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Untergrund bei Pflasterarbeiten ist schwammig

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  1. #1

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    Untergrund bei Pflasterarbeiten ist schwammig

    Hallo und schon einmal Danke an alle die sich über mein Problem den Kopf zerbrechen
    Ich bin gerade dabei meine Hofeinfahrt neu zu pflasten. Der alte Aufbau war wie folgt: Waschbetonplatten in Mörtel und darunter eine massive Betonplatte mit ca. 20cm Stärke, darunter war ein Sand Kies gemisch unterschiedlich stark aufgeschüttet. Ich habe daraufhin auf 42cm tief ausheben lassen. (30cm Frostschutzschicht, 4cm Feinplanie, 8cm Pflasterstein) Während der Arbeit mit dem Rüttler stellte ich fest das auf ca. 3m² der Boden schwammig wird. Nach zwei Tagen war der Boden wieder fest. Zweite Lage Material aufgebracht, gerüttelt und wieder schwammig, jetzt ca. noch 2m². Ich muß gestehen das es die letzten 14 Tage zwischendurch stark geregnet hat. Im Moment lasse ich die Einfahrt ruhen und setzte Randsteine.
    Wer kann mir Tipps zu weiteren Vorgehensweise geben.

    Gruß
    Andreas
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  2. Untergrund bei Pflasterarbeiten ist schwammig

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  3. #2

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    was ist denn das für ein grund, auf dem du deinen aufbau aufgebracht hast?
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  4. #3
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    Hallo,
    ich denke mal es handelt sich um Füllmaterial. Wie bereits erwähnt hatte ich nach 42cm noch ein kiesgemisch vielleicht körnung 0/16 das unterschiedlich dick aufgetragen war 10-20cm untendrunter war gewachsener Boden. 1,5m von Haus entfernt passiert nichts beim rütteln. Die schwabbelstelle ist so ca. 3,6m vom haus weg. Der Nachbar hat mir erzählt das teilweise Lehm im Boden sein.
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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    "Gummiboden" ?
    Dann ist der Feinkornanteil hoch. Mit einer (leichten) Vibrationsplatte ist dass beschriebene dann typisch. Vermutlich ist dann auch noch der Wassergehalt im Boden zu hoch.
    Das geeignetere Verdichtungsgerät wäre ein Grabenstampfer
    Wenn nun das Erdplanum nicht genügend Gefälle und Ebenheit hat wird sich an dieser Stelle auch immer wieder Wasser sammeln und den Boden aufweichen.
    Dass kann auch später noch negative auswirkungen zeigen.

    Boden raus, Untergrund mit Grabenstampfer nachverdichten und dann die folgenden Schichten wieder einbauen. Zweckmäßigerweise auch diese bis auf die oberste Lage (Feinplanum) mit dem Grabenstampfer verdichten.
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  6. #5

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    Linkenheim liegt direkt am Rhein und da gibt es "echt nen Gummiboden " , sieht aus wie Lehm ist aber Lette. Wenn du den Dreck nicht ausbaggerst wird dein Boden immer schwabbeln, egal mit was du verdichtest.
    Goggle mal nach "Letteboden"
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  7. #6
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    Danke mal für die Info´s
    Die Rüttelplatte hatte 250kg. Der Grundwasserspiegel hier liegt ab 6m. Was wäre passiert wenn ich jetzt z.b. im Hochsommer die Arbeiten gemacht hätte. Überall liest man Aushub so um die 50cm. Ich hatte jetzt min.42cm. Im Sommer wäre doch alles trocken gewesen und ich hätte nichts bemerkt, oder doch?
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  8. #7
    Avatar von alex2008
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    Ferndiagnosen sind immer schwierig aber der Beitrag von Berndt könnte schon ein Tip in die richtige Richtung sein. Dann landet man im Bereich Bodenstabilisierung, Bodenverbesserung. Also bspw. Geotextil, Boden mit größerem Korn verbessern, kalken.

    Und eine Rüttelplatte mit 250kg ist schon eher ein Leichtgewicht.
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  9. #8

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    @lunastarska

    War im schwammigen Bereich ein anderer Boden nach dem Aushub zu erkennen? Wenn ja gibt es Bilder oder wie kann der Boden beschrieben werden?

    Wenn nein, ein kleines Loch im schwammigen Bereich graben, um den Grund für zu erkunden.

    Wahrscheinlich liegt weicher, feinkörniger, tonig-schluffiger Boden im Untergrund vor. Falls dies der Fall ist, im schwammigen Bereich zusätzlich 30 cm ausheben lassen. Schroppen oder Grobschlag (da gibt es unterschiedliche regionale Bezeichnungen) 0/150 mit einem Stampfer in den weichen Boden einarbeiten und darauf 30 cm Grobschlag verdichtet einbauen. Weiterer Aufbau wie geplant 30 cm Frostschutz usw.
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  10. #9

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    Das Problem hatte ich auch!
    Also bei mir war es so:

    Das HT Rohr zum Kanal ging durch die Hofeinfahrt und war nur ca. 30cm eingegraben (Anschluss von der Dachrinne). Beim Rütteln wurde dann der Boden extrem schwammig!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo,
    unter dem Sand Kies gemisch befindet sich feiner Sand so ab ca. 60cm tiefe, weiter habe ich bisher an keiner Stelle ausgehoben weil der Rest von der Einfahrt sich super verdichten lässt. Es ist ja nicht nur schwammig sondern nach dem Rütteln hebt sich das Material das ich eingebaut habe (0-36) ganz leicht an, reißt ein bisschen und setzt sich dann gleich wieder, nach ein paar Stunden ist alles wieder fest so das man nicht einmal mit dem Spaten reinkommt.
    P.S
    Ich denke der Rüttler ist mit 250kg schon recht schwer. Der Pflasterer bei uns im Dorf rüttelt mit 200-250kg.
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  12. #11
    Avatar von alex2008
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    bei solchen Böden erreicht man mit Vibrationsplatten nur recht bescheidene Erfolge.
    Eine Platte mit 250kg ist auch nicht besonders schwer, abhängig von der Größe der Grundplatte sogar eher leicht.
    Und universell geeignete Verdichtungsgeräte gibt es nicht da es je nach zu verdichtendem Material unterschiedliche Anforderungen an grundlegende Geräteparameter gibt die tw. recht gegensätzlich sind.

    In deinem Fall hat der Boden wohl zuviel feinste Kornanteile und vermutlich auch noch zuviel Wasser. Da ist die von PeterK beschriebene Vorgehensweise eine mögliche Lösung, auch wenn ich beim Größtkorn nicht unbedingt Schroppen sondern mich mit kleinerer Körnung dafür aber eher Einkorngemisch begnügen würde. Dass benötigt aber unbedingt ordentlich Mumms bei der Verdichtung. Vibroplatten taugen hier kaum.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Das Grobmaterial werde ich schichtweise mit einem Stampfer einarbeiten und dann wieder neu aufbauen.
    Aber mal was anderes. Mir fehelen noch ungefähr 6cm bis zu eigentlichen feinplanie. Ich habe mir zwar Mühe gegeben aber so ganz plan bekomme ich die Fläche nicht mit dem groben Zeugs. Kann man eigentlich das feinere Material auch dazu nehmen die Fläche abzuziehen und dann mit dem Rüttler verdichten und danach dann die 4cm Feinplanie drauf, die ich dann natürlich nicht abrüttle. mir geht es nur darum eine möglichst plane Fläche zu haben weil die Feinplanie ja nicht mehr wie 1cm differenz haben soll.
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  14. #13
    Avatar von alex2008
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    du hast jetzt von unten her neu aufgebaut.

    Auf der Fläche hast jetzt von unten her:

    Untergrund dass ist der vorhandene anstehende Boden, gewachsener Boden

    darauf die Frostschutzschicht welche gleichzeitig auch Tragschicht ist. Die muß aus nichtbindigem frostsicherem Material sein. Obs dass ist richtet sich vorwiegend nach dem Anteil der feinen Bodenteilchen. Zuviel feiner Sand ist zwar evtl grad noch nichtbindig aber nicht unbedingt auch frostsicher!
    Also nimm nicht das ausgebuddelte Kies/sand gemisch sondern das gleiche wie für die FSS/Tragschicht

    Wenn noch 6cm fehlen ist eigentlich ein Korngemisch von 0/32 das maximale. 0/16 wäre wohl eher angesagt. Aber Achtung Kiesmischungen für Estrich oder Beton sind dafür eher suboptimal.
    Wenn das vorhandene Material gröber ist kann man auf so einer kleinen Fläche aber auch mal hingehen und das grobe Korn mit nem Gartenrechen "rauskämmen" Dass ist dann je nach Fläche mehr oder weniger Fleißarbeit.

    Abziehen mit Was? Mit Rohren und Setzlatte? Kannst mit grobem Material nahezu vergessen. Ist schon mit der Pflasterbettung nicht ganz so einfach wie es erscheinen mag.
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  16. #14
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    die letzten 6cm mache ich auch mit dem Recycling Material mit dem ich schon angefangen habe, das bekomme ich auch in 0/16. Nur wie bekomme ich die Fläche so Plan das ich max. 1cm Differenz drin habe. Ich hätte jetzt so bis auf 1cm mit 0/16 verdichtet und dann mit dem Split der für das Pflasterbett vorgesehen ist die Fläche plan abgezogen und dann noch mal mit dem Rüttler drüber. Dannach 4cm Splitt lose als Pflasterbett.
    Geht das so???
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  17. #15
    Avatar von alex2008
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    dass mit der Ebenheit ist so ne Sache. Eine schmale "Rinne" in der sich Wasser sammelt und die dann dazu noch im späteren Spurbereich der darüberfahrenden Fahrzeuge liegt macht sich deutlich negativer bemerkbar als ein paar flache "Hügel" wo sich das Wasser aber nicht sammelt.
    Lausig sind auch gröbere Kornnester wo sich das Bettungsmaterial nach dem Abrütteln reinverflüchtigt.
    Ebener wie +/- 1cm auf 4m Messstrecke brauchts Planum dann aber wirklich nicht sein

    Und noch nen Tip für die Selbstverleger: Fugenabstand wirklich 3mm lieber mal 6 als nur 2! Und die Steinreihen schnürrt man regelmäßig ab und richtet die Steine nach. Und nachrichten bedeutet i.d.R. nicht die Steinreihen zurücklopfen sondern wenns nen Bogen gibt die entsprechenden Steine vorschieben. Dass geht wenn man kein Richteisen hat meist auch ganz gut mit ner Flachschaufel
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