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Schwindung von KS - feine Risse im Innenputz

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  1. #1

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    Schwindung von KS - feine Risse im Innenputz

    Hallo,

    ich habe da mal eine Frage zu Kalksandsteinen. Unser Maler war heute da um sich die Baustelle nochmal anzusehen und ihm sind dann feine Risse im Innenputz aufgefallen. Diese Risse gibt es überall im Haus und sie folgen den Fugen der Kalksandsteine. Das haus wurde nicht mit kleinen Steinen gemauert, sondern aus ziemlich großen Blöcken nach einem Verlegeplan geklebt.

    Unser Statiker meinte, dass kleine Risse, die man nur auf den zweiten Blick sieht, bei diesen großen Steinen völlig normal seien und vom Schwinden kommen.

    Nun möchte ich gerne verstehen, warum die Steine überhaupt schwinden. Als die Steine angeliefert wurden waren sie noch wunderschön warm aus der Produktion und absolut trocken. So richtig durchnässt wurden sie auch nicht oder zumindest können wir keine Unterschiede feststellen zwischen den doch nass gewordenen Stellen und den stets trocken gebliebenen Stellen.

    Kennt jemand die Ursache für diese Risse?

    Und ich habe ergänzend noch eine Zusatzfrage. Eine nicht tragende Wand wurde mit Mauerverbindern an das Außenmauerwerk angebunden. Genau in dieser Ecke löst sich nun der Putz ab, samt Gewebe, welches der Putzer eingebettet hat. Oben mehr als unten. Ich vermute nun, dass die Betondecke, auf der die Wand steht, etwas nachgegeben hat und die Wand dadruch etwas weggekippt ist. besondere Risse gibt es in den Wänden nicht, nur die Putzablösung in der Ecke. Wie lange setzt sich eigentlich ein Neubau und was genau versteht man eigentlich unter dem begriff des Setzens?

    Danke,

    Bolanger
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  2. Schwindung von KS - feine Risse im Innenputz

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  3. #2

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    bindemittelgebundene Baustoffe schwinden.
    Die Dimension des Schwindens nimmt mit der Zeit im Quadrat ab.
    Also je frischer die Produktion, desto grösser das Schwinden.
    Je aelter, desto geringer.
    Wenn Deine Steine "warm" waren, hatten sie also das meiste noch vor sich.
    Bei Betondecken, ganz genauso.
    Je mehr Bindemittel im Produkt, desto groesser die Schwinderwartung.
    Je größer der Baustoff (grossformat, desto groesser auch die sichtbaren Auswirkungen.

    nichttragende leichte Wände mit Mauerwerksverbindern an das Aussenmauerwerk anzubinden ist bei etlichen Herstellern ausgeschlossen, muss sogar ausbleiben um Schallschutz zu gewaehrleisten.
    Hier muss eine Fuge ausgebildet werden welche mit Silicon zu schliessen ist, um das Abreissen ces Putzes zu vermeiden.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    das mit dem Bindemittel ist verständlich und ich bin nun auch etwas beruhigter, dass uns unser Statiker nichts vom Pferd erzählt hat.

    Die korrekte Einbindung einer nicht tragenden Wand verstehe ich aber noch nicht so ganz. Wenn die Wand gar nicht an die tragende Wand angebunden würde, dann würde diese ja quasi komplett frei stehen. An der tragenden Wand ist sie nicht fest verbunden und nach oben gibt es auch eine Fuge, damit bei Deckendurchbiegung keine zusätzliche Last von oben kommt. Wie soll sowas denn dann halten?

    Danke,

    Bolanger
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