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  1. #1

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    Fassadenplatten an WDVS

    Hallo Zusammen,

    ich bin am überlegen, irgendwann mal, wenn eine Überarbeitung der Fassade ansteht, die gestalterischen Möglichkeiten von Fassenplatten zu nutzen.
    Ausgangssituation:
    Neubau 2011, mit 16cm Neowall WDVS mit Silikonharzoberputz

    Ich bin mit der Putzfassade nicht mehr wirklich zufrieden und bereue die vor 2-3 Jahren aus damaligen Budgetgründen getroffene Entscheidung.


    Die erste Frage wäre eigentlich, wer hier als Planer der geeignete Ansprechpartner wäre? Mein Bauvorhaben und die Bauvorhaben einiger Freunde, die auch alle mit freiem Architekten gebaut haben, hat mich bzgl. Kompetenz der Planer hier in der Region 66... sehr ernüchtert und dieses Vorhaben wäre halt schon etwas vom Standard entfernt.

    Ich wollte mich grundsätzlich vorinformieren, ob es aus folgenden Blickwinkeln Bedenken gibt, Fassadenplatten über ein WDVS zu montieren.

    a) Rechtlich: Abstandsflächen zum Nachbarn werden um ca. 15cm unterschritten, ist aber wohl im Bestand (bei energetischer Aufrüstung) möglich??
    b) Statisch: Ist das Vorhaben überhaupt zu realisieren, ohne das bestehende WDVS abzureißen, welche Montagestrategien gibt es hier (Fischer Thermax als mögliche Befestigung zu kurz gegriffen??)
    c) Bauphysikalisch: Macht das WDVS es mit, ohne abzusaufen, wenn Platten (dann hinterlüftet??) aufmontiert werden, macht es Sinn den entstehenden Hohlraum zwischen Platten und WDVS mit zusätzlicher Dämmung aufzufüllen
    d) Finanziell: In welchem groben (ich weiß, sehr schwierig zu schätzen) Rahmen liegt ein solches Vorhaben bei einem EFH Satteldach, 1,5 stöckig, 10x11m Grundriss, ca 160m² Fassadenfläche. Eher 15000€ oder eher Richtung 50000€?

    Idee bei Realisierbarkeit wäre, die Platten soweit vor dem WDVS zu montieren, dass Flugsparren und Pfettenköpfe hinter den Platten verschwinden, also ca. 12cm vor der aktuellen Wand, siehe angehängtes Foto.

    Name:  IMG_20130518_135341.jpg
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    Vorbaurolläden würden dann auch verdeckt werden --> Wartungsöffnungen vorsehen und die Fensterbänke wären natürlich auch zu kurz.

    Vielen Dank schon mal für Eure Einschätzungen
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  2. Fassadenplatten an WDVS

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  3. #2

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    Welche Platten hättest du denn gerne?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    bin mir noch nicht ganz sicher, großformatige, glattflächige Platten mit großem Spielraum, was die Farben angeht, ggf. Faserzementplatten oder gibt es da besseres Material
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  5. #4

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    Zitat Zitat von homerjaysimpson Beitrag anzeigen
    Ausgangssituation: Neubau 2011 ...

    a) Rechtlich: Abstandsflächen zum Nachbarn werden um ca. 15cm unterschritten, ist aber wohl im Bestand (bei energetischer Aufrüstung) möglich??
    Dafür ist der Bestand wohl etwas zu "neu"... falls PLZ 66* in RLP liegt, dann

    §8 (5) LBauO: "..Wandbekleidungen, die dem Wärmeschutz und der Energieeinsparung eines vor dem 1. Januar 1999 zulässigerweise errichteten Gebäudes dienen, sind in dem hierfür notwendigen Umfang in den Abstandsflächen zulässig."
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo

    66... ist im Saarland.
    Siehe hierzu auch §8 der LBO Saarland:
    (4) Geringere Tiefen der Abstandsflächen sind zulässig bei der nachträglichen Anhebung des Daches bestehender Ge-bäude, wenn die Baumaßnahme der Verbesserung des Wärmeschutzes dient; die Anhebung darf 0,50 m nicht über-schreiten.
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  7. #6

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    Wenn es ein 66... im Saarland ist, dann wäre §7 der LBO Saarland (2) 4. "...nachträgliche Außenwandverkleidungen zur Schall- und Wärmedämmung..." einschlägig, denn das Dach anheben willst du offensichtlich nicht.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen,

    ich nochmal, da es erst wenig Rückmeldung bzgl. technischer/bauphysikalischer Umsetzbarkeit gab, was wäre denn die Empfehlung der Experten bzgl. möglichem Ansprechpartner?

    Architekt mit Passivhaus Erfahrung?
    Guter Tragwerksplaner/Bauphysiker?
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  10. #8
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen,

    wolte das Thema nochmal hochholen, weil viele Fragen offen geblieben sind:

    Statisch machbar ohne bestehendes WDVS abzureißen --> z.b. Unterkonstruktion mit Fischer Thermax befestigen
    Bauphysikalisch machbar ohne bestehendes WDVS abreißen zu müssen --> Hinterlüftet 10cm oder die zusätzlichen 10cm mit Dämmstoff (Steinwolle, Holzfaserplatten) auffüllen
    Rechtlich machbar, da Abstandsflächen unterschritten werden --> Gggf. über energetische "Aufrüstung" zu rechtfertigen
    Machbar bzgl. Anschlüssen --> Fensterbänke zu kurz, Vorbaurollläden müssen noch geöffnet werden können
    Grober Kostenrahmen für so einen Schwachfug --> eher 15k€ für 160m² oder eher 50k€

    Und ganz wichtig: WELCHER PLANER KANN SO ETWAS, insbesondere in der Kompetenz-Diaspora PLZ 66***
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