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Keine Bauunterlagen vorhanden - altes Haus

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  1. #1

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    Frage Keine Bauunterlagen vorhanden - altes Haus

    Hallo,

    ich erbitte Eure Hilfe:

    Wir wollen ein Haus kaufen, welches recht alt ist, Baujahr unbekannt. Innen modernisiert. Preis 110.000 € in NRW nähe Köln auf 700 qm Grundstück.

    Das Grundstück ist vermessen.

    Nun haben wir ein Problem: Es existieren keinerlei Bauunterlagen, keine Baugenehmigung, keine Berechnungen.

    Die Bank benötigt diese Unterlagen jedoch für die Finanzierung. Nur was soll ich machen? Dass keine Unterlagen existieren ist hier durchaus schon mal möglich, da viele Häuser oft mehr als 100 Jahre alt sind.

    Wo bekomme ich die Unterlagen also neu her? Wohl gemerkt: Das Haus gehört mir noch nicht, so dass ich auch nicht enorm viel Geld investieren möchte. Kann man von der Gemeinde eine Art Bestätigung bekommen, das Bestandsschutz besteht?

    Wie mache ich das jetzt am besten?

    Viele Grüße,

    Sandra
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  2. Keine Bauunterlagen vorhanden - altes Haus

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  3. #2

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    Du kannst mit einer Vollmacht des derzeitigen Besitzers evtl. Einsicht in die Akten des zuständigen Bauamts nehmen, wenn denn dort eine Akte existiert.

    Gibt es da auch nichts, bleibt nur die rel. teure Bauaufnahme. Also das zeichnerische Erfassen eines Bestandsbaus.

    Die sagt aber noch nichts über dessen baurechtliche Rechtmässigkeit aus.
    Für die ist immer der Eigentümer beweispflichtig! Das ist bei Vorkriegsbauten gerade auf dem flachen Lande oft ein Problem.
    Ob das zuständige Bauamt an Hand einer sachgerechten Bauaufnahme irgendwelche belastbaren Schriftstücke, die den Bestand des vorhandenen Zustands baurechtlich sichern, ausstellt, möge man dort erfragen. Ein Standardverfahren gibt es dafür jedenfalls nicht! Auch keine Vorschriften in den LBOen.

    Wenn die Bank (verständlicher Weise) den Nachweis der Baurechtskonformität fordert, könnte das schwierig werden. Das Problem könnte den Verkäufer dann aber auch noch x-mal einholen.
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  4. #3

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    Der Eigentümer und Verkäufer sollte zumindest einen amtlichen Lageplan zur Verfügung stellen können; von der Gemeinde Bestätigung darüber, dass dieses Grundstück an die öffentliche Versorgung angeschlossen ist. Baujahr sollte irgendwie zu ermitteln sein, zumindest ungefähr. Und die Bank mal fragen, auf welcher Grundlage sie die Häuser der Gründerzeit in Köln beliehen haben.
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  5. #4
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    Hallo,

    danke bis hierhin:

    Auskunft vom Bauamt lautet: Akte wurde wohl falsch abgelegt. Sie suchen Aber prinzipiell sei das kein Problem, dass keien Unterlagen vorliegen, es liege ja im Wohngebiet. Wir könnten es also unbesorgt kaufen. Aber mündlich verlasse ich mich da auf nichts.

    Der amtliche Lageplan exisitiert, auch in Boris ist das Grundstück mitsamt Haus aufgenommen. Erschließung erfolgte vor ca. 15 Jahren. Darüber MÜSSEN ja Unterlagen existieren...

    Grüße,

    Sandra
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  6. #5

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    Wenn die Erschließung erst 15 Jahre zurück liegt, dann eine Bestätigung der Gemeinde über die geleisteten Beiträge verlangen. Damit bekommt man den Überblick, ob hier alles bezahlt ist oder ob noch etwas offen ist. Manchmal dauert es nämlich endlos lange bis eine Gemeinde die Endabrechnung erteilt und die Straße dem "öffentlichen Verkehr widmet". Dient der reinen Vorsicht! Als Bank haben wir eine solche Bestätigung immer verlangt. Bei alten Häusern haben wir aber gesehen was möglich ist und was nicht. Wesentlicher war uns der Kunde und unser Vertrauen in ihn.
    Gruss Helmut
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Helmut,

    mittlerweile weiß ich mehr: Das Haus ist von 1888, Anbau von 1936. Beim Liegenschaftsamt, Katasteramt, Grundbuch ist alles hinterlegt, also in Flurkarten, etc. Also, ich sag mal so: Laut Auskunft ist die Baugenehmigung zu vernachlässigen, da das Gebäude total alt ist und im Innenbereich und auch vom Haus selbst innerhlab der Satzung liegt.

    Mein Problem ist: Ich brauche Unterlagen vom haus an sich, Grundriss o.ä. Gibt es aber nicht. Was mag es wohl Kosten, so etwas herstellen zu lasse?

    Grüße, Sandra
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