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Dachgaube richtiger Aufbau?

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  1. #1

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    Dachgaube richtiger Aufbau?

    Hallozusammen,
    nach Neuaufbau eines kompletten Dachstuhls (Mansardendach mit 70°) auf einem Altbau mit drei Gauben hatten wir in der kalten Jahreszeit ein Problem.
    Wir hatten Eis an der Außenhaut des Gebäudes und auf Anraten des Architekten haben wir die Dampfsperre innen wieder geöffnet und die Dämmwolle entfernt. Die Wolle war im Bereich der Gauben angefroren und die Innenseite der Gauben (OSB) total vereist.
    Von innen wurde auch im unteren Bereich der Frontseite der Gaube die OSB-Platte geöffnet. Auch hier war alles vereist.
    Der Aufbau der Gauben ist durch die Fachbetriebe Zimmerei, Klempner und Dachdecker wie folgt vorgenommen worden.
    Dämmung, Dampfbremse + Trockenbau haben wir selber vorgenommen.
    Die Gauben sind mit 180mm (Wände) bzw. 200mm (sparren) Konstruktionsvollholz gefertigt worden.

    Aufbau von aussen naach innen:
    Gaubenwände:
    -Dachschiefer direkt auf
    -22mm OSB-Platten
    -Dämmung 180mm 0,35er Steinwolle
    -Dampfbremse
    -Lattung mit Gipskartonplatte

    Gaubendach:
    -Prefa Aluminiumblech (mit Stehfalzung)
    -Kräuselgewebe
    -Unterspannbahn (Siga)
    -Sichtschalungsbretter Nut+Feder (ca.18mm)
    -Dämmung 180mm 0,35er Steinwolle
    -Dampfbremse
    -Lattung mit Gipskartonplatte

    Eine Hinterlüftung haben die Wände und das Dach der Gauben nicht.

    Nun will keiner der Meisterbetriebe einen Fehler gemacht haben und wir haben den Ärger.

    Hoffe hier hat evtl. jmd. schon Erfahrungen mit solchen Problemen, bzw. weiß wo/wer hier falsch gearbeitet hat.
    Grüße und schönen Abend
    Andreas
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  2. Dachgaube richtiger Aufbau?

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  3. #2

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    Moin,

    liest sich so, als wenn die Gaube von innen gedämmt wurde, verstehe ich das richtig?

    Tom
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ja sie ist von innen gedämmt...
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Beas86 Beitrag anzeigen
    ....Dämmung, Dampfbremse + Trockenbau haben wir selber vorgenommen.....

    Nun will keiner der Meisterbetriebe einen Fehler gemacht haben und wir haben den Ärger.
    Mir fehlen die Worte...
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  6. #5

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    Sollte man eine Gaube, wenn man die Möglichkeit hat, nicht eher von aussen dämmen?

    So wurde es zumindest bei uns gemacht.

    Unser Aufbau sieht folgendermaßen aus, von außen nach innen:

    1. Verschieferung
    2. 22mm OSB 3 Platte (zwischen OSB 3 Platte und Schiefer wurde eine V13 Bahn genagelt
    3. 10 cm PUR (von Bauder) Dämmung WLG 027 glaub ich
    4. Vollschalung
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Die Betriebe weisen wahrscheinlich die Schuld mit Recht von sich.
    Wurde denn der Aufbau so auch berechnet?
    Die meisten Fehler pssieren beim Innenausbau. Mangelndes Luftdichtigkeitskonzept und Ausführungsfehler.
    Wo wurde welche Folie warum angeschlossen. Sind Wärmebrücken vorhanden und wurden diese Berücksichtigt......
    In den meisten fällen finden sich sehr schnell Fehler im bereich der Dampfbremse/-sperre. Hier würde ich mal mit der suche beginnen.
    Wurde denn eine Luftdichtigkeitsprüfung gemacht?
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  8. #7
    kappradl
    Gast
    Zitat Zitat von Beas86 Beitrag anzeigen
    Die Wolle war im Bereich der Gauben angefroren und die Innenseite der Gauben (OSB) total vereist.
    Dann war die Dampbremse keine.

    Wer hat dann den Fehler gemacht?
    Zitat Zitat von Beas86 Beitrag anzeigen
    Dämmung, Dampfbremse + Trockenbau haben wir selber vorgenommen.
    Ihr!
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  9. #8
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    hier mal ein paar bilder...
    Dachstuhl Rohbau.jpg
    Rohbau Dach

    gedämmte Gaube.jpg

    geöffnete Gaube.jpg
    Gaube geöffnet
    zusätzlich war starke Eisbildung bei den genagelten Schiefern die durch die OSB geschlagen waren

    vereistes Gaubendach2.jpg
    Vereistes Gaubendach
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Beas86 Beitrag anzeigen
    Aufbau von aussen naach innen:
    Gaubenwände:
    -Dachschiefer direkt auf
    -22mm OSB-Platten
    -Dämmung 180mm 0,35er Steinwolle
    -Dampfbremse
    -Lattung mit Gipskartonplatte
    Verletzt die OSB-Platte nicht die Grundregel, von innen nach außen diffusionsoffener zu bauen, oder ist das hier egal?
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  11. #10

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    Wie verläuft hier die Luftdichtigkeit? Ich würd drauf wetten, das das Konstrukt da nicht luftdicht gewesen ist... Von Unten kann Wasserdampf eindiffundieren
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  12. #11

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    genau, das würde ich auch in Betracht ziehen: von unten aus dem Fachwerkbau eindringende Feuchtigkeit. Durch Diffusion oder durch Konvektion oder durch beides zusammen!

    Ist die Reifbildung nur an dieser Stelle? Oder auch weiter oben in der Gaube?
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  13. #12
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    Die reifbildung war auf der kompletten osb platte und im gaubenDach siehe Bild 4 danke für die antworten...
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  14. #13
    Avatar von Flocke
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    Alfons und H.Pf haben recht. So wie es aussieht fehlt hier die Geschossübergreifende Abdichtung. Von unten kann Wasserdampf über die Decke in die Konstruktion gelangen und dort kondensieren. Welchen sd Wert hat eigentlich die DB?
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  16. #14
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    nach Feststellung eines unbeteiligten Zimmermeisters wurde zwischen Decke Altbau und Decke Neubau keine Abdichtung vorgenommen. Weiterhin wurden am Dachäußeren die Stösse nicht abgeklebt und im Bereich der Zwischenhölzer zwischen den Sparren nichts abgeklebt. So konnte die kalte Luft von außen eindringen.
    Bei der Schalung auf dem Gaubendach wurden Sichtschalungsbretter eingesetzt, welche beidseitig gestrichen war. Hier war die Eisbildung am schlimmsten.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Beas86 Beitrag anzeigen
    So konnte die kalte Luft von außen eindringen.
    Das ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die Ursache für den Schaden. Das kann ich sogar sagen, ohne vor Ort gewesen zu sein...
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