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  1. #1

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    Fenster und U-Wert Erklärung

    Hi,

    irgendwie sind diese ganzen angaben von Fester irreführend

    WSG => Wärmeschutzverglasung richtig?

    Ug Wert 0,7 => der U-Wert vom Glas?

    Was ist heut so Standard? Mir wurde folgendes Angebot gemacht:

    Verglasung 0,6 U-Wert
    Gesamte Kunstoff Fenster 1,1 U-Wert.

    Oder sollte das Gesamt Fenster doch einwenig besseren U-Wert haben.

    ein Passivhaus hat 0,8 U-Wert.

    Wäre echt für eine aufklärung dankbar.
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  2. Fenster und U-Wert Erklärung

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  3. #2

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    Ug ... g = glass
    Uf .... f = frame (Rahmen)
    Uw ... w = window (gesamtes Fenster lt. Prüfgröße)

    Ein Ug von 0,7 ist immer ein Zeichen dafür, dass es sich um einen relativ dünnen (schlechten) Rahmen handelt, weil dort eben nichts besser Platz hat.
    Verglasung mit Ug 0,6 oder 0,5 haben mehr Abstand zwischen den Scheiben, sind in Summe also dicker und brauchen schon mal einen "guten" Rahmen, wo das drinnen Platz hat.

    Rahmen von derzeiten "Standard"-Fenster haben einen Uf-Wert von 1,0 bis 1,3.
    Bessere Rahmenprofile habe einen integrierte Dämmung und kommen auf etwa 0,8.

    Du kommst daher mit einem einigermaßen guten Fenster (Uf ~ 1,0 und Ug 0,6) auf einen Uw-Wert von ca. 0,8.
    Wenn der Uw-Wert wesentlich schlechter ist, dann kaufst du im Prinzip ein Fenster, das nicht dem heutigen Stand entspricht.
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  4. #3

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    man sollte aber auch nicht vergessen, zu erwähnen, dass manche Fensterbauer (eher Händler) gar nicht wissen, wie man einen Uw-Wert ermittelt. Leider. Ich habe das schon öfters unklare/nicht schlüssige Angaben gehört.
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  5. #4

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    die wissen das bestimmt, die zahlen werden gerne getürkt, damit sich olle kamellen besser verkaufen lassen.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    die wissen das bestimmt, die zahlen werden gerne getürkt, damit sich olle kamellen besser verkaufen lassen.

    ja das Gefühl habe ich auch, weil der eine hat mir von 0,7 U-wert erzählt und der ander von UW 1,1. Klar das 0,7 sich besser anhören, aber vielleicht für Gesamte Fenster schlechter sind.

    Klar das man ab besten auf neuesten Stand der Technik alles einbauen sollte, aber es kommt auch auf den Aufpreis an. Wenn z.B. die Passivhaus Fenster von UW 0,8 einfach zu teuer sind, dann wird eine stufe günstiger genommen. So einfach ist das bei mir

    Nur mir wurde jetzt von einem so ein Angebot gemacht:

    UG 0,6 und UW 1,1

    Glas mit 0,6 ist absolut ok, weil 0,5 brauch ich nicht unbedingt. Nur wenn UW 1,1 ist, dann ist der Rahmen doch richtig schlecht oder, da muss ich also nach mal nachfragen.
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  7. #6

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    Ich bekomme Fenster mit Ug 0,5 und Uw 0,82, der Aufpreis zu Uw 1,1 beträgt ca. 20€/m², also nicht wirklich viel. Uw 1,1 würde ich in einen Neubau nicht mehr verbauen (lassen). Achte darauf dass die Fenster eine "warme Kante" besitzen".

    Gruß,
    Sebastian
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Ich bekomme Fenster mit Ug 0,5 und Uw 0,82, der Aufpreis zu Uw 1,1 beträgt ca. 20€/m², also nicht wirklich viel. Uw 1,1 würde ich in einen Neubau nicht mehr verbauen (lassen). Achte darauf dass die Fenster eine "warme Kante" besitzen".

    Gruß,
    Sebastian
    stimmt 20euro pro qm ist nicht viel. Ok danke werde auch nach ca. uw 0,8 nachfragen und nach warme Kante.

    Was bedeutet warme Kante?
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  9. #8

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    Da wo die Verbundglasscheiben am Rand eingefasst sind, ist oft ein Metallrahmen drin, der eine enorme Wärmebrücke bildet. Sprich: in den Ecken der Scheiben ist es dann sehr kalt und dort gibt es immer wieder und wieder Kondenswasser. Wenn man es nicht mindestens täglich wegwischt, gibt es in den Ecken Schimmel.
    Also besser: warme Kante. Da sind diese Kanten aus anderen Materialien, oder zumindest so gedämmt, so dass die Scheiben in den Ecken wärmer sind.

    LEIDER haben wir trotz 3 fach Verglasung keine warme Kante, was ich sehr bedauere!

    Es betrifft übrigens nicht NUR die Ecken. Dort ist der Effekt zwar am stärksten, weil da 2 Kanten zusammentreffen. Im Grunde aber betrifft es die ganze Kante.
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  10. #9

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    Sprich: in den Ecken der Scheiben ist es dann sehr kalt und dort gibt es immer wieder und wieder Kondenswasser. Wenn man es nicht mindestens täglich wegwischt, gibt es in den Ecken Schimmel.
    Mhh - wir haben im Haus U_w 0.83 und im Keller 1.3. Im Haus haben die Fenster "einen speziellen Glas-Rand-Verbund" (warme Kante steht nirgendwo - aber ich denke das ist es) - im Keller entsprechend nicht.

    Kondenswasser haben wir aber an keinem Fenster...
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  11. #10
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    Zitat Zitat von Corinna72 Beitrag anzeigen
    Da wo die Verbundglasscheiben am Rand eingefasst sind, ist oft ein Metallrahmen drin, der eine enorme Wärmebrücke bildet. Sprich: in den Ecken der Scheiben ist es dann sehr kalt und dort gibt es immer wieder und wieder Kondenswasser. Wenn man es nicht mindestens täglich wegwischt, gibt es in den Ecken Schimmel.
    Also besser: warme Kante. Da sind diese Kanten aus anderen Materialien, oder zumindest so gedämmt, so dass die Scheiben in den Ecken wärmer sind.

    LEIDER haben wir trotz 3 fach Verglasung keine warme Kante, was ich sehr bedauere!

    Es betrifft übrigens nicht NUR die Ecken. Dort ist der Effekt zwar am stärksten, weil da 2 Kanten zusammentreffen. Im Grunde aber betrifft es die ganze Kante.
    ah und wieder was neues gelernt Danke für die Erklärung.
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  12. #11

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    Warme Kante = Glasrandwärmebrücke

    Aus diesen 3 Teilen setzt sich dann auch der U-Wert des gesamten Fensters zusammen.
    Uf x Rahmenfläche + Ug x Glasfläche + "psi-g" x Glasrandlänge

    Interessant für die solaren Gewinn ist dann noch der g-Wert des Glases.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Zitat Zitat von Charos Beitrag anzeigen

    Interessant für die solaren Gewinn ist dann noch der g-Wert des Glases.
    und welcher sollte das sein Ug 0,6 oder 0,5?
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    und welcher sollte das sein Ug 0,6 oder 0,5?
    Der g-Wert hat nichts mit dem U-Wert zu tun. Er bezeichnet den Energiedurchlass von außen nach innen, also Sonnenstrahlung zum Beispiel. Google liefert sicherlich ein paar schöne wissenschaftliche Erklärungen dafür.

    Gruß
    Ralf
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