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Wandanschluss Dampfbremse Badezimmer

Diskutiere Wandanschluss Dampfbremse Badezimmer im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wandanschluss Dampfbremse Badezimmer

    Hallo liebes Forum,

    mein erster Beitrag - und gleich eine Frage...
    wie ist bei einer Trockenbauwand/Decke der Wandanschluss der Dampfbremse in einem Badezimmer auszuführen?
    Die Dampfbremse ist an der OG-Decke durchgängig an der Balkenlage angebracht. Darüber 24 mm Knauf Klemmfilz, Rauspundausdielung und ein ungedämmtes Kaltdach.

    An den Außenwänden ist der Fall klar, aber an den Zwischenwänden, die erst im Anschluss aufgestellt werden?
    Die Lattung ist durchgängig, Trockenbauwände wurden erst im Nachgang aufgestellt.

    Meine Befürchtung ist die, dass sich die Luftfeuchte des Badezimmers ungehindert zwischen Rigipsdecke und Dampfbremse in die Nachbarräume ausbreitet und dort kondensiert, wo es am kältesten ist - und dort natürlich die Decke durchfeuchtet.

    Ich werde heute abend noch weitere Informationen beibringen, warum und wieso die Frage...

    Vielen Dank schon mal fürs Lesen.
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  2. Wandanschluss Dampfbremse Badezimmer

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  3. #2

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    Kondensatinspunkte können nur entstehen, wenn a) die Dampfbremse unterbrochen wäre, was sie nicht sein soll
    Die Dampfbremse ist an der OG-Decke durchgängig....
    oder b) die Dämmung Schwachpunkte = Wärmebrücken hätte.

    Wenn Dämmung und Dampfbremse i.O. sind, wo soll dann das Problem liegen???
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo, danke für die schnelle Antwort.

    Vorab folgende Info: wir sind schimmelgeschädigt, unser BL meinte, wir brauchen keine Bautrockner, Trockenlüften über Fenster reiche aus. Sogar die Spinnen fühlen sich ja schon wohl im Haus, da müsse es ja trocken sein. Wir können locker Fußleisten einbauen und auch eine nicht hinterlüftete Küche. Fazit: beides musste im Dezember wieder raus und neu... zum Glück zahlt das die Versicherung des BL. Daher sind wir (Familie mit Kleinkind und Säugling, alle mit Schimmelallergie) jetzt höchst sensibilisiert was Feuchtigkeit und Schimmel anbelangt.
    Der Dachboden ist ein nicht ausgedämmtes Kaltdach, das im Rohbau schon reichlich Bläue abbekam (Aussparung Bodentreppe wurde nicht abgedeckt). Dort hatten wir nach einer starken Frostperiode im Dezember ebenfalls Schimmelbefall auf gelagerten Gegenständen. Nach Aussage des BL sei die Unterspannbahn aber so diffusionsoffen, dass anstehende Luftfeuchte abziehen könnte, außerdem reiche die Querlüftung über den Unterschlag (ohne Lüftungsöffnungen usw.) völlig aus. Fenster oder Revisionsklappen zum Lüften bräuchten wir nicht. Die Zimmermänner meinten später nur "Hätten wir gewusst, dass nicht ausgedämmt werden soll, hätten wir die Unterspannbahn sofort im Giebel geschlitzt und bei der ersten Lage Abstandshalter eingebaut. Kannste dir bei BV xxx anschauen." Auch dort war unser BL der BL, das zeugt von Fachkompetenz.

    Kurze Beschreibung des jetzigen Sachverhalts: (Haus BJ 2011/12, Bezug 06/12)
    Die Decke in unserem OG wurde vor dem Aufstellen der Trockenbauwände vollständig mit einer Dampfbremse versehen, die zwischen der Balkenlage und den statisch erforderlichen Holzständerwänden durchgezogen wurde. Anschließend kam die Lattung (Dachlatten) drauf (quasi links- und rechtsseitig der Holzständerwände parallel zu diesen). Dann wurden die Wände und anschließend die Decken mit Rigips belegt. Die Wandanschlüsse vom Badezimmer zu den Nebenzimmern wurden nicht weiter abgedichtet, d. h. die Feuchte kann durch Spots in den Zwischenraum zwischen Rigipsplatte und Dampfbremse eindringen und sich theoretisch frei ausbreiten.

    Im Badezimmer, Flur und Schlafzimmer sind Deckenspots verbaut. Im Schlafzimmer hatten wir ein Leck in der Dampfbremse - ein Spot wurde direkt neben der Klebenaht verbaut, welche sich durch die Spannung des Abstandshalters wieder gelöst hatte. Das wurde mittlerweile gefunden und vom Elektriker wieder zugeklebt.
    Nun fiel uns im Nachhinein im Streiflicht - gefährlich, gefährlich... - auf, dass die mit Malervlies beklebten Decken in den beiden direkt am Badezimmer gelegenen Zimmern teils eigenartige Strukturen aufweisen, so als ob wir nochmal neu ein paar Streifen übergewalzt hätten. Und an einem Rigipsplatten-Stoß im Schlafzimmer sieht es aus, als ob es dort mal durchgetropft hätte (auf gesamter Breite von 1,25 m). Den Stoß kann ich dank Fotodoku gut lokalisieren. Der liegt auch genau im Zwischenraum der Balkenlage, d. h. von oben drückt der 24cm-Knauf-Klemmfilz auf die Dampfbremse, sodass diese möglicherweise durchhängt, dort könnte Feuchtigkeit kondensieren, abtropfen und die Rigipsdecke durchfeuchten. Das ist auch eine Stelle, die relativ weit vom Badezimmer entfernt ist - und weil man im Schlafzimmer ja eher spärlich heizt - auch dank Nordseite relativ kühl sein dürfte. Das Badezimmer ist wg. Säugling + nachts Wickeln immer wärmer als die restlichen Räume. Natürlich lüften wir täglich mehrmals quer und stellen einen Raumentfeuchter abwechselnd auf, trotzdem ist natürlich noch ein Stück weit Neubaufeuchte vorhanden, wir liegen jetzt generell bei ca. 45 - 55% Luftfeuchte 30 min nach dem Lüften.

    Der Tipp mit der Unterbrechung der Dampfbremse ist wohl der entscheidende. Aber um das zu prüfen, muss ich im Dachgeschoss auf 3 m Breite /11,60 Länge die Ausdielung aufnehmen und von oben reinschauen und ggf. den Folienstoß abkleben.
    Im Prinzip müsste ich jetzt die nächste Tauperiode abwarten und schauen, ob es an dieser Stelle wieder feucht wird, richtig?
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  5. #4

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    Einbauspot + nur Lattung + Kunststoffdampfdiff-behinderung = Risiko

    Lasst einen Blower-Door-Test machen, Leckortung mit Rauch (Feuerwehr informieren), dann wisst Ihr viel besser, was los ist.
    Und den Hohlraum der Spots mal von einem Fachmann beurteilen lassen, ob der Hitzeschutz der Folie ausreicht!
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  6. #5
    Themenstarter

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    Die Hochvolt-Einbauspots haben so einen Abstandshalter aus Kunststoff dahinter. Der Elektriker wollte winddichte Töpfchen verbauen, der BL meinte, dass wir die DB nicht durchstoßen und daher Abstandshalter ausreichen müssten. Um mehr Abstand für die Spots zu realisieren und die Spannung der DB zu verringern, wurden Dachlatten statt der normalen Lattung verbaut (40 mm statt 20 dick?). Das Thema Hitzeschutz wurde nicht angesprochen, ich gehe davon aus, dass der Elektriker eine fachgerechte Montage vorgenommen hat.

    Ein Blower-Door-Test wurde vor dem Einbau der Spots gemacht und hat keine Lecks ermittelt, Messwert = 0,9 (welche Einheit auch immer). Aber stimmt, den könnte man wiederholen. Muss ich mal Angebote einholen.

    Welcher Fachmann kann den Hitzeschutz der Folie beurteilen? Ein Bau-SV?
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