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  1. #1

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    Frage Kosten bzw. Wert Rohbau

    Was ist denn beim Kauf eines Rohbau von Privat zu beachten? Und was ist sowas wert?

    Mir bekannte Daten: Grundfläche 9 x 11 m; Aussenwände ungefüllte Ziegelsteine 36,5 cm dick (auch Keller); KG-EG-OG-DG; Flachdach; Beton(fertig)treppen, Fenster (Kunststoff) sind auch drin

    Es fehlen noch: WDVS (20 cm sind vorgesehen), Wandputz (aussen und innen), Fliesen, Bodenbeläge, Estrich, Fußbodenheizung, Lüftung, usw.

    Den Zustand sehe ich als Nichtfachmann solala, denn man hat wohl in Abendstunden immer mal wieder etwas gefrickelt: ein paar Meter Kabel verlegt und ein paar Dosen in die Wand gebohrt. Ebenso sind ein paar Rohre in den Bädern versenkt worden. Das Mauerwerk..... da kann man stellenweise von aussen den Innenraum sehen, da zwischen zwei Steinen 3 cm Luft sind, welche nur mit bissle Mörtel versucht wurde zu schließen. usw. Bei manchen Fenstern wurden handbreite Bruchstücke untergelegt weil keine Fensterbänke vorhanden.

    Da die Ziegelsteine der Aussenwände angebohrt bzgl. geschlitzt wurden (Kabel und Rohre) gehe ich mal davon aus, dass man das so hinnehmen muss wegen Wärmedämmung? Weil wenn man diese Löcher zuspachtelt und einen Meter nebendran neue Schlitze und Dosen herstellt hat man ja die isolierende Wirkung der Hohlräume an immer mehr Stellen zerstört?

    Von der Größe vergleichbare Häuser von Massivhaus-Bauträgern liegen schlüsselfertig so bei 240.000 bis 300.000 €. Würde sich dann so eine Basis überhaupt lohnen? Und was wäre so eine Basis überhaupt wert?
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  2. Kosten bzw. Wert Rohbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    sachverständigen holen, vor ort aufnehmen lassen und den wert ermitteln lassen. ich habe keine glaskugel!
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  4. #3

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    Die Qualität der Ausführung und den Preis kann nur jemand vor Ort beurteilen. Aber mich würd was anderes stören. Die Wand sind schon 36,5 er Ziegel. Was für ein Ziegel ist es denn? Wahrscheinlich schon ein recht filigranes Teil das auch die Dämmung mit abdecken sollte. Darauf willst du noch 20 cm WDVS machen. Also kommst du mit Putz auf rund 60 cm Mauerstärke. Das ist zwar gut wenns es Passivhaus werden soll aber mir wärs zu dick. Wenn man mit zuätzlicher Dämmung bauen will nimmt man ja bei einem Neubau normalerweise dünnere Tragwände.

    Gruß Flo
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Informatikfuzzi Beitrag anzeigen
    Den Zustand sehe ich als Nichtfachmann solala, denn man hat wohl in Abendstunden immer mal wieder etwas gefrickelt:
    Wenn Du das als Nichtfachmann schon so siehst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es da noch weitere Schwachpunkte gibt. Gerade bei so "gefrickelten" DIY Bauten kann man nur zur Vorsicht raten. Da brauchst Du jemanden der den Zustand begutachten und abschließend bewerten kann. Ein Blick in die Bauunterlagen wäre auch wichtig, aber das weiß der Fachmann schon (hoffentlich).

    Wie flo schon angemerkt hat, schreibst Du von 36,5cm Ziegel, Fenster bereits verbaut, und dann sollen da noch 20cm WDVS drauf? Wie tief sitzen die Fenster in den Leibungen? Wenn hier ohne WDVS geplant war, dann sitzen die Fenster vielleicht mittig in der Leibung, und wenn da noch 20cm WDVS drauf kommen, dann hast Du ruckzuck eine Leibungstiefe von 30cm. Da kommt, vor allen Dingen bei kleineren Fenstern, ein tolles Bunker-feeling auf.

    Lohnen wird sich das kaum, denn der Verkäufer wird sicherlich keine Verluste einfahren wollen. Um hier aber einen Vergleich anstellen zu können, müsste man den Rohbau komplett kalkulieren.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Um einen Anhaltspunkt zu haben, wir lagen bei unserem Neubau bei ca. 55% der Gesamtkosten, wenn ich diesen Stand zugrunde lege. Mit dabei waren Bauplan erstellen, Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten, Maurer-, Beton-, Zimmerer-, Dachdecker-, Klempnerarbeiten und Fenster. Ziegel war allerdings gefüllt, kein zusätzliches WDS, Walmdach ansonsten ähnlich.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Ich würde erstmal prüfen, ob die Baugenehmigung noch gültig ist und ob die so wieder "aktiviert" werden kann.

    Es gibt LBO, da erlischt die Genehmigung nach X Jahren Ruhe auf der Baustelle und muss dann neu beantragt werden.
    Das sind nicht nur Kosten. Wenn sich inzwischen was am Baurecht geändert hat, gibts vielleicht keine Genehmigung mehr für das, was da mal hätte stehen sollen!
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  9. #7

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    Womit dann auch die EnEV und die 36er Ziegel erneut auf den Prüfstand kommen, und nachdem ein Haus ja nicht nur aus Wänden besteht........

    Gruß
    Ralf
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