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  1. #1

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    Dachsanierung - Dämmung in Eigenleistung

    Hallo liebe Experten,

    wir haben uns ein kleines Reihenhaus aus den 30’er Jahren gekauft und sind momentan dabei, alles rauszureißen, was wir später nicht mehr haben wollen. Da wir oben angefangen haben, sind wir jetzt bei der Frage, wie das Dach am Besten gedämmt werden soll. Wir haben 120’er Dachbalken, die in einem Abstand von 60cm stehen. Die Dacheindeckung soll samt Lattung und Unterspannbahn vom Dachdecker erneuert.

    Was uns nachdenklich macht, ist die Dampfsperre. Der Gedanke, alles mit einer Tüte abzudichten wiederstrebt uns ein wenig. Mittlerweile haben wir mit 2 Dachdeckern gesprochen, die der Meinung sind, man könne die Dampfsperre auch ganz weglassen. Ein anderer meinte, es gäbe diffusionsoffene Dampfsperren, die das Risiko von hoher Luftfeuchtigkeit und Schimmel reduzieren - man müsse da bei Unterspannbahn, Dämmung und Dampfsperre nur innerhalb eines "Systems" bleiben.

    Ich hoffe, ihr könnt uns bei dem Thema wertvolle Tipps geben und uns helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Vorab schonmal Velen Dank!
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  2. Dachsanierung - Dämmung in Eigenleistung

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Einen Handwerker der nco heute den verzicht auch eine Dampfbremse ausspricht, der gehört entlassen.
    Ohne Dachaufdopplung werden sie ohnehin nicht die geforderten Werte der ENEV erreichen. Natürlich gehört raumseitig eine Dampfbremse montiert und aussen eine Unterdeckbahn. Bei einem diffusionsoffenen Aufbau mit geringem SD Wert . Der Aufbau sollte aufeinander abgestimmt sein, muß aber nicht von einem Hersteller sein.
    Ich würde mir lieber nochmal einen anderen DD kommen lassen, der auch weiß wovon er spricht.
    Es gibt auch Dampfbremsen aus armierten Baupappen oder als Dampfbremsvlies. Die haben zumindest nicht dieses Einkaufstütengefühl.. Vor dauerhafter UV Strahlung sollte die Folie eh geschützt werden.
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  4. #3
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    Danke für die erste Meinung!

    Eins vorab, die EnEV ist mir relativ ergal - Erfahrungswerte und praxisgerechte Lösungen haben für mich höheren Stellenwert.

    Das mit dem Aufdoppeln habe ich mir auch schon gedacht, allerdings schwanken auch hier die Angaben zwischen 80mm und 180mm. Ein Vorschlag war auch, eine 6cm Platte von außen aufzubauen, was gleichzeitig die Unterspannbahn ersetzen würde - dann könne man innen auch mit 120mm dämmen. Allerdings bin ich mir da nicht sicher, ob diese Variante bei einem Reihenhaus wegen dem Dachanschluss zum Nachbarn überhaupt praktikabel ist.

    UV-Strahlung kommt doch nach der Verkleidung nicht mehr an die Folie, oder? Da wir die Wand eh verkleiden müssen hatten wir auch an OSB-Platten gedacht, die ja auch als Dampfsperre fungieren sollen.
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Ihnen mag die ENEV egal sein. Der Handwerker vor Ort darf aber nicht Ohne die Einhaltung der ENEV tätig werden.
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  6. #5
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    Können wir bei meinem Anliegen bleiben?
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  7. #6

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    Fachregelwidrige und gesetzeswidrige Dinge werden hier nicht gerne besprochen...

    Und wer keine Luftdichtigkeit einbaut ist es selber schuld wenn ihm die Bude wegfault...
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  8. #7

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    Anschluß zum Nachbarn ist kein Problem wenn man höher kommt. Gibt verschiedene Methoden, sowas hinzubekommen.

    Ich würde die Platten nehmen und draufmachen...

    hat viele Vorteile! Nachteile wüsste ich jetzt eigentlich keinen ausser wenn man Firsthöhen einhalten muß...
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  9. #8

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    Nur zu meinem Verständnis: "die Platten" heißt Aufsparrendämmung? War das nicht "böse"?
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  10. #9

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    nee, ist nicht böse...

    Aufdachdämmung kann gut sein!

    DWD-Platten sind z.B. eine tolle feste Wasserführung auf dem Dach. Sparren überdämmt, Schallschutz passt, sommerlicher Wärmeschutz passt...

    Ist eine feine Sache
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  11. #10
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    Fachregelwidrig und gesetzeswidrig? Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der die EnEV nicht für der Weißheit letzter Schluß hält. Ich möchte von niemandem gesetzeskonforme Ratschläge befolgen müssen, wenn dieser jemand sein eigenes Dach mit Sinn und Verstand, statt mit dem Gestzbuch eindeckt.
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  12. #11
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    DWD-Platten sind Holzfaserplatten richtig? Ich glaube, mir wurden irgendwelche Styrodur-Platten (?) vorgeschlagen. Welche Dicke an DWD-Platten mit welcher Dämmung zwischen den Sparren wäre denn empfehlenswert? Grade das Stichwort Sommerhitze macht mir Sorgen, weil das Haus eine perfekte Südausrichtung hat.
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  13. #12

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    Was da gut wäre: Zwischensparrendämmung mit Holzfaser, 80mm Aufdachdämmung mit Holzfaserplatten, 25 mm Untersparren Verkleidung aus GKP...


    http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/

    Hier kannst du mal ein bisschen spielen, aber bitte die SParren nicht vergessen mitzuberechnen. Das ist ein typischer Fehler wen man da nicht oft ist...
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  14. #13

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    nee, ist nicht böse...
    Aufdachdämmung kann gut sein!...
    Ist eine feine Sache
    Ich frag nur, weil vor fast auf den Tag genau drei Jahren deine Bedenken gegen Aufsparrendämmung bei mir ein Umdenken bewirkt haben.

    Vielleicht war ich damals noch zu leichtgläubig?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Nein, es kommt auf das Material an. Damals ging es um PUR-Dämmung. Reine PUR-Dämmung ist schalltechnisch eine Katastrophe. Und man muß an den Dachrändern die Luftdichtigkeit in den Griff bekommen.

    Bei gleichzeitiger Zwischensparrendämmung und Dampfbremse von unten ist das leichter in den Griff zu bekommen.

    Und eine schwere Dämmung ist vom Schallschutz her besser.

    NUR Purdämmung alsAufdachdämmung würd ich nicht machen, heute genauso wenig wie vor 3 Jahren...
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  17. #15

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    Nö, von PUR-Dämmung war da keine Rede.
    Aber egal, jetzt wurde bei mir aufgedoppelt...
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