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Asbest in PVC Bodenbelag? REM Aufnahmen und EDX.

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  1. #1

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    Asbest in PVC Bodenbelag? REM Aufnahmen und EDX.

    Hallo,
    Wir sind an dem Kauf eines Hauses (Bj.1892) interessiert, das in den 70er Jahren saniert und renoviert wurde. Dabei wurden fast im gesamten Haus PVC Böden verlegt. Wir fragen uns nun, ob diese asbesthaltig sind.

    Es liegen REM-Aufnahmen und EDX Analysen von Proben der Böden vor.
    Vielleicht kann hier jemand anhand der Bilder einschätzen, ob es sich um Asbest handeln könnte bzw. was es sonst für Materialien sein könnten.

    Bodenbelag 1:
    [url=http://show.picr.de/13794793kk.jpg.html]
    Alle Detailaufnahmen (Bild 4,5,6) stammen von der mittleren, weiß-grauen Schicht.

    Eine EDX Analyse hat ergeben, dass Sauerstoff, Silizium, Kohlenstoff, Magnesium, Eisen und Aluminium enthalten sind (in Reihenfolge der Menge).

    Bodenbelag 2:

    Auf Bild 3 ist rechts die Oberseite. Das letzte Bild (4) stammt aus der unteren Schicht. Was könnten diese geraden, stumpf endenden "Stäbe" sein?

    Laut EDX Analyse sind hier Chlor, Kohlenstoff, Sauerstoff, Calcium, Silizium, Aluminium und Natrium enthalten.

    Ich habe auch die Spektren der EDX Analysen, kann sie jedoch nicht mehr hoch laden, da bei zehn Bildern Schluss ist.

    Schon einmal vielen Dank!
    Gruß Anika und Martin
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  2. Asbest in PVC Bodenbelag? REM Aufnahmen und EDX.

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  3. #2
    Avatar von UpsSry
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    Chrysotil, Grunerit, Riebeckit, Tremolit, Aktinolith, Anthophyllit

    sollen meiner Recherchen nach die Minerale sein aus denen Asbest gewonnen werden kann.
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  4. #3
    Avatar von UpsSry
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    Vielleicht hilt dir dies auch weiter:

    Wichtigster, das heißt der am häufigsten vorkommende und verarbeitete Asbest aus der Gruppe der Serpentine ist das Magnesiumsilikat Chrysotil, das auch unter dem Namen Weißasbest bekannt ist.

    Aus der Gruppe der Amphibole sind die wichtigsten Vertreter das Natriumsilikat Krokydolith, auch Blauasbest genannt, und das Magnesiumeisensilikat Amosit (Braunasbest). Von den in Deutschland technisch genutzten Asbesten entfallen 94 % auf den Weißasbest (Chrysotil) und ca. 4 % auf den Blauasbest Krokydolith. Der Rest verteilt sich auf Amosit und Anthophyllit, ebenfalls Asbestminerale der Amphibolgruppe.

    Die Fasern von Chrysotilasbest sind elastisch, lang und lassen sich gut verspinnen. Amphibolasbestfasern sind dagegen spröde, brüchig und schwer verspinnbar.

    Die größten Asbestvorkommen befinden sich in Russland (Chrysotil, Anthophyllit), Kanada (Chrysotil), Südafrika (Chrysotil, Amosit, Krokydolith) und China (Chrysotil).

    Der Asbestanteil im Muttergestein von abbauwürdigen Lagerstätten liegt im Allgemeinen zwischen 4 % und 10 %. Die Aufbereitung des "Asbesterzes" erfolgt zunächst durch Aufspalten und Zermahlen. Anschließend werden die feinen Asbestfasern herausgefiltert (Windsichten).

    Aufgrund des allgemeinen Rohstoffmangels im Ersten Weltkrieg versuchte man auch in Sachsen und Thüringen Chrysotilasbest abzubauen und kommerziell zu nutzen. So förderten die Deutschen Asbestbergwerke in den Jahren 1916 bis 1930 in Thüringen insgesamt 1930 Tonnen Asbest. Die Aufbereitung des im Tagebau gewonnenen Asbestmaterials erfolgte in einem Asbestwerk bei Dresden. Da der Asbestanteil im Muttergestein sehr gering war, wurde der Asbestabbau kurze Zeit später eingestellt. Auch anfängliche Überlegungen Mitte des Zweiten Weltkrieges, die Gewinnung wieder aufzunehmen, wurden aus wirtschaftlichen Gründen fallen gelassen.

    zu finden auf bei der BG
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  5. #4
    kappradl
    Gast
    Die Tatsache, dass du da Fasern hast, die sehr viel kleiner sind als 1 µm, sollte reichen, um das Zeug nicht einzuatmen zu wollen. Vermutlich ist es Asbest, das wäre bei einem PVCBoden aus der Zeit nicht ungewöhnlich. Such dir am Besten einen Betrieb der das ausbaut und entsorgt.
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  6. #5
    Avatar von UpsSry
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    AW: Asbest in PVC Bodenbelag? REM Aufnahmen und EDX.

    Wenn man die bestandteile betrachtet und mit braunasbest (magnesiumeisensilikat) vergleicht, dann schaut oberes sehr wohl nach asbest aus.
    Unteres könnte in die gruppe der blauasbeste (natriumsilikat) eingeordnet werden.
    Aber das soll dir mal lieber ein labortechniker bestätigen...

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