Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 32

Thema: Garagenboden

  1. #1

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Großbettlingen
    Beruf
    Dipl.Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    5

    Garagenboden

    Hallo,

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Einbringen eines geeigneten Garagenbodens. Meine Doppelgarage wird nun seit ca. 20 Jahren nur mit dem Rohfußboden genutzt. Nun möchte ich gerne einen geeigneten Boden einbauen, den ich dann später auch mit Fliesen bekleben kann. Das Problem dabei ist nur, dass ich keine vernünftige Höhe für einen Glattstrich oder Estrich habe. Es geht dabei um eine mögliche Bodenhöhe (ohne Fliesen) von ca. 2,5 bis 4,5 cm Bodenaufbau und ich befürchte, dass ein herkömmlicher Estrich in dieser Dicke nicht hält.
    Kann mir jemand aus dem Forum einen Tipp geben, welchen Bodenaufbau ich in dieser Situation wählen kann?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Garagenboden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Berni
    Registriert seit
    02.2005
    Ort
    Ostwestfalen-Lippe
    Beruf
    Estriche
    Beiträge
    2,739
    Tach Kendel,

    wenns nicht mehr Probleme sind

    Der Betonboden muß zunächst gefräßt werden.
    Es gibt Estrichfirmen, die bieten das gleich mit an.
    Auf den sauberen Beton kann nun ein Estrich im Verbund (Verbundestrich) aufgebracht werden. Der Verbund wird durch eine Haftbrücke hergestellt, die meist auf den vorgenäßten Beton aufgebürstet wird.
    Im Verbund sind 2,5cm Estrichstärke ausreichend.

    Gruß Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345

    Garagenboden ? Estrich 2,5 cm?

    Tut mir leid, ich finde den Vorschlag ziemlichen Käse.
    Wieso denn überhaupt ein Estrich?
    Gefälleerzeugung?
    Lieber spachteln und direkt fliesen?
    Und im Winter, wenn der Schnee dann aus den Radkästen plumpst, wird es richtig rutschig?
    2K-Boden?
    ...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345

    Ergänzt:

    Nochmal ich...

    da in Bernis Profil "Estriche" steht, tät mich schon mal interessieren, was für ein Wundermaterial das ist (bei der Belastung).

    Habe im Altbau oft ähnliche Probleme, mal lernt ja gerne dazu...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Freising
    Beruf
    Bauunternehmer
    Benutzertitelzusatz
    Bauunternehmer
    Beiträge
    13,416

    "mmmh"

    ich heiße zwar ned Berni ... "ABER" diese Estriche nennt man Industrieestriche ... ca. 2 cm stark ... ansonsten wie´s der Bernie beschrieben hat ... für TG Böden gibt´s nix besseres ... ein Link zur der Firma die das für uns immer erstellt (!)
    .
    http://www.hofmeister-boden.com/industrie_ml.htm
    .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345

    mmmh...aha...

    Besten Dank für die Info,

    so ganz schlau, wieviel Kunststoffanteile(bzw. Zusammensetzung) jetzt in dem Boden sind, bin ich bei Firma H. nicht geworden.

    Daß ist sicher die richtige Lösung, nur ich habe noch keine geflieste TG gesehen

    Gute Nacht noch
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Freising
    Beruf
    Bauunternehmer
    Benutzertitelzusatz
    Bauunternehmer
    Beiträge
    13,416
    so einen Hofmeisterboden fliest man auch "nicht" ... daß wären sprichwörtlich Perlen für die Säue ... sowas imprägniert man und gut ist´s ... Ideal für Tiefgaragen / Garagen und auch Kellerböden bei Wohnanlagen die nicht mehr belegt bzw. gestrichen werden ... ich bin begeistert von diesen Böden "aber" ohne Kugelstrahlen o. fräsen geht da nix ... die Firma Hofmeister ist sicher nicht die günstigste ... "ABER" ich kenne keine Firma in meiner Region die eine hochwertigere Arbeit abliefert (!)
    .
    die Rezeptur iss dort Betriebsgeheimnis die Zusätze größtenteils eigene Produkte (!)
    .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345

    Also lieber nicht fliesen...

    Fliest man Garagen für den Hausgebrauch?
    Ansonsten ja anscheinend konform.
    Jetzt aber wirklich "Nächtle"
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Avatar von Berni
    Registriert seit
    02.2005
    Ort
    Ostwestfalen-Lippe
    Beruf
    Estriche
    Beiträge
    2,739
    @susannede,

    was hast du denn für eine Belastung in einer normalen Garage?
    Hier braucht nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden, hier reicht ein stinknormaler Estrichmörtel mit einer Zusammensetzung wie bei schwimmenden Estrichen im Wohnungsbau. Hier sollen ja auch noch Fliesen drauf.

    Das ganze Geheimnis ist der Verbund.

    Du mußt doch zunächst die vorhandene Aufbauhöhe auffüllen.
    Mit was für Spachtelmassen? Die sind auch alle auf Zementbasis mit Kunststoffzusätzen. Meinst du, diese sind wesentlich druckbelastbarer?
    Aber zumindest zig-mal so teuer. Und die Untergrundvorbereitung hast du auch.
    Bei schw. Estrichen oder auch Estrichen auf Trennschicht liegt der Estrich zwar auf der Dämmschicht oder der Trennlage auf, muß aber für sich tragfähig sein. Dieses erreichst du nur über die Estrichstärke und die Festigkeitsklasse des Mörtels.
    Bei einer Verbundkonstruktion werden die Lasten in den Untergrund (Beton) weitergeleitet, und dies kann auch praktisch schon über 10mm starken Estrich geschehen. Hier ist die Estrichstärke von der Kornzusammensetzung abhängig (Größtkorn) .

    Wenn du jetzt keine Fliesen oder anderen Belag auf den Estrich in so eine Garage drauf machst, mußt du die Festigkeit des Estrichs erhöhen, damit die Abriebfestigkeit des Sichtbodens erhöht wird, oder der Estrich größere Haftzugfestigkeiten an der Oberfläche für die Aufnahme von Kunstharzbeschichtungen aufweist.
    Hier gibt es auch noch andere Möglichkeiten.
    Aber unser Fragesteller will ja wohl Fliesen aufbringen.

    Für weitere Fragen stehe ich dir natürlich gerne zu Verfügung. Aber erst spät am Nachmittag.

    Gruß Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345

    @berni

    Lieben Dank für Deine Erläuterungen. Du hast ja in allem recht, im Verbund werden die Lasten (auch die dynamischen) direkt weiter gegeben und die geringe Höhe ist ja fast eine "Spachtelung". Ich habe mit Epoxidböden ein paar schlechte Erfahrungen gemacht (waren zu weich) in Bereichen, in den eine Aufbauhöhe von 6cm versprochen war und faktisch waren nur 3,5 cm (komplett) vorhanden - und es war noch Gefälle auszubilden.

    Die Optik von Industrieböden, finde ich, kann sehr ansprechend sein. Ich war am Wochenende in Luxemburg, im neuen Museum für Geschichte und Kunst, und war von dem Boden dort sehr angetan.

    Aber eine Garage zu fliesen, mag auf den ersten Eindruck eine "saubere" Sache sein, in der Nutzung halte ich es für absoluten Quatsch.

    Es sieht entweder stets dreckig aus, oder jemand muss stets wischen/reinigen. Und im Winter (und den gibt es hier noch) wird die Angelegenheit recht schliddrig (kommt natürlich auf die Rutschfestigkeit der Fliesen an) - ich sehe es bei Nachbarn, die es gemacht haben, da steht die Matschbrühe dann, läuft nicht ab, trocknet nicht weg, bildet im allerschlechtesten Fall Eislinsen über Nacht wenn's tief friert. Eine beheizte Garage haben wir ja wohl nicht.

    Als Weiblein ist mir die Frage des Putzaufwandes immer wichtig und eine "Garage ist eine Garage" und sollte besenrein gehalten werden können.

    Meine nachgelegte Frage für heute nachmittag wäre - Oberflächenbehandlung auf reinem Betonboden aus Deiner Sicht? Denn oft ist gar keine, zumindest bei einem kleinen Gefälle, Aufbauhöhe mehr da und trotzdem soll eine ansprechende Optik / Abriebfestigkeit erzeugt werden. Und da steht dann meist Betonbehandlung / PCI "vor der Tür".

    Beste Grüße - und man wird hier wirklich "schlauer" (daher Dank!)

    susanne
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von Berni
    Registriert seit
    02.2005
    Ort
    Ostwestfalen-Lippe
    Beruf
    Estriche
    Beiträge
    2,739
    Tach Susanne,

    Garagen in Altbauten mit wenigen mm Aufbau kannst du tatsächlich nur spachteln (PCI und Kollegen). Ist nicht mein Ding, führe ich auch nicht aus.
    Wenn denn wenigstens 10mm Höhe vorhanden ist, kann eine Hartstoffverschleißschicht oder oder so ab 20mm ein Zementestrich mit höherer Festigkeit und Hartkorneinstreuung aufgebracht werden. Beide Methoden sollten mit Tellermaschine zugerieben werden und anschließend geflügelt. Wenn diese Estriche richtig eingebaut werden, kann die Oberfläche auch so bleiben.

    Das Problem ist nur, Verbundestriche müssen sehr sorgfältig eingebaut werden. Bei vielen Betrieben geht das in die Hose. Deswegen empfehle ich Bauherrn im Forum diese Arbeitsweise auch nicht gern.

    Z.B. können alle Estriche auch eingefärbt werden.
    Und du kannst wie Josef schon geschrieben hat, Estriche auch imprägnieren oder versiegeln. Doch bei Versiegelungen unbedingt diffusionsoffenes Material verwenden.
    Alte Böden können auch mit Natriumsilikat (Wasserglas) verfestigt werden.

    Im Neubau sind planerisch eh alle Möglichkeiten offen. Hier dürfte es an nötigen Aufbauhöhen nicht scheitern, um einen 6cm Zementestrich auf Trennschicht einzubauen.

    Der Trend wird in den nächsten Jahren allerdings zu monolithischen Böden hingehnen. Dies im Industrie und Objektbereich wahscheinlich mehr als im Wohnbereich (Garagen). Diese Betonböden werden sehr eben eingebaut und geschliffen. Ist natürlich was fürs Auge.

    Gruß Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    1,443
    alternativ
    Beton vornässen, mit Zement/Sand-Milch einstreichen, rote Klinkerplatten im Dickbett verlegen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Großbettlingen
    Beruf
    Dipl.Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    5
    Hallo Forum,
    toll, was man von euch so alles zu einem Thema alles erfahren kann. Das bringt mich doch tatsächlich noch auf weitere gute Gedanken.
    Die Idee, ein Gefälle in diesen Boden einzubauen finde ich sehr gut, so kann das Schneematsch-Wasser nach vorne zum Tor hin auslaufen. Damit könnte auch der Garagenboden etwas dicker werden. Wieviel Gefälle wird denn in so einem Fall vorgesehen?
    Das mit dem fräsen des Rohbodens verstehe ich nicht ganz. Der Boden ist von sich aus so rauh, dass ich im halben Jahr einen Besen mit ausfegen ruiniere und ich fege gewiss nicht jeden Tag meine Garage aus. Übrigens, beheizt ist die Garage, weil sie direkt ans Haus angeschlossen ist und auch Heizkörper installiert hat. Gefliest muss ja nicht unbedingt werden, habe ich mir auch für später ausgedacht, falls Risse entstehen. Ich finde es einfach eine saubere Sache (in meiner Nachbarschaft sind einige Garagen gefliest). Das mit der Tellermaschine und geflügelt suggeriert bei mir eine hochwertige Sache (schön eben und total gleichmäßig). Vom normalen Estrichbelag bin ich was Ebenheit betrifft für große Flächen nicht gerade verwöhnt- im Haus habe ich da so meine negativ Erfahrungen gemacht, oder aber es waren tatsächlich Murkser, die kein Gefühl für eine ebene Fläche haben.
    Ganz wichtig ist für mich noch, dass der Boden auch einigermaßen wasserdicht ist, denn ich habe die kpl. Garage unterkellert und darunter befinden sich seit letztem Jahr beheizte Wohnräume. Ein Problem bereitete mir im letzten Winter das Schneematsch-Wasser vom Auto, das durch die Rizen meiner früher vorhandenen und nun zugegossenen Montagegrube (Deckendurchbruch) nach unten sickerte. Das ist auch mit der Grund, warum ich unbedingt in diesem Winter ein Boden in der Garage haben will.
    Also wirklich danke für die tollen Beiträge, vielleicht höre ich ja noch ein paar Dinge zu meinen neueren Äusserungen, damit mir die Entscheidung für den richtigen Boden leichter fällt.

    Tschüss zusammen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von Berni
    Registriert seit
    02.2005
    Ort
    Ostwestfalen-Lippe
    Beruf
    Estriche
    Beiträge
    2,739
    Tach Kendel,

    ein wirkungsvolles Gefälle fängt bei 1,5% an. Auf 6m Länge 9cm.
    Aber, Estriche müssen gleichmäßig dick sein. Gefälle müßte also schon im Rohbeton vorhanden sein.
    Bei einem Sektionaltor läuft z.B. das Wasser im Winter vor die Gummiabdichtung, welche dann am Boden festfriert und dann auch schon mal kaput geht.

    Fräsen muß unbedingt sein. Dies hat nicht nur was mit der Rauhigkeit des Betons zu tun. Gerade bei altem Beton setzen sich die Poren mit Öl, Fett und anderen haftungsfeindlichen Materialien zu. Gerade in diese Poren muß sich die aufgebrachte Haftbrücke verkrallen. Bei noch sehr frischen Beton ist es die Zementschlämme, die keine Haftzugfestigkeien aufweist und der Estrich samt dieser oberen nicht festen Zone beim Abbinden losreißt.
    Fräsen ist ein MUß!!! bei Verbundestrich.

    Gruß Berni
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Großbettlingen
    Beruf
    Dipl.Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    5
    Hallo C. Schwarze,
    sag doch bitte mal, wie "dick" denn so ein "Bett" sein kann. Kann ich damit den ganzen Bodenaufbau bestreiten? Wie wird damit ein Gefälle erzeugt? Wie sicher hält dieser Boden auf dem Rohfußboden, ohne dass evtl. ganze Plattenzonen sich vom Unterboden lösen. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Dickbett-Material relativ trocken sein muss, damit es nicht wegläuft---> das gibt mir aber wieder ein Gefühl von keinem richtigen festen Verbund mit dem Unterboden! Sind meine Zweifel berechtigt?
    Gruss Kendel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. Garagenboden verstärken
    Von SE im Forum Sonstiges
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 30.01.2006, 22:59