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C100/115 Beton zum anmischen?

Diskutiere C100/115 Beton zum anmischen? im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    C100/115 Beton zum anmischen?

    Hallo,

    ich bin momentan auf der Suche nach hochfestem Beton. C100/115 ist anscheinend die festeste Betonnorm, die es momentan gibt. Wird beim Bau von Sicherheitsanlagen, wie z.B. den Mauern eines Atomkraftwerks auch Beton dieser Klasse verwendet, der ja bei entsprechender Stärke sogar Flugzeuge unbeschadet überstehen kann? Oder verwenden die da noch etwas anderes?

    Was ich momentan suche, ist einen hochfesten Beton, den man noch selbst anmischen kann. Kann mir da jemand evtl. mit Produktnamen weiterhelfen?
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  2. C100/115 Beton zum anmischen?

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  3. #2

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    Unbeschadet übersteht so schnell kein Beton Flugzeugen (wenn sie denn dagegen fliegen). In entspr. Dicke und bei Ausbildung entspr. statischen Systems kann ein Bauwerk einem Flugzeugabsturz widerstehen ohne zusammenzufallen.

    Bei Atomkraftwerken wird für den unkonventionellen Teil (also Reaktor, etc.) Strahlenschutzbeton genommen. Schwere Gesteinskörnungen als Zuschläge sind hier verarbeitet.

    Selber mischt man keinen hochfesten oder Strahlenschutzbeton zusammen.

    Als Sackware kaufen kannst Du Beton der Festigkeitsklasse C25/30. Mehr nicht.
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  4. #3

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    du kannst ja mal beim nächsten lieferwerk fragen, ob du den bekommst. da kommt bestimmt sehr schnell die frage nach der zusammensetzung. anders rum gesagt, solch ein beton ist nichts zum selber anrühren.
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  5. #4
    JamesTKirk
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    Ein C 100/115 ist ein absoluter Sonderbeton, den auch nicht jedes Lieferwerk herstellen kann, da eine Menge an ganz speziellen Ausgangsstoffen dafür notwendig sind (z.B. Mikro- und/oder Nanosilika). Ein so hochfester Beton kann auch nur bei sehr wenigen Baumassnahmen in Deutschland zum Einsatz (ich meine z.B. im Japan-Center in Frankfurt).
    Als Abschirmbeton für kerntechnische Anlage ist dieser Beton eher ungeeignet, da es hier maßgeblich auf die Rohdichte ankommt (Verwendung von Schwerbetonen) und der hochfeste Beton im Brandfall sehr negative Eigenschaften aufweist. Weiterhin steigt das E-Modul und damit die Spödigkeit des Betons, je höher ich die Festigkeit wähle, was bei Anpralllasten eher negativ ist.

    Um zu Deiner Frage zu kommen: So etwas selber anzumischen kannst Du nicht. Mit "normalen Baustellenmitteln" (z.B. Freifallmischer) ist in meinen Augen ein C 30/37 (als Strahlenschutzbeton übrigens völlig ausreichend, nur schwer muss er sein) die Obergrenze.
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  6. #5

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    Sofern es kein Stahlbetontragwerk nach DIN/EC werden soll - dann gäbe es als Sackware zum Selberanrühren noch Untergussbeton / Vergussmörtel. Diese erreichen eine Endfestigkeit von 50+ N/mm2 dürfen aber nur in begrenzten Abmessungen eingebaut werden und müssen streng nach Herstellerangaben gemischt und eingebaut werden.
    Gruß
    Holger
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  7. #6
    Themenstarter

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    Es geht mir bei der Frage nicht wirklich um ein Bauvorhaben. Deshalb bin ich nicht wirklich auf irgendwelche tatsächlichen Normen angewiesen. Und als Ausstattung habe ich etwas mehr, als Baustellenmittel zur Verfügung.

    Ich bin momentan dabei, einen Tresor zu bauen, der meinen Anforderungen entspricht. Zwei Schichten der Außenhaut möchte ich aus Beton herstellen. Damit möchte ich erreichen, dass der Tresor so schwer wird, dass man diesen nicht in einem Stück aus dem Haus bekommt und dass er nur schwer aufgebohrt bzw. aufgeschnitten werden kann. Sicherlich erreiche ich letzteres auch durch ein Materialwechsel zwischen speziellem Stahl (hab mir da einen Stahl aus dem Stahlschlüssel ausgesucht), speziellen Fasern vermischt mit Glaswolle und eben Beton.

    Und momentan bin ich eben auf der Suche nach einem solchen Beton. Da die Beton-Schichten nur 20-25mm dick bei einem Volumen von etwas unter 2m^3 werden sollen und die Tür sowieso speziell gefertigt wird, brauche ich jetzt keinen Betonmischer aus einem Betonwerk. Deshalb auch die Frage nach Sackware.
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  8. #7

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    Wie jetzt?! Glasfasern + spezielle Fasern mit Beton gemischt und dann als 20-25mm dicke Schicht eingebaut?!

    Sorry, aber ich denke, dass das nix wird.

    Mach lieber die geplanten "Beton"-Schichten ebenfalls aus Stahl. Stahl ist um einiges schwerer und dann zusätzlich noch 'stabiler'.

    Oder wenn was aus Beton, dann entspr. dicker als 20mm konstruiert die Wände/ Schichten.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Die Wände eines Tresores bestehen nicht nur aus einem Material, sondern aus verschiedenen. Stahl bietet da relativ wenig Widerstand. Einen Tresor, der nur aus Stahl besteht, kann ich mit einem Trennschleifer sehr schnell öffnen. Und da wird es egal sein, ob eine Wand aus 20mm oder 80mm Stahl besteht. Verwende ich jetzt spezielle Fasern, so habe ich einen ähnlichen Effekt, wie eine Schnittschutzhose zu einer Motorsäge. Eine Betonschicht nach (nicht mit den Fasern oder der Glaswolle gemischt) dem Stahl und den Fasern soll ein Aufflexen verhindern. Ich denke schon, dass diese Kombination funktionieren wird.

    ... und wenn nichts daraus wird, dann war es eben ein erfolgreicher Versuch, wie man es nicht macht
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  10. #9
    JamesTKirk
    Gast
    Dann ist hochfester Beton aber der falsche Baustoff. Wenn Du ein Feuerchen nebenan anzündest, platzt der schneller weg, als Du schauen kannst. Dann müsstest Du Kunststofffasern (z.B. PP-Fasern) dem Beton zugeben, die im Brandfall schmelzen und dem eingeschlossenen Wasser Raum zur Ausdehnung bieten. Der Einsatz dieser Fasern senkt aber wieder die Festigkeit.

    Ein klassischer Tresorbeton liegt im Bereich der Druckfestigkeit C 45/55 und ist i.d.R. Schwerbeton, d.h. es werden Schwerzuschläge wie z.B. Baryt, Magnetit oder Stahlgranalien verwendet. Das ist das, was Du brauchst, lässt sich aber auch nicht auf der Baustelle, sondern nur im Transportbetonwerk herstellen.
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  11. #10

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    was willst du mit einem selbst gemachten tresor? mit dem tresor bekommst du keinen pluspunkt, weder bei deiner versicherung noch wird der irgendwie anerkannt. für anerkannte tesore gibt es verschiedene klassifizierungen, neben der tragbewehrung kann auch eine sicherheitsbewehrung erforderlich werden. dazu ist eine betonrezeptur vorgeschrieben, die aber nicht durch einen C 100/115 ersetzt werden kann.
    wenn du dir einen tresor just for fun schaffen möchtest, kannst du es machen, wie du es willst.
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  12. #11

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    Ich habe mal gesehen, dass Tresore in Sandwichbauweise hergestellt werden. U.a. aus Stahlplatten mit Kopfbolzen, Wärmedämmung, Stahlgitter/waben mit Betonfüllung, Loses Material (damit sich Kernbohrgeräte und Bohrer darin verhaken), Kevlarschichten usw. usf.
    Sonst könnte man ja z.B. in die äußere Stahplatte einen Ausschnitt hineinflexen, eine Kernbohrung im Beton herstellen und das nächste Loch durch die Stahlplatte ins Innere flexen.
    Zertifizierte Tresore kann man aber nicht selber bauen.
    Gruß Holger
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  13. #12

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    Jetzt kommt's...................obacht.................. .

    Sitzt Ihr alle????

    Ja???

    Gut.

    Achtung: es gibt fertige Tresore (mit Zertifizierung) und einem Schloß dran zu kaufen!

    Die funktionieren dann auch in puncto Sicherheit (Diebsgesindel), Feuerbeständigkeit und Versicherungsakzeptanz.

    O.K., das konnte man kaum ahnen...sehe ich ein.

    Und diese Teile kann man dann ins Mauerwerk einbauen (mit Betonummantelung und entsprechenden Anschlußeisen). Solche Teile wiegen leer schon mal gute 70 - 80 kg. Will man diese mit stumpfer Gewalt aus der Wand klöpfeln (es sind zB idR 5 seitig ummantelnd mind. 10 cm Beton vorgeschrieben, bei denen die ich jetzt so kenne...das macht sie nicht leichter und man kriegt sie auch nicht mit der Nagelfeile aus der Wand gepopelt), so hat man echt was zu tun. Man sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen. Viel Zeit.

    Noch besser: Man hält dem Hausherrn eine großkalibrige Waffe unter den Riechzinken. Dann öffnet der einem das Teil ganz ohne Werkzeugeinsatz.

    Aber ich schweife ab.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Die funktionieren dann auch in puncto Sicherheit (Diebsgesindel), Feuerbeständigkeit und Versicherungsakzeptanz.
    Genau, solche Tresore funktionieren in punkto Sicherheit gegen Diebsgesindel. Also quasi gegen Banden, die irgendwo einsteigen, um Geld oder Wertgegenstände zu stehlen und quasi auf leichte Beute aus sind. Die Hersteller machen sich zwar Gedanken um Sicherheit, allerdings ist es für mich nicht genug. Und nur weil da ein VDS Logo auf dem Tresor ist, sagt es nichts über die verwendeten Materialien oder die Mechanik aus.

    Und verschiedene Tresore mal auseinander zu nehmen, um zu sehen, was da drin steckt, ist irgendwie nicht drin.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Witzige Idee
    Nur mal zur Basis: Wer benötigt einen derartigen hochsicheren Tresor? .. richtig jemand der Geld hat, der dann natürlich diesen selbst baut.
    Und verschiedene Tresore mal auseinander zu nehmen, um zu sehen, was da drin steckt, ist irgendwie nicht drin.
    Tresore höchster Klasse werden nicht aus Beton gegossen oder pur aus Stahl hergestellt. Flex und co sind hier schneller durch als man schauen kann.
    Die Scharniere und Schlösser sind bei den meisten Tresoren der Knackpunkt. Hier etwas selbst zu zimmern ist unmöglich.

    Schau mal bei Firma Stockinger!

    .. und für den Fall des Selbstbaus, bitte ich herzlichst um Fotos
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  17. #15

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    Auch Tresore im eher sparsamen Preissegment halten einem Masisven Werkzeugeinsatz schon recht lange stand.

    Auch die Tresore der sogenannten Küchenblechmafia sind ja nicht sooooo schlecht:

    http://www.youtube.com/watch?v=cLrBxc0PrXk

    Einen Tresor selber zu basteln mag ein nettes Experiment sein. Ob es dann aber sicherer sein wird?????
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