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  1. #1

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    Kosten Tragwerkplaner und Architekt getrennt

    Unser Architekt gibt die Statik ab. Nun habe ich ein Honorarangebot von ihm zum Mindestsatz und ein Angebot vom Statiker. In Summe liege ich damit 3500 Euro über dem möglichen Höchstsatz des Architekten. Würde ich mindestens diese Summe einsparen, wenn ich einen Architekten beauftrage, der die Statik selbst macht? Oder berechnet ein Architekt die Statik immer separat? Mich erschreckt die summe doch gewaltig. Bei ca. 180000 Euro anrechenbare Kosten bezahle ich für Architekt und Statiker 36 000 Euro. Ist das ein normaler Preis oder ergibt sich dieser einfach höher weil die Statik abgegeben wird?

    Wann nimmt ein Architekt den Mindest- oder Höchstsatz. Gibt es dafür Regeln? Oder ist das freies Ermessen?

    Vielen Dank!
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  2. Kosten Tragwerkplaner und Architekt getrennt

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  3. #2

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    Wenn der Architekt ALLES macht, also Planung, Statik & Haustechnik (auch eigene Sparte), dann hat er Anspruch auf 3* Honorar - jeweils entsprechend den Vorschriften der HOAI für die Leistung

    Was sollen wir zu Deinen 36 k€ sagen? Du musst schon mal ein wenig genauer werden. Mindest-, 1/4-, 1/2-, 3/4- oder Höchstsatz ergibt sich aus dem Vertrag.
    Rel. genau kann man das nach dem Punktesystem aus §34 (für Statik und Haustechnik andere §§) ermitteln - wenn man es kann!
    Oder sich einen Honorargutachter der Kammer nehmen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Was ist ein 3* Honorar? Der Höchstsatz? Ich hab nicht die geringste Ahnung von der Materie.

    Soweit ich das beurteilen kann, ist die Berechnung des Architekten und des Statikers völlig in Ordnung. Die Hauptfrage die sich uns stellt ist im Prinzip nur, ob die getrennte Vergabe der Statik uns 4-stellige Mehrkosten verursacht und wir bei einem Architekten, der alles kann deutlich günstiger kommen, auch wenn sein Honorar an der Höchstgrenze liegt.

    Der Mindestsatz des Architekten liegt bei ca. 25 000 Euro, der Höchstsatz bei ca 32000 Euro. Gesamtsumme für uns (Architekt und Statiker) liegt bei ca 35500 Euro. D.h. für die getrennte vergabe zahlen wir 3500 Euro mehr, als wenn der Architekt die Statik mit macht und dafür dann den Höchstsatz verlangt. (So lautet derzeit mein Laienverständnis)
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  5. #4

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    Zitat Zitat von satello Beitrag anzeigen
    Was ist ein 3* Honorar?
    Wenn Dein Planer ein geniales Universalgenie wäre und folgendes erbringen würde
    Architektenleistungen (Planung und Bauleitung für das Haus)
    Tragwerksplanung (Statik)
    Haustechnikplanung (PLanung und Bauleitung für Heizung, Lüftung, Elt, Sanitär)

    dann bekäme er
    1. ein Honorar für die Architektenleistungen
    2. ein weiteres Honorar für die Statik oben drauf
    3. und noch ein weiteres für die Haustechniksachen auch noch oben drauf
    ergo 3* Honorar!

    Es ist für Dich (und das ist richtig so) völlig egal, ob Du ein Universalgenie oder drei Spartengenies beschäftigst - das von Dir zu zahlende Honorar ist unterm Strich immer gleich.
    Unterschiedlich sind nur die Personen, die es bekommen!

    Ausserdem fehlt noch:
    • Honorar für den EnEv Nachweis
    • Honorar für den Entwässerungsantrag
    • ggf. Honorar für den Brandschutznachweis
    • ggf. Honorar für den Schallschutznachweis



    Der Mindestsatz des Architekten liegt bei ca. 25 000 Euro, der Höchstsatz bei ca 32000
    Den Satz erklärbär bitte mal. Der Architekt muss sich doch entscheiden, wieso hat er einen Mindest- und einen Höchstsatz???
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  6. #5

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    vielleicht klärst du uns erst einmal auf, in welcher honorarzone und mit welchem satz dein architekt sein honorar angeboten hat. das hört sich nach honorarzone IV unten. dazu sollte er dir die wichtung mit den punkten vorstellen, ob die honorarzone aufgrund des schwierigkeitsgrads berechtigt ist. ein merkmal für zone IV ist eine gehobene ausstattung und überdurchschnittlichen technischen einrichtungen.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    anrechenbare kosten für twp sind geringer, als für arch.,
    ebenfalls die %-sätze.
    hoai-honorare sind unabhängig davon, wer die leistung
    erbringt.
    insges. 20% für arch+twp .. das muss ein besonderes
    bauwerk sein, aber in honorarzone 3 ist das nicht mehr
    darstellbar.

    ggfs. stellst du die anonymsierten verträge als pdf ein ..
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  8. #7
    Avatar von Tafelsilber
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    Zitat Zitat von satello Beitrag anzeigen
    Die Hauptfrage die sich uns stellt ist im Prinzip nur, ob die getrennte Vergabe der Statik uns 4-stellige Mehrkosten verursacht und wir bei einem Architekten, der alles kann deutlich günstiger kommen, auch wenn sein Honorar an der Höchstgrenze liegt.
    Nein, denn sollte der Architekt auch die Statik machen, würde in der Summe das gleiche , wie bei getrennten Planern herauskommen. (Wenn alle richtig gerechnet haben)
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  9. #8
    ManfredH
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    Architekt und Tragwerksplaner (Statiker) sind zwei unterschiedliche Berufe, mit unterschiedlicher Ausbildung und unterschiedlichem Tatigkeitsschwerpunkt. Jeder davon ist alleine schon so umfassend, dass man genug damit zu tun hat, sich ausreichende Berufserfahrung anzueignen und sein Wissen laufend auf neuestem Stand zu halten. Deshalb werden *in der Regel* auch nicht beide Berufe von einer Person ausgeübt, und deshalb ist es auch vollkommen richtig, dass für dieses Tätigkeiten separate Honorare zu vergüten sind.
    Auch wenn der Architekt die Statik mit "anbietet", wird er sie in den meisten Fällen nicht selbst erstellen, sondern von einem angestellten oder als Subunternehmer beauftragten Statiker ausführen lassen.
    Das gleiche gilt bezüglich Haustechnik-Planung.
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  10. #9

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    ...wobei ich es bisher erst gaaaanz selten hatte, daß bei einem EFH ein Planer für die Haustechnik hinzugezogen wurde.

    Das ist eher unüblich, aber natürlich durchaus besser.

    Daß bei anrechenbaren Kosten von EUR 180.000 eine höherwertige Ausstattung zugrunde gelegt wird, halte ich für eher sehr unwahrscheinlich. Das Budget ist doch eher am unteren Ende der Skala angesiedelt (wobei die Baukosten im Osten sicherlich nicht mit denen im Westen gleichgesetzt werden dürfen!).

    Auch ein separates Honorar für den Entwässerungsplan, welches eigentlich richtig ist, ist bei uns kaum durchsetzbar. Das "macht doch der Architekt immer mit".....
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  11. #10
    Themenstarter

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    dann bekäme er
    1. ein Honorar für die Architektenleistungen
    2. ein weiteres Honorar für die Statik oben drauf
    3. und noch ein weiteres für die Haustechniksachen auch noch oben drauf
    ergo 3* Honorar!

    Verstanden!

    Es ist für Dich (und das ist richtig so) völlig egal, ob Du ein Universalgenie oder drei Spartengenies beschäftigst - das von Dir zu zahlende Honorar ist unterm Strich immer gleich.
    Unterschiedlich sind nur die Personen, die es bekommen!

    O.K.!

    Ausserdem fehlt noch:
    • Honorar für den EnEv Nachweis
    • Honorar für den Entwässerungsantrag
    • ggf. Honorar für den Brandschutznachweis
    • ggf. Honorar für den Schallschutznachweis


    Darauf muss ich den Architekten also noch ansprechen, weil es zusätzliche Kosten bedeuten würde?


    Den Satz erklärbär bitte mal. Der Architekt muss sich doch entscheiden, wieso hat er einen Mindest- und einen Höchstsatz???[/QUOTE]

    Nein, er hat sich schon entschieden. Das war nur die Spanne, die mir der Rechner des Honorars auspuckt.

    Danke für die Antwort. Ich glaube damit hat sich das geklärt.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ups. Das mit dem Zitieren hat nicht geklappt. Ich hoffe Du findest die Kommentare zu den deinigen trotzdem.
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  13. #12

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    architekt und TWL sind unterschiedliche berufe,
    nehmen auch unterschiedlich honorare.

    einer der von beruf architekt+TWL ist : (die sind aber sehr selten)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Santiago_Calatrava
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  14. #13
    Avatar von UpsSry
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    die 36k€ sind ein sehr großzügiges honorar wenn man davon ausgeht, das es sich hier um ein EFH handelt.

    bei 180000€ anrechenbaren kosten überschlägig berechnet wären das ca. 28800€ für Objektplanung und Tragwerksplanung wenn alle Leistungsphasen zu 100% bedient werden.

    meistens ist es im EFH bau jedoch so, dass die anfertigung von schalplänen entfällt und somit das honorar des TWP schon reduziert wird.

    Wenn der Architekt die haustechnik mitplant sind hier auch sämtlich nachweise und bemessungen zur gebäudetechnik zu führen, detailpläne und ausführungspläne zu erstellen.

    wenn sie nicht gerade ein architektonisches Wunderhaus planen zu bauen dann sind die 36k€ für mich nicht begründet
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Baumal Beitrag anzeigen
    architekt und TWL sind unterschiedliche berufe,
    nehmen auch unterschiedlich honorare.
    Korrekt. Wobei man mit dem TWP für ein Eigenheim auch auf Stundenbasis vereinbaren kann. Im vergleich zum Architekten-Honorar hat der TWP bei mir nur ein Bruchteil gekostet und mehr Papier als der Architekt geliefert. Gut wäre auch wenn ich Architekt und TWP kennen, dann geht es alles auf dem kurzen Weg.
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  17. #15
    ManfredH
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    Zitat Zitat von Mecklenburger Beitrag anzeigen
    Wobei man mit dem TWP für ein Eigenheim auch auf Stundenbasis vereinbaren kann.
    Steht wo genau?

    Zitat Zitat von Mecklenburger Beitrag anzeigen
    Im vergleich zum Architekten-Honorar hat der TWP bei mir nur ein Bruchteil gekostet und mehr Papier als der Architekt geliefert.
    Und was genau willst du uns damit sagen?
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