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Fassadenanschluss aufgeständerte Terrasse

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  1. #1

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    Fassadenanschluss aufgeständerte Terrasse

    Hallo Experten,

    ich habe ein Problem mit meiner aufgeständerten Terrassenunterkonstruktion bei dessen Lösung ihr mir hoffentlich behilflich sein könnt .

    Gibt es Vorgaben, wie Regenwasser an eine Hausfassade gelangen darf oder eben nicht?

    Es geht um folgendes:
    Mein Haus steht in Hanglage, entsprechend ist die Südwand des Kellers/ Hangeschoßes nach Süden hin frei. Der Keller ist in Beton und Ziegelbauweise errichtet, das Haus oben drauf in Holzständerbauweise.
    Am Übergang zwischen Hauswand und Kellerwand ist umlaufend ein Tropfblech angebracht. Soweit so normal und standardmäßig.

    Von Anfang an war außerdem eine Holzterrasse (auf Erdgeschosshöhe, d.h. über dem Keller) über die gesamte Südseite des Hauses geplant. Aufgrund der Hanglage ist diese entsprechend aufgeständert.
    Diese Unterkonstruktion wurde vor kurzem aufgestellt und nun zeigt sich, unterstützt durch dieses fantastische Frühlingswetter, folgendes Problem:

    WP_001327.jpg

    Die schönen braunen Streifen kommen von ausblutenden Lärchenbrettern, die als zusätzliche austauschbare Schicht zwischen dem Terrassenbelag (Lärche) und den Stichbalken der Unterkonstruktion dienen.
    Dass die Lärche so ausblutet ist zwar unschön, aber nicht der Kern der Sache. Allerdings kommt das eigentliche Problem dadurch besonders gut zur Geltung:

    Entlang der gesamten Kellerwand und insbesondere dort wo die Stichbalken sind, läuft mir bei Regen Wasser Wand herunter.
    Wo kommt das her? Das könnt ihr hier sehen:

    Balken_Suedwand_Ausschnitt.jpg

    Regenwasser tropft vom Tropfblech auf den längs der Hauswand laufenden Balken herunter und spritzt von dort an die Kellerwand. Besonders stark ist dieser Effekt überall dort wo sich Stichbalken befinden, da dort zusätzlich Regenwasser zum Tropfblech gelangt (Stichbalken haben keine Gefälle vom Haus weg ).
    Bei Regen laufen mir also lauter kleine Rinnsaale die Kellerwand herunter. Solange das Holz noch ausblutet schön in braun eingefärbt. Und selbst wenn das nachlässt, so wird es dort später wahrscheinlich grün/grau werden und mir dauerhaft Ärger machen.

    Ich würde von euch gerne wissen, ob es irgendwelche Vorgaben gibt, aus denen hervorgeht, dass die bei mir geplante und realisierte Ausführung ist.
    Die planende und ausführende Firma behauptet nämlich, dass das so ok wäre.

    Vielen Dank für eure Hilfe,
    floyo
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  2. Fassadenanschluss aufgeständerte Terrasse

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  3. #2

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    die frage ist doch - wurde der anschluss dicht geplant oder nicht?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Rolf,

    nein, der Anschluss wurde offenbar nicht dicht geplant. Das zweite Bild (die Schnittdarstellung) zeigt wie es geplant und ausgeführt wurde. Wobei ich hinzufügen muss, dass ich mich vorher nicht mit diesem Detail beschäftigt hatte. Die Terrasse wird übrigens von der Firma gebaut, die auch den Rest des Hauses geplant und gebaut hat.

    Auf meine Nachfrage hin, warum der Anschluss nicht dicht geplant wurde erklärte mir die Firma, dass es aus deren Erfahrung heraus bei dichten Anschlüssen eher mal zu anderen Problemen kommen kann. So würde ein dichter Anschluss z.B. Wartungsfugen mit sich bringen (wobei ich sicher bin, dass es Möglichkeiten gäbe, einen dichten Anschluss auch ohne Wartungsfugen zu realisieren).
    Ein anderes Problem sei, dass z.B. bei einem durch ein Blech verkleideten Auflagerbalken durch Fehler oder Ungenauigkeiten in der Ausführung auch mal Wasser zwischen Holz und Blech kommen kann, welches dann kaum noch abtrocknen kann und sich ein so verkleideter Balken auch jeder Kontrolle entzieht.


    Grüße,
    floyo
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  5. #4

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    Wie ist das denn überhaupt insgesamt geplant und ausgeführt? Die Terrasse ist doch 'undicht'? Also das Wasser tropft überall zwischen den Belagsbohlen durch auf den Kies vor der Südwand des Kellers? So entwässert die Terrasse?!
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Rolf,

    worauf zielt deine Frage, ob ein dichter Anschluss geplant wurde oder nicht, denn ab?
    Ich würde gerne wissen, ob es ist, wenn es so geplant und ausgeührt wurde wie in meinem Fall und infolge dessen Regenwasser die Fassade herunter läuft.
    Wenn irgendwo festgelegt ist, dass Wasser nicht in Richtung Fassade gelenkt werden darf , dann wäre es infolge dessen hier eine Fehlplanung und ich könnte der Firma gegenüber begründen, warum sie die Kosten für Abhilfemaßnahmen tragen muss.

    Im Moment ist meine Argumentationsgrundlage gegenüber der Firma nur sehr schwach, da ich bislang eigentlich nur sagen kann:

    "Ich glaube nicht, dass das so richtig ist." Stichhaltig begründen kann ich es (noch?) nicht.

    Grüße,
    floyo
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von RMartin Beitrag anzeigen
    Wie ist das denn überhaupt insgesamt geplant und ausgeführt? Die Terrasse ist doch 'undicht'? Also das Wasser tropft überall zwischen den Belagsbohlen durch auf den Kies vor der Südwand des Kellers? So entwässert die Terrasse?!
    Ja.

    Grüße,
    floyo
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  8. #7

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    du hast mit 'ja' deine frage an mich bereits selbst beantwortet. ob das dingen dicht ist oder nicht definierst du vor auftragserteilung mit einer umfassenden detailplanung und mit einer erschöpfenden leistungsbeschreibung, die skizze ist nur eine prinzipdarstellung, die keinerlei abdichtungslagen zeigt, nicht einmal dichte fenstertüren.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    du hast mit 'ja' deine frage an mich bereits selbst beantwortet. ob das dingen dicht ist oder nicht ....
    Mein "ja" bezieht sich auf den Belag und die Frage, ob Wasser zwischen den Terrassendielen durchtropft und dann im Riesel versickert.

    Du hast nach dem Anschluss gefragt, und genau das ist auch meine Frage. Ob weiter entfernt das Regenwasser auf den Boden tropft ist für die Frage, ob Regenwasser durch die Ausführung der Unterkonstruktion an die Fassade geleitet werden darf oder nicht meinem bisherigen Verständnis nach nicht entscheidend.

    Die Skizze dient der Veranschaulichung der Gegebenheiten vor Ort, insbesondere um zu zeigen, wie Wasser vom Tropfblech auf den darunter an der Wand befestigten Balken gelangen kann und von dort dann an die Fassade spritzt. Das an den Fenstern u.a. kein Kompriband eingezeichnet ist sollte für meine Fragestellung nicht entscheidend sein.

    Grüße,
    floyo
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  10. #9

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    wenn du keine dichte konstruktion bestellt hast, dann kannst du auch nicht den anspruch erheben, dass sie dann in teilbereichen aber dicht sein muss.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Ist das ernst gemeint?
    Es kommt mir schon komisch vor, dass ein nicht wasserdichter Terrassenbelag (liegt bei Holz wohl in der Natur der Sache, ich hab nicht viel, besser gesagt keine, wasserdichte aufgeständerte Holzterrasse gesehen) automatisch zulässt, dass die Unterkonstruktion die Fassade versaut .
    Es ist ja nicht so, dass hier die Terrasse irgendwie ungeplant nachträglich hinzukam. Es war von Anfang an Teil der Hausplanung und das Ganze kommt aus einer Hand.
    Naivmodus: Gibt's da nicht sowas wie ne Hinweisplicht? Bei jedem anderen Mist ist das doch so, wenn bewusst von den Vorgaben/ARdT abgewichen wird.

    Unabhängig davon ob der Belag dicht ist oder nicht kommt es mir schon sehr spanisch vor, dass es keinenn Mangel und/oder keine Fehlplanung darstellt, wenn verschmutztes Regenwasser an die Hausfassade geleitet wird.
    Ihr seid die Experten, wenn jetzt nochmal als Antwort kommt, dass das schon so passt und ich eben Pech gehabt habe, dann werde ich für immer schweigen...

    ...
    vielleicht

    Grüße,
    floyo
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  12. #11

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    wer hat geplant und was wurde geplant?
    wer hat eine leistungsbeschreibung erstellt, in welchem umfang? was wurde beauftragt?
    wer hat ausgeführt?
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  13. #12
    Themenstarter

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    Entschuldigt die späte Antwort, ich war die letzten Tage ohne Internet unterwegs (ja, sowas gibt’s noch).

    Wir haben ohne Architekten gebaut.
    Die gesamte Planung und Ausführung wurde von einer Holzbaufirma aus einer Hand durchgeführt.
    Diese Firma hat hier in der Region einen sehr guten Ruf, sowohl was die Planung als auch die Ausführung betrifft, daher hatten wir damals nicht die Notwendigkeit gesehen einen Architekten hinzuzuziehen.
    Eine Leistungsbeschreibung, die so weit ins Detail geht, dass dort z.B. beschrieben wird, wie der Fassadenanschluss ausgeführt wird, gibt es (leider) nicht.
    Vereinfacht gesagt haben wir ein Stück Haus, bestehend aus Keller (Ziegel und Beton) und EG/DG in Holzständerbauweise, mit aufgeständerter Holz-Terrasse davor bestellt.

    Das hat soweit auch sehr gut geklappt, nur der Fassadenanschluss der Terrasse, mit dem Problem, dass durch die gewählte Ausführung Regenwasser an die verputzte Ziegelwand darunter gelangt, stört mich.
    Wenn es hier keinerlei Vorgaben gibt ob so etwas in Ordnung ist oder nicht, dann habe ich eben leider Pech gehabt.
    Falls das aber irgendwo geregelt ist, habe ich wenigstens ein Argument, warum ich diese Ausführung so bemängele.
    Könnte es z.B. sein, dass der Außenputz an den Stellen, wo Wasser herunter läuft mit der Zeit Schaden nimmt? Oder ist das ein rein optisches Problem?

    Eine weitere Frage habe noch, vielleicht könnt ihr auch hierzu etwas sagen:
    Ein Dachdecker und Zimmerer, der wegen Reparaturen am Nachbarhaus vor Ort war, hat die Ausführung der Unterkonstruktion mit der zwischen Stichbalken und Lärchenbrettern liegenden EPDM Bahn kritisch gesehen. Er meinte, dadurch wird nur noch mehr Wasser kapillar zwischen diese Schichten geleitet und es kann zudem noch schlechter trocknen als ohne EPDM Bahn. Wie seht ihr das?

    Danke für eure Hilfe,
    floyo
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  14. #13
    Themenstarter

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    Ach ja...

    Bei Terrassenbelägen ist es doch z.B. auch so, dass die Norm eigentlich einen Höhenunterschied von mind. 15cm zur Türschwelle angibt. Wie bei vielen anderen auch ist es bei uns weniger. Das Wissen um diese Abweichung und die möglichen Folgen hat sich die Baufirma schriftlich von uns bestätigen lassen.
    Hätten man im Fall des Fassadenanschlusses nicht etwas ähnliches erwarten können?

    Grüße,
    floyo
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hmm,

    gibt es für meine Fragen ein passenderes Unterforum?
    Sollte ich es da nochmal versuchen?

    Grüße,
    floyo
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  17. #15

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    wenn du jetzt selbst nicht sagen kannst, was vertraglich geschuldet ist, bleibt dir der gang zum anwalt nicht erspart. mit einem sachverständigen muss dann untersucht werden, inwieweit der unternehmer nach den anerkannten regeln der technik einen dichten anschluss hätte erstellen müssen. anhand der zeichnung kann man nur sagen, dass es nichts gescheites ist. kann aber auch sein, dass dir lediglich die braunen wasserfahnen an der fassade als optischer mangel zugestanden wird.
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