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  1. #1

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    OSB-Platten bei 1m Balkenabstand und Höhenunterschied

    Hallo,

    ich bin dabei das Haus meiner verstorbenen Oma zu renovieren, da ich da einziehen möchte. Im Schlafzimmer (OG) waren die Dielen quer zu den Balken hochgekommen, daher haben wir die Dielen komplett rausgenommen, weil wir da irgendeinen Schaden vermutet haben. Da sind jedoch "nur" die Steine von einer Wand aus dem EG (wieso auch immer), die schon vor Jahren entfernt wurde, in dem Zimmer ist lediglich der Rest der Wand oben an der Decke als Art Abgrenzung. Zwischen den Balken ist Lehm geschüttet.
    Im Schlafzimmer sind diese Steine nun ein wenig (wieviel habe ich noch nicht gemessen) höher als die Balken, weshalb die Wölbung der Dielen entstand. Nun wollte ich irgendwie dort OSB-Platten und darauf Laminat verlegen, jemand meinte, den Höhenunterschied kann man mit Teerpappe auf den Balken ausgleichen, aber ob das sinnvoll ist!?
    Bei Hornbach wurde gesagt, 22er OSB-Platten wären für 1m Balkenabstand sowieso immernoch zu schwach, wir hätten die Dielen lieber drin lassen sollen bzw. jetzt zwei Schichten OSB legen, was ja durch die Steine nicht richtig gehen würde.
    Wie würdet ihr das lösen?
    Meine Idee war nun, auf den Balken eine Konterlattung mit Abständen von 50cm oder so zu machen, das mit Lehm aufzufüllen, und darauf dann die 22er OSB-Platten zu legen. Wäre die Konstruktion so in Ordnung? Den Höhenunterschied hätte ich so auf alle Fälle weg, aber wäre das ganze so auch stabil genug? Nicht, dass sich die Platten durchbiegen, wenn man da später eventuell ein Wasserbett oder so aufstellen würde...
    Was für Latten müsste man dazu nehmen?

    Vielen Dank
    Björn
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  2. OSB-Platten bei 1m Balkenabstand und Höhenunterschied

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  3. #2
    Avatar von ars vivendi
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    Für ein Wasserbett sollte man generell erst einen Statiker zu Rate ziehen. Da kommt ziemlich viel Gewicht auf vergleichsweise wenig Fläche zusammen. Je nach Gewicht der Personen die noch darin liegen, ist da mal knapp 1 Tonne fix erreicht.
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Bei einem Meter Balkenabstand sollte man sowieso einen statischen Nachweis erbringen. Experimente mit 22 mm OSB bringen Dich hier nicht weiter. Die Platten sind für den Boden eh schon zu dünn. Gerade wenn geplant wird ein Wasserbett zu stellen, ist der gang zum Statiker unabdingbar.
    Gerade beim bauen haben Sätze wie:
    ....da hat mal irgendjemand gesagt...
    ...Ich habe mich im Baumarkt beraten lassen...
    ..ich hatte mir überlegt..
    total fehl am Platz.
    Bei einem Meter Balkenabstand muß jemand der sich damit auskennt sein OK geben.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ok, das mit dem Wasserbett ist jetzt nur ein Beispiel, und kommt, wenn überhaupt, erst in etlichen Jahren

    Der Lehm liegt übrigens auf losen Brettern, die von jeweils einer Kante am Balken getragen werden. Da der Lehm bündig mit den Balken abschließt, müsste der ja mit tragen, oder nicht? Da die Kraft auf die Platten dann über den Lehm, auf die Bretter bis zum Balken geleitet wird, wenn ich das richtig sehe. Tut das was zur Sache, das macht das doch stabiler!?

    Name:  Boden.jpg
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    Ich hatte eigentlich gehofft, dass es da so Richtwerte und Musterlösungen für jeden Balkenabstand und Konstruktion gibt, und nicht, dass man noch einen Statiker fragen muss. Aber wenn das nicht so ist, hab ich halt Pech Welche Berufsgruppe macht denn solche "statischen Berechnungen" und was würde das kosten?
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  6. #5
    Avatar von ars vivendi
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    Wenn der Lehm tragend wäre, würde er die Last an die Bretter darunter weitergeben welche dann wiederum nicht nur die Last des Lehmes zu tragen haben sondern dann noch das zusätzliche Gewicht was der ,als" tragender Lehm" deklarierte, tragen soll.Und trotz allem wäre die Last dann wieder an den wenigen weit auseinanderliegenden Balken. Und wenn du in ein paar Jahren an ein Wasserbett denkst willst du alles wieder erneuern? 1 Meter Balkenabstand ist schon nicht ohne. Da sollte ein entsprechend tragfähiger Aufbau gemacht werden.
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Der Einschub zwischen den Balken soll den Belag eigentlich nicht berühren. Er dient als zusätzliche Masse in der Decke und soll helfen die Schwingungen zu reduzieren. Die Platte oberhalb der Balken solltebei OSB 4 ab 27mm Stärke losgehen. Eher mehr. Die 27 mm werden schon biegen, wenn sie begangen wird.
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  8. #7

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    So, wie Du da den Boden geplant hast, würde ich nur in 1m-großen Storchenschritten (immer auf den Balken) durch den Raum gehen. Nimm wieder richtige Dielenbretter, 33mm dick und lege sie gänzlich über die Balken.

    Die statischen Berechnungen macht Dir ein Statiker. Hast Du schon prüfen lassen, wie der Zustand der Balken ist? Sind die überhaupt noch in Ordnung? Welches Baujahr hat denn das Haus?

    LG - Gisela
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  9. #8
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    Das mit dem Lehm hört sich so logisch an
    Mit 33er Dielen wäre das dann stabil? Das gibt dann aber wieder das Problem mit den herausragenden Steinen... Die alten Dielen waren übrigens nur 20mm, aber ob die sich bei Belastung gebogen haben, keine Ahnung... Muss ich mal im Flur gucken, da liegen die noch.

    Das Haus ist Baujahr 1954 und von einem Fachmann habe ich die Balken nicht überprüfen lassen, optisch sehen die jedoch alle über die komplette Länge einwandfrei aus und weisen keinerlei sichtbare Beschädigungen auf.
    Dass die Statik ein Statiker überprüft habe ich mir schon gedacht, aber keine Statiker im Telefonbuch gefunden, deshalb die dumme Frage
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Die herausragenden Steine kann man abpickeln oder abflexen, je nachdem, wie viel das ist. Und die Dielen würde ich über die Balken machen, von Wand zu Wand. Und ja, 33er Dielen sind stabil. Die Balken nicht nur anschaun, auch testen, z. B. vom Zimmerer mal mit 'nem Messer maltretieren lassen. Der kann Dir dann sagen, ob die wirklich i. O. sind. Einen Statiker würde ich aber in jedem Fall das alles anschauen und beurteilen lassen. Aber ein Wasserbett tät ich trotzdem nicht draufstellen wollen. Statiker haben in der Regel ein Ing.-Büro. Versuch es mal damit.

    LG - Gisela
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  12. #10

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    Mal zum Thema Statiker: http://www.dasoertliche.de/Themen/St...emerhaven.html

    Das mit den Steinen habe ich zwar noch nicht so richtig verstanden, aber wie Wachtelhof schon geschrieben hat - warum nicht die Steine runterflexen, statt die Balken aufzudoppeln?

    Ein Decke soll statisch wohl 200kg/qm tragen. Mit einem Wasserbett, dass auf ca. 4qm etwa 800kg stemmt bist du schon an dieser Grenze. Ohne bauliche Maßnahmen wirst du dich also nicht in dein Bett legen dürfen :-)

    Statiker unterscheiden aber in Traglast und Verkehrslast - die Traglast bekommst du vielleicht noch hin, die Verkehrslast kannst du aber vergessen und da trennt sich spätestens die Theorie von der Praxis. Der Statiker würde von sich aus vielleicht abnicken, darf es aus Gesetzeslage aber nicht.
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