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  1. #1

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    Kostenrechnung/Bauauftragsrechnung

    Liebe Kollegen,
    ich bin selber in der Baubranche tätig und habe eine Frage bezüglich der Ermittlung der Zuschlagsätze bei der Angebotskalkulation.
    Die Zuschlagsätze setzen sich aus Allgemeine Geschäftskosten + Wagnis + Gewinn zusammen und werden dann mit nachfolgender Formel umgerechnet:
    Bsp.: Allg. Geschäftskosten = 8%, Wagnis + Gewinn = 2%; Summe = 8+2= 10%; x=(p*100)/(100-p) = 11,11% und das ist jetzt meine Frage warum erhöht sich jetzt der Zuschlag
    um 1,11% und warum rechne ich bei der Angebotskalkulation nicht mit den zuerst ermittelten 10% weiter?

    lg Patrick
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  2. Kostenrechnung/Bauauftragsrechnung

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  3. #2

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    Das ist einfaches Prozentrechnen. Es hängt davon ab, was die 100% sind. Wenn über die Endsumme kalkuliert wird, dann werden die Zuschläge prozentual vom Endpreis berechnet.
    Um später 10% AGK + Wagnis + Gewinn vom Endpreis zu haben, muss man natürlich auf die einzelnen Kosten mehr als 10% aufschlagen; nämlich die genannten 11,11%.

    Beispiel: 10% von 1.000 € sind 100 €. Wenn ich nun vorher Kosten von 900 € ermittelt habe und schlage da 10% drauf, dann erhalte ich lediglich 990 € Endsumme.
    Bei 11,1111% Zuschlag erhält man dann 1.000 €. Alles klar?

    Das soll die Geschäftsführung vorgeben ob über die Endsumme oder nur als Zuschlagskalkulation gerechnet wird in der Firma. Das hängt nämlich davon ab wie die Buchhaltung die AGK ermittelt hat.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Also bei der Kalkulation über die Angebotssumme reche ich ja wie folgt: Herstellkosten x Zuschlagsatz (AGK+W+G=zB.: 10%) = Nettoangebotssumme aber da schlage ich ja bei 10% die 11,11% auf und nicht 10%.
    Warum das so ist verstehe ich nicht!
    Bei der Kalkulation mit vorausbestimmten Zuschägen rechne ich ja: Einzelkosten der Teilleistungen x Zuschlagsatz (AGK+W+G=zB.: 10%) = Einheitspreis und hierbei multipliziere ich ja auch nur mit 10% und nicht mit
    11,11%?
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  5. #4

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    Was gibts da nicht zu verstehen. In #2 habe ich es doch genau erklärt.
    Bei Kalkulation über die Endsumme sind die 10% Zuschlag, 10% von der Endsumme. Wenn Du also kalkulierst, musst Du auf die Kosten natürlich mehr als 10% (nämlich 11,11%) aufschlagen um später von dem Ganzen 10% für AGK, Wagnis+Gewinn zu haben.

    Das ist das gleiche wie mit der Mehrwertsteuer. 19% MwSt. bedeutet 19% vom Endpreis (Bruttopreis). Wenn etwas 1€ kostet, dann sind da 19 Cent MwSt. enthalten. Das Produkt kostet netto also 81 Cent. Wenn Du nun rückrechnest und auf die 81 Cent 19% aufschlägst, dann landest Du bei 81 x 1,19 = 96,4 Cent.
    Du musst um vom Netto- auf den Bruttopreis zu gelangen natürlich mehr als die 19% aufschlagen. Nämlich 81 x (100/81) = 81 x 1,23456 = 100.

    Sorry, aber das lernt man in der Mittelstufe.
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  6. #5

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    Wenn etwas 1€ kostet, dann sind da 19 Cent MwSt. enthalten. Das Produkt kostet netto also 81 Cent.
    ähm nö

    Bruttopreis = 1,19 --> MwSt. = 1,19 /119*19 = 0,19 --> Nettopreis = 1,19/119*100 = 1,00

    Mittelstufe
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  7. #6

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    CastleInGT: Japs. Hast Recht. Habe mich bzgl. der Mehrwertsteuer mit der Basis selber vertan - sorry, bin kein Kaufmann. Aber natürlich wird die MwSt. auf den Nettobetrag addiert. Sehr gut aufgepaßt - Danke.

    Das eigtl. Prozentgerechne und der Grund für die unterschiedlichen Prozentsätze ist aber korrekt. Darauf kam es hier ja an. Dabei sieht man dann halt mal wie schnell man das durcheinanderschmeisst was wirklich die Basis ist, von dem der Prozentsatz genommen wird....
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  9. #7

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    Ersteinmal hat eine Aufschlags-/Zuschlagskalkulation immer als Bezugsgröße den Nettoeinkaufspreis. Möchte man anhand des Verkaufspreises rechnen, nennt man dies eine Abschlags-/Handelsspannenkalkulation.
    Folgender Link zeigt entsprechende Formeln anhand eines Beispiels: http://www.absatzprofil.de/kalkulati...elsspanne.html
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  10. #8

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    CastleInGt: Ja. Aber im Bauwesen nennt man das dann Kalkulation über die Endsumme. Also wenn der Bruttopreis als Grundlage/ Basis für den Zuschlag genommen wird.
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