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Kleiner Anbau vor jetzigen Hauseingang

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  1. #1

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    Kleiner Anbau vor jetzigen Hauseingang

    Guten Tag, bevor ich mein Vorhaben beschreibe, stelle ich mich als Forumsneuling mal kurz vor: ich bin 47 Jahre alt, seit 1990 Besitzer eines EFH. Statt des ursprünglich geplanten Neubaus mit klassischen 1,5-Geschossen ist es dann - nach dem Besuch mehrerer Neubaugebiete, die teilweise auch schon seit über einem Jahr bebaut wurden und uns doch abschreckten - ein Winkelbungalow aus dem Jahre 1970 geworden. Ursprünglich 106 qm im EG, dafür aber ein großes Grundstück mit 800 qm, was in einem Neubaugebiet deutlich kleiner ausgefallen wäre. Die vier Zimmer (davon drei kleine Räume mit ca. 12 qm plus Küche und Bad) im EG wurden dann mit zwei Kindern zu eng. Mittlerweile ist das gesamte Haus unterkellert (ein Teil ist nachträglich unterkellert worden), der Keller ist recht wohnlich ausgebaut und beherbergt mittlerweile ein kleines zweites Bad (wo vor der Umstellung auf Gas die Öltanks waren), mein Büro, eine Sauna und das Zimmer meines Sohnes. Mit Doppelfenstern und großen Lichtschächten kommt erstaunlich viel Tageslicht hinein. Der Keller ist für uns also weit mehr als ein klassischer Keller, sondern reichlich zusätzliche Wohn- und Nutzfläche.
    Die Kellertreppe geht direkt hinter der Haustür hinunter. Und jeden Winter nervt es mich wieder, dass sich dort natürlich einiges an Schmutz und Feuchtigkeit ansammelt.

    So ist die Idee entstanden einen zusätzlich Raum vor den jetzigen Hauseingang zu bauen. Ich mag das jetzt nicht Windfang nennen, denn Windfang klingt für mich nach dunkel, kalt und ungemütlich. Nennen wir es einfach mal Diele. Rein soll da fast alles, was in der jetzigen Diele ist: Kleiderschrank, Schuhschrank, Kommode, Kinderscooter, Schuhbank, Ablage...

    Ich beschreibe mal was ich mir vorstelle und habe sicher einige Fragen.

    1. Zusätzliche Fläche ca 12 qm. Es werden drei Wände benötigt. Die Diele soll tiefer liegen als das Haus. Der Anbau also entweder ebenerdig (oder mit einem kleinen Eingangspodest).
    Frage 1: tendenziell ebenerdiger Eingang, da ja der ein oder andere ältere Mensch auch mal in einem Rollstuhl landet? Oder Podest wegen Feuchtigkeit/ Schmutz?

    Ich möchte (natürlich ;-) ) preiswert, also einfach und gut, bauen. Eigenleistung ja, aber nur innen. Also außen schnell eine geschlossene Hülle und innen dann auch Eigenleistungen. Ich denke an ein Holzständerwerk. Die Dämmung, die Beplankung (Spanplatte plus Rigips) und die Bodenfliesen kann ich selber machen. Mehr soll es dann aber auch nicht sein. Vor das Holzständerwerk dann Klinker.
    Frage 2: Oder gibt es eine - auch preiswertere - Alternative zu Holzständerwerk und Klinker?

    Frage 3: Das ganze ist nur mit Architektem durchführbar, richtig? Alles andere wäre am falschen Ende gespart, oder?

    Was ich für mich im Vorfeld noch verstehen möchte, zumindest laienhaft:

    Frage 4: Das Haus ist ja wie beschrieben unterkellert, der Anbau soll es nicht sein. Die zu errichtende Bodenplatte wäre also ca. 50 cm tiefer als der jetzige Eingangsbereich.
    Die jetzige Aussentreppe soll also entfallen, dafür gäbe es dann eine Treppe (wir sprechen von zwei oder drei Stufen) von der neuen Diele in den jetzigen Eingansbereich.
    a) Ist das mit der Bodenplatte statisch problematisch, wegen der unterschiedlichen Höhe? b) Streifenfundament oder ganze Fläche?

    Frage 5: Was ist mit Übergang vom alten Hausteil zum neuen Hausteil? Wie löst der Architekt so etwas normalerweise? Oder stelle ich mir das zu problematisch vor? Wenn sich ein Hausteil "bewegt", kann dann der andere in Mitleidenschaft gezogen werden? Die Fassade besteht aus Klinkern.

    Frage 6: Zwei Fenster? Drei Fenster? Je mehr Fenster, desto weniger Stellfläche für Schränke. Dachfenster in ein Pultdach? Wieviel Mehrkosten wären so ein Dachfenster?

    Und jetzt natürlich noch das Allseits-beliebte-Ratespiel: Was darf es denn kosten?
    Nein, mir ist schon klar, dass das niemand genau beantworten kann.

    Mir reicht einfach eine grobe Einschätzung, damit ich abschätzen kann, ob das ganze Vorhaben überhaupt finanziell machbar ist!
    Also: Architekt (?), Bodenplatte, drei Wände, Pultdach. Die vorhandene Haustür soll ausgebaut und wieder genutzt werden. An deren Stelle natürlich eine neue Innentür, kleine Treppe als Übergang. Ein Heizkörper.
    In welcher Größenordnung liege ich da?

    Ich freue mich über jede konstruktive Antwort und sage schon einmal vielen Dank!
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  2. Kleiner Anbau vor jetzigen Hauseingang

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  3. #2

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    ganz einfach:
    architekt beauftragung, planung erstellen lassen, kostenschätzung aufstellen lassen, die honorarleistung bezahlen. deine fragen sind dann beantwortet und du weisst wo die reise hingeht.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Und was kostet mich diese Honorarleistung etwa?
    Falls ich dann entscheiden muss, dass ich das Vorhaben nicht realieren kann, habe ich ja immer noch diese Kosten.
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  5. #4

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    mit den Euros musst du halt leben...
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  6. #5
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    Mmh, ich hatte mir hier irgendwie etwas anderes vorgestellt als nur "frag den Architekten" und "musst du halt bezahlen".
    Ich meine, ich erwarte ja keine Bauplanung, aber so ein paar Ideen, Tipps und einfach mal eine Vorstellung von den Kosten wären schon schön.

    Ist wohl doch eher ein Architektenforum hier ;-)))
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  7. #6
    Avatar von Ebbi2000
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    Der Architekt kann dir ja schon beim 1. Termin pi mal Daumen abschätzen, wo die Reise hingeht. Dann gibst du deine Kostengrenze an, was du bezahlen kannst bzw. willst. Der Architekt wird das wohl eher abschätzen können.

    Das erste unverbindliche Gespräch bzw. grundsätzliche Machbarkeitsanalyse aus der Hüfte gibt es bei den meisten kostenlos.
    Genauere Planung kostet dann halt Geld.

    Gruß Jan
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  8. #7

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    @Mabuse: Manchmal wird dir geholfen. Manchmal kommen solche Antworten wie in #2
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Markul Beitrag anzeigen
    @Mabuse: Manchmal wird dir geholfen. Manchmal kommen solche Antworten wie in #2
    Die 3 Antworten vor dir haben allemal mehr Sinn und Inhalt als dein Unsinn!

    Edit @ TE: Wenn´s um die Kosten geht ist der Weg zum Architekten schon der Richtige. Eine grobe Planung braucht´s da schon. Mit Rätselpreisen aus dem Forum ist dir da nicht geholfen...
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  10. #9
    Themenstarter

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    So, der Architekt hat jetzt eine Kostenplanung gemacht.
    Er plant für einen Doppelcarport 15.000 €.
    Er plant für eine 2 x 3 m große Überdachung (!) 18.000 €.
    Mit Pflasterarbeiten, Honorar etc. kommt er auf 48.000 €.

    Ich habe die Summe mal zwei drei Freunden genannt, die einhellige Meinung war: Irrsinn, der will den Auftrag nicht haben, daher gibt er einen solche Planung ab...

    Ich selbst kann mir auch nicht vorstellen, warum ein Doppelcarport 15.000 € kosten soll.
    Aber die 3000 € pro qm für die Überdachung (so steht es in der Planung, also noch nicht mal ein geschlossener Anbau wie es aussieht) finde ich noch extremer. Selbst wenn man für die Überdachung, den Anbau in die Dachkonstruktion eingreifen muss.

    Was meint ihr: Sind die Summen realistisch? Ich habe als Laie mit DEUTLICH weniger gerechnet.
    Meine Güte: drei Wände, ein Dach, wie kann das 3000 €/ qm kosten?? Dafür kann ich ja ein Haus in allerbester Ausstattung bauen...

    Ergänzung: Mein Nachbar hat ein Angebot bekommen für eine 4 x 7 m überdachte Terasse mit Stahl- und Glaskonstruktion inklusive innenliegender Beschattung für 14.000 €! Da passen die 15.000 für einen Doppelcarport (ca. 6 x 5 m) irgendwie doch nicht.
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  11. #10
    MoRüBe
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    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    Die 3 Antworten vor dir haben allemal mehr Sinn und Inhalt als dein Unsinn!

    .
    Na, so wirklich aussagekräftig und zielführend ist die Antwort aber auch nicht.

    @TE: 15 k€ für nen Doppelcarport ist nicht unrealistisch, es sei denn, Du willst einfachste Ausführung ausm Baumarkt. Da aber hier niemand weiß, was Du haben willst, ist alles nur retzelraten. Und auch der Windfang, niemand weiß doch hier, was geplant ist, was an Anschlüssen erforderlich ist, Gründung, usw. usw.

    Aber es gibt ne ganz einfache Lösung: diese zwei/drei Leutchens, die das ja für soo teuer halten, sollns billiger machen. So einfach ist das.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    Na, so wirklich aussagekräftig und zielführend ist die Antwort aber auch nicht.
    Zitat Zitat von rechter Winkel Beitrag anzeigen
    ...
    Edit @ TE: Wenn´s um die Kosten geht ist der Weg zum Architekten schon der Richtige. Eine grobe Planung braucht´s da schon. Mit Rätselpreisen aus dem Forum ist dir da nicht geholfen...
    Die Antwort ist aber sowas von aussagekräftig...und dazu noch zielführend!
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  13. #12

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    nach der eingangsbeschreibung kann niemand eine kostenschätzung abgeben. wenn dem bankkaufmann Markul das nicht passt oder er klüger ist, dann darf er gerne die gewünschten zahlen liefern. genauso wenig kann jetzt niemand sagen, ob die kostenschätzung zu hoch ist. wenn ihm das zu teuer ist, muss er sich mit der aufsteller darüber unterhalten, da kann man auch mal die zahlen vom nachbarn geben. nachbessern kann der architekt seine zahlen, ohne dass man das gesicht verliert.

    wenn der TE das haus von 1970 teilweise nachträglich unterkellert hat, scheinen baukosten anscheinend keine rolex zu spielen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    @ rolf a i b:
    1. Wer ist denn der Bankkaufmann Markul??

    2. Wenn mir das Geld egal sein könnte, wäre mir die Summe sicher nicht zu hoch, oder?
    Bzgl. deiner Anspielung auf die nachträgliche Unterkellerung: viel Eigenarbeit, Kosten 17.000 € für 17 qm Fläche. Mit Heizung, Fenster, Kellerschacht...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    siehe #7.

    die nachträgliche unterkellerung hätte dir ohne eigenleistung auch ein vermögen gekostet und 1.000 €/qm bei ´viel´ eigenleistung ist immer noch verdammt hoch. hat das ein statiker begleitet?

    die kosten für den haustürvorbau von 2 x 3 m darfst du nicht über einen qm-preis herkömmlich rechnen. das verhältnis verschiebt sich ungemein, wenn zur kleinen grundfäche der hohe anteil an aussenwänden mit fenster, tür und dach dazu kommt. du hast dann eben geringe grundfläche mit viel leistung drum herum, sprich 6 qm grundfläche und 20 - 24 qm außenwandfläche. das ist eben das 4-fache der grundfläche. bei deinem winkelbungalow wird das verhältnis grundfläche zu außenwandfläche etwa zwischen 1 : 1 bis 1 : 1,4 betragen. außenwände gehören eben nicht zu den preiswertesten bauelementen.
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  17. #15

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    @TE:
    Abhängig von der gewünschten Nutzung könnte es vielleicht Sinn ergeben, den Anbau unbeheizt auszuführen.
    Ob das ein gangbarer Weg ist kannst aber nur Du entscheiden.

    Mit dem Anbau errichtest Du viel Hüllfläche über die Du auch immer relativ viel Heizenergie verlieren wirst.
    Als nicht wärmegedämmte Konstruktion ist der Anbau mit Sicherheit kostengünstiger, bietet aber nur einen Wetterschutz.

    Gruß, Till.
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