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  1. #1

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    Statikschäden im Holztafelbau?

    Sehr geehrte Experten des Forums,

    hier eine verkürzte Darstellung von Auffälligkeiten und Schäden, die von mir wahrgenommen wurden. Die Gesamtdarstellung u.a. sende ich bei Bedarf gern nach.

    -1996 Bau des Fertighauses, Winkelbungalow in Holztafelbauweise
    -2005 Einzug als Mieter ohne Schäden, 2008 Kauf des Hauses
    -Dez.2011: bei Badumbau Wasserschaden entdeckt: Wasser stand auf Bodenplatte, 14 Tage techn. Trocknung
    -Nov.2012: Risse in Decken festgestellt
    - Dez. 2012: Risse in Kehlbalken, Pfetten und deren Stiele, Windrispenbänder verbogen, Furnierlaschen zusammengedrückt, Innentürzargen verschoben, erste Verschiebungen an Fenster und Haarrisse an Verblendmauer
    -seit Jan. 2013: Risse in Kehlbalken, Pfetten, Stielen in Anzahl, Ausdehnung, Stärke zunehmend, Pfetten verschoben, Stiele verdrehen sich, Mehrzahl der Sparren gerissen, Glashalteleisten der Fenster und Anschlüsse an Wand haben Spalten, alle Verblender durch Haarriss vom Mörtel getrennt, auch breitere Risse
    - erstes Knacken im Haus stellten wir 2010/2011 fest, inzwischen ist es deutlich und vermehrt
    -einige Wände würden wir inzwischen als instabil(wackeln) bezeichnen

    Mit der Feststellung der Risse im Dachgebälk im Dezember 2012 kontaktierten wir den Hausanbieter und zogen einen Gutachter hinzu.

    Der vom Fertighausanbieter ermächtigte Bauleiter und auch ein von uns beauftragter Gutachter stellten Schwindrisse fest, die für die Tragfähigkeit des Gebäudes keine Bedeutung hätten.

    Seit Februar wiesen wir mehrmals auf die ständige Zunahme der Schäden am Haus hin. Im April war der Bauleiter wiederholt vor Ort und wies auf Ermüdungserscheinungen hin. Die Risse im Dachgebälk wären vor langer Zeit entstanden.

    Der Gutachter wird wahrscheinlich Ende Mai eine Festigkeitsmessung im Schwellbalken im Bereich des Bades vornehmen, wegen des Wasserschadens 2011.

    Ich bin kein Baufachmann und kann nur die zunehmende Verschlechterung des Hauses in kurzer Zeit feststellen und denke, dass mir die Zeit davonläuft.
    Meine Frage an die Fachleute:
    Weisen diese Schäden auf einen Tragfähigkeitsverlust an der Gesamtkonstruktion hin?
    Welche Sofortmaßnahmen könnten realisiert werden, um das Fortschreiten der Schäden zu
    Begrenzen(Öffnen, Stützen- wo?) ?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Manu
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  2. Statikschäden im Holztafelbau?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Der Haushersteller ist zu 99,999 % aus allem raus und kümmert sich wohl nur aus Kulanz.

    Ob die Aussage des SV unter- oder die Darstellung der Mängel und Schäden übertrieben ist, lässt sich so nicht sagen.
    Die Beschreibung klingt z.T. dramatisch
    Windrispenbänder verbogen, Furnierlaschen zusammengedrückt, Innentürzargen verschoben
    aber das kann auch dem Laienblick und der Angst geschuldet sein.

    Ich würde bei fehlendem Vertrauen zu den Aussagen von SV und Gutachter ggf. einen Holzbaufachmann hinzuziehen.
    Welche Ausbildung hatte denn der SV?
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  4. #3

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    wenn es 15 Jahre keine Probleme gab und dann, beginnend mit einem vermeintlich reparierten Wasserschaden, zunehmend schlechter wird, würde ich nicht statische Gründe in Erwägung ziehen, sondern Schädigungen, die andere Ursachen haben können: Feuchteschäden (ggf. Ursache noch nciht behoben?), Baugrund?

    Wenn es jahrelang keine Probleme gab und dann neue Probleme auftreten, muss sich irgendwas geändert haben...
    Was wurde im Rahmen Ihres Hauskaufs oder danach alles geändert? Irgendwelche Umbauten, Dämmungen, Anbauten, Einbauten, eine neue Küche, neues Bad, neue Garage, neues Vordach oder sonst was?

    Ich würde nicht ausschließen, dass es unterschiedliche Ursachen für die beschriebenen "Auffälligkeiten" gibt... Wer weiß denn, ob die Windrispenbänder nicht schon von Beginn an "verbogen" waren?

    Bitte stellen Sie mal einen Grundriss und einen Schnitt und ein paar Fotos ein...
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