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  1. #1

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    Holzdielen+Aschebeton unter Küche

    Hallo an die Bauexperten!

    Dnen ich kann mich dazu sicherlich nicht zählen, zumindest in fast allen Bereichen nicht.
    Daher bin ich, nach längerer Zeit, wieder hier bei euch gelandet.


    Kurz etwas zum allgemeinen Projekt:
    Ein Haus-Neubau ist vom Tisch, da wir, durch mehrere Umstände, nun an einen Altbau gekommen sind.
    Es handelt sich um ein etwa 60 Jahre altes Haus in Massivbauweise, das z.Zt. unbewohnt ist.
    Bevor wir da nun einziehen würden, sind dort einige Modernisierungs/Sanierungsmaßnahmen
    durchzuführen.

    Bei zwei Teilprojekten brauche ich auf jeden Fall fachliche Hilfe, die ich zum Teil bei euch
    suche. Ob wir das letztendlich selbst machen (können), komplett machen lassen oder etwas dazwischen
    werden wir sehen. Aber etwas eigenes Vorwissen ist bei allen Varianten sehr hilfreich.
    (Wer schnell und unüberlegt modernisiert, saniert mindestens einmal...)

    Daher gleich zum Ersten:


    Küchenfußboden erneuern.
    Vorhaben:
    Während bislang nur der Bereich der Küchenzeile gefließt war, soll nun der gesamte Rauch
    gefließt werden, da es von "Küche+offenes Esszimmer" zu einer großen Küche werden soll.
    Ist-Situation:
    Der Aufbau des gesamten Fußbodens ist:
    - Küche
    - Fließen (im noch-Essbereich aufgeklebter PVC-Boden)
    - 20mm Spanplatte
    - irgendeine "dünne Holzpappe"
    - Holzdielen
    - Holzbalken mit einer Schüttung dazwischen. Könnte Sand sein...
    - "Aschebeton" mit Stahlbalken.
    Die Spanplatten unter den Fließen waren an zwei Stellen durchgefault und mit Schimmel durchsetzt. Von der Lokalisierung und Form des Schadens vermuten wir unter die Fließen gelaufenes Wasser als Ursache. Sowohl der Abschluß der fließen zur Wand war unzureichend (Der Wandabschluß war mit normalem Fugenmörtel hergestellt, der großzügig gerissen war, Der Übergang zum Laminat erfolgte nur mit einer normalen Übergangsleiste)
    Die Holzdielen unter der "dünnen Holzpappe" sind zumindest augenscheinlich weder angeschimmelt noch gefault.


    Teilvorhaben 1: Zunächst zur Dämmung:
    • Wenn ich die ENEV richtig interpretiere, müssen wir die Decke unter der Küche sogar soweit Dämmen, dass wir auf 0,3W/m*m*K?!
    • Falls nein: Ist es sinnvoll die Decke trotz fehlender Pflicht im Bereich unter der Küche entsprechend zu Dämmen?
    • Wenn bei einem von beidem "ja" zutreffend ist: Wie machen wir das am Besten?
    • Da wir mit dem neuen Fußbodenaufbau möglichst wenig höher als beim alten Aufbau (30mm über den Holzdielen) liegen würden scheidet eine dickere Dämmung oberhalb der Dielen aus.


    Eine Dämmung von unten wäre Prinzipiell möglich, aber die:
    - kann man auch irgendwann später machen
    - Erfordert eine Verlegung aller Rohr- und Kabelleitungen die an der Kellerdecke befestigt sind
    So bliebe eigentliche nur eine Dämmung zwischen den Holzbalken? Sehe ich das richtig?

    Ich bedanke mich schoneinmal für eure Hilfe.
    Jenachdem wie wir bezüglich der Dämmung entscheiden, wird dann entweder das Thema "konkrete Varianten, Ausführungen und Fallen der Dämmung" oder direkt das Thema "fließbaren Untergrund schaffen" in Angriff nehmen können.


    Grüße
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  2. Holzdielen+Aschebeton unter Küche

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Der Bestand war im gefliesten Bereich sowieso Murks.
    Wie man das am besten neu aufbaut, hängt ME (Laienmeinung) von der Tragstruktur der Decke ab.
    Günstig wäre es, wenn man alles bis auf die Rohdecke entfernen könnte und dann darauf OHNE Holzbestandteile komplett neu aufbauen.

    Du brauchst einen planenden Fachmann vor Ort, der sich das genau anschaut und Euch dann eine vernünftiges Konzept erstellt!

    Was ist dann das "Teilprojekt 2"?

    Der Fachmann sollte sich am besten die GANZE Hütte ansehen und alles beurteilen.
    Das vermeidet weitgehend die bösen Überraschungen bei anderen Gewerken.

    Weil wir schon dabei sind:
    Kannst Du mal Fotos der Elektrik zeigen? (bitte in eigenem Thread unter "Elektro")
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Der Bestand war im gefliesten Bereich sowieso Murks.
    Wie man das am besten neu aufbaut, hängt ME (Laienmeinung) von der Tragstruktur der Decke ab.
    Günstig wäre es, wenn man alles bis auf die Rohdecke entfernen könnte und dann darauf OHNE Holzbestandteile komplett neu aufbauen.

    Du brauchst einen planenden Fachmann vor Ort, der sich das genau anschaut und Euch dann eine vernünftiges Konzept erstellt!
    Bei den alten Asche-Beton-Decken hat der Holzaufbau AFAIK eine notwendige, Lastverteilende Funktion, so dass man das eben nicht weglassen kann. Bzw.wenn dann zumindest nicht einfach so.
    Sobald wir den Boden im Gesamten Bereich freigelegt haben, wird sich das auch ein möglichst unabhängiger fachmann anschauen. (Nach was schaut man in den Gelben Seiten danach eigentlich am besten?)
    Wenn es irgendwie geht, weiß ich aber gerne selbst zumindest mal grob Bescheid, worum es geht. Um nicht mehr soll es an dieser Stelle hier gehen.



    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Was ist dann das "Teilprojekt 2"?
    Das Obergeschoß:
    - Dachschrägen in 'innen' anschauen, ggf. Maßnahmen ergreifen.
    - unterseite der Holzbalkendecke zum Dachboden hin ereuern mit "Kabelebene" unterhalb der Holzbalken. Bislang liegen die Lampenkabel und die Zuleitungskabel für die einzelnen Zimmer oberhalb des Dachbodensund sind durch Bohrungen nach unten in die Zimmer geführt.
    - ggf. Dämmung in der Holzbalkendecke
    - Erneuerung der Zwischensparrendämmung:
    Die ist augenscheinlich vor einigen Jahren gemacht worden, damit eine Dämmung da ist. (Dampfsperre garantiert undicht, Dämmung nicht mehr am Platz wischen den Sparren, ...
    Die ENEV macht uns da etwas Probleme: Da schon vor einigen Jahren gedämmt wurde, bräuchten wir so wie ich das verstehe nix machen. Wenn wir aber was machen, müssten wir nach aktuellster ENEV Dämmen. Das ist mit einer Zwischensparrendämmung nicht annähernd hinzukriegen...

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Weil wir schon dabei sind:
    Kannst Du mal Fotos der Elektrik zeigen? (bitte in eigenem Thread unter "Elektro")
    Welche Fotos möchtest du sehen?
    Kabel aus ca. 1955 oder Kabel aus 1970? Total überfüllte abzweigdosen mit beidseitig offenen Dosenklemmen? ;-)
    Wenn es im Zeitplan bleibt, werden solche Fotos aber nur noch wenige Wochen lang möglich sein.
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  5. #4
    Themenstarter

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    [QUOTE=MaSch;789021]
    Hallo nochmal!

    Im Bereich des Küchenbodens hat sich etwas getan:

    Der Fließen und OSB-Aufbau ist entfernt, "Erkundungsöffnungen" geschaffen, zwei Fachleute waren vor Ort.
    Der Aufbau ist jetzt wie folgt (von Oben nach unten):
    - Oben
    - 2cm Holzdielen
    - 10cm Holzbalken mit einer Schüttung aus Sand und alter Glaswolle dazwischen.
    - 12cm "Aschebeton" mit Stahlbalken.
    In einem Teilbereich der Decke sind ca. 2qm der Holzbalken entfernt und dieser Bereich mit einem Leichtbeton aufgegossen worden. Auf diesem war ein, gar nicht so kleiner Kamin gemauert.

    Der zuerst hinzugerufene Architekt hatte sich zunächst darüber gewundert dass die Decke überhaupt noch zwischen Keller und Erdgeschoss ist und eben noch nicht eingestürzt sei. Der Bauingenieur konnte das nach in Augenscheinnahme der Decke nicht nachvollziehen und hält die Decke für in einem mindestens guten Zustand.
    Das beruhigte mich jetzt doch sehr. Ich frag mich jetzt ob nicht doch noch eine weitere Meinung sinnvoll ist. Denn die Küche sollte schon im Erdgeschoss bleiben.

    Bezüglich des neuen Bodenaufbaus gibt's nun folgende Möglichkeiten:
    • Kunstharz Entkopplungsmatte
      Geht schnell und ist billig.
      Baut in der 'Höhe nicht soviel auf.
      Hält aber wie lange?
    • Gipsfaser-"Trockenestrich"
      ist etwas Aufwändiger, geht aber dennoch schnell. Auch als "selbermacher"
      Würde inkl. Ausgleichsschüttung mindestens 30mm Auftragen (+ Fließen) und für eine relativ hohe Kante zum Esszimmer sorgen.
    • 'richtiger' Estrich
      Erscheint mir momentan als "ordentlichste" Variante"
      Vorschlag war auf den alten Beton zunächst eine Dämmschicht aufzutragen und dann eine möglichst dünne und leichte Estrich-Schicht einzubringen.
      Die Dämmschicht sorgt auf der einen Seite natürlich für Wärmedämmung zum ungeheizten Keller darunter. Zum anderen wird die Estrich-Schicht dünner und damit leichter pro Quadratmeter und sorgt damit für eine geringere Dauerlast der darunter liegenden Decke.
      Auch wenn sich das für mich nach der ordentlichsten und dauerhaftesten Variante. Zugleich natürlich die komplizierteste.

    Auch wenn ich dem Bau-Ingenieur da nach seinem ersten Besuch sehr weit über den Weg traue, hätte ich doch gerne noch Fachwissen von anderer Seite dazu. Vor allem bezüglich der Frage was bei den einzelnen Varianten besonders zu beachten ist.
    Grade die "Estrich-Variante" hat ja viele Details: Welche Estrich-Art? welche Dämmung? (Ich bin ja eher ein Freund von nicht-brennbaren Dämmungen) ....

    Vielen Dank nochmal für eure Hilfe und Geduld
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  6. #5
    Inkognito
    Gast
    "Aschebeton" mit Stahlbalken.
    Ich kenne vieles, aber der Begriff Aschebeton ist mir noch nicht untergekommen und den Ahnert Krause habe ich privat nicht im Schrank. Können Sie es genauer erläutern oder am Besten ein Bild davon machen?
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  7. #6

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    Asche / Schlacke statt Sand /Kies. War im Ruhrpott wohl mal einfacher / billiger zu beschaffen.
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  9. #7
    wasweissich
    Gast
    Asche / Schlacke statt Sand /Kies. War im Ruhrpott wohl mal einfacher / billiger zu beschaffen.
    nicht nur das .

    (kessel)asche meist aus kohlekraftwerken war recht leicht durch hohen gehalt an gas/luftblasen und das gemisch mit zement durchaus brauchbar und trotzdem ein leichtgewicht.

    schlacken (aus der eisenverhüttung) hingegen sind ziemlich schwer . durch den hohen kalkgehalt z.t. selbstabbindend .(stichwort : hochofenzement)
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  10. #8

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    `Stahlbalken´und Aschebeton

    Bei Bauten nach Mitte 33 wurden oft ausgebaute Nebenbahngleisstränge ( Feldbahngleise ) vermarktet und mit Aschebeton in Form von Kappendecken verbaut.

    Mit Rheinkies statt Asche und PZ 45 zuletzt aufgefallen in Bj. 1956
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