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Defekte "Schwarze Wanne" reparieren

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  1. #1

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    Defekte "Schwarze Wanne" reparieren

    Ich bewohne ein EFH Baujahr 1998 in Bernau. Bauweise Fertighaus in Holzständerbauweise, Keller auf Bodenplatte aus WU-Beton, KS-Wände, "Schwarze Wanne" wegen Schichtenwasser über OK Bodenplatte, Perimeterdämmplatten als mechanischer Schutz, teilw. Hilfsdrainage.
    In 2011 Wassereinbruch nach Dauerregen mit Stauwasser bis Erdbodenoberkante. Defekte Stelle(n) 30-70 cm über OK Bodenplatte an Südseite - nach wiederholtem Wassereintritt bei entsprechendem Schichtenwasserstand vermutet. Habe das Problem mittels Abpumpen des Wassers nahe der vermuteten Schadenstelle(n) vorläufig entschärft. Habe allerdings keine funktionierende Vorflut ...
    Wie/ wo finde ich einen geeigneten Planer für die notwendige Instandsetzung?
    Das ist im Moment meine größtes (mentales) Hemmnis bei der Behebung.
    Ich habe bereits viel gelesen und auch eventuelle Ursachen -Baumwurzeln von Kastanie ca. 9 m vom Haus- gefunden. Ich befürchte jedoch größere Beschädigungen der noch intakten Abdichtschicht beim Entfernen der Perimeterplatten. Mir scheint der Schutz der Abdichtung insgesamt und besonders an der Unterkante Bodenplatte unzureichend.
    Beratung seitens einer willkürlich ausgewählten Firma traue ich nicht (mehr) sehr, weil nach meiner Erfahrung meist das mehr oder weniger zufällig vorhandene KnowHow als massgeblich erklärt und davon die Lösungsvorschläge abgeleitet werden.
    Eigenleistungen kann ich begrenzt erbringen. Falls eine Rundumerneuerung der Abdichtung ansteht, bin ich jedoch vermutlich auf ein Firma angewiesen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Siegfried
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  2. Defekte "Schwarze Wanne" reparieren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn es "nur" um die Instandsetzung und gegebenenfalls die Anpassung der Abdichtung an den Lastfall geht halte ich einen versierten Dachdeckerbetrieb für ausreichend. Einfach mal bei der HWK informieren und in "Vor-Ort" Gesprächen versuchen den "richtigen" herauszufiltern.
    Wenn das ganze wirklich von einem nicht Ausführenden extern geplant werden soll mal nach einem SV-/ Planungs- Büro in der Gegend googlen. Hier kann sich auch die Suche bei der Ing.-/Handwerks.- und Industrie- und Handelskammer als hilfreich erweisen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Danke erst mal für die Antwort.
    War nach dem Forumseintrag gleich noch ein paar Stunden weg und jetzt erst wieder am PC.
    Auf Handwerkskammer bin ich komischerweise nicht gekommen.
    Auf die Idee, erst einen Fachmann zu befragen, kam ich wegen der Bauhistorie des Kellers. Der ist entsprechend Bodengutachten mit schwarzer Wanne geplant worden. Da ist auf eine Betonsauberkeitsschicht Elefantenhaut geklebt und darauf die Bodenplatte aus WU-Beton hergestellt worden. Soweit scheinbar in Ordnung. Danach lag dieselbe Elefantenhaut-Bahnen verkehrt herum an Außenseite Bodeplatte an und wurde mit der von OK Keller herunter gehenden Bahn verklebt. Mit Verfüllen der Baugrube war das Ganze praktisch sofort zerstört, da an kompletter Außenseite der Bodenplatte und Hohlkehle kein Verbund von Dichtbahn und Baukörper vorhanden. Der erste stärkere Regen im Oktober lief ungefiltert in den Keller. Ausführung durch Dachdeckergewerk der Kellerbaufirma.
    Nach dem scheinbar unvermeidlichen Hickhack mit der Baufirma hat eine Sanierungsfirma in II/99 die gegenwärtig vorhandene Abdichtung hergestellt.
    Alles freigeschachtet, Dichtbahnen weg, Beschichtung - m.e. Heißspritzauftrag- bis Unterkante Bodenplatte/ Anschluß an untere Horizontalabdichtung. Perimeterdämmplatten mit Stufenfalz als mechanischen Schutz der Dichtung punktweise geklebt. Hat ja auch ein paar Jahre (mindestens 10-11) funktioniert. Leider fehlen Detail-Infos zur Beschichtung. Firma existiert anscheinend nicht mehr.
    Inzwischen ist der Defekt da. Ich hab beim Aufgraben an der vermutlichlichen Eintrittsstelle ein paar Kastanienwurzeln gefunden, die sich in die Perimeterplatten gebohrt haben. Selbst an der Unterkante der Bodenplatte ca. 1,6 m unter OKG gehen Haarwurzeln Richtung Unterbeton/ Horizontaldichtung. Das ist der Punkt wo ich unruhig wurde. Wenn die Dichtung unter der Bodenplatte angegriffen würde, wäre das vermutlich auf Dauer schwer zu beherrschen. Die Ausbildung der Kanten usw. ist augenscheinlich weder normgetreu und noch praxisgerecht.
    Freigraben, Baugrubensicherung, KMB drauf schmieren ... traue ich fast jedem zu. Aber was tut man gegen soviel biologische Aktivität? Noppenbahnen ... mir fehlt die Vorstellungskraft/ Wissen/ Erfahrung einzuschätzen, was dauerhaft der richtige Schutz insbesondere ganz unten aber auch an der vertikalen Abdichtung ist.
    Eine direkte Empfehlung eines bekanntermaßen kompetenten Beraters/ Fachfirma aus derGegend -Bernau bei Berlin-wäre für mich bequem - scheint aber schwierig zu sein.
    Jedenfalls habe ich so etwas bisher nicht gefunden.
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  5. #4

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    Nun, das hört sich in der Ausführung wahrlich etwas haariger an. Vielleicht bei der Ing.- oder Handelskammer mal nach einem auf Abdichtung spezialisierten SV fragen. In der Gegend kenne ich keinen.

    Viel Glück!
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