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  1. #1

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    Sandwichplatten Dacheindeckung (WiGa) Dampfsperre ja oder nein?

    Hallo,

    wir haben aktuell die oberseitige Verglasung unseres Wintergartens (ins Haus eingebunden und mit beheizt) entfernt. Das Dach des Wintergartens wurde nun mit normalen Sandwichplatten/Elementen (Oberseite Alu, Mitte PUR 120mm 0,22, unterseite Alu) auf quer zu den Sparren verlaufenden Dachlatten bedeckt. Nun wollte ich Rigips unterseitig anbringen und da kommt doch glatt jemand vorbei und bringt mich beiläufig völlig aus dem Konzept..

    Er meinte (Zimmermann), das unterseitig zum Wohnraum hin noch eine Dampfsperre anzubringen sei.Da sowieso eine Unterkonstruktion aus Latten für den Rigips drunterkommt, solle ich diese auch gleich noch mit Klemmfilz füllen, dann die Folie drauf und dann den Rigips. Ich kenne das mit der Dampfsperre aus dem Dachausbau mit Dämmwolle etc, klar, da macht das Sinn bzw. geht es nicht ohne. Aber bei Sandwichplatten? Da dürfte es doch gar nicht dazu kommen das an der Unterseite Dampf kondensiert oder? Zumal nicht bei solchen dicken Platten?! Hier habe ich doch Wärmedämmung und dampfdiffusiondichte Ebene direkt aufeinander bzw. vereint oder sehe ich das falsch?

    Ich habe die Platten extra daher genommen, das nicht noch unterseitig gedämmt und foliert werden muss. Ähnlich wurde es mir vom Hersteller auch geraten. Sprich: Sandwichplatte auf die Sparren und einfach unterseitig nach belieben verkleiden, oder ganz einfach sogar so lassen. Schwitzwasser wäre nicht zu erwarten da der Wintergarten mit ins Haus eingebunden ist und auch ganzjährig, wie alle weiteren Räume auch, beheizt wird. Erschien mir logisch.

    Nun bin ich aber doch wieder etwas unsicher ob diese Auskunft so richtig war. Falls diese Frage eher etwas für das Unterforum Bauphysik ist, kann ich diese auch gerne dort stellen.

    Über Meinungen und Erfahrungen bin ich dankbar!
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  2. Sandwichplatten Dacheindeckung (WiGa) Dampfsperre ja oder nein?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    also Dampfsperre brauchst du an dieser stelle definitv keine. Im moment sehe ich auch kein Problem dort sofort eine Verkleidung, in welcher form auch immer, anzubringen.
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  4. #3
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    Danke für die Einschätzung, dann liege ich ja doch nicht so falsch. Einzig die "thermische Trennung" bereitet mir noch ein paar Sorgen.. Es ist ja empfohlen, sobald Bauteile etwas auskragen, eine thermische Trennung vorzunehmen. Bei Sandwichplatten wird das ja oft mittels Trennschnitt in der Unterseite gemacht. Ich habe umlaufend ca. 50cm Dachüberstand auf dem Wintergarten. Die Platten liegen direkt auf Dachlatten welche auf den Sparren bzw. 10x10cm Kanthölzern der WiGa Konstruktion geschraubt sind auf. Den entstandenen, umlaufenden Abstand zu den Sparren von ca. 4 cm (Dachlattenstärke) werde ich noch mit Styropor oder Dämmschaum verschliessen. Aber die Wärmebrücke bleibt ja wahrscheinlich noch in dem Masse bestehen, das bei strengen Temperaturen das kalte Alu der unterseite Außen und das warme Alu der unterseite drinnen, zu Kondenswasser innen führen könnten. Gibt es außer einem Trennschnitt noch weitere Möglichkeiten, was sagen die Bauphysik Experten?
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  5. #4

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    vorsicht bei mehrlagiger und unterschiedlicher dämmung mit dem thema kondensatbidung. die obere lage aus sandwichelementen ist dampfdicht. der untere aufbau ist diffusionsoffen. könnte ein ähnliches problem werden wie innen- und außendämmung.

    muss die unterseitige verkleidung unbedingt sein? wie sieht die auflagerung der sandwichpaneele auf der tragstruktur aus? wie werden die falzräume ausgebildet? die befestigung der sandwichpaneele erfolgt wie?
    diese fragen müssen zuerst geklärt werden, damit die bauphysik geklärt werden kann.
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  6. #5
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    Die Unterseitige Verkleidung muss sein, ja. Ansonsten würde man direkt unter das Blech und die imprägnierten Dachlatten schauen auf welchen die Sandwichplatten aufliegen und verschraubt sind. Eine unterseitige Dämmung würde ich nicht mehr vornehmen, sondern unter die Dachlatten eine Traglattung und dann Rigips darunter. Verschraubt sind die Platten von oben durch bis in die Dachlatten mit Spenglerschrauben. Die Falzräume werden mit EPS 0,32 und/oder Dämmschaum geschlossen. Von innen und aussen jeweils ein Blendbrett davor. Muß hier ein thermischer Trennschnitt sein oder gar noch etwas ganz anderes beachtet werden?
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  7. #6

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    dann hinterlüfte die gipskartonplatten, in dem du z. b. ringsum 10 mm schattenfuge lässt.

    für einen wintergarten ist das eine merkwürdige konstruktion. hast du die 120 mm eindeckung mal berechnen lassen. für einen beheizten raum bestimmt zu wenig. schallschutz ist auch kein thema?
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  8. #7
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    Ja, berechnet ist das alles. Die Dämmung ist um welten besser als die vorher vorhandene, oberseitige Isolierverglasung. Das mit der Schattenfuge ist natürlich eine Option, danke für den Hinweis. Ich bin mir bloß noch nicht sicher ob zwingend eine thermische Trennung mittels unterseitigem Trennschnitt (direkt vor dem Auflagepunkt außen?) erfolgen muss.. Da scheiden sich ja auch wieder die Geister.
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  9. #8

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    Was ist mit Luftdichtigkeit? Hab selten erlebt, das die Platten luftdicht gestoßen werden können überall. Hast du die Nähte abgeklebt auf der Innenseite?
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  10. #9
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    Ja, die Fugen sind mit Acryldichtstoff ausgespritzt und zusätzlich mit Klebeband (Sicrall) abgeklebt worden..
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    dann hinterlüfte die gipskartonplatten, in dem du z. b. ringsum 10 mm schattenfuge lässt.

    für einen wintergarten ist das eine merkwürdige konstruktion. hast du die 120 mm eindeckung mal berechnen lassen. für einen beheizten raum bestimmt zu wenig. schallschutz ist auch kein thema?
    warum denn hinterlüftet? Ich sehe da keine Notwendigkeit - soweit man aus den Angaben, die gemacht wurden, ablesen kann...
    120mm mit lambdaR als Sandwich wird vermutlich vom Hersteller mit U=0,19 - 0,20 angegeben. Oder sogar besser. So schlecht ist das nicht...

    Luftdichtheit ist enorm wichtig. Ich sehe hier die Problem aber vor allem an den Randanschlüssen, wobei die Stöße schon auch sehr wichtig sind...
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  13. #11
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    Also berechnet wurde alles von einem Energieberater, das hat schon Hand und Fuss. Uns blieb im Prinzip auch nur die Möglichkeit einer Sandwichplatte um Wärmedämmwert, Statik, Gegebenheiten vor Ort und Kosten in Einklang zu bringen. Wenn dies alles keine Rolle gespielt hätte, dann wäre die Ausführung auch wahrscheinlich eine andere gewesen.

    Hm.. jetzt habe ich einmal die Meinung hinterlüftet und einmal nicht hinterlüftet. Luftdichtheit ist (hoffentlich) durch den Dichtststoff und Sicrallband gegeben. Mehr Gedanken als die Hinterlüftung bereitet mir aber immer noch die thermische Trennung bzw. die Frage, ob hier wirklich ein Trennschnitt in der Unterseite der Elemente so wichtig ist? Anscheinend gibt es dazu viele auseinander gehende Meinungen, auch "unser" Bauingenieur konnte uns hier keine fundierte Aussage zu geben. Über Meinungen oder besser Erfahrungswerte dazu bin ich daher dankbar.
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