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  1. #1

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    Baukosten nach Fläche bzw. umbautem Raum

    Guten Abend die Damen & Herren,

    seit geraumer Zeit gehen meine Freundin und ich mit dem Gedanken ein Eigenheim zu bauen schwanger. Nachdem der finanzielle Rahmen geklärt ist stellt sich die Frage was man dafür bekommt. Bislang kenne ich nur einige qm Preise die je nach Ausstattung bei 1000 bis 1500 liegen (bei "normalen" Ansprüchen). Aber was zählt hier alles dazu, werden Nutzflächen wie Keller oder eine Dachterasse dazu gezählt oder geht es um die reine Wohnfläche? Vielleicht mal ein paar Punkte die wir uns vorstellen:

    - Massivbauweise (vorzugsweise PB)
    - kein WDVS (sind wir persönlich nicht von überzeugt)
    - Moderner Baustil mit Flachdach bzw. Pultdach
    - ohne Garage oder Carport
    - ohne Außenanlagen (habe einen Gärtner in der Verwandschaft)
    - viel Eigenleistung im Innenausbau (SHK, ELT, Trockenbau, Böden, kann 6 Monate Sabbattical nehmen )
    - möglichst geringer Energieverbrauch (für KfW 154, muss sich aber gesamtwirtschaftlich rechnen)
    - durchschnittliche Ausstattung

    Welche groben Kostenwerte können wir hierfür ansetzen um uns mal Gedanken über Räume, Größen, usw. zu machen?

    besten Dank,
    Klayman
    Geändert von klayman (13.02.2013 um 19:20 Uhr) Grund: die Damen in der Anrede vergessen ;-)
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  2. Baukosten nach Fläche bzw. umbautem Raum

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hier paar Links:

    http://www.haus-selber-bauen.com/hausbau-kosten.html
    http://www.eugen-hofmann.de/ratgeber_baurechner.php
    http://www.deutscherbau.de/baukostenrechner1.php
    http://www.hausbau-erfahrungen-koste...n/hausbau.html
    http://www.bauskript.de/online-rechn...osten-efh.html

    Unsere Gesamt-Kosten haben wir z.B. so unterteilt:

    1) Grundstück (sehr individuell von Größe, Bundesland, Gemeinde, Lage, usw. / das kann Dir keiner sagen, die Preise hast Du ja aber auch direkt parat wenn Du ein Grundstück kaufen willst => Notar, Grunderwerbsteuer 3,5 bis 5 % je nach Bundesland)

    2) Nebenkosten (Grundschuld, Notar, Architekt, Statiker, Vermesser (Lageplan, Erdaushub), Hausanschlüsse (Gas, Wasser, Strom, Telefon), Bau- Strom/Wasser/WC, , Gebäudeeinmessung Katasteramt, Sonstiger Kleinkram was sich auch summiert irgendwie) zw. 10 bis 20% auch die Punkte 1 bis 5 gesehen. Bei uns sind es fast 10%

    Hier geht es schon los, die Hausanschlusskosten sind je Bundesland und Gemeinde unterschiedlich, manchmal muss man sich sogar noch an den allg. Erschliessungskosten des Baugebiet beteiligen. Da hier bis zu 5000 € und mehr anfallen können mal direkt Deine Gas, Wasser, Strom, Telefon Versorger anfragen, die nennen dir dann die Preise. Architekt/Statiker sind be Fertigbauweise meist irgendwie im preis drin, da ja Haus von der Stange. Bei Massivbau für Planung, genehmigung und je nach Bauweise eben auch Statiker gehen auch zw. 10.000 € und 30.000 € drauf. Kommt eben auch auf das Haus dann an. Lass Dir mal Angebote machen, Architekten rechnen nach HOAI und Leistungsphasen ab. Statiker kann Dir anhand der Vorplanung sicherlich auch ein Pauschalangebot machen.

    3) Hausbau

    Puuh.... Les Dich mal durch das Forum :-)

    4) Aussenanlagen (werden oft unterschätzt, ne Baugrenze links 1000 €, rechts 1000 €, usw. da lassen manche zw. 15.000 und 20.000 € liegen je nach Grösse des Garten und Länge der Grenzen)

    5) Einrichtung (Küche haut rein, aber auch andere Möbel ggf.)

    Wir bauen aktuell und lassen aber alles machen (also kaum Eigenleistung)
    bei 1 bis 5 haben wir 2500 € je m2 (Wohn+Nutz- Fläche) und 460 € je m3

    Nur Punkt 3 sind schon 1700 € je m2 (Wohn+Nutz- Fläche) und 320 € je m3

    Aber unterschätzt auch bei Eigenleistung die Kosten nicht. Egal was wir gerade an Gewerk anpacken, die Hersteller erhöhen aktuell ständig die Preise, egal ob Heizung, Baumaterial, Sanitärartikel, Holz, alles steigt derzeit zum Teil 3 mal im jahr um 3-5 %.

    Ich bezweifle aber, dass Ihr für 1000 € je m2 Wohnraum was heutzutage hinbekommt. Auch wenn es nur Standad sein soll. Viele Sachen gibt Dir ja der Staat schon vor wie wenn Gas dann aber nur mit Solarthermie, usw.

    Viel Erfolg beim Hausbau

    Gruss
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  4. #3

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    Was auch sicher wie das Amen in der Kirche ist egal wie gut Du vorab planst und was Dir auch der Architekt an Baukosten ausrechnet es kommen 10 bis 20 % an Kosten oben drauf. Das wirklich bei allen Freunden/Verwandten die ich kenne so gekommen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für Deine (ausführlichen) Kommentare bzw. die Links. Wir haben die monatliche Belastung und damit unser Budget sehr bequem gerechnet (ca. 1/3 vom Haushaltsnetto) und auch sowas wie Teilzeit bei Nachwuchs berücksichtigt. Zur Verfügung stehen (exkl. Grundstück) 250-300k für die Baukosten. Vorerst gehen wir von einem erschlossenen Grundstück aus, wenn nicht wird uns das (und 15% Risiko) aber auch nicht umbringen.
    Bleibt die spannende Frage: Was geht?? Sind 200m² Wfl. zzgl. Keller realistisch oder wird es da schon eng?

    VG,
    Klayman
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  6. #5

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    Bleibt die spannende Frage: Was geht?? Sind 200m² Wfl. zzgl. Keller realistisch oder wird es da schon eng?
    klingt erstmal recht unrealitstisch.... das geht bei 250-300k imho eher in Richtung 150-160m² ohne Keller
    gerne auch etwas weniger, je nachdem was ihr an Ausstattung wollt...

    Aber ich bin kein Architekt... geh doch mal mit dem Budget und einem Wunschzettel zu einem Architekten deiner Wahl...
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  7. #6

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    oder wird es da schon eng?
    Das kömmt drauf an. Preiswert bauen geht, erfordert aber Disziplin beim Bauherren. Nicht nur bei FLiesen, Badewanne und Tapete, sondern schon bei der Grundrissentwicklung. Keine Schnörkel, einfache Grundrisse mit Wänden übereinander, im HAR nackte Steine usw usw usw.

    Aber Bonn = Rheinnähe. Da fallen mir Stichworte wie Grundwasser, Gründung, Hochwasserschutz ein - die kosten, egal was das Haus macht.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von klayman Beitrag anzeigen
    - Massivbauweise (vorzugsweise PB)
    - kein WDVS (sind wir persönlich nicht von überzeugt)
    - Moderner Baustil mit Flachdach bzw. Pultdach
    .......
    - möglichst geringer Energieverbrauch (für KfW 154, muss sich aber gesamtwirtschaftlich rechnen)
    Was meinst Du mit Programm 154? Vielleicht doch 153?

    Ansonsten schließen sich Massiv (PB), kein WDVS, und "möglichst geringer Energieverbrauch" schon gegenseitig aus. Na ja nicht ganz, kommt halt darauf an, was Du unter "möglichst geringem Energieverbrauch" verstehst.

    Das Thema Eigenleistung bzw. Einsparungen dadurch sollte man nicht überbewerten. Zuerst einmal stellt sich die Frage ob man diese Gewerke überhaupt fachgerecht in Eigenleistung ausführen kann. Meist scheitert das Vorhaben bereits in dieser Phase, denn ein paar Sprüche vom Freund eines Freundes, oder ein bisschen lesen im Forum helfen da nicht weiter. Man sollte Eigenleistung also realistisch einschätzen, und nicht vergessen, dass es auch noch Materialkosten gibt. Es versteht sich also von selbst, dass man über das notwendige Fachwissen, die entsprechenden Werkzeuge und viel Zeit verfügen sollte.

    - durchschnittliche Ausstattung
    Dieser Begriff wird zwar gerne verwendet, sagt aber letztendlich gar nichts aus. Was der Eine unter durchschnittlich versteht, ist für den Anderen schon Luxus, und für den Nächsten ist es Schrott. Die Anforderungen und Ansprüche der Menschen sind so verschieden, dass man gerade hinsichtlich Ausstattung schon genauer hinschauen muss.

    Wenn Du Dir Gedanken über die Größe von Räumen machen möchtest (zu diesem Zeitpunkt an sich der falsche Weg), dann solltest Du einfach mal 150m2 verplanen. Besser wäre es zuerst einmal Deine Wunschliste (Raumliste) zu definieren. Dann zusammen mit den Grundstücksdaten ab damit zu einem Architekten. Natürlich sollte er auch über das budget informiert sein. Ich hoffe mal, Du hast das bereits mit Deiner Bank abgeklärt und nicht nur aufgrund irgendwelcher Infos im I-Net einfach mal so geschätzt.

    Die Schätzungen mit pauschalen Werten wie 1.000,- €/m2 sind nichts anderes als eine erste grobe Abschätzung mit einer riesigen Toleranz. Als Planungsgrundlage denkbar ungeeignet. Das funktioniert vielleicht bei irgendwelchen Fertigangeboten, da rechnet der Anbieter das schon irgendwie hin (Augen zu und durch, Hauptsache verkauft), aber nicht wenn ein Haus nach Euren Wünschen geplant werden soll.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter

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    Leute, für 300.000 € (nochmal: dreihunderttausend) sollen lediglich 150 m² ohne Keller entstehen?? Ich weiß ja nicht was Ihr sonst so für Paläste baut, aber das erscheint mir doch etwas übertrieben...

    @RB: Was die Bauweise angeht sind das erstmal nur Ideen. 49er Ytong wäre z.B. eine davon. Beim WDVS stören mich die komplexe Verarbeitung und damit Fehleranfälligkeit, Veralgung, Brandrisiko, sowie eine spätere Entsorgung. Aber wie gesagt, das sind erstmal nur Ideen. Mag ökologisch nicht ganz korrekt sein, aber am Ende muss es sich finanziell rechnen. Was die Eigenleistung angeht so sehe ich mich durchaus in der Lage meine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Wir/Ich haben in der Familie bereits ein komplettes Dachgeschoss ausgebaut, inkl. mauern, verputzen, Fußbodenheizung, Elektro, Sanitär, Fliesen und Teppiche legen, Decke dämmen und verkleiden, usw. Nur für den Estrich hatten wir jemanden da - nachdem wir das Gewicht des Betons und die Höhenmeter ins Dach ausgerechnet hatten Werkzeug für zumindest diese Gewerke ist schon vorhanden. Klar, Material darf man nicht unterschätzen.
    Die Finanzierung wurde in der Tat mit der Bank abgeklärt. Glücklicherweise kam der Bankberater unabhängig von mir zum gleichen Ergebnis und, was ich viel wichtiger finde, zur Einschätzung dass es sich um einen "gesunden" Rahmen handelt. Also Urlaubsgeld, variable Anteile, Chefzulagen, Steuerrückzahlungen usw. nicht eingerechnet und trotzdem noch mit der Belastung bei 1/3.

    Andere Frage: Wie finde ich den Architekten meiner Wahl? Ich kann ja schlecht bei 10 vorbei kommen, ihnen Raumliste und Budget auf den Tische legen und sagen: "Mach mal!". Der wird (berechtigterweise) Geld sehen wollen, ich will aber (auch berechtigterweise) nix für einen Entwurf locker machen der mir nachher nicht gefällt - schon garnicht 9 mal. Das Problem aus meiner Sicht: Es ist ein Lotteriespiel. Endlos Entwürfe malen wird mir nämlich auch der 10. nicht.

    Gruß,
    Klayman
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  10. #9

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    Zitat Zitat von klayman Beitrag anzeigen
    Endlos Entwürfe malen wird mir nämlich auch der 10. nicht.
    Doch wird er, denn dafür wird der Architekt bezahlt! Also ist es in SEINEM Interesse, möglichst schnell EURE Richtung rauszufinden.

    Finden - ganz einfach. Seite der zuständigen AK, dort PLZ-Suche. Dann mit ein paar Kollegen unverbindliche und kostenfreie (VORHER klären) Erstgespräche OHNE Entwurf führen.
    Dann kommt irgendwann der Bauch ins Spiel.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von klayman Beitrag anzeigen
    @RB: Was die Bauweise angeht sind das erstmal nur Ideen. 49er Ytong wäre z.B. eine davon. Beim WDVS stören mich die komplexe Verarbeitung und damit Fehleranfälligkeit, Veralgung, Brandrisiko, sowie eine spätere Entsorgung. Aber wie gesagt, das sind erstmal nur Ideen. Mag ökologisch nicht ganz korrekt sein, aber am Ende muss es sich finanziell rechnen.
    Na ja, zum Thema WDVS haben wir uns ja schon mehrfach ausgelassen. Ich habe keine Ahnung was an so einem WDVS komplex sein sollte wenn es um die Verarbeitung geht. Für jeden Fachmann sollte das Standard sein, Ausnahmen bestätigen die Regel. 49cm PB + Putz außen und innen, das macht gut 52cm Wandstärke.

    Ach ja, eins noch, weil Du das Thema Entsorgung angesprochen hast....wie willst Du später den PB entsorgen?

    Wir/Ich haben in der Familie bereits ein komplettes Dachgeschoss ausgebaut,
    Sorry wenn ich Dich da ausbremsen muss, aber das ist keine Qualifikation. Aber es steht ja jedem frei wofür er sein Geld ausgibt.

    Was Dein budget betrifft, so kann ich hier keinen Beitrag finden der sagt, dass es nicht ausreicht.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Zitat Zitat von klayman Beitrag anzeigen
    Leute, für 300.000 € (nochmal: dreihunderttausend) sollen lediglich 150 m² ohne Keller entstehen?? Ich weiß ja nicht was Ihr sonst so für Paläste baut, aber das erscheint mir doch etwas übertrieben...
    ich bin mir fast sicher, das das nicht übertrieben ist. Und ich vermute, das du damit noch nicht einmal hinkommst, wenn du später einmal eine eigene Schlußrechnung für dich selbst machst. Es kommt hier und da meist noch der ein oder andere Tausender hinzu, nicht unbedingt beim Rohbau, aber bei solchen Sachen wie Lampen, Schalter, Sanitärobjekte, Spiegel, Bodenbeläge oder auch Dinge wie verbesserte Sicherheitsbeschläge, Raffstore statt Rolladen. Als IT-ler läuft dir vll. noch der Gedanke KNX über den Weg, etc. etc.

    Aber es gibt sicherlich auch Bauherren die wirklich diszipliniert bauen - ist aber sicherlich sehr schwer.

    Gruß
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  13. #12

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    Zitat Zitat von klayman Beitrag anzeigen
    Was die Eigenleistung angeht so sehe ich mich durchaus in der Lage meine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen.
    kleiner Tipp: unsere Architektin hat uns folgenden Rat gegeben. Die beste Eigenleistung die Sie erbringen können ist mal mit einem Kaffee zur Baustelle zu kommen und sich sonst um Ihren Beruf und Familie zu kümmern. Ganz Unrecht hat sie nicht.
    Bekannte von uns bauen seit knapp 2 Jahren ein ca. 200 qm EFH, dort wird sehr viel selbst gemacht, aber das dauert und dauert. Wenn ich dagegenrechne, das die fast täglich 30 km zur Baustelle haben, gleichzeitig Miete für ihre Wohnung zahlen, die Kreditzinsen aber auch schon da sind, kann ich mir kaum vorstellen, das unterm Strich wirklich soviel gespart wird.

    Gruß
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  14. #13

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    klaymann - zu den 300k€ noch ein paar Hinweise.
    1) Vergleiche "unsere" Preise nicht mit den Werbeanzeigen aus den div. Immobilienteilen. Bei denen musst DU nämlich auf den "Villa Puderrosa" Schnäppchenpreis all das aufaddieren, was darin nicht enthalten war und all das, was zwar enthalten ist, aber bereits jetzt in minderer Qualität vorgesehen ist.
    Wenn DU Deinem Architekten schriftlich gibst, dass er ähnlich viel "vergessen" und qualitativ minderwertig einplanen darf, kommt der auch auf ähnliche Preise!

    2) Was Du bezahlen wirst, hängt - ich schrieb es oben schon - auch sehr an Deiner Disziplin. Alles wie die Amish so schön sagen Schlicht gehalten, spart eine Menge. Jede Ecke, jede Fresswarze, jede versetzte Wand, jeder 45°-Winkel kostet extra. Jedes für sich nicht viel, aber viel Kleinvieh sch.... auch nen grossen Misthaufen zusammen.
    Genauso bei der Ausstattung, Gästebad, Kinderbad, Elternbad, alle mit Dusche und WC der Serie Schwach IV macht aua im Portemonee.

    3) Es gibt architektonisch wie qualitativ hochwertige Häuser mit rel. kleinem Budget. Die entsprechen nur nicht dem, was der gemeine Bauherr in den Hochglanzprospekten der Franchise-GÜ und grossen Häuslebauer an Grundriss- und Fassadenschnickschnack findet.

    So wie ein Grundstück über die Lage, die Lage, die Lage definiert ist, so ist preiswertes Bauen über Disziplin, Disziplin, Disziplin definiert.
    Beim Planer UND beim Bauherren!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    @Ralf: Kann ich den Architekten wirklich unbegrenzt bitten seine Entwürfe übern Haufen zu werfen und was neues zu skizzieren? Neben dem reinen Grundriss kommt ja auch nochmal sowas wie Design & Optik ins Spiel. Nix extravagantes, aber das Haus sollte schon stimmig wirken... Nur was mache ich wenn es zu keinem befriedigenden Ergebnis führt??

    @R.B.: Naja, Ytong kann, wie viele andere moderne Steine auch, nur deponiert aber nicht wiederverwertet werden. Bei Polystyrol kommen aber noch brandhemmende Chemikalien dazu. Zudem bin ich von der Langlebigkeit noch nicht überzeugt. Aber gut, mal sehen was überhaupt machbar ist. Ob für Eigenleistung qualifiziert oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden - und dann natürlich auch die Konsequenzen tragen!! Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht und würde es auch wieder tun. Klar gab es den einen oder anderen Fehler, aber den muss man dann halt ausbessern oder damit leben.

    Was die Disziplin angeht, das versteht sich wie ich finde von selbst. Bevor ich einen Änderungswunsch ausspreche muss ich natürlich durchrechnen welche Konsequenzen dieser hat. Nicht nur preislich, sondern auch Einflüsse auf andere Gewerke, Verzögerungen, Änderungen im Ablauf, usw. Das ist eigentlich mein täglich Brot, bin beruflich in größeren Outsourcing-Projekten unterwegs. Da liegt glaube ich auch die Crux bei vielen gescheiterten Bauvorhaben: Bei sowas komplexem muss man eigentlich alles und jeden immer und immer wieder kontrollieren. Dazu muss ich kein Experte sein, aber ich muss zumindest erkennen können ob mich gerade einer verscheissern will oder ob das was er erzählt plausibel ist. Und ja, auch meinen Architekten muss ich kontrollieren!!

    VG,
    Klayman
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  17. #15

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    Also wir haben bestimmt > 10 Entwürfe hinter uns... im Mai 2012 waren die ersten Gespräche mit dem Architekten, jetzt seit 2 Wochen sind wir auf dem Stand dass wir sagen: fertig mit den plänen!
    Am Ende gab es zwar nurnoch kleinigkeiten die geändert wurden, aber das hat halt auch gedauert...
    Also keine Angst davor deinem Architekten zu sagen dass der Entwurf dir nicht passt....

    Bezüglich WDVS kann ich dir nur raten dich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen und die gängigen Phrasen (Brandgefahr, Veralgung, Schimmel, Sondermüll etc) mal auf ihre Richtigkeit abzuklopfen... Im Endeffekt bekommt man dann das Gefühl dass die Gegner von WDVS keine Vernünftigen, stichhaltigen Argumente gegen WDVS finden und daher die "Bauchgefühl" Schiene einschlagen... Dem Kunden einfach das Gefühl geben sich in Styropor einzupacken KANN ja garnicht gut sein...
    bezüglich Langlebigkeit: reichen dir 40-50 jahre+ Erfahrung nicht aus? so lange wird Styropor schon zum Dämmen von Gebäuden eingesetzt... es ist ein Irrglaube zu denken die Styropordämmung ist erst in den letzten jahren enstanden...

    Alleine schon die Möglichkeit die Wand 20cm schlanker zu halten solltest du nicht unterschätzen... das bringt einiges an zusätzlichem Raum! Rechne es dir mal aus: bei einem 2 geschossigen 10x12m Haus und 30cm Wänden statt 50cm Wänden sind das schon fast 10m² Wohnfläche! und zusätzlich hast du kein Schießscharten feeling...

    klar 20cm sind hier extrem, aber auch bei 15cm kommt da einiges zusammen!
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