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Luftwärmepumpe & Gas-Brennwertgerät Verbinden

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  1. #1

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    Luftwärmepumpe & Gas-Brennwertgerät Verbinden

    Hallo,

    ich habe ein Haus gekauft in dem eine Dimplex BWP 30 HS Luftwärmepumpe für die Trinkwasser Erwärmung und ein Junkers Gas-Brennwertgerät ZSBR 3-12 A 23 eingebaut ist. Nun möchte ich diese miteinander verbinden, da dies der Vorbesitzer versäumt hat. Ich möchte so vermeiden, dass während der kalten Jahreszeit immer wieder der Heizstab eingeschaltet wird. Der integrierte zusätzliche Rohrwärmetauscher (1,45 m²) der Luftwärmepumpe soll über den Anschluss des Gas-Brennwertgerätes der ein indirektes beheizen eines Speichers ermöglicht angeschlossen werden.

    Wenn die Energie aus der Luft zur Wassererwärmung nicht ausreicht, kann die Luftwärmepumpe an Stelle des Heizstabes eine zusätzliche Pumpe ansteuern, die dann den Rohrwärmetauscher mit warmem Wasser (Energie) versorgt. Allerdings kann und möchte ich keine zweite Pumpe an mein Gas-Brennwertgerät anschließen. Die vorhandene Pumpe im Brennwertgerät kann zudem auch zur Brauchwassererwärmung (ein indirektes beheizen eines Speichers) von extern angesteuert werden. Eine Möglichkeit ist die Ansteuerung über ein NTC, die ich allerdings vermeiden möchte, weil beide Steuerungen der Geräte aktiv bleiben und sich negativ beeinflussen könnten. Alternativ kann die Pumpe über ein Speicherthermostat (mit gold-beschichteten Kontakten) angesteuert werden, in diesem Fall wird die Reglung des Gas-Brennwertgerätes größtenteils außer Betrieb gesetzt und vom Speicherthermostat übernommen. Leider hat die Luftwärmepumpe kein Speicherthermostat.

    Meine Frage ist, ob es möglich ist, das die Luftwärmepumpe an Stelle einer zusätzlichen Pumpe ein Relais ansteuert, was dann das Speicherthermostat und dessen Kontakte (den Wechsler) ersetzt. Vorteil hierbei ist, dass nur die Steuerung der Luftwärmepumpe wirkt.

    Eine weitere Frage ist, muss der Kontakt zwischen 7 und 9 geöffnet oder geschlossen sein, damit die Pumpe den Speicher mit zusätzlichen warmen Wasser versorgt.

    Außerdem ist mir unklar warum die Kontakte des Speicherthermostat mit gold-beschichteten sein müssen.

    Speicherthermostat.jpg
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  2. Luftwärmepumpe & Gas-Brennwertgerät Verbinden

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Anubis88 Beitrag anzeigen
    Die vorhandene Pumpe im Brennwertgerät kann zudem auch zur Brauchwassererwärmung (ein indirektes beheizen eines Speichers) von extern angesteuert werden.
    Ohne Hydraulikschema ist das nur ein Ratespiel.

    Zitat Zitat von Anubis88 Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist, ob es möglich ist, das die Luftwärmepumpe an Stelle einer zusätzlichen Pumpe ein Relais ansteuert, was dann das Speicherthermostat und dessen Kontakte (den Wechsler) ersetzt. Vorteil hierbei ist, dass nur die Steuerung der Luftwärmepumpe wirkt.
    Warum so umständlich? Die Therme bedient den Speicher wie üblich, und man setzt einfach die Temperaturen mit etwas Hysterese. Dann Läuft die BW-WP auf den Speicher, und wenn die gewünschte Speichertemperatur nicht erreicht wird, muss halt die Therme ran.


    Zitat Zitat von Anubis88 Beitrag anzeigen
    Eine weitere Frage ist, muss der Kontakt zwischen 7 und 9 geöffnet oder geschlossen sein, damit die Pumpe den Speicher mit zusätzlichen warmen Wasser versorgt.
    Sollte in den Unterlagen stehen. Ob der Reglereingang auf Aktiv-High oder Low reagiert, das könnte man auch ausmessen.

    Zitat Zitat von Anubis88 Beitrag anzeigen
    Außerdem ist mir unklar warum die Kontakte des Speicherthermostat mit gold-beschichteten sein müssen.
    Vermutlich sind denen aufgrund von Schaltspitzen schon Kontakte abgeraucht, dann empfiehlt man sicherheitshalber Kontakte mit einer Goldbeschichtung.

    Ich würde mir zuerst einmal jemanden holen der sich mit der Therme und deren Regelung auskennt. Gasthermen sind ein denkbar schlechtes Spielzeug für Laien. Es gibt viele Möglichkeiten wie man einen Speicher anbinden kann, aber ob das sinnvoll ist, das hängt von den Preisen für Strom und Gas ab. Je nach Quellentemperatur der LWP kann es sinnvoll sein auf eine Unterstützung durch die Gastherme zu verzichten und die WW-Versorgung komplett getrennt von der Gastherme zu realisieren.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke für die Antwort!!!!!

    Die Luftwärmepumpe soll entscheiden wann Sie zusätzliches warmes Wasser von dem Brennwertgeräte benötig. Sie braucht bis +15 Grad Außentemperatur keine Unterstützung. Wenn ich z.B. den NTC des Brennwertgerätes in die Wärmepumpe „hänge“, würde die Gastherme immer anspringen egal ob die Außentemperatur -5 Grad oder +35 Grad ist. Die Gastherme würde immer nur die Wassertemperatur über den NTC im Speicher messen und auch im Sommer laufen obwohl das nicht notwendig wäre.

    Leider kann die Luftwärmepumpe nur über 230V eine extra Pumpe Außentemperatur abhängig steuern. So was wie ein „Ladekontakt“ hat sie nicht.

    Ein kompletter Laie bin ich nicht, ich bin Elektromeister, allerdings arbeite ich seit einigen Jahren nicht mehr aktiv in meinem ursprünglichen Beruf. Zudem möchte ich mich auch vorab informieren bevor mir von irgendeine Installateur …. verkauft.

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  5. #4

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    Deswegen hatte ich geschrieben, dass man eine Hysterese einstellen soll. Dann würde die Therme nur nachheizen wenn die WP es nicht schafft die Hysterese zu überwinden. Bsp.: BW-WP Einstellung 50°C, Therme beginnt erst bei 45°C. SO lange es die BW-WP schafft die 50°C zu erreichen, ist ja alles grün. Wenn nicht, dann fällt die WW-Temperatur und die Gastherme schaltet bei 45°C ein.

    Ansonsten kannst Du die Begrenzerfunktion nutzen, die ja bei der Therme sowohl WW als auch Heizungsbetrieb lahm legt. Ich kann Dir jetzt nicht sagen, ob in dem Regler auch Funktionen stecken, die im Sommerbetrieb ein Festsetzen der Pumpe o.ä. verhindern, sonst könnte man die Therme auch einfach auf AUS schalten.

    Für die BW-WP ist die Außentemperatur zweitrangig, sie soll das WW auf Soll bringen, egal wie kalt oder warm es draussen ist. Manche BW-WP schalten ab wenn die Quellentemperatur unter +8°C fällt, andere aktivieren dann einen Heizstab usw. Deine liefert anscheinend die Ansteuerung für einen Heizstab und/oder für eine ext. Pumpe. Mit diesem wird dann halt ein Relais geschaltet, das der Gastherme signalisiert, dass WW erzeugt werden muss. Wenn ich richtig gesehen habe, dann gibt es dazu ein Schaltbild in den Unterlagen der Therme (siehe meinen obigen Kommentar zu Begrenzerfunktion).

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Erst mal wirklich vielen Dank für die Antwort. Ich freue mich immer wenn Antworten so fachlich und niveauvoll sind!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Das mit der Hysterese hatte ich schon verstanden. Nur was ist wenn eine Person baden geht und die zweite danach z.B. duschen. Wird dann nicht zu schnell die untere Temperaturgrenze der Hysterese unterschritten? So das die Therme auch im Sommer / Übergangszeit anspringt? Außerdem macht die WP einmal wöchentliche eine thermische Desinfektion mit 60 Grad und mit einer Steuerung über einen NTC bzw. Hysterese kann die Therme die WP nicht unterstützen. Weile bei der Desinfektion die 50 Grad der oberen Hystereseentemperatur überschritten werden muss.

    Mir ist noch nicht ganz klar ob das Speicherthermostat durch einen Relais ersetzt werden kann. Weil ich nicht weiß, welchen Schaltzustand ein Speicherthermostat ausgibt. Gibt es 1 oder 0 aus oder irgendein Widerstandswert wie ein NTC.
    Außerdem habe ich noch keine Relais gefunden was mit 230V AC angesteuert werden kann und 24V DC schaltet. Was dann auch noch vergoldete und potential freie Kontakte hat.

    Mfg

    Andre
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  7. #6

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    So wie´s aussieht ist es ein normaler Schaltkontakt.

    Gruß
    Ralf
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    Nur Info:

    Zitat Dimplex: Sie müssen nicht zwingend eine Pumpe anschließen, wichtig ist, dass wir hier einen 230V Ausgang schalten. Wie Sie diesen nutzen ist Ihnen frei gestellt.
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  10. #8

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    Hatte ich doch geschrieben.

    Gruß
    Ralf
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