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  1. #1

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    Betonmischung und Wasserzementwert

    Ich versuche Torpfosten so herzustellen, wie sie in den 1930er Jahren manchmal verwendet wurden: Stahlbetonkern mit einer 3 cm starken Umhüllung aus einem Muschelkalk-Beton. Diese Pfosten wurden dann meist steinmetzmäßig bearbeitet.

    Das Verfahren, das ich mir ausgedacht habe, geht so:
    Gießen eines Stahlbetonquaders mit den Maßen: 19 cm x 19 cm x 244 cm. Dieser Kern wird in eine Schalung gehängt, die die Maße 25 cm x 25 cm x 250 cm hat, und mit Muschelkalk-Beton umgossen. Somit umhüllt der Muschelkalk-Beton den Stahlbeton mit einer Stärke von 3 cm. Zwei Pfosten habe ich auf diese Weise hergestellt mit gutem Ergebnis.

    Vor der Herstellung des Muschelkalkbetons habe ich einen Betonfachmann bezüglich der Mischungsanteile gefragt. Er riet zu Folgendem:

    Für die Herstellung von 80 Liter Beton werden benötigt 28,8 kg Zement, 14,4 kg Wasser und 147,2 kg Muschelkalk (von einem Terrazzowerk bezogen, gemahlen, Körnung 0 - 5). Um das Ganze schön fließfähig zu machen sollten 86 ml Betonverflüssiger (ich habe benutzt Pantarhit PC 150) zugesetzt werden.

    Wenn ich so vorgehe, ist mir aufgefallen, dass die Wassermenge nicht ausreicht. Obwohl ich einen guten Zwangsmischer verwende (Attika, Z4) wird der Beton so steif, dass der Mischer die Durchmischung nicht schafft. Ich muss mindestens 18 kg Wasser zugeben, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Damit steigt der Wasserzementwert aber von 0,5 auf 0,625.

    Meine Frage: Betonverflüssiger werden doch u.a. deshalb verwendet, um bei niedrigem w/z-Wert einen gut zu verarbeitenden Beton zu erhalten. Ist w/z = 0,5 bei meiner Vorgehensweise unrealistisch? Habe ich Denkfehler in meinen Überlegungen?

    Wie gesagt, die Pfosten habe ich hergestellt und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Trotzdem interessiert es mich, warum die praktischen Werte von den theoretischen abweichen. Vielleicht stimmt ja auch die Rezeptur nicht.
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  2. Betonmischung und Wasserzementwert

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Lass alles konstant und ziehe den Verflüssiger etwas hoch. Du benutzt jetzt 0,3 M.-% (bezogen auf das Zementgewicht), da kannst Du ruhig hochgehen. Die Wirkstoffbasis dieses Mittels ist ein PCE, d.h., dass die Verflüssigung sehr stark ist. Also Vorsicht, das kann dann schnell umschlagen und Du bekommst Suppe.
    Daher mein Vorschlag: Du machst die Mischung noch einmal so an und dosiert dann stufenweise direkt in den Mischer in kleinen Dosen den Verflüssiger. Nach einer Zugabe immer etwas warten und mischen lassen, bis das Mittel aufgeschlossen hat.

    Warum die Werte abweichen kann z.B. daran liegen, dass in dem Sand, den Du zur Verfügung hattest, mehr tonige Anteile enthalten waren als sonst. Das hat gewinntechnische Gründe, Sand ist halt ein Naturprodukt.
    In Betonrezepturen sind die Gehalte von Verflüssiger bzw. Fließmittel nie als fix anzusehen, sondern immer (in Grenzen) variabel. Das muss dann aber in der Rezeptur neu ausgewiesen werden.
    Ein zweiter Grund kann sein, dass Deine Mischerleistung einfach zu schwach war, das PCE anständig einzumischen. Ein Standard-Verflüssiger wäre in Deinem Fall denke ich besser gewesen.
    Geändert von JamesTKirk (26.05.2013 um 12:24 Uhr) Grund: Ergänzung
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