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Neubau Reihenmittelhaus

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  1. #1

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    Daumen runter Neubau Reihenmittelhaus

    Hallo zusammen,

    bin ganz frisch hier und würde gerne mit mehr Bildern als Worten unseren Neubau veröffentlichen - ich hoffe, dass ich im richtigen Thread bin. Meine Absicht ist nicht, dieses Forum als Bautagebuch oder seine Poweruser und Profis als kostenlose Sachverständige zu missbrauchen. Nein, ich denke, dass es hier bestimmt viele gibt, die einfach Interesse und Neugier an anderen Baustellen haben und Bilder werden ja immer ganz gerne und schnell durchgeschaut Natürlich nehme ich trotzdem sehr gerne Tipps, Tricks, Hinweise und Empfehlungen an.

    Also, es handelt sich um ein Reihenmittelhaus, insgesamt vier in Reihe - zwei oben und zwei unten mit einem Höhenunterschied von 60cm. Meins ist das erste tiefere Haus (also dritte von links). Läuft alles komplett über einen Bauträger, das heisst ich habe nicht sehr viel Einblick in Statik und Co. Wichtig zu wissen ist, dass es teilunterkellerrt ist, d.h. der Eingang vorne ist ebenerdig, das Wohn- und Gartengeschoss ist eine Etage drüber. Gerne stelle ich mehr Infos (Grundrisse etc.) zur Verfügung, wenn Interesse besteht.

    Leider komme ich nur so einmal die Woche Sonntags dazu Bilder zu schiessen - aufgrund des harten Winters 2012/2013 befindet sich das ganze momentan est im Status "Bodenplatte". Passend zu den Fotos möchte ich gerne die entsprechende Baubeschreibung zitieren: "Die Gründung der Häuser erfolgt nach statischen Erfordernissen. Die Erdgeschossbodenplatte wird in wasserundurchlässigem Beton ohne Trennfuge zum Nachbarhaus, die erdberührten Erdgeschossaußenwände werden in wasserundurchlässigem Beton gemäß DAfStbRichtlinie ausgeführt, „wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (WU-Richtlinie) und mit Trennfuge hergestellt. Es werden die Anforderungen der Nutzungsklasse B erfüllt. Die Geschossdecken bestehen aus Stahlbeton entsprechend den statischen Erfordernissen. Die Decken sind konstruktiv zum Nachbarhaus getrennt."

    Viele Grüße

    mzaktas


    DPP_0002.JPGDPP_0001.JPGDPP_0003.JPGDPP_0004.JPGDPP_0005.JPGDPP_0006.JPG
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  2. Neubau Reihenmittelhaus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    ...und hier noch die restlichen Bilder...

    DPP_0007.JPGDPP_0008.JPGDPP_0009.JPGDPP_0010.JPGDPP_0011.JPG
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  4. #3
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von mzaktas Beitrag anzeigen
    [...] Die Erdgeschossbodenplatte wird in wasserundurchlässigem Beton ohne Trennfuge zum Nachbarhaus [...] Es werden die Anforderungen der Nutzungsklasse B erfüllt. [...]
    Auwei.

    Durchgehende Bodenplatte - möglicherweise Körperschallübertragung
    Nutzungsklasse B ist was für Parkhäuser, da darf dann Wasser als Tropfen an der Wand zu sehen sein. Hat den Vertrag jemand mit Sachverstand auf Ihrer Seite gegengelesen?


    Zu den Bildern:
    Ist da irgendwo noch eine Sauberkeitschicht drunter, die ich nur nicht sehe? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Die eingesaute Bewehrung muss vor der nächsten Betonage wieder sauber gebürstet werden.
    Je nach Wetterlage ist eine Nachbehandlung der Betonoberfläche erforderlich, z.B. durch abdecken mit einer Folie.
    Haben Sie einen Bewehrungsplan zu Bild DPP_0009.JPG?
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  5. #4

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    vor allem die Pentaflex sollte man sauber machen, eine Schutzfolie sehe ich nämlich nicht auf dem Teil, welches aus der Bodenplatte noch rausschaut.
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  6. #5
    Baufuchs
    Gast
    Ich hab´s mal hierher verschoben.

    Ursprüngliche Rubrik "Forenbauten" ist der Vorstellung solcher Bauten vorbehalten, bei denen mind. einer der Bauexperten (Architekt/BU/GU/GÜ) an der Ausführung beteiligt ist/war.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Dass mit der Nutzungsklasse und durchgehenden Bodenplatte war mir schon vorher klar, aber bei den Bauträgern hat man Null-Chancen Verträge zu individualisieren - entweder man kauft's oder ein anderer tut's (und momentan ist der Markt wegen der Zinsen schon ziemlich aktiv). Für ein individuelles Einfamilienhaus fehlt das nötige Kleingeld. Da alle mit diesem relativ großen und bekannten Bauträger sehr zufrieden sind, haben wir also zugeschlagen (wenn ich mir die öffentlichen Baubeschreibungen anderer BT anschaue, stehen wir echt nicht schlecht da).
    Eine durchgehende oder getrennte Bodenplatte scheint ja kontrovers diskutiert zu werden: Schallschutz vs. Abdichtung - gibt ja noch das zweischalige Mauerwerk mit 4cm Trennfuge (aber Schallbrücke ist halt Schallbrücke)...
    Die Nutzungsklasse B habe ich ehrlich gesagt auch nicht verstanden: da bei diesem Haustyp nur der hintere Teil erdberührend ist könnte es vielleicht ausreichen. Aber wie schaut's unter der Bodenplatte aus, da ist ja auch Erde? Keine Ahnung. Ich frage mal den Bauleiter nach einem Bewehrungsplan (Intellectual Property?), ebenso auch welche Unternehmen die Erdarbeiten und Betonarbeiten machen (wer weiß wofür es noch in Zukunft helfen kann). Könnte es sein, dass ein Bodengutachten B eventuell als ausreichend erachtet hat (d.h. beides erfüllt: Stand der Technik und Gewinnmaximierung)?

    Ich versuch mal Fotos von den Gruben der anderen Häuser zu machen: die sind nämlich noch nicht soweit, sodass ich "frühere Einblicke" erwische. Sonntag gibt's also ein Update...

    Vielen Dank und ein sonniges Grillwochenende!

    mzaktas

    PS. @Admin: irgendwie ist in meinen initialen Threadtitel "Daumen runter" gelangt. Das war nicht bewusst, könnt Ihr das wegmachen (oder ich)?
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  8. #7
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von mzaktas Beitrag anzeigen
    Eine durchgehende oder getrennte Bodenplatte scheint ja kontrovers diskutiert zu werden: Schallschutz vs. Abdichtung - gibt ja noch das zweischalige Mauerwerk mit 4cm Trennfuge
    Das Mauerwerk steht aber auf der Bodenplatte - und nun hat Ihr Nachbar an eben dieser Wand seine Treppe - und 8 Kinder mit schwerem Tritt und die ganze Familie trainiert für ihr Hobby "vertical running" im Eigenheim.
    Klar ist die Abdichtung für den BT preiswerter - aber was passiert, wenn beim Nachbarn der Keller unter Wasser steht, weil der Aquastop versagt hat? Die Wanne muss dicht sein, ob ich jetzt vier in Reihe habe oder eine große, das macht keinen Unterschied, einen Vorteil bei der Abdichtung sehe ich nicht - nur einen bei der Kostenoptimierung. In welchem Umfang man diese an den Kunden weiterreicht ist natürlich Verhandlungssache, einen solchen Kompromiss halte ich für durchaus legitim.

    Die Nutzungsklasse B habe ich ehrlich gesagt auch nicht verstanden: da bei diesem Haustyp nur der hintere Teil erdberührend ist könnte es vielleicht ausreichen. [...] Könnte es sein, dass ein Bodengutachten B eventuell als ausreichend erachtet hat (d.h. beides erfüllt: Stand der Technik und Gewinnmaximierung)?
    Nein, das ist ausschließlich der Gewinnmaximierung geschuldet, oder besser gesagt, der Vermeidung von Gewährleistungsansprüchen. Sie verwechseln da zwei Sachen, einmal die Beanspruchungsklasse (1 für drückendes Wasser etc., 2 für nichtstauendes Sickerwasser und Bodenfeuchte) und Nutzungsklasse: Bei Nutzungsklasse A ist ein Feuchtetransport in flüssiger Form nicht zulässig, genau so wenig wie Feuchtestellen auf der Bauteiloberfläche. Nutzungsklasse B hingegen bedeutet, dass Feuchtetransport in flüssiger Form in Bereichen von Trennrissen, Arbeitsfugen etc. in begrenztem Maße zulässig sind, und zwar auch mit Bildung von Wasserperlen und Dunkelverfärbungen.
    Und wenn jetzt Wasser durchkommt (was nicht gesagt sein muss), dann geht sogar noch die Diskussion los wie viel denn "in begrenztem Maße" genau ist, anstelle dass dann achselzuckend einfach verpresst wird - und das sind die Kosten, auf denen Sie dann später sitzen bleiben.

    Fazit: Ich hoffe Sie haben nicht vor den Raum einer hochwertigeren Nutzung als der als Kartoffelkeller zuzuführen, um es mal brutal zu sagen. Nutzungsklasse B kann ich mir bei Parkhäusern oder ähnlicher, nachrangiger Nutzung einreden lassen, im privaten Wohnungsbaubereich hat das meines Erachtens nichts verloren, wer das versucht zu vereinbaren, der versucht den Kunden zu betuppen bzw. sich aus der Gewährleistung herauszuwinden.

    Natürlich können Sie auch Glück haben, es heißt ja nicht, dass es so kommen muss aber wenn auf vier Zeilen schon zwei Fußangeln im Vertrag sind...


    PS: Bitte beachten, dass die weiße Wanne manchmal nach Jahren das erste mal voll beansprucht wird, erst dann können die "Selbstheilungskräfte" des Betons wirken, d.h. Schmutz setzt sich in die Risse, überschüssiges CaOH2 reagiert - sprich, auch nach 5 Jahren kann eine 'trockene' Wand das erste Mal feucht werden. Das gilt aber auch für Nutzungsklasse A.
    PPS: Interessant wäre ein Foto der unteren Lage der Bewehrung bei den Nachbarbauten - und wenn Sie das Foto machen, dann können Sie auch gleich nachsehen inwiefern eine Sauberkeitsschicht darunter ist, d.h. ein unbewehrter Magerbeton u.a. als Grundlage für Abstandshalter.
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  9. #8
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    N'Abend zusammen, hi Inkognito,

    ich kann mir durchaus vorstellen, dass durch die "niederwertigere Klasse" natürlich im Falle eines Falles der Bauträger mehr Luft zum Entkommen hat - hoffen wir, dass es nicht soweit kommt. Ich habe ja nur diesen Kellerraum von knapp 20qm, der wird soll ja (erst mal) auch für Waschen und Kartoffeln genutzt werden - da frage ich mich aber, inwiefern mein Sonderwunsch "Blindanschluss für zukünftige Heizung Kellerdecke" Sinn macht...naja, wenn's mal feucht wird, könnte ich ja dann die Heizung aufdrehen

    Jedenfalls hat mein Freund und zukünftiger Nachbar nach meinem Thread die Bodenplatten-Menschen auf dem Grundstück angetroffen und man hat ihm gesagt, dass eine Sauberkeitsschicht angelegt wurde. Ich werde aber konkret noch den Bauleiter hierzu fragen.
    Ich habe wie versprochen heute mal Fotos von den Nachbargruben geschossen, werden aber nicht viel helfen wahrscheinlich. Das Problem ist, dass ich als Laie die Fotos blind schiesse und sicher dem "PPS" nicht gerecht wurde...Unter dem vielen Gitter sehe ich eine Folie, rundherum das Pentaflex (@Prüfhammer: Schutzfolie?), kann man hier irgendwo die Fundamenterdung sehen?

    Bodenplatte 1.JPGBodenplatte 2.JPGBodenplatte 3.JPGBodenplatte 4.JPGBodenplatte 5.JPGBodenplatte 6.JPG


    Zurück zu meinem Haus: hab mal besonders von den Stellen geschossen, die nach meinem laienhaften Wissen kritisch sein könnten (und zwar Trennfugen Nachbarbauten), aber da lasse ich mich eines besseren belehren. Die erdberührende Kellerwand aus WU-Beton/Beton (nach Plan 25cm) scheint als Fertigteil angeliefert worden zu sein (keine Ahnung, ob da noch Beton zwischengegossen wird), andere tragende Wände werden aus Kalksandstein gemauert - nun offensichtlich wird hier Markenqualität verwendet, vielleicht spricht das ja für sich Viel Spaß beim Durchschauen...(ich glaube die Bilder müssen in einen neuen Beitrag...)
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  10. #9

  11. #10

  12. #11
    Themenstarter

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    und hier die letzten:

    KS Steine 1.JPGKS Steine 2.JPG
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  13. #12
    Inkognito
    Gast
    Das sind sogenannte Elementwände - und ja, dazwischen muss noch Beton. Und auf keinen Fall vergessen sollte man das Vorfeuchten - nicht 10 Minuten sondern einen Tag vorher! Wenn ich mich recht entsinne brauchen die auch eine Anschlussmischung (klar, spätestens für WU), sprich, die untersten 30cm des Ortbetons sollten ein kleineres Größtkorn haben.

    Die Pentaflex Bänder sind die Fugenabdichtung zwischen Bauteilfugen, z.B. Bodenplatte und Wand da diese nicht in einem Guss betoniert werden. Inwiefern diese Art der Anwendung mit akkustischer Entkopplung - also mit freiem Wasserzutritt - überhaupt zulässig ist kann Ihnen der Hersteller sagen. Allerdings sträuben sich mir alle Nackenhaare, die Antwort würde mich auch interessieren.
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  14. #13

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    Wenn du eine gute Baubegleitung in SG brauchst dann funk mich an. Kenn den schon seit 10 Jahren, war mein Bauleiter, ein unbequemer und total netter Mensch

    Welche Ecke Solingens ist das denn?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Ich glaube, damit alles perfekt läuft, muss man irgendwie Bau studiert haben und bei jedem Schritt anwesend sein: ich weiss noch nicht mal, ob das der Bauleiter des BT das macht - sollte ich vielleicht auch nachfragen. Habe nur Angst, dass bei zuviel Gefrage vielleicht erst recht in meine Suppe gespuckt wird

    @inkognito: ich hoffe, dass die das so machen wie es richtig ist, ansonsten ist es ja in diesem Sinne vielleicht gut, dass es gerade regnet und die Wände nass werden Zum Pentaflex habe ich folgendes vom Hersteller gefunden: http://www.h-bau.de/PENTAFLEX-R-Scha...STK.230.0.html
    Sieht zumindest auf meinen Bildern ähnlich aus...
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  17. #15

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    Auf dem Bild "Bodenplatte 4" erkennt man, dass zwei unterschiedliche Fugenkonstruktionen gemischt werden. Der Anschluss/ die Verbindung zwischen horizontalem Fugenblech und vertikalem Fugenband wäre interessant zu wissen.

    Weiter ist zu erkennen, dass keine SK-Schicht im eigtl. Sinne gemacht wurde. Es wurde Folie genommen.
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