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  1. #1

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    Garage setzt sich vom Haus Weg - Risse im Mauerwerk

    Hallo,

    unsere Haus und Garage sind nun knapp vier Jahre alt. Die Garage setz sich aber vom Haus weg, was inzwischen Spalten von über 1 cm geführt hat. Der Cousin meiner Frau ist Bauunternehmer und hat vor einem Jahr gemeint, dass die Spalten kein Problem darstellen, wenn sie nicht größer werden. Im Mauerwerk sind inwischen auch Risse aufgetreten, da die Pfette, die am Haus montiert ist Gegendruck auf die Garagenmauer ausübt. Den damaligen Bauleiter habe ich informiert.

    Anbei ein paar Bilder. Wie schätzen die Experten hier die Lage ein?

    Gruß
    Werner

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  2. Garage setzt sich vom Haus Weg - Risse im Mauerwerk

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    wie Risse aussehen, wissen wir. Mich würde aber vielmehr eine Außenansicht und im Idealfall ein Schnitt durch Garage und Haus interessieren.
    Ist das Haus unterkellert?
    Ist die Garage unterkellert?
    Hat die Garage ein eigenes Fundament oder ist diese kontruktiv mit dem Haus verbunden?
    Fertiggarage oder gemauert oder Beton?
    Liegt der Dachstuhl der Garage auf dem Haus auf?
    und und und...
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  4. #3
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    Hallo,

    Haus und Garage sind gemauert. Das Haus ist unterkellert, die Garage nicht. Das Fundament der Garage ist gemauert, reicht aber nicht so tief wie die Bodenplatte des Hauses. Eine Verbindung von Garage und Haus gibt es nicht. Lediglich die Pfette für das Dach und der Balken für die Zwischendecke sind mit dem Mauerwerk des Hauses verbunden.

    Gruß Werner

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  5. #4

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    zwangsläufige erscheinung - haus unterkellert und die garage sitzt auf dem aufgefüllten arbeitsraum. wie tief gehen die fundamente runter? gibt es betonierte fundamente - ich sehe nur gemauerte fundamente und ´ne flasche bier! eine verzahnung mit der hauswand ist nicht zu erkennen. es wäre besser gewesen, die garage mit einer eigenen wand vor die hauswand zu stellen, alle fugen zu trennen und die garage als eigenes bauwerk sich selbst setzen zu lassen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    An dem Tag als das Fundament erstellt wurde war ich nicht auf der Baustelle, d.h. ich weiß nicht, ob unten betoniert oder nur gemauert ist. Vermutlich ist alles nur gemauert. Die Tiefe dürfte dem entsprechen, was auf dem 2. Bild zu sehen ist. Viel tiefer reicht es sicher nicht. Eine separate Mauer entlang der Hausmauer dürfte nachträglich wohl nur sehr kostenintensiv und vermutlich aufwändig zu realisieren sein. Man müsste den Estrich teilweise entfernen, den Zwischenboden abstüzen und entsprechend kürzen, entlang der Hausmauer eine neue Mauer bis zur Pfette einziehen, diese von der Hauswand trennen, die Elektrik neu verlegen, alles neu verputzen, etc.

    Mir ist wichtig zu wissen, ob diese Risse kritisch sind und mit größeren Folgeschäden zu rechnen ist.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von cava Beitrag anzeigen
    Mir ist wichtig zu wissen, ob diese Risse kritisch sind und mit größeren Folgeschäden zu rechnen ist.
    dazu solltest du dir einen fachmann oder eine fachfrau vor ort beauftragen. das lässt sich nicht anhand der fotos bewerten. da müssen die pläne, die statik und bodengutachten gesichtet werden und vor ort die setzungen genau aufgenommen werden. eventuell sind auch weitere beobachtungen über einen zeitraum x erforderlich.
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  8. #7

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    norbert - Gründung im Arbeitsraum würde klassisch aber ein Neigen HIN zum Haus erzeugen.
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  9. #8

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    auf bild 3 ist das auch so erkennbar, einmal der senkrechte abriss am putz - vertikale setzung - und der verdrehung der pfette zum haus hin mit dem dreieckigen abriss oben. meine befürchtung ist, dass die garage sich zusätzlich mehr setzt durch die komische gründung mit den steinen. wenn der bauherr nicht weiss, ob da beton drunter ist, sollte das auf jeden fall vor ort untersucht werden.
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  10. #9
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    Hallo,

    unser damaliger Bauplaner/-leiter ist informiert, war aber bisher noch nicht vor Ort. Ich bin da ehrlich gesagt auch etwas skeptisch, ob er es nicht wieder schönreden wird.

    Ich hab noch ein paar Bilder und den Plan angehängt. Meiner Meinung nach wurde da nur gemauert.

    Zu den anderen Punkte: Bodengutachten existiert nicht. Unser Planer hat uns nie darauf hingewiesen dass eines gemacht werden müsste bzw. sollte. Statikunterlagen liegen mir keine vor. Nachdem die Garage erst nachträglich geplant und gebaut wurde weiß ich nicht mal, ob der Planer die Statikberechnung hat durchführen lassen. Ich will hier aber nichts unterstellen. Eine Rechnung vom Statiker habe ich für die Garage jedenfalls nie bekommen. Vielleicht war das aber im Preis für das Haus schon enthalten.

    Bezüglich des Neigens hin zum Haus: Die meiste Last ist doch an der Außenseite (Außenmauer, Dach, Auto), so dass es mir als Laien logisch erscheint, dass sich die Garage vom Haus weg bewegt.

    Gruß
    Werner

    DSC08299.jpgDSC08300.jpgDSC08301.jpgsnap1.PNGsnap2.PNG
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  11. #10

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    Ein teil des kärglichen 1,00 m tiefen Fundamnetes steht (evtl.!) auf gewachsenem (= belastbarem) Boden, ein teil (der ans Haus anschließt) auf der ehemaligen Baugrube. Dieser Boden setzt sich noch. Mit ihm die Garage.

    Im Plan sehe ich, daß die Garage ans Haus mit angemauert ist. Wie wurde denn dieser Mauerwerksverband hergestellt. Eine Verzahnung des Garagenmauerwerks mit dem Hausmauerwerk kannich nicht erkennen.

    Und: wo liegt denn die Bodenoplatte der Garage auf. Das Fundament scheint ja nur 3 -seitig (sieeh Schnitt) ausgeführt worden zu sein. An der Hauswand hängt die Bodenplatte wohl in der Luft?

    Ein planerisches Schmakerl ist auch der über 4 m frei spannende, dafür umso dünnere "Zwischenboden".

    So ein kleiner Planausschnitt und , so eine einfache Gebäudestruktur und so viele Knaller. Respekt!
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  12. #11
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    Hallo,

    die Garage is nicht an das Haus angemauert sondern komplett freistehend. Die einzige Verbindung zum Haus hat die Pfette und der Träger des Zwischenbodens. Darum steht da jetzt ja auch alles unter Spannung. Die Bodenplatte liegt nur auf 3 Seiten auf dem Fundament auf. Entlang der Hausmauer gibt es kein Fundament.

    Bezüglich des Zwischenbodens ist die tatsächliche Ausführung etwas stabiler als im Plan gezeichnet. Ich kann die Balken im Moment nicht messen, die dürften aber um die 20 cm stark sein. Selbiges gilt für die Pfette. Die ist auch deutlich massiver als in der Zeichnung ausgeführt.

    Gruß
    Werner

    P.S. meine Frau sagt mir gerade, dass der Planer mit dem Statiker vorbeigeschaut hat und sich bei mir melden wird. Nach 5 Minuten war er aber schon wieder weg.
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  13. #12

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    Nach 5 Minuten war er aber schon wieder weg.
    Dr. Kimble auf der Flucht?????

    Ich will dem "Planer" ja nicht zu nahe treten, aber es ist anscheinend konsequent fehlgeplant worden. Das dann wiederum scheint dann aber "korrekt" umgesetzt worden zu sein.

    Fragen, die ich dem Planer/ Statiker stellen würde:

    1. Wo liegt die Bodenplatte der Garage auf? (Normalerweise sollte man erwarten, daß diese über die kürzere Seite von Fundament zu Fundament spannt...dort aber ist kein Fundament; sie lliegt wohl einfach auf dem verdichteten Dreck darunter)

    2. Wie ist das Fundament gegründet (gewachsener Boden/ ehemalige Baugrube)

    Das Schöne ist: der "Planer" kann sich nicht herausreden mit "ach das paßt schon, machen sie sich keine Sorgen....". Der Schaden ist ja nun da. Und gut zu sehen.
    von
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  14. #13

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    Unabhängig von den treffenden Vorreden könntest Du ggf. (vorher prüfen!) in Deine Argumentationskette einbauen, dass das Fundament nicht gemäß Planung hergestellt wurde (s. Schnitt Garage).
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Wurde es nicht?

    Aber: wenn es gem. Planung hergestellt wurde, ist es schon mal falsch. (3-seitig, gew. Boden/ aufgefüllter Boden).

    Was wurde denn anders gemacht????
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo,

    nun hab ich sogar schon eine Antwort vom Statiker:

    ich würde unter die Firstpfette der Garage unbedingt in den Drittelspunkten 2 Holzstützen (10x14cm) stellen, damit die Last auf die Bodenplatte gehen kann.
    Die Verformungen sind wahrscheinlich aufgrund der Setzungen im Baugrund zurückzuführen. Statisch gesehen sind die Risse in den Mauerwerkswänden nicht relevant.


    Mir persönlich ist da nicht klar, was diese Stützen bewirken sollen, da die Firstpfette ja am Haus verankert ist und sich die Garage ja schon nach unten gesetzt hat. Wenn sich die Garage weiter senkt, dann entsteht doch nur wieder ein Spalt zwischen Firstpfette und Stütze. Das kann doch nur etwas bringen, wenn die Pfette vom Haus gelöst wird. Und ob da die beiden Stützen tragen? Ich glaub ja nicht.

    Gruß
    Werner
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