wasserabweisend wie von der Norm gefordert, die Frage versteh ich nicht ganz.

    Sockelgrundputz *****:

    http://www.*****.de/index1.php3?id=2

    oder http://www.*****.de/index1.php3?id=2

    Oberputz im Sockelbereich als dünnschichtiger Filzputz z.B. ***** 280

    Farbe:

    Mineralische Oberputze, ob rohweiß oder eingefärbt sind zu streichen, zumindest ist diese Leistung in die Ausschreibung aufzunehmen. Hierzu gibt es ein Merkblatt, das kann/sollte Ihnen Ihr Stucki auf Anfrag aushändigen.

    Bei gefilzten/verwaschenen mineralischen Oberputzen ist "eigentlich" ein 3-"schichtiges"-Beschichtungssystem vorgeschrieben, d.h. Grundierung und 2maliger bei ganz kräftigen? Tönen ein 3maliger Farbanstrich.
    (das hatte ich erst, müsste aber im Büro nachsehen "WO das steht?"

    Silikatfarbe oder nicht ist Glaubenssache. Die Silikatfarbe ist duch die hohe Alkalität relativ lange resistent gegen Algenbefall, der in den vergangenen Jahren immer öfters auftritt, insbesonders an den besser wärmegedämmten Fassaden. Durch die bessere Wärmedämmung kommt weniger Wärme von innen nach, die Fassade trocknet langsamer ab (auch "Tauwasser in Winter, Frühjahr und Herbst). Die feuchte Fassade ist ein "Staubfänger" und auch ideale Lebensgrundlage für Algen. Die Silikatfarbe nimmt dazu aber "gut" Feuchte auf, was ja kontraproduktiv zur, sich darüberhinaus über die Jahre abbauenden, Alkalität steht.

    Alternative zur Silikatfarbe sind Silikonharzfarben. Ich oute mich hier mal als "Fan" der Lotusan-Farbe von sto-ispo. Wenn eine Silikonharzfarbe zum Einsatz kommt würde ich den Mehrpreis dafür auf mich nehmen. Wir haben seit Anfang 2000 Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen und monolithischem Mauerwerk damit beschichtet und diese Häuser sind allesamt deutlich weniger "dreckig" als zur gleichen Zeit gestrichene Egalisationsfarben, die auch schon die teuersten in ihrem Segent waren.

    Wenn der BT sagt, Unterputz stehen lassen, warum nicht? Wenn dem BH dadurch keine zusätzlichen Gerüstkosten (Miete oder 2maliger Auf- und Abbau entstehen) Gewebespachtelung und weiteres dann im Frühjahr.


    So und nu kommt im Einstein-Jahr die Relativitätstheorie.

    Was ist dabei Leistung vom BT, was müssen Sie extra in Auftrag geben und auch extra bezahlen?

    Gruß Michael
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  7. #6

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    linke

    Sorry die links sind ja immer dieselben *hmpf

    Sockelgrundputz bei Produkte / verputzen / maschinenputze für aussen / IP14l oder IP14SLK
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  8. #7
    Themenstarter

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    Unterputz stehen lassen

    Hallo Michael,
    danke für deine Antworten.
    wir haben uns entschieden den Unterputz nicht stehen zulassen. Wir bauen nicht mit einem Bauträger, natürlich würde das Gerüst usw. noch einmal extra
    bezahlt werden müssen.
    Wir nehmen für den "verwaschen" Kellenoberputz eine Silikatfarbe. Frage:
    Welche Grundierung muß auf den Oberputz drauf? Davon sagte mir der Verputzer nichts. Die wollen auf den eingefärbten Oberputz, nur einmal mit
    Farbe streichen und fertig.
    Bringt eine Einfärbung den Oberputzes überhaupt was oder sollte man nur ohne Einfärbung des Oberputzes, dafür 2 x mit Farbe streichen?
    Hab ich dich richtig verstanden, daß wir eine Gewebespachtelung machen müssen, wenn wir von ***** den Oberputz Kellenputz verwaschen holen?
    Tut mir leid, daß ich dich nochmals nerven muß.......................

    Gruß Alex
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  9. #8

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    Farbe

    Putz einfärben? Ja schon, wenn man ziemlich den Farbton nimmt/bekommt wie der Farbanstrich sein soll. Vorteil: Wenn mal wo n Bröckel weg...., sieht man das nicht gleich. Dem gegenüber steht der Mehrpreis, der beim Material bis zum 5fachen Preis(dunkles Rot oder Grau) führen kann.

    Silikatfarbe einmal gestrichen? Dann ist es wohl eine Dispersions-Silikat-Ausgleichsfarbe? z.B. www.Quick-Mix.de, Lobakat300?

    Wenn man mal weiter bei www.*****.de nachliest bei der Silikatfarbe A, steht da: "je nach Untergrund ist Voranstrich mit *****-prim-1050 Edelputz-Aufbrennsperre erforderlich"

    Hier könnte man nun nen ganzen Roman zu verfassen, danach Band2, usw.

    Die Grundierung würde ich empfehlen, da ein gefilzter/verwaschener Putz ein stark oder stark unterschiedlich saugender Untergrund ist.

    Ein einfacher Anstrich mit einer Dispersionssilikatausgleichsfarbe auf einem solchen Oberputz wird IMMER und das schon nach dem Abbau des Gerüstes ein ungleiches Erscheinungsbild (Schattierungen auf dem Putz) ergeben.

    Da würde eher eine Silikonharzausgleichsfarbe (Quick-Mix, Lobaxan 300 o. 301 -301 mit algiziden Zusätzen-) Sinn machen, die durch einen höheren Pigmentanteil eine bessere Deckkraft als die oben beschriebene Farbe hat.

    Aber auch hier wird m.E. sehr früh ein "unschönes" Fassadenbild entstehn. (Hatten wir alles schon.)

    Auf einem "glatten" Putz krieg ich in einem Arbeitsgang einfach viel zu wenig Farbe drauf. (Dann gibts da noch die Kollegen, die die Farbe runterverdünnen bis zur Streichbarkeit mit ihrer 5-Euro-Baumarkt-Walze oder der ein-Eimer-langt-fürs-ganze -aus-Kalkulation).

    Geringere Schichtdicke, weniger Negativanteil (Rillen/Körner) im Putz, d.h. volle "Angriffsfläche" für Regen/Sonne....(Auch ein Grund pro Gewespachtelung)

    Die Gewebespachtelung, dazu kann ich nur noch sagen, wer interpretiert da die DIN und die Vorgabe von ***** wann (Schadensfall) wie (Mängelreklamation)?
    Ihr Stucki is da doch schon auf dem (juristisch) richtigen Weg. - Wer schreibt bleibt.

    Müssen tut man nix ausser sterben...

    Und wenns nachher trotzdem schief geht?, hat man auch nur als Trost: "Wir haben getan was möglich war).

    Wobei die Ursachen für Schäden, die im Putz sichtbar werden MEISTENS! auf Fehler in der Planung und Ausschreibung (Architekt und Statiker ) und der Ausführung (Maurer und Bauleiter )... .

    Meine Meinung...
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  10. #9
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    Unterputz stehen lassen

    Hallo Michael,

    recht hast du, "man muß nur sterben". Bin momentan ein gestresster Bauherr.
    Habe ich dich richtig verstanden, wenn man eine Silikatfarbe von Brillux (laut Verputzer) nimmt, dann sollte 3 mal gestrichen werden?
    Und wenn man eine Silikonharzfarbe nimmt, dann nur zweimal streichen?
    Mein lieber Schwann, was ist der Aussenputz für eine aufwendige Sache.

    Guß Alex
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  12. #10

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    Was isse ne Dampfmaschiieen?

    Hoi Alex,

    Dispersionssilikatausgleichsfarbe reicht "theoretisch" ein Anstrich, ist gängige Praxis (haben wir noch nie gemacht, wenn dann Silikonharzausgleichsfarbe, die deckt besser), ABER bitte nicht so, sprich einmalige Beschichtung, auf dem Putz wenn so wie beschrieben.

    Zur Frage zurück: 3 Schichten?

    Silikatfarbe, halbwegs richtige Silikatfarbe ja, bei dem beschriebenen Untergrund, Grundierung mit einem geeigneten Grundiermittel, dann Zwischen-und Schlußbeschichtung mit der Farbe.

    Bei dem geschilderten Putz würde ich mit einer Silikonharzfarbe genauso :
    Grundierung mit einem geeigneten Grundiermittel, dann Zwischen- und Schlußbeschichtung mit der Farbe.

    Bei einem dunklen Farbton ist unter Umständen sogar eine 3malige Beschichtung mit der Farbe erforderlich, damit das was gleich sieht. (Grau/Rot-Töne)

    Bei Brillux kenn ich mich nicht aus, denke aber die sind gleichwertig zu den von mir bisher genannten Herstellern.

    Verstehe dich schon, weil das Ganze kostet ja auch und weder BT´s noch Architekten denken bei der Vorkalkulation darüber nach.

    Der Außenputz is ja auch das was de siehst, wenn du die Bauphase überlebst, wenn du später mal nach der Arbeit oder sonst nachhause kommst. Soll dir doch lange das Herz lachen machen, oder? *zwinker

    gruß Michael
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  13. #11
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    Unterputz stehen lassen?

    Tach Michael,

    danke für deine Antworten. Jetzt versteh ich den Aussenputz mit den ganzen
    Farbenprodukte viel besser. Das war eine schwierige Geburt mit mir.
    Danke.
    Gruß Alex
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