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Lüftung: Zentral oder Dezentral?

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  1. #1

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    Frage Lüftung: Zentral oder Dezentral?

    Hallo,
    während der Planung meines EFHs bin ich jetzt auf das Thema Lüftung gestoßen. Die Frage, die sich mir stellt ist nicht ob mit oder ohne Wärmerückgewinnung, wenn ich Energieeffizient bauen will, dann kann macht es IMHO wenig Sinn durch absichtliche Löcher in der Wand kalte Luft einzusaugen. Was ich mich jedoch frage ist, ob eine zentrale Anlage nicht die Gefahr einer Pilz/Sporenkontamination beinhaltet.
    Man kann wohl kaum sicherstellen, dass nicht doch irgendwann mal Kondenswasser in den verbauten Zuluftkanälen auftritt. Auch der beste Filter läßt mal was druch was nicht sein sollte (und sei es auch nur, weil man das Wartungsintervall übersehen hat). Und dann hat man wunderbare Verhältnisse für Pilze/Bakterien an einer Stelle wo man nur durch Wandrausreißen wieder hinkommt. Also erschaint mir eine Dezentrale Lüftungsanlage sinnvoller. Im Internet heißt es jedoch: Bei Neubauten plant man sinnvollerweise eine ZENTRALE Lüftung mit Wärmerückgewinnung ein. Und nun sitze ich da las Laie und bin überfordert... kann mir irgendjemand der Experten hier eine Lösung aus seiner Sicht vorschlagen?
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  2. Lüftung: Zentral oder Dezentral?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Lüftung: Zentral oder Dezentral?

    Eine zentrale KWL mit WRG...nur sowas sollte man in einen Neubau einbauen...alles andere ist Murks...auch einen Neubau ohne Lueftung zu bauen ist Murks...


    Wenn die Anlage anständig geplant und eingebaut wurde dann sollte es keine Probleme geben von denen du redest...natürlich muss man die Röhre auch mal reinigen...aber das nur etwa alle 10 Jahre...

    Wenn die Anlage innerhalb der Gebäudehulle ist dann gibt es auch keine Probleme mit Kondenswasser.

    Aber benutze einfach mal die Suche da wurde schon viel geschrieben.


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  4. #3

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    Eine zentrale KWL mit WRG...nur sowas sollte man in einen Neubau einbauen...alles andere ist Murks...auch einen Neubau ohne Lueftung zu bauen ist Murks...
    Neubau ohne Lüftung sollte nicht sein, da gebe ich dir recht... Ob es gleich eine KWL mit WRG sein muss.. da bin ich nicht überzeugt!

    Fakt ist Sie ist deutlich wartungsintensiver und Kostenintensiver im vergleich zu einer einfachen Abluftanlage die lediglich für eine gewisse Grundlüftung sorgt.

    Der Einspareffekt bei den Heizkosten wird meist direkt von den Strom, Filter und Finanzierungskosten aufgefressen... bleibt ein gewisses Maß an "Komfortgewinn", den man aber regelmäßigen Wartungsarbeiten (Filtertauschen etc) gegenüberstellen muss.

    Energieberater planen fast immer am Anschlag des Energetisch machbaren... Wir haben uns auch mit 2 stück unterhalten und beide haben die Hände überm Kopf zusammengeschlagen weil wir planen auf WRG zu verzichten... dass unsere Heizkosten bei lediglich 3,5cent/kWH liegen und das ganze somit ja ein reines draufzahlgeschäft wäre wurde dabei getrost ignoriert...

    Fakt ist: du musst die Feuchte aus dem Haus bekommen damit du keinen Schimmel bekommst und damit du "frische Luft" hast.. Das geht bei einem Neubau nicht mehr von alleine -> Lüftungsanlage.. zumindest eine gewisse Grundlüftung sollte IMHO automatisch stattfinden, welche bei Bedarf durch Fensterlüften unterstützt werden kann.
    Ob du jetzt noch versuchst die Wärme zurückzugewinnen etc das hat erstmal nichts mit der wichtigen Funktion der Lüftung zu tun sondern kann in erster Näherung rein wirtschafltich betrachtet werden: Wieviel kWH Heizenergie sparst du dadurch im Jahr, Wieviel kWH Strom verbraucht die Anlage dafür, wie Hoch sind die Jährlichen Wartungskosten, wie hoch sind deine Finanzierungskosten, welche Lebensdauer der Anlage bzw welchen Heizenergieliferanten und welche Preissteigerung legst du zugrunde... Anhand deiner individuellen Parameter kannst du dann entscheiden ob es sich für dich rechnet oder nicht...
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  5. #4

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    Dazu kann man feststellen, dass gesetzliche Anforderungen in mancher Hinsicht konträr gehen.

    Offensichtlich versucht man, dort Lösungen zu erarbeiten.

    Stichworte:
    - extreme Anforderungen an Energieeinsparung
    - Qualität der Raumluft im Normalbetrieb der Anlagen
    - wie wird erkannt, wann Wartungsbedarf besteht?
    1. Für die Filter
    2. Für die relativ engen Leitungen
    - wie will man diese Leitungen einwandfrei cleanen?

    Es gibt noch mehr bereits erkannte Schwachpunkte mit folgendem Ergebnis:

    Eine bestimmte Gesellschaft hat einen kompletten Wohnungsbestand mit Lüftungsanlagen entsprechend rückrüsten lassen: Die Wohnraumlüftung erfolgt wieder über gekippte Fenster.

    In diesem Falle sind es Haftungsgründe im Bereich Lufthygiene aus Sicht der Vermieterin!

    Was dort genau abgelaufen ist, müßte man eruieren.

    Habe in den letzten Zeiten schon mit mehreren BU dieses Thema angekratzt: Wir würden uns sowas nie bauen lassen.....

    Der EFH - Bauer und Selbstnutzer ist mal wieder das staatlich geförderte Versuchskaninchen.....

    Joe
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  6. #5

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    @Malte 1970
    Ein Seelenverwandter!
    Genau da stehe ich jetzt auch.
    Baust Du ein MH ohne WDVS?
    Ich baue in nächster Zeit ein Solches.
    Was die Abluftanlage mit den nachträglich eingebauten Zuluftöffnungen in der (hochdämmenden)Wand oder Rolladenkasten betrifft,finde ich das sehr fragwürdig.
    Klingt irgendwie unlogisch!
    Klar ist ,das dezentrale Anlagen ohne WRG nicht wirtschaftlich sind.
    Klar ist auch,das zentrale KWL einen höheren Wartungsaufwand erfordern und im Endeffekt auch nicht wirtschaftlich sind.
    Wir sind jetzt Ü 35 (2 Kinder; 4 Jahre der Noah,und 2 Monate die Luise) bauen in unserer Heimat.Unser Grundstück liegt am Ortsrand ,rundherum viel Grün.
    Soll ich meinen Kindern jetzt die Anweisung geben, die Terassentür nicht zu öffnen ,wenn die KWL läuft.Oder meiner Frau?Oder Freunden?Oder sogar mir selbst?
    Der Offenbarungseid ist doch die aktuelle Studie der KFW-Bank,was die Ersparnis von WDVS betrifft.
    Und wo führt das hin?
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  7. #6

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    Um ehrlich zu sein. Mich hat bis jetzt noch keiner überzeugen können überhaupt eine KWL einzubauen. Wofür soll die gut sein? damit man immer genug Sauerstoff im Raum hat oder damit man keine Tauwasserprobleme und Schimmel hat? Wieviel Sauerstoff brauch den der Mensch?

    Auch die Wärmerückgewinnung von bis zu 95% halte ich viel zu hoch angesetzt. Das kann ich mir vielleicht mit Erd Wärmetauscher vorstellen, so dass die kalte Luft vorgewärmt wird (im Winter), damit der Wärmetauscher nciht gefriert. Selbst dann bekommt man 95% WRG nie hin.

    Wenn man eine KWL vernüftig machen lässt, dann kostet es für ein normales 1 Familienhaus min 10.000 euro und das Geld bekommt man auch nie wieder rein.

    Dann muss man gut 3 mal im Jahr Filter wechseln die dann 20 euro kosten und mehr oder man baut sich irgendwelche provisorische Filter (manche machen das) Dann verbraucht so eine KWL auch nciht gerade wenig strom ca. 0,5 - 1 kwh pro tag. Die meisten KWL muss man auch ganzes Jahr anhaben und nciht nur über Winter.

    Wie lange ist den die Lebendsdauer von dem Motoren und allgemein der ganzen Anlage? Wie lange halten diese kunstoff Rohre im Estrich?

    Wenn man so im Netz über KWL liest, dann sagen sehr viele dass man nur schöne diche edelstahl rohre verwenden soll. Die anderen meine die antistatischen Flex Rohre im Estriech, weil die sich so gut reinigen lassen. Lassen die sich aber in 30 Jahren immer noch gut reinigen?

    Ich finde einfach dass heut zu Tage man einfach viel zu viel Technik verbaut.
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  8. #7

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    Genau!
    Deswegen fährst Du ja auch einen historischen offenen Ford "Model T"...
    An dem geht wenigstens nie ein Anlasser kaputt.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Malte1970 Beitrag anzeigen
    Die Frage, die sich mir stellt ist nicht ob mit oder ohne Wärmerückgewinnung, wenn ich Energieeffizient bauen will, dann kann macht es IMHO wenig Sinn durch absichtliche Löcher in der Wand kalte Luft einzusaugen.
    Schon diese Deine Grundannahme ist falsch.
    Es ist nicht nur sinnvoll, sondern zwingend notwendig, stets genügend Außenluft ins Gebäude "zu lassen".
    Die Energieeffizienz wird davon nicht tangiert. Für sie ist stattdessen von Belang, was im Gegenzug mit der ausströmenden warmen Innenluft passiert.

    Was ich mich jedoch frage ist, ob eine zentrale Anlage nicht die Gefahr einer Pilz/Sporenkontamination beinhaltet.
    Als Wissenschaftler sollte man sich präziser auszudrücken vermögen als mit dem unsäglichen Universal-Tunwort vom Halten irgendwelcher Beine...

    Man kann wohl kaum sicherstellen, dass nicht doch irgendwann mal Kondenswasser in den verbauten Zuluftkanälen auftritt.
    Immerhin, ein Naturwissenschaftler bist Du offenbar nicht.
    Das entschuldigt manches.

    Und nun sitze ich da las Laie und bin überfordert... kann mir irgendjemand der Experten hier eine Lösung aus seiner Sicht vorschlagen?
    Gerne:
    Um Deinen Hygienebedenken Rechnung zu tragen, bietet sich eine Anlage mit zentraler Abluft (gibts mit und ohne WRG) und dezentraler Zuluft an.
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  10. #9

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    Prinzipiell macht es keinen Sinn, erst ein Problem (wenn auch nur nebenbei) zu schaffen, und es dann aufwändig zu lösen. Ist bei uns zum Teil aber leider auch so. Dazu kommen der Wunsch nach einem kühleren Schlafzimmer und Gerüche durch Katzenklos.
    Den Energieverbrauch durch kontrollierte Lüftung kann man auf der u-wert Seite mit den Daten des Hauses erstmal abschätzen, und dann später durch einen Fachmann konkret berechnen lassen. Dann hat man Zahlen und man kann ein entsprechendes System unter Kosten- und Komfortgesichtspunkten auswählen. Bei uns wird es dezentrale Abluft ohne WRG.

    Grüße
    HB
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Heideblick Beitrag anzeigen
    Prinzipiell macht es keinen Sinn, erst ein Problem (wenn auch nur nebenbei) zu schaffen, und es dann aufwändig zu lösen.
    Welches aufwändig zu lösende Problem meinst Du?

    Ist bei uns zum Teil aber leider auch so.
    Was ist bei Euch wie?

    Dazu kommen der Wunsch nach einem kühleren Schlafzimmer und Gerüche durch Katzenklos.
    Das ist natürlich etwas völlig Anderes!
    Wenn man den ausdrücklichen Wunsch nach Katzenklo-Geruch hat, hilft eine herkömmliche Lüftungsanlage nicht weiter. Außer, man ordnet das Katzenklo in der Zuluftleitung an...

    Deutlich kühlere Schlafzimmer sind in hochgedämmten Neubauten eh nicht möglich. Und auch generell gar nicht erforderlich.
    Jener Wunsch beruht auf einem historischen Mißverständnis. Das haben wir hier im Forum aber schon recht oft dargelegt - bitte Suche benutzen!

    Bei uns wird es dezentrale Abluft ohne WRG.
    Und wie wird die Zuluft geregelt? Ab ohne Zu funktioniert schließlich nicht.
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  12. #11

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    AW: Lüftung: Zentral oder Dezentral?

    @Heideblick
    Wie soll man einen Lüftungswärmebedarf an Hand des U-Wertes abschätzen?

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  13. #12

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Genau!
    Deswegen fährst Du ja auch einen historischen offenen Ford "Model T"...
    An dem geht wenigstens nie ein Anlasser kaputt.
    das nicht unbedingt, aber ich brauche z.B. kein Auto in dem mehr elektronik ist als in einem Space Shuttle.
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  14. #13

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    *hust* Ob es sowas Elektronikarmes noch gibt?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    la/wrg ist ja auch total hitec
    hochtechnologisch sind nur die preise ..
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  17. #15
    Avatar von Schnabelkerf
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich etwas völlig Anderes! Wenn man den ausdrücklichen Wunsch nach Katzenklo-Geruch hat, hilft eine herkömmliche Lüftungsanlage nicht weiter. Außer, man ordnet das Katzenklo in der Zuluftleitung an...
    Herrlich ;-)
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