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  1. #1

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    Ein paar Gedanken zu Poroton / Porenbeton

    Hallo zusammen,

    wir stehen derzeit mit 2 Baufirmen in Verhandlungen, eine spricht sich für Poroton T8 aus, die andere baut mit Porenbeton 0,09. Ich will jetzt nicht fragen, was von beidem besser ist, man macht wohl mit keinem der beiden was verkehrt. Mir geht es eher um die Stichhaltigkeit der Argumentation, warum der jeweilige Stein bevorzugt wird.

    Das Argumente für den Porenbeton 0,09 ggü. Poroton waren, dass er sich leichter Verarbeiten lässt, dass es beim Schneiden weniger Probleme gibt (es fällt keine Füllung raus), dass man beim 0,09er keine Spezialdübel braucht. Das war auch das Argument gegen einen Porenbeton 0,08, der sei deutlich weicher als der 0,09. Außerdem würden die Perlite die Vorteile der Ziegel mindern, sprich Durchlässigkeit und Stabilität. Dass es aus Steckdosen zieht, weil sich Luft durch die Hohlräume drückt, sollte bei modernen gedämmten Häusern auch nicht mehr vorkommen, dieses Argument kann man daher wohl vergessen. Die Argumente der anderen Firma pro Poroton waren, dass es ein natürlicher Stoff ist, der gut dämmt und einen guten Schallschutz bietet. Von T7 wurde abgeraten, da der vor allem am Anfang durch den nicht homogenen Aufbau Probleme gemacht haben soll und der T9 wäre nicht wesentlich billiger.

    Ich habe mich zu dem Thema auch schon ausgiebig durchs Web gelesen. Im Prinzip gefällt und Poroton besser, vor allem der T8, ich kann das weniger rational begründen, es ist eher die Summe alle Erfahrungen, die ich so gelesen habe. Dass Perlite rausfallen, wenn man den Stein schneidet, kann ich nicht nachvollziehen. Auf baumurks.de habe ich gesehen, wie Poroton geschnitten wird und nichts rausfällt. Auch dass sich Poroton nicht so einfach verarbeiten lässt kann ich nicht so 100% nachvollziehen, sicher sind die Steine schwerer, aber der Wandaufbau läuft doch ähnlich (sofern die Firma Erfahrung mit Poroton hat und weiß, was sie tut)? Wie sieht das an Fenster und so aus, wie werden die Steine da passend gemacht? Klar, man braucht Spezialdübel, aber damit könnte ich leben. Ob im 0,09er Porenbeton alles hält, weiß ich nicht.

    Kann jemand was zu den o.g. Punkten sagen, vielleicht auch aus eigener Erfahrung?

    Viele Grüße

    Stefan
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  2. Ein paar Gedanken zu Poroton / Porenbeton

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

  4. #3
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    Ok, das heißt du würdest dich eher für Poroton entscheiden?
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  5. #4

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    Also ich hab die von diadem verlinkten Beiträge nur überflogen aber wo kann man genau lesen das die gezeigten Risse davon kommen das die Wände aus Porenbeton gemauert wurden? Meist wurden doch andere Gründe genannt oder hab ich mich total verlesen?

    Eigentlich ist es doch gar nicht so schwer. Möchte ich das Geld für einen gefüllten Ziegel mit entsprechender guter Verarbeitung ausgeben. Wenn ja würde ich diesen Stein vorziehen und mich dafür entscheiden. Ist mir das zu teuer und ich möchte ohne zusätzliche Dämmung bauen greife ich zum Porenbeton.
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  6. #5

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    Ich hab mit Porenbeton sehr gute Erfahrungen gesammelt. Schon mein Großvater hat damit seinerzeit gebaut, und das Haus inklusive Wände ist wie neu. Hab jetzt selbst damit gebaut, und die Verarbeitung war super. Auch der Elektriker war dadurch schneller, was nicht nur Zeit sondern auch Geld gespart hat!
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  7. #6

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    was willst Du fuer die Heizung p.a. ausgeben?

    Zitat Zitat von stna1981 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    wir stehen derzeit mit 2 Baufirmen in Verhandlungen, eine spricht sich für Poroton T8 aus, die andere baut mit Porenbeton 0,09. Ich will jetzt nicht fragen, was von beidem besser
    Kann jemand was zu den o.g. Punkten sagen, vielleicht auch aus eigener Erfahrung?

    Viele Grüße

    Stefan
    kenne da einen Fall auf der schwaebischen Alb.
    Bauherr baut zwei Haeuser.
    weitgehend identisch gleichzeitig, eins so das andere so.
    Weil damals der Porenbeton einen besseren U Wert hatte zieht er in dieses selbst ein das andere vermietet er.
    Er will wissen was beim Vergelich herauskommt.

    Ergebnis:
    Jedes Jahr, hat das Porenbetonhaus (obgleich der U-Wert besser war) hoehere Heizkosten.

    Warum?

    Ich liefere Dir auch noch eine Erklaerung:

    der Dauerfeuchtegehalt von Porenbeton liegt bei 4,5% waehrend der Poroton bei 1,5% liegt.
    Was heisst das?

    Nun der U Wert wird nach Trockenkammereinsatz gemessen.
    Dabei bekommt der Porenbeton insbesonders einen niedrigere Dauerfeuchte, als er in der Realitaet jemals erreicht.

    Der Unterschied ist quasi, feuchteres T-Shirt vs. trockeneres T-Shirt.

    Daemmen tut immer nur Luft, nicht der Baustoff.

    Luft innerhalb eines Baustoffes ist dort, wo kein Wasser ist.

    Je mehr Wasser desto, weniger Luft, desto schlechter die Daemmung.

    Jeder Daemmstoff, der ein signifkantes Wasserproblem hat, verliert in diesem Moment fuer die entsprechende Dauer seine auf dem Prospekt zugesicherten EIgenschaften hinsichtlich Daemmung.

    Wie leicht oder schwer der Elektriker, der mal 14 Tage zu schaffen hat, arbeiten soll, kann fuer die endgueltige 100 Jaehrige Qualitaet eine Immobilie ja wohl kein Entscheidungskriterium sein.

    ***********

    weiterhin existieren Unterschiede in der Festigkeit im Schallschutz etc. pp.

    Was also besser oder schlechter ist, haengt von der Fragestellung ab, in welchem Belang es besser oder schlechter ist.

    Es gibt AKkuschrauber zwischen 12,00 und 200,00 Euro.
    Welcher ist besser?
    Auch hier die Frage in welchem Belang!
    Warum kaufen sich Leute Akkuschrauber fuer 200,00 Euro, wenn es doch auch welche fuer 12,00 Euro gibt?

    Nun weil sie nicht in die von John Rushkin (google=>) beschriebene Falle tappen wollen, der Gefahr aus dem Weg gehen wollen, dass der Gegenstand die ihm zugedachte Eigenschaft nicht bringt obgleich er den Anschein hat.

    Oder mein Lieblingsbeispiel Autoreifen.
    Wieso verkaufen sich Autoreifen von Michelin, die durchweg die teuersten sind, und warum kaufen sich die Menschen die das tun diese immer wieder und sind obgleich sie identisches Einkommen haben scheinbar wohlhabender?

    Ob ein Produkt gut oder schlecht, teuer oder billig effizient und nutzlos ist, erkennt man erst nach Ablauf der Nutzungsdauer.

    Der Michelin Winterreifen, den ich ausgesucht habe, kostete vllt. 30,00 - 60,00 Euro mehr, als der Durchschnitt.
    Er hatte aber eine Laufleistung von 400 % des Durchschnittes ohne Sicherheitseinbussen eher mit gleichzeitigem Sicherheitsplus.

    Ich fuhr schon andere, ich weiss das!

    Somit kaufe ich heute nur noch Michelin Reifen, weil ich nichts zu verschenken habe!
    Die bislang von mir ausprobierten anderen Reifen, entsprechen nicht dem, was man von einem Reifen erwarten kann.

    Und bei Baustoffen verhaelt es sich doch ganz genauso.

    Schau Dir die Marktentwicklung und die Gruende dafuer an, warum Baustoffe von wem und welchen Verwendungszweck (Einfamilienhaus/Mehrfamilienhaus) nachgefragt werden.

    Spontan erkennt man dabei zwischen Deiner Ausgangsfrage Anwenderunterschiede.
    Profis setzen, weil sie keine Probleme haben wollen, i.d.R. das wertvollere Produkt ein, nicht weil sie zu viel Geld haben sondern weil sie es aufgrund gehabter guter Handwerklicher Leistungen verdient haben und weiterhin verdienen werden.
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  8. #7
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    Insbesondere in hochwassergefährdeten Gebieten würde ich auf Porenbeton eher verzichten, wird der mal nass braucht er ewig, bis er wieder trocken ist.
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  9. #8

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    Kaspar, kannst du mir bitte deine Quellen angeben? Nein, ich meine nicht den Bauherren in Hinteroberunterhausen, sondern Studie, in der das wissenschaftlich belegt wurde.

    Im Voraus schon herzlichen Dank

    Zusatz: Ich meinte selbstverständlich _die_ Studie, die weder von einem Porenbeton noch von einem Porotonhersteller bezahlt wurde
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  10. #9
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    Kann mir jemand sagen, ob bzw. wie sich T7, T8 und T9 hinsichtlich der Innenstegdicke unterscheiden? Im Lochbild in den technischen Daten von Schlagmann sieht man keinen Unterschied und ich konnte dort auch keinen Hinweis darauf finden...
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  11. #10

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    es gibt auch verschiedene Porotonsteine, der T8 und T9, den gibts gefüllt mit perlite, mit mineralwolle und ohne füllung, läßt sich nicht über einen Kamm scheren. Such mal bei einem andern hersteller für Poroton-Steine.... jeder Stein hat seine Vor und Nachteile.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Lieber Kaspar,

    Dein erwähnter Häuservergleich wäre nur dann aussagekräftig, wenn die Bewohner auch regelmäßig die Häuser tauschen würden, da das Nutzerverhalten stark in den Jahresverbrauch eingeht.
    So ist die Aussage hingegen wertlos.+

    Und an die Winterreifen mit 4-facher Laufleistung glaube ich auch nicht ohne echten Nachweis.
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  14. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von NixPlan Beitrag anzeigen
    es gibt auch verschiedene Porotonsteine, der T8 und T9, den gibts gefüllt mit perlite, mit mineralwolle und ohne füllung, läßt sich nicht über einen Kamm scheren. Such mal bei einem andern hersteller für Poroton-Steine.... jeder Stein hat seine Vor und Nachteile.
    Sicher gibt es verschiedene Poroton-Steine, aber bauphysikalisch sind die alle ähnlich, ob da jetzt Perlite oder MW drin ist, wirkt sich bzgl. Schallschutz, Gewicht, Dämmwert und Verarbeitung wohl nicht entscheidend aus, preislich vielleicht schon eher. Die Frage nach den Stegdicken bezog sich rein auf die Steine von Wienenberger, einen ungefüllten T7 gibt es nicht...
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