Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1

    Registriert seit
    03.2013
    Ort
    Seekirchen
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    1

    wie hoch ist Energieentzug bei Wärmetauscher in Fluss

    Servus,

    Darf ich Euch um Meinungen bitten:

    auf meinem Grundstück in Ö fließt ein Fluss (Fischach). Die Fischach ist ca. 12 m breit, 2 m tief, Fließgeschwindigkeit ca. 20cm/sek bis maximal 80 cm/sek, Temperatur min/max = 2°/24°. Der Untergrund ist weich und geht flach vom Ufer weg.
    Es ist geplant, die bestehende Gasheizung auszutauschen und einen Wärmetauscher im Uferbereich zu versenken. Dazu eine Wärmepumpe, Speicher und Einbindung der bestehenden Solaranlage.

    Der Wärmetauscher im Wasser besteht aus einem Nirogitter, ca. 2 x 15 m, auf dem Rohre DA=25 mm unterhalb montiert werden (mechanischer Schutz bzw. Auftriebsschutz). Der geplante Abstand der Rohre ist ca. 20 cm. Gegen Aufschwimmen erfolgt zusätzlich eine Sicherung mit Lärchenpfählen. Die Verlegung längs der Fließrichtung.
    Im Wärmetauscher ist ein Wasser/Glykol Gemisch (WGK 1).
    Der Installateur ist mit dem ganzen erstmal einverstanden.

    Ich möchte zuerst mit einer Projektvorstellung zur Behörde pilgern zwecks Genehmigungsfähigkeit bzw. Auflagen, die das Projekt killen können.

    Nun zur Frage:
    Wie hoch kann die Entzugsleistung wirklich sein? Der Installateur (Klempner) sagte 80-100 W/m. Aber das ist nur eine Schätzung. Schlussendlich muss man messen und auswerten bei eingebauter Anlage.
    Habe zu Kies, stark wasserführend 80 W je Meter Rohr gefunden. Ein brauchbarer Basiswert für die spezifische Entzugsleistung?

    Grüße, Danke im Voraus,
    Christoph
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. wie hoch ist Energieentzug bei Wärmetauscher in Fluss

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Bei 20cm/s Fließgeschwindigkeit wären bei 2K Abkühlung auch 150W/Rohrmeter möglich, und dabei habe ich die Strömungsverhältnisse (Verwirbelungen am Rohr) noch gar nicht berücksichtigt sondern nur mal Pi*Daumen geschätzt. d.h. der Fluß liefert mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Energie nach als Du innen durch das Rohr entziehen kannst. Allein über den Bereich des WT mit 2m2 (90° zur Flussrichtung) kommen ja problemlos 3.300kWh zusammen die man stündlich entziehen könnte, und dabei müsste noch kein Fisch frieren.

    Die Frage ist, welche Leistung benötigt Deine WP? Welche Strecke zwischen WP und Fluß (WT) muss überbrückt werden? Ich könnte mir vorstellen, dass dies die begrenzenden Faktoren sind die man berücksichtigen muss.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    695
    Die Chancen auf Genehmigung schätze ich auf 0,1%. Einfluss auf Ökologische Systeme werden in Ö auch nicht gern gesehen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Evtl. wäre es einfacher eine Genehmigung für eine W/W-WP zu bekommen. Aber das wird er schon noch herausfinden wenn er wegen einer Genehmigung eine Anfrage stellt.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    01.2009
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Gas-Wasser-Sch....öne Berufung
    Beiträge
    536
    Weiteres Problem dürfte der glykolgefüllte Wärmetauscherkreis sein. Wäre hier in D nach Wasserhaushaltsgesetz so eher nicht genehmigungsfähig. Etwas ähnliches wie das WHG werdet ihr ja bei Euch in Ö auch haben.
    Vielleicht wäre als technische Spielerei auch ein Laufwasserrad mit Generator möglich.

    Gruß Stoni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    695
    Zitat Zitat von Stoni Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre als technische Spielerei auch ein Laufwasserrad mit Generator möglich.
    Das glaube ich ist noch weniger Genemigungsfähig. Das nötige Kleingeld für Staumauer, Netzanschluss, Fischtreppe, Turbine, Generator müsste auch vorhanden sein.

    @MeusiXS, frag doch einfach mal beim Zuständigen Amt und halte uns auf den Laufenden
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Das glaube ich ist noch weniger Genemigungsfähig. Das nötige Kleingeld für Staumauer, Netzanschluss, Fischtreppe, Turbine, Generator müsste auch vorhanden sein.

    @MeusiXS, frag doch einfach mal beim Zuständigen Amt und halte uns auf den Laufenden
    Er will ja sicherlich kein Großkraftwerk betreiben und dafür den kompletten Fluss stauen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  10. #8

    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    695
    Ein Laufwasserrad frei im Fluss macht aber wenig Sinn, das Wasser wird drumrum laufen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #9

    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Dresden
    Beruf
    IT-Systemelektroniker
    Beiträge
    602
    Wasserrad

    sowas reicht ja als wasserrad - früher hat man mit sowas ganze mühlen betrieben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen