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Sanierungsprojekt Heizung + Fußboden

Diskutiere Sanierungsprojekt Heizung + Fußboden im Forum Sanierungskonzept & Kostenschätzung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Sanierungsprojekt Heizung + Fußboden

    Hallo liebe Bauexperten!

    Unser Haus, welches wir vor ca. 2 Jahren erworben haben, soll nun einem Projekt unterzogen werden.

    Derzeitiger Stand:
    - Baujahr 1968
    - Wohnfläche ca. 115 m² ("Haupt"haus) + ca. 25 m² Wohnfläche (Appartement)
    - ca. 15 Jahre alte Öl-Heizung (Fröling Bicitherm)
    - Öltankraum mit 3 x 1.100 Liter Tanks
    - alte Heizkörper im ganzen Haus (1 haben wir aufgrund eines Lecks am alten HK ausgetauscht)
    - offener Kamin im Wohnzimmer (größter Raum mit offenem Durchbruch zum Esszimmer), der jedoch leider "nur" schön ist und zu sehr durchzieht
    - Fenster Doppelverglasung von 2002 (bis auf 2 Fenster)
    - Außenwände aus 24 cm Bimsstein mit 2 cm Putz und 10 cm Klinker
    - Bodenaufbau: 17 cm Betondecke, 5 cm Glaswolle, ~2 cm Holzplatten, ~0,5 cm Mörtel, ~0,5 cm Fliesen

    Da sich der Boden im Wohnzimmer leider immer mehr beim darübergehen mitbiegt, sind dort an einigen Stellen schon die Fugen raus.
    Zudem knarzt quasi überall der Boden (was bei Holz ja nunmal nicht ausbleibt). Durch die großen (teilweise einfach maßig überdimensionierten) Heizkörper, haben wir auch große Kältebrücken, da diese in Nischen stehen und dahinter quasi nur noch Klinker kommt.

    Zu unserer Planung:
    Wir möchten die Ölheizung durch ein anderes Heizsystem, wegen der sicherlich nicht sinkenden Ölpreise (fossile Brennstoffe werden nicht günstiger =() ersetzen. Dann möchten wir auf Fußbodenheizung umbauen, da mir diese Wärmeverteilung wesentlich besser gefällt und wir die Nischen vernünftig dämmen können und somit den Wärmeverlust reduzieren.
    Das alternative Heizsystem ist noch offen, aber wir denken über eine Holzpelletsheizung in Kombination mit einer Solaranlage und einem Pufferspeicher von 750 - 1000 L nach. Uns wurden verschiedene Dinge vorgeschlagen. Gasbrennwertanlage; da hab ich aber wieder den hohen Preis im Auge, der auch nicht günstiger wird, einziger Vorteil ist, dass ich mich nicht um Lieferungen kümmern muss; die Anschlusskosten sind derzeitig auch nur bei 1/5, als der normale. Dann wurde uns eine Luftwärmepumpe in Kombination mit Solaranlage und optional noch wassergeführtem Kamin vorgeschlagen, wobei ich mehrfach gelesen habe, dass sich gerade Luftwärmepumpen eigtl. nur in neugebauten Passivhäusern rentieren, da dort die angepriesene Jahresarbeitszahl von 3-4 erreicht werden kann. In Altbauen steckt man aber zu viel Strom rein, als dass man noch effektiv damit Heizkosten sparen könnte.
    Erdwärmepumpe ist zwar denke ich die "effektivste unabhängigste" Lösung, jedoch sind die Kosten für die Bohrung "extrem" hoch und da wir alleinige Träger der Kosten wären, bleibt dann die Frage der Amortisierung.

    Als letzte Überlegung wäre auch die Ölheizung erstmal bestehen zu lassen und einen Regler zu installieren, der jedoch auch um die 2.000 - 2.500 € kostet und das wäre bei einer späteren Umstellung verlorenes Geld.

    Für den Fußboden möchten wir Fußbodenheizung haben. Wie oben beschrieben haben wir eine derzeitige Aufbauhöhe von ca. 8 cm. Ich kann damit leben die Innentüren und Zargen um ca. 3-5 cm. zu kürzen (Würden dann zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden) Ich hab keine Vorstellung wie aufwendig das ist; Türen dürfte ziemlich simpel sein (aushängen und abschneiden); bei den Zargen kann man das auch einfach abschneiden? Einziges Problem von einer höheren Aufbauhöhe als jetzt liegt bei der Eingangs- und Nebeneingangstüre. Die Eingangstüre ist sowieso derzeitig ein wenig zu kurz, was sich dann vielleicht wieder ausgleichen würde. Vielleicht hat da jemand Lösungsvorschläge? Wir stellen uns dann die Dämmung (Kellerräume unter den meisten Räumen; Zwei Räume sind Anbau und nicht unterkellert) ca. 3 cm. + 4,5 cm Calciumsulfat-Estrich (1,7 cm Rohr) + 1 cm Fliesen & Mörtel; damit sind wir dann wieder bei 8,5 cm was denke ich vertretbar ist (auch im Hinblick auf die Türen). Über die Betondecke kann ich leider nichts sagen bezüglich der Obeflächenbeschaffenheit. Wir haben nur mal an einer Stelle einer losen Fliese eine Testbohrung durchgenommen, damit wir überhaupt wissen, was sich unter den Fliesen befindet. Also keine Ahnung, ob evtl. noch eine Ausgleichsmasse oder sowas dazu kommt?

    Als "Nebenarbeit" werden 2 Fenster erneuert, die noch einfach verglast sind.

    Zur Info: Wir werden nur das "Haupt"haus zunächst auf Fußbodenheizung umbauen und solange im Appartment wohnen und die Möbel etc. in den Keller packen. (Manches fliegt aus raus). Ich rechne mit einem zeitlichen Aufwand von ca. 2-3 Monaten
    - Abtragung des vorhandenen Fußbodens (Eigenleistung, 1 Woche)
    - Einbringung der Fußbodenheizung (Fachfirma, 2-3 Tage)
    - Einbringung des Estrichs (Fachfirma, 1 Tag)
    - Trocknungszeit ( ca. 14 -18 Tage)
    - Aufbringung des Bodenbelags + Tapezieren (Eigenleistung, 2 Wochen)

    Preislich liegen wir denke ich ca. bei folgenden Werten:
    - Holzpelletsheizung (ca. 9.000 €) + Solarplatten (ca. 4.500 € bei 15 m²) + Pufferspeicher (ca. 2.000 €) ~15.500 €
    - Fußbodenheizung + Einbringung ~ 5.000 €
    - Estrich + Einbringung ~ 4.500 €
    - Fußbodenbelag + Wandbelag ~ 1.500 €
    - Neue Fenster (2 Stück) + Einbau ~ 800 €

    Gesamtsumme: 28.000 € (inkl. Chaospuffer)

    Liege ich mit diesen Summen in etwa richtig? Es stehen noch Angebote von unseren Heizungsfirmen der Region aus.
    Zu diesen Summen kommt noch der Energieberater hinzu (der aber zu 50 % gefördert wird bis max. 400 €), den ich als Voraussetzung für die Förderungen der KfW, BaFa und Progres NRW benötige. Alles zusammen kommen ca. 8.000 € Förderung zusammen, wenn wir das mit Holzpellet & Solar in Kombi machen. Also ca. 20.000 € Eigenleistung oder Darlehen. (Evtl. auch weniger, wenn man die Zahlungstermine abspricht)

    Ich hoffe ich habe mich verständlich und umfassend ausgedrückt. Sollten noch Fragen bestehen, stehe ich natürlich gern zur Verfügung. Generell bleibt zu sagen, dass wir diesen Umbau selbstverständlich als Investition sehen und nicht auf Teufel komm raus an der Preisschraube drehen wollen. Es muss nur realistisch bleiben.

    Was meinen also die Experten zu diesem Vorhaben?
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  2. Sanierungsprojekt Heizung + Fußboden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ihr denkt völlig verkehrt:
    1) Öl, Gas, Pellets, Erdwärme - keine Heizung wird billiger.
    Öl und Gas nehmen sich rel. nicht viel, Gas muss ich zu dem Preis kaufen, der von meinem Lieferanten genannt wird, bei Öl kann ich immer Vergleichsangebote und Saisonpreise einfahren.

    2) Eine FBH in Teilbereichen braucht eine aufwändige Mischertechnik, um beide Kreise (HK und FBH) mit den jeweils passenden Vorlauftemperaturen fahren zu können.

    3) Ich würde VOR der neuen Heiztechnik in eine bessere Dämmung investieren, weil sonst der Kessel auf den jetzt schlechten Dämmwert ausgelegt wird und bei ggf. späteren Dämmung zu groß ausgelegt ist!

    4) Türen aus der Zeit ab ca 1960 kann man i.d.R. max um 2 cm kürzen - und das nur, wenn noch nie einer dran gesägt hat.
    Bei mehr wird idR das untere Rahmenholz so sehr geschwächt, dass die Tür instabil wird.

    5) Die Nischen könnt Ihr auch so ausmauern und die Heizkörper dann montieren. Aber überschätzt die Einsparung durch das Dämmen der Nischen nicht. Das sind nur Bruchteile der Fassade, die wiederum nur einen Teil der Aussenhülle darstellt.

    6) Ein Estrich für eine FBH hat min. 4,5 cm. Zzgl der Rohrstärke. Zzgl. der Dämmung. Zu unbeheizten (Keller)Räumen sollte der gesamte Aufbau schon bei min 14 - 16 cm liegen.

    Fazit - Ab in die Rundablage mit dem Plan!
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  4. #3

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    Fangen wir mal ganz von vorne an.

    Wie hoch ist die Heizlast? Hilfsweise der jährl. Ölverbrauch der letzten Jahre?
    Was passiert mit dem "offenen Kamin"? Wurde der genutzt? Wenn ja, wie intensiv? Hier sollte über eine Lösung nachgedacht werden, ansonsten heizt man damit die Umwelt.

    Es gibt verschiedene FBH Systeme, auch solche mit geringer Aufbauhöhe. Man sollte dabei nur aufpassen, dass keine so dünnen "Kapillarröhrchen" zum Einsatz kommen.

    ca. 3 cm. + 4,5 cm Calciumsulfat-Estrich (1,7 cm Rohr) + 1 cm Fliesen & Mörtel; damit sind wir dann wieder bei 8,5 cm was denke ich vertretbar ist .....
    Denkfehler, die 4,5cm wären die Rohrüberdeckung, und nicht die gesamte Estrichhöhe. Man kann aber unter Umständen die Überdeckung reduzieren.

    Für die Dimensionierung der FBH sind sowieso noch weitere Infos (raumweise Heizlast) erforderlich. Es besteht sonst, wenn auch nur ein geringes, Risiko, dass die FBH mit hohen Temperaturen gefahren werden muss.

    Deine LWP würde ich von vornherein ausschließen, das geht in´s Auge. Eine Sole-WP wäre vielleicht eine Lösung, doch hier wäre ein Flächen-/Grabenkollektor wohl sinnvoller als eine Tiefenbohrung. Dafür wird ausreichend Grundstücksfläche benötigt, und das funktioniert auch nur dann mit geringen Kosten, wenn die Heizlast des Gebäudes gering ist.

    Pellets wäre eine Alternative.

    Also ca. 20.000 € Eigenleistung oder Darlehen. (Evtl. auch weniger, wenn man die Zahlungstermine abspricht....
    Diese Rechnung verstehe ich nicht. Ich kann aus der obigen Aufstellung keine 20T€ Eigenleistung herauslesen, bestenfalls irgendwas um die 5-6T€. Was dann noch an Material anfällt, ist ein anderes Thema.
    In wieweit sich die einzelnen Posten mit Fördermitteln vertragen müsste man auch noch prüfen. Es wäre auch darauf zu achten, ob sich verschiedene Förderprogramme gegenseitig ausschließen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
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    @ Ralf Dühlmeyer
    Das kein Energiemittel günstiger wird ist mir bewusst - Holz ist jedoch regenerativ und regional; ich bin nicht von politischen Situationen und einem erschöpflichen Vorkommen abhängig. Auch wenn immer versucht die Preise werden an andere Energiemittel anzupassen. Am liebsten wäre mir auch eine Pelletsheizung und einer zusätzlichen option, wo ich einfach Holz reinpacken kann. Nur möchte ich nicht alleinig eine Heizung betreiben, bei der ich immer wieder manuell Holz nachlegen muss. (Manchmal hat man dazu keine Lust)

    Ich habe mich bezüglich der FBH nicht klar ausgedrückt. Das Appartement hat separate Heizrohre und würde dann mit der niedrigen Temperatur der FBH vor Frost geschützt werden. Das Appartement wird eigtl. nicht bewohnt und später zum 2. Kinderzimmer genutzt werden (1. Kinderzimmer ist im "Haupthaus" und daher hat das noch einige Jahre Zeit) Gleiches geschieht mit den Heizkörpern im Keller; die laufen mit niedriger Temperatur mit, damit man in der Werkstatt und im Waschraum nicht festfriert im Keller; aber eben auch keine Wohnraumwärme, dessen sind wir uns bewusst.

    Eine komplette Außendämmung halte ich zwar vom Kopf her für die sinnigste aller Energisparpotentiale, jedoch bekomme ich Bauchschmerzen bei der Umsetzung und es lößt leider nicht die vorhandenen weiteren Probleme (Fußboden knarzt und Fugen lösen sich)

    Die Innentüren halte ich im Gesamtkonzept für den geringsten Punkt. Da bekomme ich erst Probleme, wenn ich wirklich mit 14-16 cm rechnen muss. Dies ist eigtl. momentan nicht der Fall. (Auch bei 10 cm Aufbauhöhe muss ich nur um die besagten 2 cm kürzen) Vielleicht nehm ich diesen Punkt nicht wichtig genug?

    Ich erwarte kein Passivhaus-Stand nachdem ich die Nischen zugemauert habe, da mache ich mir keine Illusion. Nur ist das ein Punkt, den ich erwähnen wollte, damit eben niemand sagt "ihr müsst aber die Nischen ordentlich zumachen". Wie mans macht...

    Die Dicke des Estrichs habe ich in der Tat um 1,7 cm verrechnet; Rohrdicke + 4,5 cm über den Rohren; heißt ich habe einen Aufbau von ca. 10 cm

    Ob ich jetzt das gesamte Vorhaben in die Tonne haue, wage ich zu bezweifeln. Aber es ist schön, wenn man hilfreiche Kommentare bekommt, die Denkfehler aufzeigen.

    @ R.B.
    In dem Energieausweis des Hauses steht ein Wert von 141 kWh (wenn ichs so richtig aus dem Kopf weiß; schaue das gerne zu hause nochmal nach) Der offene Kamin wurde die letzten zwei Jahre nur für "Kuschelabende" genutzt. Es wurde dann um ca. 2 grad wärmer im Raum, aber wir haben auch immer nur max. 2 Std. gefeuert (Beim Fernseh gucken nebenbei); der wird ebenfalls erneuert nur steht da eben noch die Frage im Raum, ob ein normaler Kamin für Wohnzimmer & Esszimmer Zusatz-Heizung im Winter oder ein wassergeführter Kamin zur Unterstützung der Heizung. (Muss man sich ausrechnen lassen denke ich)
    Der größte Raum hat ca. 28 m² und ist das Wohnzimmer (mit offenem Durchbruch, Größe 3,20 Länge, zum Esszimmer). Habe bisher noch keinen was von einer FBH mit hohen Temperaturen sagen hören (kann natürlich nicht beurteilen, ob die Leute Ahnung haben, aber es waren ca. 7 Heizungsfirmen da)

    Wo liegt man preislich bei einer Flächen-Sole-WP? Grundstück ist insg. 600 m² groß (140 m² Wohnhaus + 30 m² Garage) und es wird eh noch der Garten komplett neu gemacht, da wäre also die Möglichkeit eines Einbaus gegeben; kollidiert diese Idee mit einer geplanten Rigole oder liegen die auf unterschiedlichen Niveaus?

    Bezüglich der Eigenleistung habe ich diese an dieser Stelle falsch beschrieben; es ging um die finanziellen Mittel, die man selbst aufbringen müsste bzw. eben mit einem Darlehen abfangen, wenn diese finanzielle "Eigenleistung" nicht ausreichen sollte. Die gesamte Planung hatte ich ja mit 28.000 € angepeilt - 8.000 € Förderung = 20.000 € die noch ausstehen.

    Die Summe der 8.000 € sind nur Förderungen, die sich ergänzen. Diese sind auch nur über den Daumen gepeilt und könnten in der Praxis dann auch noch ein wenig höher liegen, aber da will ich nicht zu positiv kalkulieren. Lieber am Ende über geringere Kosten freuen, statt hinterher in Hektik zu geraten, weil es doch teurer geworden ist als erwartet.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    @ R.B.
    In dem Energieausweis des Hauses steht ein Wert von 141 kWh (wenn ichs so richtig aus dem Kopf weiß; schaue das gerne zu hause nochmal nach).....
    Die Heizlast findet sich im Energieausweis nicht, dafür gibt es eine Heizlastermittlung (nach EN12831). Liegt diese nicht vor, dann kann man anhand verschiedener Verfahren die Heizlast abschätzen. Damit kann man zumindest mal sagen, in welcher Größenordnung sich die Anlage später bewegen muss, damit die Wunschtemperaturen erreicht werden.

    Habe bisher noch keinen was von einer FBH mit hohen Temperaturen sagen hören (kann natürlich nicht beurteilen, ob die Leute Ahnung haben, aber es waren ca. 7 Heizungsfirmen da)
    Das ist ganz einfach. Eine FBH kann nur eine bestimmte spez. Heizleistung liefern, ohne dass die Oberflächentemperatur zu hoch wird (da gibt es Grenzwerte). Ist die spez. Heizlast eines Raums zu hoch, dann sind zu hohe Heizwassertemperaturen erforderlich um ausreichend Heizleistung zu liefern. Das führt zu unangenehm hohen Oberflächentemperaturen. Vielleicht kennst Du die Sprüche mit den dicken Beinen die angeblich bei FBH auftreten, die stammen aus Zeiten zu denen die FBH wie Heizkörper betrieben wurden, also mit hohen Temperaturen.

    Wo liegt man preislich bei einer Flächen-Sole-WP? Grundstück ist insg. 600 m² groß (140 m² Wohnhaus + 30 m² Garage) und es wird eh noch der Garten komplett neu gemacht, da wäre also die Möglichkeit eines Einbaus gegeben; kollidiert diese Idee mit einer geplanten Rigole oder liegen die auf unterschiedlichen Niveaus?
    Die Kosten eines Grabenkollektors bewegen sich irgendwo um 3-5T€, je nachdem wieviel man für die Baggerstunde bezahlt und wie groß der Kollektor werden muss. Auch dafür benötigt man vorab die Heizlast (s.o.), erst dann kann man ermitteln, ob ausreichend Fläche zur Verfügung steht. Bei 140m2 beheizter Fläche, könnte sich die Heizlast um 10kW oder darunter bewegen. Man müsste dann, je nach Bodenbeschaffenheit, einen Graben mit vielleicht 80m Länge auf dem Grundstück verteilen. Achtung, diese Zahlen sind jetzt wirklich über den ganz ganz dicken Daumen gepeilt. Man kann zum aktuellen Zeitpunkt absolut keine Aussage über solche Details treffen, es könnten also auch 60m Graben oder 120m Graben sein.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Ich hab mal eine vereinfachte Heizlastermittlung gemacht um vielleicht einen Anhaltspunkt zu geben:
    Haustyp -> freist. EFH
    Baujahr -> 1960 bis 1977
    Gebäudelage ->normal
    Windlage -> windschwach
    Etagen -> Erdgeschoss
    Aussenfenster -> Isolierglas
    Fensterfläche -> ab 20%
    Innentemperatur -> +20 °C
    Aussentemperatur -> -14 °C
    Dämmung -> ungedämmt
    Wohnfläche ->140 m²
    Die ermittelte Heizlast beträgt: 26.6 KW

    Aber da reden wir ja auch nur über eine angenommene Heizlast des Hauses und nicht der einzelnen Räume. Weiß nicht, ob dir diese Angabe überhaupt etwas bringt.

    Keine Sorge, ich nehme das nicht als "in Stein gemeißelt" an, was man mir hier rät (sonst hätt ich nach Antwort 1 den Beitrag schließen dürfen), sondern das was es sind: Ratschläge. Generell klingt es aber ja machbar mit einer Flächen-Erd-Wärmepumpe, darüber werde ich mich mal näher informieren. Vielen Dank für den Hinweis.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    Ich hab mal eine vereinfachte Heizlastermittlung gemacht um vielleicht einen Anhaltspunkt zu geben:

    ....

    Die ermittelte Heizlast beträgt: 26.6 KW
    So viele Eingabefehler kann man gar nicht machen, dass da bei 140m2 eine Heizlast von 26,6kW herauskommt. Wenn sich die Heizlast tatsächlich in dieser Größenordnung bewegen würde, dann kann man das Thema WP gleich vergessen, und Du solltest mal nachschauen, ob Dein Haus überhaupt Fenster hat, oder ob das Fensterglas schon fehlt.

    Hast Du Verbrauchswerte aus der Vergangenheit? (hatte ich oben schon gefragt) Vielleicht hilft ja das weiter.

    Ansonsten bestünde noch die Möglichkeit, dass man vereinfacht über die thermische Hülle rechnet. Dazu müsste man zuerst die U-Werte der beteiligten Bauteile (Wände, Fenster, Dach, Bodenplatte, evtl. Keller usw.) ermitteln, dazu natürlich noch die Flächen. Weiterhin das Volumen des Gebäudes.

    Bsp.:

    Deine Außenwand hat einen U-Wert von etwa 1W/m2K, d.h. bei RT = 21°C und AT = -14°C, also einem dT von 35K, ergibt das 35W/m2. Bei 150m2 Fassadenfläche insgesamt, wären das 5.250W. Deine Fenster haben wohl einen U-Wert um 1,5W/m2K, bei 30m2 Fensterflächen wären das 1.575 W.

    So kannst Du alle beteiligten Bauteile rechnen, und am Ende die einzelnen Zwischenergebnisse summieren.

    Zum Schluss noch die Lüftungsverluste, auch bei dT = 35K, beispielsweise Raumvolumen 500m3, Luftwechsel nimmst Du einfach 0,5 an, und dazu noch 0,36Wh/m3K, das wären dann 3.160W.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Um hier weiter zu kommen, habe ich mir mal einen hoffentlich genaueren heizlast-Rechner einer Firma runtergeladen; da gibt man Raumgröße, Außenwände, Fenster, Dämmung etc. an und er gibt einem die Heizlast aus Transmission und die Heizlast aus Lüftung. Diese wird unter Gesamtheizlast zusammengefasst. Er rechnet auch mit 0,5 beim Luftwechsel.
    Dies ergab folgende Werte:
    Bad: 4,86 m² / 12,51 m³ / 992W / 22°C
    Wohnzimmer: 29,62 m² / 74,05 m³ / 2777W / 22°C
    Küche: 10,37 m² / 25,92 m³ / 1373W / 20°C
    Schlafzimmer: 16,00 m² / 40 m³ / 1440W / 17°C
    Kinderzimmer: 11,12 m² / 27,80 m³ / 1426W / 20°C
    Büro: 11,00 m² / 27,50 m³ / 1253W / 20°C
    Esszimmer: 17,46 m² / 43,65 m³ / 2557W / 20°C
    Flur: 10,86 m² / 26,70 m³ / 1443W / 17°C

    Summen: 111,29 m² / 278,13 m³ / 13261W

    Kann man mit diesen Werten mehr anfangen?

    Ich hab nochmal nachgeschaut: Im Energieausweis steht ein Energiebedarf von 141,6 kWh/(m²a) und ein Primärenergiebedarf "Gesamtenergieeffizienz" von 162,0 kWh/(m²a) / EnEV-Anforderungswert 120,5 kWh/(m². Bei der Energetischen Quailität der Gebäudehülle ist angegeben: Gebäude Ist-Wert Ht' 0,28 W/(m² / EnEV-Anforderungs-Wert Ht' 0,40 W/(m²
    Es ist laut der Abbildung bei einem "EFH energetisch gut modernisiert" einzuordnen. Was ich zwar rein logisch bei fehlender Dämmung nicht wirklich nachvollziehen kann, aber irgendwas muss sich der Architekt, der das 2010 ausgestellt hat ja dabei gedacht haben?

    Ich hoffe diese Angaben helfen evtl. weiter.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    Summen: 111,29 m² / 278,13 m³ / 13261W

    Kann man mit diesen Werten mehr anfangen?
    Das hört sich schon mal realistischer an, als die 28 kw von oben. Wie der Energiepass zustande kam, ist immer ein Rätsel. Du kannst Dir mit dem U-Wert Rechner selbst Deine U-Werte errechnen (und dann wie Ralf schon vorschlug über die Gebäudehülle die Heizlast ermitteln). Deine Wand hat einen U-Wert so um die 1. Gib dort mal den Dachaufbau ein und dann kannst Du mit diesen Werten rechnen. Ich glaube kaum, dass sich bei einem energetisch pratisch unsanierten Haus das Thema WP wirtschaftlich sinnvoll darstellen lässt. Statt alles auf FB Umzurüsten würde ich das Geld lieber in eine Außendämmung stecken, um den Energieverbrauch runter zu bekommen. Danach entstehen dann ganz andere Optionen für die Auswahl des Wärmeerzeugers.
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  11. #10

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    Mit den Heizlasten die du ausgerechnet hast würde ich weder Fußbodenheizung noch eine Wärmepumpe empfehlen. Der HT Wert von 0,28 W/m²K ist wirklich ein Rätsel, da hat wohl jemand die EnEV schön gerechnet. im Schlafzimmer und Wohnzimmer könnte vielleicht eine Fußbodenheizung klappen, aber nur mit hohen Vorlauftemperaturen womit eine Wärmepumpe nicht sehr efektiv wäre.
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  12. #11
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    Luft-Wärmepumpe schließe ich ja eigtl. generell aus, da da die Effizienz einfach nicht gegeben ist (was mir ja einleuchtet); über die Erdwärmepumpe per Flächenkollektoren habe ich mich noch nicht ausreichend informiert. (Folgt) Eigtl. hab ich mich ja derzeitig auch mit anderen Methoden eher angefreudet (Holzpellet + wasserführendem/normalen Kamin + Solar)

    Wieso kann nur im Wohnzimmer & Schlafzimmer eine FBH klappen und wieso nur mit hohen Vorlauftemperaturen? Ist die Gebäudehülle so mies, dass die Räume sonst nicht warm werden, weil der Temperaturverlust zu hoch ist? Hier bitte eine Begründung angeben.

    Wie gesagt würde die Außendämmung zwar Energiekosten einsparen, aber nicht den knarzenden Fußboden und die losen Fugen (was zur Folge hat, dass sich auch die Fliesen lösen) beseitigen. Für beide Varianten reicht das Geld nicht (bzw. ist da die Darlehenssumme zu hoch), da würde ich von einer zusätzlichen Geldsumme von ca. 20.000 - 25.000 € ausgehen.

    Kann man nicht jetzt den Plan umsetzen auf FBH + Holzpelletzentralheizung + (wasserführendem) Kamin + Solaranlage, was dann das Haus im derzeitigen Zustand vernünftig warm hält und später eben nach einer Verbesserung der Außendämmung (ca. 10 Jahre später oder so) z.B. die Betriebsstunden der Holzpelletheizung zu reduzieren? Bei einer späteren besseren Dämmung muss ich ja nicht automatisch eine kleinere Heizung kaufen, ich kann sie doch auch einfach weniger bzw. auf niedrigerer Temperatur laufen lassen oder nicht? Das ist jetzt mal so mein Laiendenken. Oder erhöhen sich die Brennstarts dann zu sehr und ich kann mir alle 3 Monate neue Teile kaufen?

    Gruß
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    Kann man nicht jetzt den Plan umsetzen auf FBH + Holzpelletzentralheizung + (wasserführendem) Kamin + Solaranlage, was dann das Haus im derzeitigen Zustand vernünftig warm hält und später eben nach einer Verbesserung der Außendämmung (ca. 10 Jahre später oder so) z.B. die Betriebsstunden der Holzpelletheizung zu reduzieren? Bei einer späteren besseren Dämmung muss ich ja nicht automatisch eine kleinere Heizung kaufen, ich kann sie doch auch einfach weniger bzw. auf niedrigerer Temperatur laufen lassen oder nicht? Das ist jetzt mal so mein Laiendenken. Oder erhöhen sich die Brennstarts dann zu sehr und ich kann mir alle 3 Monate neue Teile kaufen?

    Gruß
    also: WP, egal welche, scheidet bei diesem Vorgehen eigentlich aus wirtschaftlichen Gesichtpunkten aus. Eine WP müsste so dimensioniert werden, dass sie heute die 14KW plus WW bringt. Bei WP hängen die Kosten stark von der Leistung ab -> sprich rausgeschmissenes Geld, wenn Du nach und nach energetisch sanierst.
    Bleiben "modulierende" Wärmeerzeuger, also diejenigen, die Ihr Leistung anpassen können. idR Gas/Pellets. Hier gibt es Geräte, die im Bereich 2kW - 20kW arbeiten können. Preislich macht es keinen großen Unterschied, ob die Anlage 10 oder 20kW leisten kann, anders als bei WP.
    Problem wird die aktuell rel. hohe benötigte Vorlauftemp bei FBH sein. Das geht technisch, ist aber oft nicht das angenehmste, wenn Dir die Füße "glühen".
    Ich würde den Mittelweg gehen: Verzicht auf Dinge wie wasserführender Kaminofen und Solar (das sind Kostentreiber, die sich quasi nie amortisieren) und aktuell sogar auf den neuen Wärmeerzeuger (die Ersparnis rein durch den Tausch des Wärmeerzeugers, wird nicht viel bringen; so alt ist Dein Öler nun ja auch nicht), wenns Geld nicht reicht, dafür FBH und teilweise in Dämmung investieren. Oberste Geschossdecke/Dach sind meist am günstigsten und bringen am meisten bzgl. Preis/Leistung. Damit könnte man vermutlich schon mal einige KW reduzieren...
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  14. #13

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    Die Sache ist das eine Fußbodenheizung nur bis zur einer Leistung von 100W/m² ausgelegt werden. Dann sind die maximalen Oberflächentemperaturen von 29°C in Wohnräumen erreicht. Die Folgen hat Ralf bereits beschrieben (Heiße Füße). Laut deiner Berechnung der Heizlasten bist du drüber. Zudem werden die Verlegeabstände nach den Heizlasten ausgelegt. Raum mit der höhsten Heizlast 100 mm, danach die Vorlauftemperatur richten, den Rest kann man mit kleineren Verlegeabständen. machen. Solltest du jetzt schon wissen wie du später dämmen willst, dann kannst du dir ja deine zukünftige Heizlast ausrechnen, danach die FBH auslegen und vorerst nur mit laufen lassen, wobei du aber auf jeden Fall einen Mischer brauchst dammit die Temperaturen der FBH nicht zu hoch werden. Dein Haus ist nicht besonders gut gedämmt, es ist immer besser erst zu dämmen und danch den Wärmeerzeuger sowie die FBH auszurichten. Dadurch wir der Wärmerzeuger meist auch etwas günstiger da er kleiner ist und weniger Leistung braucht. Vielleicht solltest du dich auch über Förderungen informieren. Die beste Methode hat Zellstoff eigentlich schon beschrieben, so würde ich das auch machen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hallo Zellstoff,

    vielen Dank für die Erläuterungen. Ich würde dir (ohne weitere Information) zustimmen, dass sich Wärmepumpen generell bei Neubauten rentieren, aber (auch im Hinblick auf steigende Stromkosten) Altbauten und vor allem in dem Zustand unseres Hauses ausscheiden.

    Wenn ich die FBH mit der Ölheizung betreibe benötige ich aber noch einen Mischer (oder Regler, weiß nicht genau den richtigen Begriff, eben das, was die konstante korrekte Temperatur angibt). Der wurde uns preislich mit ca. 2.500 - 3.000 € angegeben. Für mich bleibt da die Frage, ob die Umstellung (selbst wenn es nur Pelletofen ist und Solar nicht gemacht wird) nicht langfristig günstiger ist, als jetzt die 2.500 - 3.000 € auszugeben und dann in 5 Jahren (bsp.) nochmal die Anschaffungskosten einer neuen Heizung.

    Ich weiß, ich bin evtl. etwas verbohrt, weil ich mir das jetzt schon so in den Kopf gesetzt habe, aber das sind auch keine kleinen Wochenend-Umbau-Maßnahmen, daher möchte ich da schon alle Vor- und Nachteile abgewägt haben.

    Gesetz dem Fall, ich nehme Pelletofen und Solar + normalem Kamin (auf den möchte ich nicht verzichten), habe ich ja die Möglichkeit (wenn es nicht gerade ein Jahr wie 2013 ist) von Mai bis Oktober die Heizung auszuschalten (oder nur an kalten Tagen anzumachen) und rein Warmwasser über Solar zu machen; sollte es in diesen Monaten mal zu kalt sein im Haus, kann ich ja immer noch Wohnzimmer + Esszimmer + Büro mit dem Kamin anwärmen. Schlafzimmer ist ja nicht relevant. Oder ist diese Vorstellung zu blauäugig?

    // Gerade den Beitrag geschrieben, da kam michis Antwort - vielen Dank für die Erläuterung. Macht einiges klarer 29 °C halte ich auch für unangenehm.

    Unser Haus hat nur einen Spitzboden, sowie der Anbau (Esszimmer und Büro) nur ein Flachdach. Auf dem Haus liegt quasi eine Holzdecke die mit Glaswolle gedämmt ist - wie dick muss ich nochmal nachprüfen. Die Schrägen des Spitzbodens sind ungedämmt. Den Plan hier zu dämmen hatten wir bereits, dachten aber, dass dies nicht so dringend sei, da ja bereits die Glaswolle auf der Holzdecke existiert. (Der Energieberater hatte bereits die Auszugstreppe angesprochen, die ja komplett ungedämmt ist; diese liegt aber auch über der Kellertreppe, welche ja abgeschlossen vom Wohnraum ist)

    Also wäre es am "sinnvollsten" (wenn man eine komplette Außendämmung zunächst ausschließt) das Dach komplett zu dämmen / Dämmung verbessern; dann erneut die Heizlast berechnen und danach die FBH auszulegen und diese mit der Ölheizung + Mischer zu betreiben? Oder ist eure Aussage die "nebenbei" mitlaufen zu lassen darauf bezogen die alten Heizkörper zu erhalten?? Dann hab ich ja wieder die kompletten Nischen, die offen sind. (bitte unterschätzt die Nischen nicht; allein in der Küche macht das 2,70 m x 0,85 m aus; dadrüber das Fenster und dann bleibt nicht viel Wand über; das sind ca. 1/4 der Wand)
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    Wenn ich die FBH mit der Ölheizung betreibe benötige ich aber noch einen Mischer (oder Regler, weiß nicht genau den richtigen Begriff, eben das, was die konstante korrekte Temperatur angibt). Der wurde uns preislich mit ca. 2.500 - 3.000 € angegeben. Für mich bleibt da die Frage, ob die Umstellung (selbst wenn es nur Pelletofen ist und Solar nicht gemacht wird) nicht langfristig günstiger ist, als jetzt die 2.500 - 3.000 € auszugeben und dann in 5 Jahren (bsp.) nochmal die Anschaffungskosten einer neuen Heizung.
    den Preis würde ich mal stark hinterfragen bzw. mehrere Angebote einholen. Das kommt mir sehr hoch vor. So schlau is das Ding auch wieder nicht.

    Zitat Zitat von Cassyporzelan Beitrag anzeigen
    Unser Haus hat nur einen Spitzboden, sowie der Anbau (Esszimmer und Büro) nur ein Flachdach. Auf dem Haus liegt quasi eine Holzdecke die mit Glaswolle gedämmt ist - wie dick muss ich nochmal nachprüfen. Die Schrägen des Spitzbodens sind ungedämmt. Den Plan hier zu dämmen hatten wir bereits, dachten aber, dass dies nicht so dringend sei, da ja bereits die Glaswolle auf der Holzdecke existiert. (Der Energieberater hatte bereits die Auszugstreppe angesprochen, die ja komplett ungedämmt ist; diese liegt aber auch über der Kellertreppe, welche ja abgeschlossen vom Wohnraum ist)

    Also wäre es am "sinnvollsten" (wenn man eine komplette Außendämmung zunächst ausschließt) das Dach komplett zu dämmen / Dämmung verbessern; dann erneut die Heizlast berechnen und danach die FBH auszulegen und diese mit der Ölheizung + Mischer zu betreiben?
    Ja, das wäre mein Weg. Wieviel die Geschossdecken- und Dachdämmung ca. bringt, kann man sich rel. einfach selber ausrechnen z.B. hier

    Das mal durchspielen und entsprechend umsetzen. FBH neu und ohne Heizkörper, ausgelegt auf die neue Heizlast. Aussenwanddämmung erst mal aussen vor und erst angehen, wenn ohnehin an der Fassade was gemacht werden muss. Sonst rechnet sich auch diese Aktion nur sehr spät. Man spricht immer grob über Kosten von 120€/m² für alles. Da kommen schnell 15.000€ zusammen. Muss man eh die Fassade renovieren, "spart" man sich unterm Strich nichts, aber die Kosten für Gerüst und neu verputzen sind "eh da". Dann kann sich der Invest lohnen.

    Den Öler würde ich vorerst (oder sogar noch lange) laufen lassen bis ans Ende seiner Tage. Bezogen auf die Effizienz, spart eine moderne Brennwerthzg. ca. 10%; das geht fast im Grundrauschen unter. Wenn Du mal ganz grob überschlägst: aktueller Verbrauch rd. 25.000kWh/a, 10% weniger sind 2500kWh = 225€ bei 0,09€/kWh fürs Öl.
    Bei einem Invest von 10.000€ für den neuen Wärmeerzeuger,zahlst Du anfänglich allein rd. 250€/a Zinsen (2,5%).
    Wann sich das rechnet, kannst Du Dir ausrechnen mit der Annahme der Kostensteigerung. Insg. nicht innerhalb der nächsten 30a.

    Bei der Betrachtung für eine neue Heizung, muss man zudem auch die Nebenkosten betrachten. Entsorgung Öltanks, Anschaffung/Bau Pelletlager, Gasanschluß etc...Wenn der Öler seinen Dienst tut und mit vertretbaren Mitteln (Mischer) FBH tauglich gemacht werden kann, dann wäre das mein Weg. Allein durch die Dämmung des Daches und der Geschossdecken, wirst Du vermutlich den Verbrauch um 20-30% (ich gehe jetzt mal von ein paar cm aktueller Dämmung der Decken aus)reduzieren, und das zu einem deutlich geringeren Preis (Eigenleistung sehr gut möglich) als für eine neue Hzg. (und den offenen Kamin asap entsorgen..der saugt Dir die Wärme nicht nur im Betrieb ja quasi noch raus)
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