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  1. #1

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    Hyd Abgleich vs. ERR

    Hallo.

    Wir haben im Nov unser neues EFH bezogen.
    Holzständerfertighaus mit Keller, E + D, Flur und Büro im Keller beheizt mit FBH.
    Heizung ist eine LWZ 403, beheizte Fläche 180 qm. Kaminofen zum Wohlfühlen im Wohnzimmer
    FBH war bis jetzt nicht hyd Abgeglichen.
    Habe jetzt erstmal die Heizkurve auf meine 23 Grad im Bad angepasst und das hat auch recht gut geklappt. Die andere Zimmer wurden mittels der RT auf unterschiedlichen Temperaturen gehalten. Wohnzimmer, Küche z.b. 22 Grad, Keller und Wc auf Frostschutz, Schlafzimmer und Kinderzimmer auf etwa 21 Grad. Also alles recht unterschiedliche Temperaturen.
    Mein Stromverbrauch war meist so um die 20 bis 25 kWh pro Tag für Heizung, WW und Lüftung. Aussentemperatur war so im Schnitt bei -2 Grad (geschätzt).

    Nun hab ich den hyd Abgleich gemacht. Die FBH-leger haben mir eine Tabelle da gelassen mit vielen Zahlen.( Qs in Watt, A Rohr , l Hk und auch V H in l/m)
    Danach habe ich die Durchflussmesser an den Heizkreisverteilern eingestellt.
    Nun merke ich aber, dass die WP eigentlich ständig läuft. Außerdem sollen ja jetzt alle RT auf max. stehen und alle Räume warm werden.
    Wahrscheinlich wird es jetzt im Bad nicht mehr so warm werden, da der Durchfluss zu diesem Raum ja reduziert ist. Deshalb werde ich wahrscheinlich den Fußpunkt erhöhen müssen, damit ich im Bad wieder 23 Grad bekomme. Folglich werden auch die anderen Räume wärmer, was ich im Keller und Wc ja eigentlich garnicht will. Außerdem wird mein Wohnzimmer immer noch beheizt, obwohl ich aufgrund des Ofens schon 25 Grad habe.

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß der hyd Abgleich meinen Stromverbrauch senkt.

    Hab ich irgendwo einen Denkfehler, oder hab ich was falsch gemacht. Oder ist für meine Lebensgewohnheiten die ERR einfach die bessere Lösung?

    Vielen Dank im vorraus für die Tipps
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  2. Hyd Abgleich vs. ERR

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  3. #2

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    Die Einstellwerte sind nur Startwerte die man nachträglich optimieren, sprich den Gegebenheiten vor Ort anpassen muss.

    Wenn ein weiterer Wärmeerzeuger in´s Spiel kommt, also bei Dir der Ofen, dann musst Du natürlich die ERR aktiviert lassen. Sonst wird der Raum gnadenlos überhitzen.

    Eine Optimierung der Heizkurve auf die hohe spez. Heizlast im Badezimmer geht meist in die Hose, weil die anderen Räume mit deutlich weniger auskommen. Im Badezimmer fehlt es meist an Heizflächen, so dass 23°C oder gar 24°C RT nur mit hoher Heizwassertemperatur erreicht werden können.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    AW: Hyd Abgleich vs. ERR

    Vielen Dank für die Antwort.
    Wenn ich nun aber in einem Raum die ERR habe, heißt das dann nicht für die anderen Räume am gleichen Heizkreisverteiler, daß der Abgleich dann nicht mehr korrekt ist, wenn die RT manche Heizkreise zu machen?

    Aktuell hab ich folgende Einstellungen an der WP.
    Steigung 0,34
    Fußpunkt 3,0 Grad
    Raumtep HK1 20 Grad

    Hab jetzt bei etwa 0 Grad AT etwa 30 Grad VL Temperatur.

    Habe im Bad meine 23 Grad , aber manche andere Räume z.b. Schlafzimmer sind doch sehr überheizt.
    Und ich hab jetzt bis Mittag schon meine 20 kWh verbraucht und die WP läuft doch schon ziemlich häufig.
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  5. #4

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    Abgesehen davon, dass es im Moment ziemlich kalt ist, zumindest bei uns, ist eine VL Temperatur von 30°C bei AT 0°C etwas hoch. Das kommt auch darauf an, wie die FBH dimensioniert wurde.

    Wie groß ist das Bad? Heizlast? FBH Fläche? Verlegeabstand? Weitere Heizflächen?

    Wenn die ERR als Notbremse eingreifen muss, dann hat das auf den Abgleich keinen Einfluss. Im besten Fall regelt die Heizkreispumpe ihre Leistung zurück.

    Ich würde also nicht auf das Badezimmer hin optimieren, das macht man normalerweise nicht. Es wäre unsinnig wenn man nur wegen dem Badezimmer das komplette Haus auf einer unnötig hohen Heizwassertemperatur fahren müsste. Deswegen empfiehlt es sich, im Badezimmer zusätzliche Heizflächen vorzusehen. Was, wo, wie, das kann man erst sagen wenn Zahlen auf dem Tisch liegen. Ich kenne aber kein Badezimmer das ohne zusätzliche Heizflächen auskommt, zumindest wenn eine Temperatur von 23°C oder 24°C erreicht werden soll.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    AW: Hyd Abgleich vs. ERR


    Wir haben im Bad noch einen elektr. Zusatzheizkörper. Kann mir aber nicht vorstellen, daß der wirklich effektiv und sparsam ist.
    Unser Bad hat zwei Heizkreise.
    Hab mal ein Bild der Tabelle angehängt. Hoffe man kann die Zahlen lesen.
    Unser Bad hat etwa 12 qm.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von fertigbauer Beitrag anzeigen
    Wir haben im Bad noch einen elektr. Zusatzheizkörper. Kann mir aber nicht vorstellen, daß der wirklich effektiv und sparsam ist.
    Das ist sicherlich sparsamer als das komplette Haus auf einer unnötig hohen Vorlauftemperatur zu fahren. Man sieht ja in der Tabelle schön, wie die ganzen Kreise abgewürgt werden damit im Bad die Solltemperatur erreicht wird, und dann bei 37°C gerechnet. Ohne das Badezimmer zu berücksichtigen könnte man die VL Temperatur absenken, was die WP effizienter macht. Wenn dann ein paar Wh an einigen Stunden pro Jahr elektrisch zugeheizt werden müssen, dann macht sich das auf der Stromrechnung nur unwesentlich bemerkbar.

    An wievielen Stunden pro Tag benötigst Du die hohe Badezimmertemperatur? und muss sie wirklich 23°C und höher sein?

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    AW: Hyd Abgleich vs. ERR

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen

    An wievielen Stunden pro Tag benötigst Du die hohe Badezimmertemperatur? und muss sie wirklich 23°C und höher sein?

    Gruß
    Ralf
    Benötigen ist so ne Sache....
    Wir sind hald jeden Tag eigentlich zu unterschiedlichen Zeiten im Bad und wollen es hald schön warm.

    Sind denn 20 kWh bei den letzten Tagen für Heizung und WW für unser Haus viel?

    Bin schwer am Überlegen, ob ich nicht wieder bei allen Räumen auf ERR zurückgehe.
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  9. #8

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    Bei ERR Betrieb musst Du die Heizkurve auch oben halten. Woher soll da die Einsparung kommen?

    Letztendlich wird das Teil nur dann sparsam sein, wenn die Vorlauftemperatur möglichst niedrig ist. Bei Veränderungen musst Du min. 1 Tag, besser 2 Tage warten, erst dann siehst Du was Sache ist. Dann immer auch die zugehörigen Außentemperaturen mit aufzeichnen. Wir hatten die letzten Tage Temperaturen von weit unter 0°C, das ist mit den Temperaturen vor 2 oder 3 Wochen nicht vergleichbar.

    Wenn Du mit aller Gewalt das Badezimmer nur mit dem bischen FBH auf 23°C temperieren möchtest, dann bleibt Dir gar nichts anderes übrig, als bei den restlichen Räumen die ERR zu aktivieren, denn wie Du gemerkt hast, klappt das nur mit einer hohen VL Temperatur. Diesen Überschuss muss man in den anderen Räumen abregeln, also durch Einsatz der ERR, denn der Durchfluss hängt ja bereits am unteren Anschlag.

    Ob die 20kWh pro Tag viel sind, kann man nicht sagen. Vermutlich meinst Du 20kWh elektrisch, das klingt erst einmal nicht so übel, aber da kommt es auch darauf an, wieviel mit dem Ofen zugeheizt wurde.

    Gruß
    Ralf

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    AW: Hyd Abgleich vs. ERR

    Ja die 20 kWh sind elektrisch und ich habe die letzte Woche mitgeschrieben. Der Ofen war eigentlich nicht so oft in Betrieb. Aber auch unterschiedlich.

    Ist es sinnvoller bei ERR die Anlage hyd abgeglichen zu lassen oder alle ventile wieder auf vollen Durchfluss zu stellen?

    Muss noch viel ausprobieren....
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  11. #10

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    Natürlich behält man den hydr. Abgleich bei. Es werden niemals die Ventile auf max. Durchfluss gestellt, dafür sind die Kreise zu unterschiedlich.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Avatar von Schnabelkerf
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    ....Wenn ein weiterer Wärmeerzeuger in´s Spiel kommt, also bei Dir der Ofen, dann musst Du natürlich die ERR aktiviert lassen. Sonst wird der Raum gnadenlos überhitzen.
    Das widerspricht meinem bisherigen Verständnis der "Selbstregulation" einer FBH.

    Gehen wir mal von 21° C Raumtemperatur aus, dann ist der Fußboden beim heizen vielleicht 23° C warm. Nun wird der Kaminofen angeworfen. Sobald die Raumtemperatur 23° oder mehr erreicht hat kann der Boden keine Wärme mehr an den Raum abgeben. Wenn man nun am ERR herunterregelt ändert sich doch gar nichts! Ob der Fußboden nun mit 23° geheizt wird oder eben nicht spielt doch gar keine Rolle da die FBH eben KEINE Wärme an den Raum abgeben kann.

    Nach meinem Verständnis kann man sich also das herunterstellen mit dem ERR sparen. Jedenfalls für den "normal" Fall in dem durch den Einsatz eines Kaminofens in kürzester Zeit die Raumtemperatur die Fußbodentemperatur erreicht bzw. überschreitet. Was bei einem gut gedämmten Neubau ziemlich schnell passiert.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Schnabelkerf Beitrag anzeigen
    Das widerspricht meinem bisherigen Verständnis der "Selbstregulation" einer FBH.

    Gehen wir mal von 21° C Raumtemperatur aus, dann ist der Fußboden beim heizen vielleicht 23° C warm. Nun wird der Kaminofen angeworfen. Sobald die Raumtemperatur 23° oder mehr erreicht hat kann der Boden keine Wärme mehr an den Raum abgeben. Wenn man nun am ERR herunterregelt ändert sich doch gar nichts! Ob der Fußboden nun mit 23° geheizt wird oder eben nicht spielt doch gar keine Rolle da die FBH eben KEINE Wärme an den Raum abgeben kann.
    Schau Dir mal die Temperaturen an mit denen da gearbeitet wird. Da greift die Selbstregelung vielleicht bei 25°C oder 28°C RT oder mehr. Für eine Selbstregelung müsste die Raumluft deutlich wärmer als der Estrich und die FBH Rohre sein. Das ist hier unter "Normalbedingungen" nicht gegeben.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Hallo, ich bins mal wieder. Hab jetzt meine Heizung eigentlich ganz gut im Griff. Hab mich mit meiner Frau auf 22,5 Grad im Bad geeinigt. Mein Problemzimmer ist jetzt eher das "Kind2" Zimmer. Ich denke, dass es von der Verlegung der FBH relativ grenzwertig geplant und auch gelegt ist. Kann das jemand aus der Berechnung herauslesen?
    Hab ziemliche Probleme das Zimmer höher als 22 Grad zu bekommen.Hab den durchfluss schon auf 2,5 l/min hochgedreht aber es ändert sich an der Raumtemperatur eigentlich nichts. Z.b. im Schlafzimmer geht es schnell hoch mit den Temperaturen, wenn ich den Durchfluss erhöhe.
    Hab aktuell bei ca. 4 Grad AT eine sollvorlauftemperatur von ca. 27,9 Grad und 22 Grad im Kind2 Zimmer....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Kann es sein, dass zu großer Durchfluss auch schlecht sein kann, weil das Wasser dann zu warm wieder aus dem Raum zurück kommt, weil es ja schneller fließt und dadurch nicht soviel Wärme abgeben kann....oder liege ich da falsch?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von fertigbauer Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass zu großer Durchfluss auch schlecht sein kann, weil das Wasser dann zu warm wieder aus dem Raum zurück kommt, weil es ja schneller fließt und dadurch nicht soviel Wärme abgeben kann....oder liege ich da falsch?
    Da liegst Du falsch.

    Denkbar wäre, dass kein höherer Durchfluss erreicht wird weil die Pumpe irgendwann am Anschlag ist, oder die Heizkreistemperatur reicht halt nicht aus um in diesem Zimmer die Heizlast zu decken damit eine höhere RT erreicht wird. Abgesehen davon, dass mir nicht klar ist, warum man in einem Kinderzimmer mehr als 22°C benötigt, wirst Du um eine Anhebung der Heizkurve nicht herum kommen. Ich glaube nicht, dass bei der Berechnung der Einstellwerte in der Heizlastermittlung bzw. FBH Dimensionierung von so hohen Raumtemperaturen ausgegangen wurde.
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