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  1. #1

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    Bodengutachten - wieviele Bohrungen in welcher Tiefe nötig?

    Hallo zusammen!

    Bei mir steht aktuell der Grundstückskauf an. Vor dem Grundstückskauf möchte ich zunächst ein Bodengutachten erstellen lassen, um klares Wissen über den Baugrund zu haben und um die Baukosten planen zu können.

    Das Baugebiet wird seit 2009 erschlossen und bebaut. Es sind ca. 60 Häuser bisher dort entstanden. Bei allen gab es ausnahmslos ähnliche Ergebnisse, sagt der Verkäufer: Es musste Mutterboden zw. 30cm und 60cm abgeschoben werden. Danach kam die tragfähige Schicht.
    Auch die verschiedenen Bodengutachten des Ingenieurbüros welches für die Erschließungsmaßnahmen verantwortlich ist ergab, das je nach Standpunkt in dem Flurstück zw. 30 und 60cm Mutterboden abgetragen werden müssen, darunter kommt die tragfähige Schicht.

    Insofern ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es bei mir gleich aussehen wird. Dennoch will ich zur Sicherheit ein eigenes Bodengutachten anfertigen. Nun ist das Grundstück 480m² groß. Beim zwei direkten Nachbargrundstücken die bereits bebaut wurden, ergaben sich ca. 40cm abzuschiebenden Mutterboden, darunter die tragfähige Schicht.

    Angebote habe ich bereits angefordert. Eines der Angebote habe ich nun bekommen. Dieses listet eine Rammsondierung und zwei Aufschlußbohrungen (RKS) bis fünf Meter Tiefe für rund 1.200 EUR.

    Reichen diese Bohrungen aus in meiner Situation? Oder sollte ich vier oder gar mehr Bohrungen machen?

    Zur Info: Es soll ein Winkelbungalow auf dem Grundstück entstehen - ohne Keller.
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  2. Bodengutachten - wieviele Bohrungen in welcher Tiefe nötig?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Es sind ca. 60 Häuser bisher dort entstanden. Bei allen gab es ausnahmslos ähnliche Ergebnisse, sagt der Verkäufer
    Wahrscheinluch wird es dann bei Euch auch so aussehen.

    Oder eben auch nicht.

    Zugegeben: Die Wahrscheinlichkeit scheint hoch zu sein, aber wenn Du

    Dennoch will ich ... Sicherheit
    dann bleibt nur ein eigenes Baugrundgutachten.

    Aber ich finde schon, daß

    zwei Aufschlußbohrungen (RKS) bis fünf Meter Tiefe für rund 1.200 EUR
    das eher hochpreisig ist.

    Bauherren von mir hatten letztes jahr für 3 Bohrungen (ohne keller -> nicht so tief) ca. 900 EUR gelöhnt, andere für 2 Bohrtungen (Haus mit Keller - > Bohrung tiefer) 850 EUR.

    Ob's übertragbar ist? Warte halt noch die anderen Angebote ab.

    heen.
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  4. #3
    ypg111
    Gast
    Ich hatte einen Geologen, der kommt aus Bremen... für die Hälfte, gleiches Ding.
    Wenn Du Interesse hast, gern eine PN an mich.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Also meint ihr dass in meinem Fall zwei Bohrungen ausreichend sind?
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  6. #5

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    Zwei Bohrungen ist die Minimalvariante - je nachdem wie die ausfallen sollte man vor-Ort entscheiden ob das ausreicht oder man noch zwei weitere macht.

    Bei uns waren zwei Bohrungen sehr unterschiedlich und wurden beide abgebrochen (wegen Festgestein). Trotzdem hat der Bodengutachter damit ein Gutachten geschrieben - das war dann eigentlich ziemlich wertlos, außer das man wusste das der Boden wohl schwierig wird...

    In solchen Fällen wäre mit zwei weiteren Bohrungen der Erkenntnisgewinn wohl deutlich gesteigert worden.

    Wenn man zwei Bohrungen macht und beide das gleiche Ergebnis bringen, dann kann das wohl ausreichen.
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  7. #6

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    Ob 2 "Bohrungen" ausreichend sind oder nicht, dass lässt sich nicht so pauschal sagen. Das ist nämlich u. A. abhängig vom Baugrundstück und vom Bauvorhaben. Für Baugrunduntersuchungen gilt DIN EN 1997-2 (EC 7) i. V. m. DIN 4020. Ein Baugrundgutachter plant seine geotechnischen Untersuchungen aufgrund dieser Werke. Die Feldversuche wie z. B. "Bohrung" stellen dabei nur einen Teil der Arbeit dar, der andere Teil (den man nicht so offensichtlich mitbekommt) findet dann im Labor / Büro statt.
    Nebenbei gesagt: ein Baugrundgutachter ist ein Ingenieur, dieser sollte eigntlich wissen, was er tut, denn schließlich haftet er ja dafür. Desweiteren muss auch beachtet werden, dass man Ingenieurdienstleistungen nicht eindeutig und erschöpfend beschreiben kann ("Mache x Bohrungen bis y Meter Tiefe"), sondern es sich um eine "geistig schöpferische Tätigkeit" bzw. beratende Tätigkeiten handelt. Daher wird man die angeforderten Angebote nicht unbedingt vergleichen können, weil es jeder Gutachter etwas anders anbeiten wird. Für die Auswahl eines Baugrundgutachters sind m. E. folgende Dinge wichtig: Erfahrung mit der Örtlichkeit, langjährige Tätigkeit als Baugrundgutachter (>>10 Jahre) und Referenzen für vergleichbare Objekte. (Nicht dagegen die Anzahl der Bohrungen und der Preis)

    100%ige Sicherheit gibt es bei einem Baugrundgutachten nicht. Es handelt sich immer um Stichproben, um sich mit höherer Wahrscheinlichkeit den tatsächlichen Gegebenheiten anzunähern. Bitte einfach mal diesen sehr aufschlussreichen Artikel lesen: Die Bedeutung der DIN 4020 im Baurecht
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  8. #7
    Themenstarter

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    Da ich heute eh in das Baugebiet musste, habe ich heute mal direkt nen Spaten mitgenommen ;-) da ich vor dem Kauf das Bodengrundgutachten anfertigen lassen darf, habe ich einfach mal gegraben.

    Nach ca. 60cm graben war der lockere, schwarze Mutterboden abgegraben. Danach fing eine sandigere hellere (bräunlichere) und etwas festere Schicht Boden an. Das deckt sich mit den anderen Bauherren, die alle meinten nach 30-60cm fing eine etwas braunere Schicht an, die die tragende Schicht ist.

    Daher überlege ich momentan tatsächlich gar kein Bodengutachten erstellen zu lassen, da sich die Wahrscheinlichkeit doch als sehr deutlich und konkret erweist, dass es bei mir gleich wie bei den anderen Bauherren ist.

    Es handelt sich um gewachsenen Boden, Architekt und Baufirma halten in meinem Fall ein Bodengutachten für herausgeworfenes Geld - was denkt ihr?
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  9. #8
    ypg111
    Gast
    Zitat Zitat von AndreAcer Beitrag anzeigen
    Daher überlege ich momentan tatsächlich gar kein Bodengutachten erstellen zu lassen, da sich die Wahrscheinlichkeit doch als sehr deutlich und konkret erweist, dass es bei mir gleich wie bei den anderen Bauherren ist.

    Es handelt sich um gewachsenen Boden, Architekt und Baufirma halten in meinem Fall ein Bodengutachten für herausgeworfenes Geld - was denkt ihr?
    Tja, und wenn dann doch später ein Mangel am fertigen Haus sein sollte (zB Risse), kann sich Baufirma und Statiker immer auf das fehlende Baugutachten berufen und müssen darauf keine Gewährleistung geben?! So hat man es mir zumindest erklärt, und ich finde es auch logisch.
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  10. #9

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    das selbst der archi (!) ein bodengutachten für "rausgeworfenes geld" hält, verwundert mich.

    mal von mir:
    wir haben ein bodengutachten machen lassen, obwohl beide nachbarn (rechts und links) uns ihr gutachten im vorfeld zur verfügung gestellt hatten.
    ES WAR EINE GUTE ENTSCHEIDUNG. wir haben, trotz lediglich 6 meter abstand zwischen den häusern, massiv anderes grundwasser vorgefunden.
    dieses wissen hat beim kellerbau massiv geld gespart und eine "dichte" planung ermöglicht.

    gekostet hat der spass:
    5 bohrungen (jeweils an den vier ecken und eine in der mitte) inklusive allem anderen gedöns: 1100euro
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  11. #10
    Themenstarter

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    Ok, sicher ist sicher.
    Habe jetzt deutlich bessere Angebote bekommen. Eine Sachverständige aus dem direkten Umkreis bietet 4 Rammkernsondierungen und 2 Rammsondierungen in 6m Tiefe inkl. Gutachten, Grundwasserspiegel und Gründungsempfehlung für 516 EUR brutto an. Da werde ich zuschlagen.
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  12. #11

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    Was am Boden der Baugrube oder bei 60 cm Tiefe ansteht ist sowas von sche...egal.
    Da kann eine 50 cm mächtige, dicht gelagerte Kiesschicht sein und 1 m darunter Torf. Das kapieren erfahrungsgmäß auch viele Architkten nicht. Entscheidend ist, was in der gesamten Tiefe bis einige Meter unter der Bauwerkssohle ansteht.
    Es gibt Fälle, da weiß man nahezu sicher, dass die tragfähige Schicht tiefer reicht; aber das kann Dir hier keiner sagen. Es kann auch keiner sagen, wieviele Aufschlüsse es wirklich braucht.
    Wie schon weiter oben geschrieben: der Ersteller haftet für sein Gutachten.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Ja deswegen mache ich ja auch das Gutachten jetzt - zur endgültigen Sicherheit. Dann habe ich den Bodengutachter, den Statiker und das Bauunternehmen in der Haftung ;-)
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo zusammen!

    Ich hab ein Angebot für 416 Euro vorliegen. Die Sachverständige hat ihren Sitz 10km vom Grundstück entfernt. Am Telefon wurde mir erklärt es werden 4 Rammkernsondierungen und 2 Rammsondierungen gemacht.
    Im Angebot selbst welches ich nach Zusendung des Lageplans bekommen habe, stehen die einzelnen Bohrungen nicht drauf. Dort steht nur drin es werden Rammsondierungen und Schlitzsondierungen (??) gemacht. Dass ein Gutachten erstellt wird - davon ist gar nicht die Rede.
    Das Angebot enthält nur eine Baugrunduntersuchung ?? Irgendwie find ich das Angebot komisch...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Also 416 EUR sind nicht wirklich auskömmlich. Was die Kollegin dazu bewegt, so spottbillig anzubieten werden wir nicht erfahren. Grundsätzlich verdächtig ist das schon, wenn dann noch im Angebot nix von Gutachten steht.
    Also Verdacht ausräumen oder bleiben lassen.
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  17. #15
    ypg111
    Gast
    Zitat Zitat von AndreAcer Beitrag anzeigen
    Dass ein Gutachten erstellt wird - davon ist gar nicht die Rede.
    Das Angebot enthält nur eine Baugrunduntersuchung ?? Irgendwie find ich das Angebot komisch...
    Baugrundbeurteilung, Gründungsvorschlag und Hinweise zur Bauausführung sollten in dem Angebot aber vorhanden sein
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