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Solar oder nicht?

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  1. #1

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    Solar oder nicht?

    Hallo Leute,

    wir sind gerade dabei eine Sanierung eines Einfamilienhauses zu planen.

    Das Haus hat eine Wohnfläche von 160 m2.

    Bewohnt wird erstmal mit 3 Personen, das 2. Kind soll folgen.

    Im Moment habe wir keinen großen Warmwasser verbrauch, aber wer weiß wie es sich mit 2 heranwachsenden Kindern verhält.

    Die Heizungsfirma hat uns zu einer Solaranlage geraten.

    Es sollen 2 Kollektoren des Herstellers Viessmann Typ Vitosol 200F SV2A verbaut werden.

    Die Heizung ist ein Öl-Brennwertkessel von Viessmann Vitoladens 300-C.

    Im Ganzen Haus wird es Fußbodenheizung geben.

    Die Dachfläche zeigt genau Richtung West.

    Und genau das ist der Punkt der mich nachdenklich macht.

    Jetzt interessiert mich eure Meinung.

    Würdet ihr es so ausführen wie ich es beschrieben habe?

    Gruß

    Dimi
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  2. Solar oder nicht?

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  3. #2
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    SORRY

    Ich habe mich verschrieben, die Dachfläche um die es geht zeigt nach Osten.
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  4. #3

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    Welche Dachneigung hast du? Soll die Solarthermie für WW-Bereitung oder zur Heizungsunterstützung genutzt werden?

    Ein Ost-Dach bzw. West-Dach kann bei Solarthermie manchmal mehr Sinn machen als eine Südausrichtung. Insbesondere wenn du WW damit bereitest. Dazu muss man wissen wann man meist WW benötigt - nämlich (meist) Morgens und Abends. Bei einem Ost-Dach können Erträge vom Morgen in der Übergangszeit also bereits für die morgendliche Dusche genutzt werden (hängt aber wieder davon ab wie der eigene Tagesablauf aussieht - Morgens um 6 ist natürlich auch noch kein Ertrag da).


    In der Regel sagt man das sich ST nicht armortisiert - also unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist es meist ein Minusgeschäft. Wenn man also nur nach dem Geld schaut, dann lieber lassen. In der Ökobilanz wird ST schon sinnvoll sein.
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  5. #4

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    2 Kollektoren, zusammen also etwa 5m2 Bruttofläche (ca. 4,6m2 Aperturfläche), davon darfst Du nicht zuviel erwarten. Je nach Konzept kannst Du damit grob 900-1.500kWh an verwertbarer Energie ernten. Als Heizungsunterstützung lohnt das nicht. Trotz aktuell hoher Heizölpreise entspricht Dein Ertrag einem Gegenwert von vielleicht 80-130,- € pro Jahr. Unterstellt man, dass die WW-Erzeugung mit einem Öler im Sommer nicht gerade effizient ist, dann ist der Gegenwert vielleicht noch ein bischen höher.

    Jetzt stellt sich die spannende Frage, "mit welchen Mehrkosten ist für die Investition zu rechnen?"

    Soll ein Solarkonzept umgesetzt werden, dann würde ich mir ein paar Gedanken darüber machen, wie man den größten Nutzen aus der Solarthermie ziehen kann. 2 Kollektoren auf dem Dach sind kein Konzept. Wenn man dann noch damit leben kann, dass sich die Anlage nicht zwingend in ein paar Jahren amortisieren muss, dann würde ich die Investition wagen. Hat Wirtschaftlichkeit oberste Priorität, dann sollte man schauen ob man das Geld nicht anderweitig besser investieren kann.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Wir haben ein OST/West dach, gesammt ca 12qm solarfläche, 3fam. haus
    wir hatten uns damals so gedacht die solar fläche auf zu teilen, das wir morgends und nachmittags/abends immer wärme in den speicher bekommen.
    Funktioniert soweit prima, so das wir mit dem derzeitigen 1500l speicher grob 3 tage auskommen würden. Wir legten noch zusätliche ww leitungen im keller für die 3 WM's, in den küchen sind die geschirrspüler im somer bereits angeschlossen. Meine Mieter freuen sich über den geringeren stromverbrauch, evt bauen wir noch ein wenig aus auf 2500l. Nach 4 tagen mistwetter läuft die therme leider immernoch an.
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  7. #6
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    Die Solaranlage dient nur für die Warmwasserunterstützung. Für uns ist nur der wirtschaftliche Aspekt wichtig. Ich meine es sind Mehrkosten um die 5000€. Kollektoren + Zubehör + Arbeitslohn
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  8. #7

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    Ich würde das Geld eher nehmen um von Öl auf Pellets oder vielleicht eine Wärmepumpe mit Grabenkollektor zu wechseln, wenn der Platz dafür da ist. Als Dachdecker kannst Du Dir ja später auch ne Photovoltaik aufs Dach montieren.
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  9. #8

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    Ralf hat ja schon was zur Ersparnis geschrieben - wenn du 200 EUR p.a. sparst brauchst du schon sehr lange bis die 5000 EUR wieder drin sind.

    Eher die Dämmung verbessern oder auf eine bessere Heizart umrüsten - alternativ das Geld beiseite legen und in 5 Jahren umrüsten. Das würde ich tun. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird es sich kaum rechnen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Dimi Beitrag anzeigen
    Die Solaranlage dient nur für die Warmwasserunterstützung. Für uns ist nur der wirtschaftliche Aspekt wichtig. Ich meine es sind Mehrkosten um die 5000€. Kollektoren + Zubehör + Arbeitslohn
    Das rechnet sich nie. Oben hatte ich ja schon die Richtung genannt, das kannst Du mit Deinen Zahlen mal hochrechnen. Es würde mich wundern, wenn sich die Anlage in absehbarer Zeit amortisieren könnte.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Ich habe gerade nachgeschaut, es sind sogar 7000€ Mehrkosten. Von dem Projekt haben wir uns verabschiedet. Wir kriegen eine Zwischensparrendämmung von insgesamt 24cm, Fenster mit 3Fach Verglasung, WDVS von 12cm und die Hohlwand lassen wir ausblasen. Ich denke vom Kessel her kann man nichts besseres kriegen. Von Palletheizungen hat man mir abgeraten. Und eine Wärmepumpe möchte ich auch nicht haben. Wie könnte ich das Geld das ich für die Solaranlage einspare sonst noch sinnvoll energetisch einsetzen?
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  12. #11

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    Von Palletheizungen hat man mir abgeraten.
    Wer?

    Wie könnte ich das Geld das ich für die Solaranlage einspare sonst noch sinnvoll energetisch einsetzen?
    Statt 12cm WDVS dann 14cm? Bessere WLG beim Dämmaterial? Beim Dach noch eine Auf/Untersparrendämmung? Oder Sparren aufdoppeln und dickere Zwischensparrendämmung?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Dimi Beitrag anzeigen
    Von Palletheizungen hat man mir abgeraten. Und eine Wärmepumpe möchte ich auch nicht haben.
    Pellets werden aktuell relativ günstig angeboten, und in der Vergangenheit waren die Schwankungen auch eher moderat. Ersparnis ca. 1,5-2Ct./kWh thermisch. So lange man Dir nicht gerade einen vergoldeten Kessel völlig überteuert angeboten hat, würde ich diese Alternative zumindest mal durchrechnen.

    Ansonsten könnte man die Fassadendämmung verbessern, sofern der Aufbau das noch zulässt. 12cm in welcher WLG? Vielleicht steckt da noch Potenzial.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    nunja, wo wir die ersten pellets kauften zahlte ich rund 200€ per tonne, derzeit sind es 279€
    nicht ganz so moderat die steigerung in 3 jahren
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Joogie Beitrag anzeigen
    nunja, wo wir die ersten pellets kauften zahlte ich rund 200€ per tonne, derzeit sind es 279€
    nicht ganz so moderat die steigerung in 3 jahren
    Und bald sind es wieder 230,- €, wer weiß das schon. Auch die Pelletpreise unterliegen Schwankungen, das ist doch klar. Je höher die Preise für Erdgas, Heizöl und Strom, um so höher werden auch die Pelletpreise steigen. Niemand hat etwas zu verschenken, die Pelletwerke erst Recht nicht. Vor ein paar Jahren gab es einen ruinösen Wettbewerb bei Pellets, da sind Einige auf der Strecke geblieben. Jetzt ist Gas und Öl wieder so teuer, mit trüben Aussichten, dass auch der Bedarf an Pellets wieder ansteigen wird. Das führt zwangsweise zu höheren Preisen.

    Es ist noch gar nicht so lange her, da hättest Du Geld bekommen wenn Du den Wald aufgeräumt hättest. Heute zahlen die Leute viel Geld und ziehen jeden Dreck aus dem Wald. Kaminholz ofenfertig ist so teuer geworden, da könntest Du auch Diesel in einem Heizölkessel verbrennen und hättest noch Geld gespart.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Je höher die Preise für Erdgas, Heizöl und Strom, um so höher werden auch die Pelletpreise steigen. Niemand hat etwas zu verschenken, die Pelletwerke erst Recht nicht.
    Wenn dies stimmt, dann ist es eh egal was man heute kauft, weil sich die Energieträger etwa gleich entwickeln werden. Auch diese These wurde ja schon geäußert und sie klingt plausible...
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