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Neue Heizung (bisher elektr.Nachspeicher-Fußbodenheizung) oder zuerst neue Fenster?

Diskutiere Neue Heizung (bisher elektr.Nachspeicher-Fußbodenheizung) oder zuerst neue Fenster? im Forum Sanierungskonzept & Kostenschätzung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Neue Heizung (bisher elektr.Nachspeicher-Fußbodenheizung) oder zuerst neue Fenster?

    Hallo zusammen,

    wir bewohnen 170 m² Altbau - Bj 1980. Darin befinden sich noch die ersten (laut Baubeschreibung thermisch getrennten Roto-Aluminiumfenster) und eine elektrische
    Nachspeicher-Fußbodenheizung, die, wie ihr euch denken könnt, sehr teuer ist.

    Wir haben jetzt ein wenig Geld frei und wollen dieses in die energetische Sanierung stecken. Als neue Heizung würde uns eine Pellet-Fußbodenheizung vorschweben.
    Leider reicht das Geld nicht, um gleichzeitig die Heizung und die Fenster zu erneuern.

    Deshalb die Frage an an euch, könnt ihr mir mit den Angaben einen Tipp geben, welche Maßnahme als erstes mehr Sinn machen würde?

    Vielen Dank im voraus
    Gruß Roland
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  2. Neue Heizung (bisher elektr.Nachspeicher-Fußbodenheizung) oder zuerst neue Fenster?

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  3. #2

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    Was ist eine Pellet-Fußbodenheizung?

    Du meinst doch sicherlich einen Pelletkessel als Wärmeerzeuger und eine wasserführende Fußbodenheizung.

    Wie hoch ist Euer Verbrauch mit den Nachtspeichern? Kosten bzw. aktueller Tarif?
    Gibt es außer den Nachtspeichern noch weitere Wärmeerzeuger im Haus?
    Wie wird WW erzeugt?

    So ein Umbau wird ziemlich umfangreich. Deswegen ist zu überlegen, ob man nicht zuerst alle Wärmedämmmaßnahmen erledigt und dann zum Schluß den Wärmeerzeuger wechselt. Soll ein Pelletkessel zum Einsatz kommen, dann ist das nicht ganz so kritisch, weil selbst der kleines Pelleter in der Lage sein sollte das Haus im unsanierten und später im sanierten Zustand beheizen zu können.

    Mit welcher Variante man startet, also zuerst Wärmeerzeuger oder Fenster bzw. sonstige Dämmung, könnte man durch einen Kostenvergleich ermitteln. Bei Nachtspeichern ist es sehr gut möglich, dass es sich lohnt, wenn man zuerst den Wärmeerzeuger wechselt und die anderen Maßnahmen nachträglich realisiert.

    Also, normalerweise wäre es sinnvoller zuerst die Hülle zu dämmen, und dann den Wärmeerzeuger zu wechseln, aber in Deinem Fall könnte auch der umgekehrte Weg die richtige Entscheidung sein, denn je nach Verbrauch könnte der Pelleter bereits deutliche Einsparungen bei den Verbrauchskosten bringen, mehr als durch neue Fenster oder eine bessere Fassade erreicht werden.

    Wie sieht der langristige Plan aus?
    Was ist noch an Maßnahmen geplant? in wieviel Jahren?

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Was ist eine Pellet-Fußbodenheizung?

    Du meinst doch sicherlich einen Pelletkessel als Wärmeerzeuger und eine wasserführende Fußbodenheizung.

    Ja, genau das meine ich.

    Wie hoch ist Euer Verbrauch mit den Nachtspeichern? Kosten bzw. aktueller Tarif?

    Wir bekommen im Moment noch den Nachtstromtarif der ENBW, dieser wurde jetzt aber saftig erhöht und soll über kurz oder lang wegfallen. Unser Verbrauch liegt bei ca. 15.000 kw/h im Jahr.

    Gibt es außer den Nachtspeichern noch weitere Wärmeerzeuger im Haus? Nein, gibt es nicht.

    Wie wird WW erzeugt? Im Bad über einen Durchlauferhitzer, in der Küche durch einen 5l Boiler.

    So ein Umbau wird ziemlich umfangreich. Deswegen ist zu überlegen, ob man nicht zuerst alle Wärmedämmmaßnahmen erledigt und dann zum Schluß den Wärmeerzeuger wechselt. Soll ein Pelletkessel zum Einsatz kommen, dann ist das nicht ganz so kritisch, weil selbst der kleines Pelleter in der Lage sein sollte das Haus im unsanierten und später im sanierten Zustand beheizen zu können.

    Mit welcher Variante man startet, also zuerst Wärmeerzeuger oder Fenster bzw. sonstige Dämmung, könnte man durch einen Kostenvergleich ermitteln. Bei Nachtspeichern ist es sehr gut möglich, dass es sich lohnt, wenn man zuerst den Wärmeerzeuger wechselt und die anderen Maßnahmen nachträglich realisiert.

    Also, normalerweise wäre es sinnvoller zuerst die Hülle zu dämmen, und dann den Wärmeerzeuger zu wechseln, aber in Deinem Fall könnte auch der umgekehrte Weg die richtige Entscheidung sein, denn je nach Verbrauch könnte der Pelleter bereits deutliche Einsparungen bei den Verbrauchskosten bringen, mehr als durch neue Fenster oder eine bessere Fassade erreicht werden.

    Wie sieht der langristige Plan aus? Das ist natürliche eine Kostenfrage, ich denke, dass wir erst wieder ein paar Jahre sparen müssen.
    Was ist noch an Maßnahmen geplant? in wieviel Jahren?

    Gruß
    Ralf
    Danke und Gruß
    Roland
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  5. #4

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    15.000kWh deuten auf eine eher geringe Heizlast hin. Ich kenne die Tarife der EnBW jetzt nicht alle auswendig, aber rechnen wir das mal in Pellets um, dann wären das 3 to + Verluste, also auf jeden Fall deutlich unter 4 Tonnen. Die Tonne kostet aktuell um die 250,- €, also werden sich die Verbrauchskosten irgendwo zwischen 750,- € und 1.000,- € p.a. einpendeln. Je nach Pelletkonzept und Wirkungsgrad wird sich das eher im unteren Bereich der von mir genannten Spanne bewegen.

    Man wird dann sinnvollerweise auch über die WW-Erzeugung nachdenken.

    Die geringe Heizlast könnte man auch mit einem Pelletofen im Aufstellraum anstatt mit einem Pelletkessel abdecken. Das wäre auch eine Alternative die man einmal durchrechnen müsste.

    Was die Investitionskosten betrifft, so solltest Du Dir ein Angebot machen lassen. Dazu sollten vorher die Gegebenheiten vor Ort geprüft werden, denn wenn in allen Räumen eine FBH eingebaut werden soll, wird das eine größere Baustelle. Falls es beim Pelletkessel bleibt, könnte man alternativ auch über großflächige Heizkörper nachdenken. Das wäre vom Umbauaufwand wohl günstiger.
    Also beide Varianten rechnen und dann vergleichen.

    Fenster Baujahr 1980 sind zwar nicht so gut wie das was man heute kaufen kann, aber so schlecht sind sie auch wieder nicht. Was man durch einen Austausch einsparen könnte, müsste anhand der Fensterflächen und U-Werte abgeschätzt werden.

    Ich vermute, dass der Austausch des Wärmeerzeugers eine echte Alternative ist.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Hallo Ralf,

    danke für deine Info! Wir tendieren auch eher zu einer neuen Heizung, da die Nachtspeicher-Fußbodenheizung sehr träge ist und wir nicht spontan nachheizen können.

    Wir würden sowieso gerne in einigen Zimmern die Bodenfliesen erneuern, da sie uns überhaupt nicht gefallen. Wenn eine Warmwasser-Fußbodenheizung verlegt werden würde, könnte das dann auf dem Estrich erfolgen oder müsste dieser teilweise abgetragen werden? Und wie hoch käme man dann ungefähr, damit wir keine "Stufe" zu den Zimmern bekämen, bei denen Heizkörper angebracht werden?

    Danke und Grüße,
    Roland
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  7. #6

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    mir stellt sich eine Frage: Wenn Sie schreiben: "Leider reicht das Geld nicht, um gleichzeitig die Heizung und die Fenster zu erneuern." Ist dann damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit wieder "etwas Geld frei wird". Also so 10.000 - 15.000 Euro?
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  8. #7

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    Besitzt das Gebäude denn schon einen Schornstein?

    Übrigens:
    Auch eine moderne wasserführende Fußbodenheizung ist sehr träg - das mit dem spontan Nachheizen mußt Du Dir also generell aus dem Kopf schlagen.

    Wieviel ist überhaupt "jetzt ein wenig Geld"?
    Neue FBH samt Kessel, ggf. Schornstein etc. dürfte gut fünfstellig liegen.

    Ist das EG unterkellert?
    Wurden die Nachrüstmöglichkeiten bezüglich Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. der Dachschräge schon umfänglich genutzt?
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  9. #8

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    Wenn da noch Spielraum ist, würde ich bei den aktuellen Konditionen ggf. auch überlegen, ob man für die Heizungsanlage inkl. WW ergänzend einen (KfW) Kredit aufnimmt, wenn das am Ende doch teurer wird als gedacht bzw. um noch ein paar Tausender für die Dämmung der Kellerdecke (zumindest das geht problemlos in Eigenleistung) und sofern sinnvoll der obersten Geschoßdecke zu haben.
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  10. #9
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    Hallo zusammen und vielen Dank für eure Anworten!
    Da merkt man erst, wie komplex und schwierig das Ganze ist!

    Zu euren Fragen:

    Wir könnten im Moment ca. 30.000.- Euro für Sanierungsmaßnahmen einsetzen, dannach ist erst Mal ein paar Jahre sparen angesagt.

    Es gibt einen Schornstein, der wird aber für einen Kaminofen genutzt. D.h. wir müssen klären, ob darüber auch noch eine Heizanlage laufen könnte, was ich bezweifle. Ansonsten müsste auch noch ein Außenkamin gesetzt werden.... Das war ein sehr guter Hinweis, das haben wir überhaupt nicht bedacht!

    Wenn eine Warmwasser-Fußbodenheizung auch träge ist, wie Julius sagt, wären dann Heizkörper die bessere Wahl?

    Wir wissen einfach nicht wo und wie anfangen....

    Gruß Roland
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Roland Peter Beitrag anzeigen
    Wenn eine Warmwasser-Fußbodenheizung auch träge ist, wie Julius sagt, wären dann Heizkörper die bessere Wahl?

    Wir wissen einfach nicht wo und wie anfangen....
    Also erst mal vorweg, eine FBH kann man unter Umständen auf den vorhandenen Estrich aufbringen. Dazu muss aber geklärt werden, ob überhaupt ausreichend Aufbauhöhe möglich ist (was ist mit den Türen etc.). Ansonsten wären Heizkörper die bessere Wahl. Bei einem Pelletkessel als Wärmeerzeuger ist die Heizwassertemperatur nicht ganz so kritisch wie bei einer WP. Sollte ein zusätzlicher Aufbau nicht möglich sein, dann wäre der bisherige Aufbau zu prüfen, und gegebenenfalls muss dieser dann komplett ersetzt werden.

    Jede Anlage mit viel Masse, also insbesondere FBH, ist träge. Man heizt hier auch ganz anders als früher, denn anstatt ständig an irgendwelchen Thermostaten zu drehen, heizt man kontinuierlich durch, auf möglichst niedrigem Temperaturniveau (natürlich muss die Raumtemperatur erreicht werden, das ist klar).

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Bei nur 30T€ Busget würde ich zuerst an Dämmaßnahmen denken.
    Sollte aber alternativ und jeweils mit Amortisationsrechnung durchkalkuliert werden!

    Was ist denn nun mit dem bestehenden Dämmstandard von oberster Geschoßdecke/Dach und Kellerdecke/Bodenplatte?

    Auch mal ein Angebot über reinen Austausch nur der Glasscheiben aller Fenster einholen.
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  14. #12

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    Warum sagst Du oben, dass es keine weiteren Wärmeerzeuger im Haus gibt, aber der Schornstein ist schon von einem Kaminofen belegt?
    Gerade für die Frage nach der Heizlast wäre es ja vielleicht ganz gut, wenn man wüsste, wie viel Holz Ihr da so pro Jahr verschürt.
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  15. #13

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    Das dient alles nur der Steigerung der Spannung in diesem Spiel, durch gezielte Verwirrung der Antwortgeber.
    Es soll im Forum ja auch Fragesteller geben, welche "scheinbar" schreiben, obwohl sie "anscheinend" meinen...
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