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Untere Modulationsgrenze - Heizlast

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  1. #1

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    Untere Modulationsgrenze - Heizlast

    Wir haben für die Heizlastberechnung einen Wert von 4483 Watt erhalten (Transmission und Lüftungswärmeverluste)
    Damit wird ja der benötige Wärmeerzeuger ausgewählt. Bei unserem GÜ stand im der BL aber schon ein Gerät drin, welches einen Bereich von 3,2 - 14kW besitzt (ZBS 14/100 S-3).
    Jetzt gibt es ja andere Geräte wo die untere Grenze weiter unten liegt. Es gibt welche bei 1,9 oder 0,9kW.
    Sollte dies hier zwingend auch eingesetzt werden, oder ist das noch im Rahmen.

    Die Heizlast wurde mit -14Grad berechnet für unseren Standort und Raumtemp von 21Grad (Bäder 24Grad)
    Ich hatte über die mh-Software alle Daten mal eingegeben und bin auch auf diese Heizlast gekommen.
    Habe dort einfach zu schauen mal die Aussentemperatur schrittweise geändert und die Werte aufgeschrieben

    4483 W = -14 Grad
    4056 W = -10 Grad
    3524 W = -5 Grad
    2991 W = 0 Grad
    2458 W = 5 Grad
    1925 W = 10 Grad

    D.h. bei um die 0 Grad komme ich rechnerisch an die untere Modulationsgrenze wo das Gerät ja anfangen würde zu takten. Wäre dies schon kritisch, oder kann man das noch entspannt sehen. Die Vorbereitungen sind soweit das die Fussbodenheizung verlegt ist, die Rohre an der Wand sitzen, aber noch keine Heizung vorhanden ist, der Estrich wird erst noch eingebaut wenn es die Temp. zulässt. Klar wird es an den tagen sicherlich idR wärmer als 0 Grad sein, aber ist das schon ein Punkt wo das Gerät wild takten wird. Ich meine das was man so hier und im HTD immer lesen kann?

    Dann hätte ich noch eine Frage bzgl. des Durchflusses. Dieser ist in der Berechnung mit ca. 1100 l/h angegeben. Der Massestrom. Druckverlust laut Berechnung wäre so bei 90mbar. Schaue ich mir die Kennlinien an verstehe ich die Zusammenhänge dort leider nicht richtig. Stufe 1 passt der Druckverlust, aber dann kommt das Gerät beispielsweise nur auf 800l/h. Stelle ich auf Stufe 5 ist die Drucklinie bei 300mbar oder so, dafür aber bei 1100l/h. Kann mir das nochmal einer erklären?

    Gruß
    Kater432
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  2. Untere Modulationsgrenze - Heizlast

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  3. #2

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    Bei nur 4,5kW Heizlast bei -14°C AT würde ich schauen, dass ich ein Gerät mit niedrigerer unterer Leistungsgrenze einsetze. Man sollte auch beachten, dass so ein Regler kein Formel 1 Renner ist, d.h. er benötigt Zeit um zu regeln, und die während dieser Regelzeit erzeugte überschüssige Energie muss man auch im System unterbringen.

    "Wild" takten wird die Therme bei mäßiger Überdimensionierung noch nicht. Man sollte nicht vergessen, dass die Diskussion um die Takterei noch aus Zeiten stammt als Heizkessel im Minutentakt an- und aus gingen.

    Zur Pumpe, da kommt es darauf an, ob diese geregelt ist oder nicht. Wenn nicht, dann gilt Volumenstrom x bei einem Druckverlust y. Aus der Kennlinie kann man dann entnehmen, welcher Volumenstrom bei gegebenen Druckverlusten noch möglich ist. Eine Punktlandung ist aber ohne Regelung nicht möglich.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ok, also würdest du empfehlen nochmal mit dem HB klären, ob noch eine andere mit kleinerer unterer Grenze gewählt werden kann. Wild takten würde aber hier noch nicht auftreten wie du schreibst. Klar ist mir das die Heizung nicht 24h durchlaufen wird, da die Abnahme geringer ist als die untere Grenze.

    Zur Pumpe gibt es verschiedene Einstellmöglichkeiten. 3 Konstantdrucklinien (1,2,3) und 2 Proportionaldrucklinien (4 und 5) oder eine Auswahl zwischen 7 Pumpenkennlinien. Diese können ausgewählt werden. Bedeutet dies auf Konstantdruck Kennfeld 3 bezogen, dass wenn ich bei 100mbar liege ich bis max. 950l/h komme und wenn der Druck als Beispiel nur 50mbar beträgt ich auch durchgängig bis 1000l/h erreiche. Also immer den ganzen Bereich darunter zur Verfügung steht (also auch bei Kennlinie 2 und ich habe nur 150mbar, ich somit bis ca. 1150l/h komme?)
    Deute ich die Kennlinien richtig?

    capture1.jpgcapture2.jpgcapture3.jpg

    Gruß
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  5. #4

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  6. #5
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    Auch über die Therme. Ist eine mit integrierten 100l Schichtenladespeicher

    Warum? Welcher Zusammenhang besteht denn mit der Pumpenkennlinie für die Heizung?
    Oder ist dies noch im Zusammenhang bzgl. der unteren Modulationsgrenze

    Kater432
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Kater432 Beitrag anzeigen
    Ok, also würdest du empfehlen nochmal mit dem HB klären, ob noch eine andere mit kleinerer unterer Grenze gewählt werden kann. Wild takten würde aber hier noch nicht auftreten wie du schreibst. Klar ist mir das die Heizung nicht 24h durchlaufen wird, da die Abnahme geringer ist als die untere Grenze.
    Ich würde mir Alternativen anschauen. Ich sehe keinen Sinn darin die min. Leistung unter 1kW zu drücken, aber irgendwo im Bereich 1-2kW sollte sie schon liegen. Wenn die Kiste dann auch während der Übergangszeit Laufzeiten von 30 Minuten hinlegt, ist doch alles OK.

    Zur Pumpe, das sollte ausführlich in den Unterlagen stehen. Für FBH wäre CP sinnvoll, wobei man natürlich den idealen Punkt nicht treffen wird.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn die Kiste dann auch während der Übergangszeit Laufzeiten von 30 Minuten hinlegt, ist doch alles OK.
    Ist das nicht auch alles eine Frage der Brennerpausenzeit? Wenn man diese hoch genug wählt, werden sich doch entsprechende Laufzeiten ergeben. Oder spricht bei Fußbodenheizung etwas dagegen, die Pausenzeit auf beispielsweise 20 Minuten zu setzen?
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  10. #8

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    Die Pausenzeit künstlich zu erhöhen ist nicht ganz nach meinem Geschmack, denn ich vertrete die Meinung, dass sich die Pausenzeiten aus der Wärmeabnahme des Gebäudes ergeben sollen. Das Ziel ist ja, die RT möglichst konstant zu halten, und wenn ich künstlich die Pausenzeiten in die Höhe treibe, dann erhöhe ich zwangsweise auch die Temperaturwelligkeit in den Räumen. Bei FBH tritt der Effekt natürlich nicht so stark in Erscheinung wie bei Heizkörpern. Solche Strategien würde ich trotzdem erst in Erwägung ziehen, wenn der Wärmeerzeuger heftigst überdimensioniert ist.

    Zum Takten. Es ist ja korrekt, dass starkes Takten bei Öl- ud Gaskesseln zu einem erhöhten Verbrauch (Verlusten) führt. Es ist auch richtig, dass das Material stärker beansprucht wird, zumindest die Teile die am Zündvorgang beteiligt sind. Das bestreite ich nicht und ich habe dafür auch schon Nachweise geliefert (müssten irgendwo in den Tiefen des Forums begraben sein).

    Aber wir reden heute von Geräten in der 10kW Klasse, von mir aus auch bis 15kW, und meist auch von Geräten die ihre Leistung auf einstellige (kW) Leistungen regeln können. Da ist das Takten bei weitem nicht mehr so kritisch wie früher, als 40kW Kessel in EFH schon zum Standard gehörten und 25kW Kessel bereits als unterdimensioniert galten.

    Wichtig ist das Zusammenspiel zwischen Heizflächen (Hydraulik) und Wärmeerzeuger. Hier kann man durch falsche Planung viel ruinieren. Ein Gasbrennwerter benötigt Zeit zum Regeln, das hatte ich ja oben schon geschrieben. Deswegen ist es wichtig, dass ich die erzeugte Energie auch in´s System bringe, denn nur so verschaffe ich dem Wärmeerzeuger Zeit um überhaupt zu regeln. Die Kisten haben heutzutage keine Masse mehr, d.h. sie können Energie selbst auch nicht zwischenspeichern. Das ist einerseits gut (Stichwort Verluste), andererseits hat der Wärmerzeuger halt nur die Heizflächen um sein Regelverhalten zu optimieren.

    Gruß
    Ralf
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