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  1. #1
    generation
    Gast

    Frage zur Honorarberechnung

    Wir wollen ein 40 Jahr alltes EFH komplett renovieren, sanieren und umbauen.

    Dazu haben wir uns einen Architekten dazugeholt, desen Leistungen bis Phase 8 Überwachung wir in Anspruch nehmen wollen.

    Wir haben nun den Vertrag zum Unterschreiben:

    Die Daten dazu:

    Honorarzone 3

    Satz : Mindestsatz 3, Zuschlag 30%

    Stundensatz 85€

    Nebenkosten pauschal 7% des Nettohonoras

    Meine Fragen:

    Wann wird denn der Stundensatz in Anspruch genommen?
    Könnte der Zuschlag nicht auch bei 20% liegen.
    Sind die angegebenen Zahlen in unserem Vertrag standart.

    Bei einer Umbausumme von 400 000€ macht das für den Architekten rund 60 000€ aus. Das ist schon viel!
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  2. Frage zur Honorarberechnung

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  3. #2

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    Etwas wirr, das Angebot des Kollegen.

    Grundsätzlich sind Umbaumaßnahmen immer zeitaufwendiger. Daher halte ich einen Zuschlag auch durchaus für gerechtertigt. 30% erscheint wiederum etws viel, andererseits bietet der Kollege den Mindestsatz der HZ III an, was wiederum wenig ist.

    Was der Stundensatz soll, weiß ich nun auch nicht. Evtl. für zusätzliche Leistungen, die im Leistungsumfang der LP 8 nicht abgedeckt werden (z.B. Bestandspläne erstellen, irgendwas anders wahnsinnig zeitausfwendiges...was weiß ich).

    NK 7%...naja...ich würde es im Gesamten betrachten...ich neheme idR 5%...habe auch on Kollegen gehört, die ihr Honorar mit einer 10-%-igen Regelung aufgeschickt hatten.....

    60.000 EUR ist sicher das Gesamthonorar, oder (LP 1- 8). LP 8 wären dann ca. 20.000
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  4. #3

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    leistungen auf nachweis müssen angemeldet und zusätzlich schriftlich vereinbart werden. vorher darf er nichts machen. anfallen können sie, wenn er die vorfertigung von bauelementen in einem werk in niederbayern überwachen muss. so etwas erfolgt auf nachweis. reisezeit, überwachung, bericht schreiben - nur als beispiel. der zuschlag kann auch bei 20% (mindestsatz) liegen, er soll jedoch nach dem schwierigkeitsgrad der umbauarbeiten bemessen sein.
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  5. #4

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    7% Nebenkosten - was ist da alles drin???
    Nur Telefon/Fax/Porto? Dann ist das viel
    Oder auch Kopien? Wofür?

    III min + 30 % klingt erstmal vernünftig. Sicher gehen auch 20 %. Aber dann gibts auch entsprechend weniger Leistung . Die HOAI ist zwar Preisrecht, aber so grob weiß man+frau schon, was man so kostendeckend braucht. Weniger % = weniger gedeckte Kosten = weniger Leistung = Kosten passen wieder.
    So what?

    Bei 400k€ Baukosten brutto komme ich auf ein Nettohonorar (incl der 30 %) für LP 8 von knapp 16k€

    Nicht viel für viel Verantwortung. Wer 400k€ in ein gebrauchtes Haus "versenkt" hat hohe Ansprüche. Ergo viel Aufwand und viel Risiko!
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  6. #5

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    16t€ ist a wengerl sehr knapp. ich komme auf 51.443 € netto, die cents lasse ich mal wech.
    jau - 16t€ für phase 8 passt doch!
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von generation Beitrag anzeigen
    .. Umbausumme von 400 000€ .. Das ist schon viel!
    stimmt
    "normaler" efh-umbau ist das jedenfalls nicht.
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  8. #7

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    Mich würde ja mal brennend interessieren wer LP 5, 6 + 7 gemacht hat....(ggf. auch auch 1 - 4 wenn entworfen und genehmigt worden ist).

    Wenn da ein Kollege nämlich "nur" LP8 machen darf ohne daß es eine vernünftige Planung gibt, deren Umsetzung er dann überwachen und koordnieren usw. soll, dann wären 30% Zuschlag noch deutlich zu wenig
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  9. #8

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    nein, der lehrer schreibt doch - desen leistung wir bis phase 8 in anspruch nehmen, das ist schon das volle paket - ohne 9.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Etwas wirr, das Angebot des Kollegen.
    hmm, kennst du das Projekt und das Angebot? Ich kenn nur Auszüge und da seh ich erst mal absolut nichts wirres.

    • Honorarzone III: dürfte passen
    • Mindestsatz: warum nicht? günstiger geht nicht.
    • (Umbau)zuschlag 30 %: 20 % sind Minimum bei Vereinbarung von Mindestsatz. 20 % bis 80 % können vereinbart werden, je nach umbaubedingten Erschwernissen, für eine Bewertung fehlt uns jedes Wissen, und ja, ich hab auch Verträge mit 60 % Umbauzuschlag, und da verdiene ich mir keine goldene Nase mit.
    • Stundensatz 85 €: eher obere Grenze
    • Nebenkosten 7 %: auch durchaus üblich, bei uns üblich zwischen 1,5 % (nicht auskömmlich) und 7 %, dann aber incl. aller Vervielfältigungen, auch von 20 Exemplaren Ausschreibungsunterlagen. Wie weit ist die Baustelle entfernt?



    bzgl. Leistungsbild: steht doch im Eingangspost: bis Phase 8

    also, mit o.g. Parametern ergibt sich
    • Vollhonorar 100 % = 41.940 € wenn Baukosten von 400.000 € die anrechenbaren Netto-Baukosten sind.
    • Honorar für Ph. 1-8, 97 %: 40.681,80 €
    • Umbauzuschlag für 1-8, 30 %: 12.204,54 €
    • Nettohonorar gesamt: 52.886 €
    • Nebenkosten 7 %: 3.702,04 €
    • Nettoentgeld gesamt: 56.588,38 €
    • Umsatzsteuer
    • Brutto-Entgeld, gesamt: 67.340,18 €


    sind die 400.000 € Brutto-Baukosten, kommt man fast genau auf die vom TE genannten 60.000 €

    Und keiner kann beurteilen, ob der TE sich selbst was gutes tut, wenn er den Umbauzuschlag auf 20 % drückt.
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  11. #10
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    noch eine Ergänzung:
    • wenn Besondere Leistungen zur Erzielung des Erfolges zwingend erforderlich oder vom AG gewünscht werden dann war es mehr als sinnvoll, wenn der Stundensatz schon bei Abschluss des Vertrages festgezurrt wurde.
    • Fallen sie nicht an dann rechnet man halt 0 Stunden a 85 Euro ab. Absolut Standard.
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  12. #11

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    bis phase 8
    Norbert + Manfred: Ihr habt natürlich völlig Recht. Hatte ich überlesen.....
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Endlich mal eine sachliche Diskussion unter Bauexperten!
    Bitte mehr davon.

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  15. #13
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    jetzt hoffen wir nur, dass es dem TE geholfen hat.
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