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Welcher Rigips im Bad - wir sind verwirrt

Diskutiere Welcher Rigips im Bad - wir sind verwirrt im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Vera1969
    Gast

    Welcher Rigips im Bad - wir sind verwirrt

    Hallo !

    Wir sind mitten am Bauen eines Fertighauses und machen den Innenausbau, d.h. auch das Beplanken der Wände selbst. Nur das Material bekommen wir von der Hausfirma gestellt. Nun ist es so, dass wir im Bad auch mit "normalem" Rigips beplanken sollen und nciht mit Feuchtraum-Rigips, da lt. Firma ein Bad KEIN Feuchtraum wäre. Bei der Suche im Netz bin ich auf folgende Diskussion gestoßen http://www.eltern.de/forum/showthrea...b=5&o=0&fpart= und weiß nun gar nicht mehr, was davon zu halten ist. Bitte um Experten-Meinungen ! Danke und schöne Grüße ! Vera
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  2. Welcher Rigips im Bad - wir sind verwirrt

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  3. #2

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    914

    Gipskartonplatten

    Hallo Vera,

    das habe ich bei Rensch-Haus schon einmal so gesehen. Da habe ich auch gedacht, hä?.

    Richtig ist, dass ein häusliches Bad nicht als Feuchtraum per Definition gilt, weshalb auch Gipsputze im häuslichen Bad zulässig sind.

    Wichtig ist beim Gipsputz, dass an den entsprechenden Stellen die richtige Grundierung und im Bereich von Wanne/Dusche die richtigen Abdichtungsmaßnahmen durchgeführt werden (Fliesenleger).

    Wie ich das damals bei Rensch-Haus gesehen hab, habe ich es mir soo erklärt, was im Nassputzbereich erlaubt ist kann ja auch beim Trockenbau so sein?!

    Im Schnellflug bei Knauf habe ich nichts gefunden, dass imprägnierte Gipskartonplatten Vorschrift sind. Wobei die Außendienstler das immer so beraten, dass es besser ist die imprägnierte Platte zu verwenden.

    Mehr kann ich da nicht zu sagen.

    Gruß Michael
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Habe noch nie gehört, daß jemand auf die Idee kommt, in häuslichen Bädern " weiße " statt " grüne " Gipsbauplatten zu verlegen. Aber machen Sie doch folgendes: Ihnen werden " weiße " Gipsbauplatten zum Selbsteinbau im Bad geliefert. Der Hersteller der Platten dürfte aufgedruckt sein; anderenfalls beim BT nachfragen, von wem die Gipsbauplatten sind. Sodann bei der Hotline des Hersteller ( Anwendungstechnik ) nachfragen, ob seine " weißen " Platten auch für den Naßbereich in häuslichen Bädern zugelassen sind.

    Ergebnis würde mich interessieren!

    Sodann gilt: Die GKBI doppelt verlegen, weil es sonst zu Rissen in den Fliesenfugen kommen kann.

    GKBI müssen nach Grundierung ( z.B. PCI, Gysogrund ) zusätzlich mit einer alternativen Abdichtung im Spritzwasserbereich von Badewannen, Duschen und Waschbecken abgedichtet werden. An den Rohrdurchdringungen sind Manschetten einzubauen. In den Ecken und am Übergang Boden/Wand Dichtbänder. Boden wird ebenfalls abgedichtet. Abdichtung gibt es als Set bei Knauf ( = Deitermann-Produkt, Superflex 1 ) oder aber bei PCI > Elastogumm.

    Im übrigen alles nachzulesen im Internet unter: Informationsdienst Holz, Download, Naßbereiche in Bädern.

    Viel Erfolg.
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  5. #4
    Vera1969
    Gast
    Hallo, hier die Antwort des Herstellers (Firma Knauf):

    "Laut DIN 18181 Absatz 8 ist die Aussage Ihrer Hausfirma, dass Bäder im Wohnbereich nicht als Feuchtraum zu bezeichnen sind, richtig. Wichtig dabei ist, dass in den Bereichen mit Spritzwasser (Duschbereich und Badewanne) die Gipskartonplatten durch entsprechende Oberflächenabdichtungen abgedichtet werden. "

    Nun noch eine Frage zur Doppelbeplankung von mir: Unser Wandaufbau sieht so aus, dass auf den Holzständern erst eine Spanplatte ist und dann die Rigipsplatte. Ist das damit bereits doppelt beplankt oder sollten hier wirklich noch 2 Rigips-Platten drauf?

    DANKE und schöne Grüße ! Vera
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  6. #5

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    Na das...

    stimmt ja nu so nich.
    Lt DIN 18181 dürfen GK-Platten in Räumen mit ZEITWEISE hoher Luftfeuchte (= z.B Bäder Anm. d. Schreibers) verbaut werden. VORZUGSWEISE (Originalwort a. d. DIN 18181) sind imprägnierte Platten zu verwenden.
    ***
    So und nu fröhliches Hauen und Stechen.
    MfG
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  7. #6
    Gast1
    Gast
    Also ich kann nur davor warnen, "weisse" Rigipsplatten zu verwenden.

    Wir haben gerade unser Bad renoviert (nach 7 Jahren) weil bei uns auch die falschen Platten verbaut wurden!
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  8. #7
    Bauexpertenforum
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    Ziemlich kühn, was die Anwendungstechnik von Knauf erklärt.

    Knauf verkauft die " grünen " Platten mit der Aussage " feuchtraumgeeignet " und führt insoweit selbst häusliche Bäder, Duschen und sogar Küchen an. Im sog. " Knauf-Fachwissen " heißt es in der Broschüre " Die Feuchtraumplatte "

    " Hoher Feuchtigkeitsschutz durch Spezialimprägnierung. Speziell für
    Bäder, Duschen und Küchen ".

    Zur GKB fehlen derartige Hinweise auf die Eignung in Bädern.

    Folglich empfiehlt Knauf doch selbst, daß " grüne " Platten verlegt werden sollen.

    Meine Erfahrung: Man muß die Anwendungstechniker " nageln " und zwar wie folgt: Können Sie mit schriftlich geben, daß die Verwendung von GKB, also " weißen " Gipskartonplatten von Knauf in häuslichen Bädern den anerkannten Regeln der Technik (aRdT ) entspricht und dies auch dann, wenn ich anschließend keine zusätzliche Imprägnierung im nicht spritzwasserbelasteten Bereich aufstreiche.

    Diese schriftliche Erklärung wird er nicht geben!

    Ich habe ein Gerichtsgutachten, in dem der vom Gericht bestellte SV zu dem Ergebnis kam, daß GKB nicht aRdT sind. Er hat es allerdings nicht mit einer DIN begründet. Besagt allerdings nicht, weil die aRdT nicht immer in DIN-Normen niedergelegt sein müssen.

    Im übrigen: Viel wichtiger als die Imprägnierung ist, daß die Gipskartonplatte im spritzwasserbelasteten Bereich mit einer alternativen Abdichtung, Manschetten und Dichtbändern versehen werden müssen. Für die alternative Abdichtung ist es egal, ob die Gipskartonplatten " weiß " oder " grün " sind. Denn die alternative Abdichtung bildet eine wasserundurchlässige, gummiartige Haut, durch die - bei richtiger Ausführung - ohnehin nichts mehr an Feuchtigkeit durchkommt. Erkannt hat das Knauf selbst erst sehr spät - um 2002 - und hat damit mitverursacht, daß in der Zeit davor viele Bäder mit " grünen " Gipskartonplatten durchfeuchtet waren und regelrecht verfault sind. Auch heute gibt es noch Innenausbauer, die meinen, wer " grün " verwendet, braucht sich um nichts weiteres mehr zukümmern. Der ahnungslose Osteuropäer hat von einer alternativen Abdichtung schon überhaupt nichts gehört.

    Das Problem konzentriert sich also auf den Bereich, wo keine Spritzwasserbelastung ist und nicht alternativ abgedichtet werden muß.

    Wenn die Aussage von Knauf stimmt, daß man außerhalb der Spritzwasserbelastung + 50 cm Sicherheitszuschlag keine imprägnierten Platten benötigt, dann kann Knauf die Produktion von teureren GKBI einstellen.

    Ergebnis: Als Verbrauer wird man von diesen " Brüdern " nur noch vera....!

    Ihre Anschlußfrage, ob bei vorhandener Spanplatte auch noch zwei Gipskartonplatten verlegt werden sollten, würde ich verneinen. Die Spannplatten + die einlagige Gipskartonplatten sind ausreichend druckstabil.
    Wichtig ist und bleibt auch dann die geschlossene Haut im Spritzwasserbereich.
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  9. #8
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    ... Ihre Anschlußfrage, ob bei vorhandener Spanplatte auch noch zwei Gipskartonplatten verlegt werden sollten, würde ich verneinen. Die Spannplatten + die einlagige Gipskartonplatten sind ausreichend druckstabil. ...
    Und damit passt doch schon der Hinweis von Eric an den Holzbau (typischer Aufbau im Holztafelbau). http://www.informationsdienst-holz.d...3&type=product
    Holzbau-Handbuch Reihe 3 Bauphysik Teil 2 Wärme- und Feuchteschutz Heft 349 Naßbereiche in häuslichen Bädern.
    Und gerade bei der Kombination OSB-Spanplatte und Gipskartonbauplatte sollte man im Bad zu den imprägnierten greifen.
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  10. #9
    Avatar von JDB
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    Meine Meinung:
    Gäbe es die grünen Platten nicht, wäre trotzdem alles ok.

    Die Karriere der "Grünen" : Von der Marketing-Maßnahme zur aRdT.

    Nicht schlecht...
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  11. #10

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    Frage

    so, jetzt bin ich auch verwirrt!

    was soll das heißen
    "Im übrigen: Viel wichtiger als die Imprägnierung ist, daß die Gipskartonplatte im spritzwasserbelasteten Bereich mit einer alternativen Abdichtung, Manschetten und Dichtbändern versehen werden müssen. Für die alternative Abdichtung ist es egal, ob die Gipskartonplatten " weiß " oder " grün " sind. Denn die alternative Abdichtung bildet eine wasserundurchlässige, gummiartige Haut, durch die - bei richtiger Ausführung - ohnehin nichts mehr an Feuchtigkeit durchkommt."
    Wir haben in unserem Bad die Decke mit Rigips -dem Grünen- abgehangen.
    Das heißt, die Rigipsplatten sind nicht dem direktem Spritzwasser ausgesetzt, aber über der Dusche doch dem Wasserdampf. Ich war bislang der Meinung, dass das Grüne den entsprechenden Imprägnierschutz aufweist?!?
    Fault uns jetzt ohne "alternative Abdichtung" unsere Badezimmerdecke weg???

    Gruß Nadine
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  12. #11

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    Alles Bundestrainer *denk

    Und die Moral von der Geschicht? (nach überfliegen von Kapitel 3.2f von Pemus link). Holzhütten fliest man nicht!

    An was man sich so alles aufhalten kann
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  13. #12
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    man kann alles übertreiben.

    Es geht auch um das Thema, ob dauerhaft eine Feuchtebelastung vorliegen kann, oder ob sich die Feuchtigkeit reguliert -> den Weg wieder hinaus in die Welt findet.

    Wichtig sind die Bereiche bei denen höhere Feuchtigsbelastung auftreten kann - direkt oder durch Schäden oder Nachlässigkeiten. Also wo setzt man keinen normalen Gipsputz im Bad/WC ein? Wannenbereich, Dusche, Waschbecken, WC. Aber alles inkl. Decke nun grün zu verpflastern muß auch nicht sein. (meine Meinung)
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  14. #13

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    nur noch als hinweis!
    knauf erteilt keine zulassung für seine platten in räumen mit bodeneinläufe (bodengleiche duschen etc.) hier sind zementgebundene gefragt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Klar doch, Sepp. Bäder im Wohnungsbau mit Bodenablauf gelten nach DIN 18 195-1, Ziffer 3.31 als Nassraum und in Nassraum darf nach den aRdT kein gipshaltiges Material rein.

    In Bäder ohne Bodenablauf ( also mit Duschtassen = nach DIN kein Nassraum ?!? ) dann wieder doch, wenn die Wände im Spritzwasserbereich zusätzlich mit einer alternativen Abdichtung versehen sind.

    Problem ist allerdings nicht unbedingt geringer, denn man muß auch dort den Anschluß Duschwannenrand an die Wand dauerhaft dicht bekommen und da hilft Silikon allein nur eine begrenzte Zeit.
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  17. #15
    Vera1969
    Gast
    Also, wir haben uns nun nochmal im Fachhandel erkundigt und folgende Antwort erhalten:
    Es ist ganz egal, ob man weiße oder grüne Platten im Badbereich verwendet, da die grünen an der Schnittkante (also unten und oben) ebenso wenig imprägniert sind, wie die weißen. Und dort auch bei den grünen Platten Wasser eindringen "könnte".
    Es genügt, wenn man die weißen Platten im Bad verwendet und diese mit Flüssigfolie ausreichend imprägniert.

    Gruß, vera
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