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Kollektoren auf kleinem Grundstück möglich?

Diskutiere Kollektoren auf kleinem Grundstück möglich? im Forum Regenerative Energien auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Unglücklich Kollektoren auf kleinem Grundstück möglich?

    Hallo,

    obwohl wir uns eigentlich schon für Gas entschieden haben, hoffen wir doch noch auf eine Erdwärmepumpe.
    Wir haben aber 2 Probleme, die die Erdwärmepumpe eigtl ausschließen.

    1. Kriegen wir keine Bohrgenehmigung für eine Tiefenbohrung (Wasserschutzgebiet)
    2. Haben wir leider nicht genug Gartenfläche für die klassichen horizontal verlegten Kollektoren.

    Jetzt habe ich aber von dem Direktverdampfungssytem und von Grabenkollektoren, Korbkollektoren, Kompaktabsorbern usw. gelesen. Wäre das eine Alternative?

    Außerdem bin ich auf der Suche nach kompetenten Heizungsfirmen aus dem nördlichen Bereich, die schon viel Erfahrung mit den oben genannten Systemen haben. Bei google kann man sich totsuchen. Deswegen bin ich froh über jeden einzelnen Tip hier aus dem Forum.

    Hier natürlich noch ein paar Daten zum Bauvorhaben:
    - Massivhaus 2 geschossig im Toskana Stil
    - 195 qm Wohnfläche
    - zur Verfügung stehende Gartenfläche für Kollektoren oder ähnliches ->leider nur ca. 237qm
    - in Zukunft 4 Personen
    - FBH komplett
    - KfW 70 Standard geplant
    - KWL mit Wärmerückgewinnung geplant

    Die Heizlast wurde leider noch nicht berechnet, da unser Berater von der Heizungsfirma z.Zt. im Urlaub ist.
    Besteht die Möglichkeit einer Erdwärmepumpe oder können wir das ganze vergessen und uns lieber ein super Gaskonzept ausarbeiten lassen?

    Vielen Dank schonmal im Voraus
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  2. Kollektoren auf kleinem Grundstück möglich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wieso nur der Garten? Vielleicht kann man ja mit einem Graben auch noch andere Stellen erschließen. Vielleicht neben dem Haus oder vor dem Haus oder was weiß ich. Deswegen sollte man sich das Grundstück und dessen Bebauung mal genauer anschauen.

    Es gibt auch noch die Möglichkeit eine DV-WP einzusetzen, evtl. mit Bohrungen die vielleicht auch im Wasserschutzgebiet genehmigt werden. Kältemittel ist was ganz Anderes als Sole. Dann kommt es auch noch darauf an, um was für ein Wasserschutzgebiet es sich handelt.

    Entscheidend ist natürlich die Heizlast. Damit steht und fällt das Konzept. Dann kommen die Bodenverhältnisse in´s Spiel, sprich ob sandiger Boden oder lehmig usw.

    Gerade bei knappen Verhältnissen muss man sehr genau planen und rechnen, und sollte nichts dem Zufall überlassen.

    Für einen ersten Überblick schau Dir Deinen Grundstücksplan an und überlege mal, ob und wie man dort einen Graben mit min. 1m Breite und sagen wir mal 60m Länge unterbringen kann. Dabei dürfen Gräben auch parallel verlaufen, jedoch mit einem gewissen Mindestabstand (2-3m zum Beispiel).

    Für Kollektoren gibt es viele Beispiele und Faustformeln usw. aber letztendlich muss man jeden Fall für sich betrachten und dann den Taschenrechner rauskramen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Warum unbedingt WP, wenn Gas möglich ist?
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  5. #4

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    Ich denke er ist noch in der Findungsphase.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Ja, das bin ich tatsächlich.
    Das ärgerlichste ist, dass man nur spekulieren kann, wie stark die Gas- und die Strompreise in Zukunft steigen werden.
    Wäre es nicht am besten, wenn man sich erstmal eine Gasheizung einbaut, jedoch mit der Option später mal auf Wärmepumpe umzusteigen?

    Andere Frage ... lohnt sich eine Solarthermie Anlage zur Warmwasseraufbereitung?
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  7. #6

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    Grundstücksplan hier rein stellen, wir haben alle keine Glaskugel... Heizlast? Irgendwie das Pferd von hinten aufzäumen ist immer doof.
    Solarthermie KANN sich lohnen, tut es meistens nicht, aber da man bei Gas dazu beinahe genötigt wird hat man die Kosten sowieso.
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  8. #7
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    Andere Frage ... lohnt sich eine Solarthermie Anlage zur Warmwasseraufbereitung?
    Sie lohnt sich immer ... die Frage ist nur für wen, wie lange es dauert und ob die Anlage und der Betreiber so lange durchhalten .

    Weniger ketzrisch .... das lohnen ist stark verbrauchsabhängig. Zudem muss solares Angebot und Nutzung in Einklang stehen ...

    Ein 1 Personenhaushalt kriegt mit der selben Solaranlage eine sehr hohe Deckungsrate und eine schlechte Wrtschaftlichkeit im Vergleich zu einem 6 oder 8-Personenhaushalt da ist es meisten grade anders rum ....

    Bei WP Anlagen bei denen die Entzugsseite *auf Kante* genäht werden soll kriege ich das große Kotzen ... denn regelmäßig wachsen dann die Eisschollen im Garten, die Jaz ist mies, die Stromkosten hoch und das Gejammer groß.

    Die ganzen Edel-Schicki-Micki-Muss-Man-Haben-Anlagen funktionieren dann gut und sparsam wenn man die Anlage optimal gestalten kann. Sobald man faule Kompromisse gehen muss weil .... (und da oben steht schon ... eigentlich kannste es ja in der Pfeife rauchen ... ich wills blos noch nicht wahr haben) ....

    Jungs ... tut euch nen Gefallen ... lasst die Finger davon wech ... Schönreden, Problemchen nicht wahr haben wollen, Whishful Thinking .... der ganze Rotz verfolgt euch die nächsten 25 bis 30 Jahre ....

    Schon heute muss sich ne WP Anlage kräftig anstrengen und ne gute JAZ bringen um gegen eine Pfui-Deibel-Bitterböse Gasbrennwertanlage einen Kostenvorteil zu erzielen ... denn die letzte Strompreiserhöhung und die Dummbatzabgaben die da draufgetütet wurden tun richtig weh was die Wirtschaftlichkeit angeht ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #8

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    Zitat Zitat von DaRockwilda Beitrag anzeigen
    Das ärgerlichste ist, dass man nur spekulieren kann, wie stark die Gas- und die Strompreise in Zukunft steigen werden.
    Was man mit gewisser Sicherheit sagen kann:
    Mittelfristig wird in D der Gaspreis nicht stärker steigen als der Strompreis.

    Folge: Bei momentan etwa gleichen Verbrauchskosten wäre die Gasanlage (soweit etwas billiger in der Anschaffung) wirtschaftlich im Vorteil.

    Wäre es nicht am besten, wenn man sich erstmal eine Gasheizung einbaut, jedoch mit der Option später mal auf Wärmepumpe umzusteigen?
    Das ist ME eine sehr gute Lösung!
    Bedeutet vor allem, ausschließlich FBH, ausgelegt auf geringe Vorlauftemperatur.

    Andere Frage ... lohnt sich eine Solarthermie Anlage zur Warmwasseraufbereitung?
    Wirtschaftlich sehr selten. Daher bei Gas zusehen, ob man einen Verzicht mit verstärkter Dämmung kompensieren kann.
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  10. #9
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    Wahrscheinlich hat Achim Recht.
    Andererseits könnte ich so geteilte Gräben, wie R.B. erwähnt hat,bei mir unterbringen. In 1,5m bis 3m Tiefe befindet sich im Boden Sand, teilweise lehmiger Sand. Außerdem ist der Grundwasserspiegel mit 0.6m angegeben. Das ist doch ziemlich hoch oder? Ist das nicht auch ein gutes Kriterium für Kollektoren?

    Achja Heizlast wird nachgereicht wenn ich sie habe, ich bitte um Entschuldigung ...
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  11. #10

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    Zitat Zitat von DaRockwilda;
    Das ärgerlichste ist, dass man nur spekulieren kann, wie stark die Gas- und die Strompreise in Zukunft steigen werden.
    Wäre es nicht am besten, wenn man sich erstmal eine Gasheizung einbaut, jedoch mit der Option später mal auf Wärmepumpe umzusteigen?
    Wäre eine Möglichkeit, aber in der Findungsphase ist diese Diskussion müßig. Zuerst müssten die Fakten geklärt werden, sonst kann man ewig darüber diskutieren, was, wann, wo, wie besser sein könnte.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Nur - solange die Findungsphase noch nicht mal bis zu einer Heizlastberechnung durchgedrungen ist, bleibt sie notgedrungen ne reine Spekulationsphase. Mehr als "könnte" geht da noch nicht...
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  13. #12

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    Heizlastberechnung sollte da sein,ich habe ein ähnliches Projekt folgendermaßen gebaut:
    210m² beheizbare Wohnfläche ,Grundstück war im Grundwasserschutzgebeit und auch zu klein.
    Direktverdampfer-WP mit 2 Stcktechnik.Die ersten Kollektoren werden auf ca. 180cm verlegt und die restlichen Kollektoren auf ca.90cm.
    Bei meinem Projekt handelte es sich um eine 9kW DV-WP die bis heute zur Zufriedenheit der Kundschaft läuft.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Wasserrenner Beitrag anzeigen
    Bei meinem Projekt handelte es sich um eine 9kW DV-WP die bis heute zur Zufriedenheit der Kundschaft läuft.
    Haben die wenigstens einen WMZ um die Funktion der WP überprüfen zu können? oder wurde der auch einfach mal so wegrationalisiert?

    Es geht nicht nur um die Fläche des Kollektors (Rohre) sondern auch um die Menge an Erdreich die erschlossen wird. Bei Verlegung in 2 Etagen kann es schnell passieren, dass die untere Lage nicht ausreichend regeneriert, wiel das Regenwasser erst einmal die obere (gefrorene) Schicht durchdringen muss.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Eim Wärmemengenzähler wurde natürlich eingebaut da zwingend vorgeschrieben wegen der Förderung.
    Alles kein Problem.Die Anlage funzt bis heute ohne Probleme.
    Naja,wir sind eben Bedenkenträger das es einen umhaut oder aber auch Tüftler und Bastler die den Bedenkenträgern eben einen vor den Latz knallen.
    Mein Anlage funzt und die Kunden haben für ein Jahr ca.650€ an Stromkosten für ihre Wärmepumpenanlage zahlen müssen.
    Da ich mit dem Kunden immer noch in Verbindung stehe pendelt sich der Energieverbrauch mittlerweile bei 650-800€ ein.Preissteigerung,Nutzerverhalten.
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  17. #15
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    Das ärgerlichste ist, dass man nur spekulieren kann, wie stark die Gas- und die Strompreise in Zukunft steigen werden.
    Es gibt zwei Möglichkleiten dem zu begegnen.

    Entweder man trifft eine Entscheidung zugunsten eines Energieträgers und geht den Weg einer hochspezialisierten (und hoffentlich hocheffizienten) Technik .... und löffelt die Suppe der heutigen Entscheidung bis zum Ende der Anlagenlebenszeit .... (oder man nimmt irgendwann sehr viel Kohle in die Hand um die Entscheidung zu revidieren .....)

    Oder man geht den Weg einer hochvariablen Anlage die vielleicht nicht ganz so effizient ist aber dafür mit fast allen Energieträgern betrieben werden kann. In dem Fall kann eine heutige Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt für kleineres Geld den Entwicklungen angepasst werden.

    Im Moment - angesichts der aktuellen Strompreiseintwicklung - müssen sich WP-Anlagen schon gewaltig strecken und eine hohe JAZ auf die Reihe kriegen um einen Verbrauchskostenvorteil zu bieten.
    DV-Anlagen stehen da ganz oben .... aber die Anlagentechnik lässt sich zu einem späteren nur begrenzt anders nutzen.

    Das kann in 3 Monaten schon wieder ganz anders aussehen wenn die Gas-Versorger einige Preis-Backsteine auflegen ....

    Dem steht gegenüber dass der absolute Verbrauch eines Neubaus auf nem Niveau liegt das kräftige Mehrinvestitionen sehr schnell das Prädikat *unwirtschaftlich* aufdrückt.
    10 kEuro Mehrinvestition bedürften schon einer kräftigen Verbrauchskostendifferenz und einer längeren Standzeit bis da *Wiedersehen* drauf steht. (oder auf neudeutsch ... return of invest ... kann auch im nächsten oder übernächsten Leben liegen)
    Standzeit und Reparaturrisiko sollten auch *realistisch* betrachtet werden ...

    Nur mal ein Beispiel ... selbst bei den vermeindlich ganz bösen Ölkesseln tut sich was ... MODULIEREND (!), Leistungsband 5 - 15 kW, selbstkalibrierend, LAN-fährig .... obs was taugt ... wird sich zeigen (müssen).

    Ergo ... egal wie mans dreht und wendet ... es gibt viele Möglichkeiten und sie liegen oftmals bei Licht betrachtet sehr eng beisammen ...

    Eigentlich viel zu eng für faule Kompromisse .... und wenn *modern* damit einhergeht bleibe ich lieber altmodisch, denn mich haben die faulen Kompromisse schon immer irgendwann eingeholt.
    Wenn nicht heute, dann morgen ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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