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Wärmegedämmte Wohnung mit Nachtspeicheröfen

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  1. #1

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    Wärmegedämmte Wohnung mit Nachtspeicheröfen

    Hallo zusammen!

    Ich suche momentan nach für mich geeigneten Eigentumswohnungen. Nun bin ich auf den ersten Blick fündig geworden - die Wohnung passt bis auf eine Sache perfekt: Sie hat, wie alle Wohnungen im gesamten Haus, eine Nachtspeicherheizung. Bei der Wohnung handelt es sich um ein Penthouse. Das heißt, Flachdach und nur Außenwände.

    Die Wohnung (alle Wände und Flachdach) wurde kürzlich unter Beachtung der EnEV gedämmt, die Fester sind aus dem Jahr 2007. Leider konnte ich bisher noch keinen Blick in einen Energieausweis oder ähnliches werfen. Auch Erfahrungswerte für eventuelle Heizkosten liegen keine vor da die Wohnung seitdem Umbau unbewohnt ist.

    Nun zu meinen Fragen:
    1. Die Nachtspeicheröfen sind asbestfrei im Jahr 1992 verbaut worden. Ich würde sie gerne austauschen, stehe aber vor dem Budgetproblem. Meiner Meinung nach ist es kum möglich mit ca. 10.000 € ein (Etagen-)Heizsystem aufzubauen (Rohre sind ja keine vorhanden) das 130m² effektiv beheizt. Liege ich da richtig?

    2. Ist es möglich bei einer kürzlich wohl gut gedämmten Wohnung auch mit Nachtspeicheröfen relativ effizient zu heizen? Welche Gedankenanstöße könntet ihr mir diesbezüglich geben?


    Vielen Dank schonmal!
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  2. Wärmegedämmte Wohnung mit Nachtspeicheröfen

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  3. #2

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    zu 1: ja - für 10k wirst du nicht viel bekommen

    zu 2: jede kWh Wärme musst du als mindestens 1 kWh Strom einkaufen - check die Strompreise und dir wird schlecht wenn du davon ausgehen musst ein paar tausend kWh einkaufen zu müssen. Hast du mehr Daten zur Dämmung? EnEV eingehalten 2007 heisst nicht das das wirklich doll ist...
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  4. #3

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    Gas wird ca 1/4 kosten... Aber deine Erstellungskosten musst du natürlich gegenrechnen...
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  5. #4
    Avatar von sk8goat
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    Frag doch mal einen von den Verkäufern von diesen Infrarot-Heizungen.
    Die heizen zu einem Bruchteil der Verbrauchskosten von Gas, Pellets oder Wärmepumpe
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  6. #5

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    Hallo.

    Sooo schlimm muss das nicht sein. Beim "Gegenrechnen" die eingesparten Wartungs- und Schornsteinfegerkosten nicht vergessen.
    Wenn im ganzen Haus Nachtspeicherhöfen sind: Gibt es überhaupt Abgaswege und Gasanschluss?
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  7. #6

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    Wenns ne ETW ist und irgendwie möglich könnte man z.B. einen Kamin oder Pelletofen ins Wohnzimmer setzen. Ohne Wassertasche. Der heizt ne gedämmte Wohnung auch zum Teil. Und oder eine Spiltklima dazu. Mit den sehr effektiven Teilen kann du auch wunderbar heizen. Mönchengladbach ist ja nicht die kälteste Gegend. Da hätte ich kein Problem damit. Die Asiaten haben da tolle Teile, Mitsu, Panasonic usw. Abgesehen davon kühlen sie im Sommer auch was bei einem Penthouse ja vielleicht nicht verkehrt ist.

    Die restlichen kleinen Räume kann man dann auch mit Nachtspeichern heizen.

    Gruß Flo
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  8. #7
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    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    Frag doch mal einen von den Verkäufern von diesen Infrarot-Heizungen.
    Die heizen zu einem Bruchteil der Verbrauchskosten von Gas, Pellets oder Wärmepumpe
    Na das glaube ich erst, wenn ich das selber ausprobiert habe und die Dinger zurückgeben kann, wenn es nicht so ist...
    Aber ernsthaft: Das sind doch nicht mehr als lapidare Werbeversprechen, oder?


    Leider habe ich noch keine weiteren Energiewerte. Ich warte noch auf den Energieausweis vom Eigentümer. Es ist ein Kamin im Haus vorhanden, allerdings denke ich, dass der nicht genutzt wird, da, wie gesagt, das ganze Haus mit Nachtspeicheröfen heizt. Und dass mir schlecht wird wenn ich mir die Strompreise ansehe - ohja! Deswegen ja die Überlegungen, die Wohnung überhaupt zu kaufen.

    Ich habe jetzt immer mehr von Splitklima gelesen, insbesondere fiel der Name "Mitsu. Hyper Inverter" immer wieder. Allerdings begreife ich den Vorteil noch nicht ganz, abgesehen von der eingebauten Klima. Wieso kann ich mit diesen Teilen effektiver/günstiger heizen als mit Nachtspeicher?


    Viele Grüße und danke schonmal für die vielen Antworten!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Futurefoe Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt immer mehr von Splitklima gelesen, insbesondere fiel der Name "Mitsu. Hyper Inverter" immer wieder. Allerdings begreife ich den Vorteil noch nicht ganz, abgesehen von der eingebauten Klima. Wieso kann ich mit diesen Teilen effektiver/günstiger heizen als mit Nachtspeicher?
    Ein Split-Klima-Gerät ist eine Wärmepumpe. "Wärme" fliesst normalerweise von warm nach kalt - ein Glas kaltes Wasser in einen Raum gestellt wird irgendwann die Raumtemperatur haben (vereinfacht). Mit einer Wärmepumpe kann man diesen Effekt umkehren - man kann also unter Energieeinsatz "die Wärme pumpen" - die kalte Seite wird kälter und die warme wird wärmer. Ein Kühlschrank arbeitet also so - er macht den Raum wärmer und den Innenraum kühler. Eine Klimaanlage ist genauso - deine Wohnung ist dann das innere des Kühlschranks ;-)

    Nun kann man aber bei der Wärmepumpe auch die warme Seite nutzen - dann hat man eine Heizung. Man entzieht also einem Medium (Luft, Wasser, Erdreich) Wärme und heizt damit den Wohnraum auf.

    Dein Nachtspeicherofen nutzt die kWh Strom thermisch - d.h. er kann daraus (bestenfalls) eine kWh Wärme machen.

    Nimmst du die kWh Strom um eine Wärmepumpe zu betreiben, dann kannst du damit der Außenluft im Jahresmittel 3 bis 3.5 kWh Energie entziehen.

    Da die Außenluft ersteinmal kostenlos ist kannst du damit die Kosten senken gegenüber einem Nachtspeicherofen.

    Soweit klar?
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  10. #9
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    Ich wollte schon immer mal im inneren eines Kühlschrankes leben :P

    Spaß beiseite: Ja, soweit ist das klar. Nur bin ich nicht nur von berufswegen grundlegend skeptisch. Wenn ich mit einem Splitklima so günstig heizen kann, warum tauschen dann nicht alle Leute mit Nachtspeicheröfen diese gegen ein Splitklimagerät aus?
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  11. #10

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    Naja - günstig? So einfach ist das nicht - du musst ja die Außeneinheit aufstellen - und das quasi für jeden Raum in dem du heizen willst. Sieht nicht so toll aus, erzeugt Geräusch - und die Investitionskosten sind bei solch einer Variante (also für jeden Raum ein Gerät) vermutlich nicht zu verachten.

    Im Neubau gibt es viele Bauherren die sich sowas als eine Einheit hinstellen und die Wärme im Haus mittels FBH oder Lüftung verteilen - aber an der Stelle brauchst du jetzt einen Planer der das Gebäude besichtigen kann und dich richtig berät. In der Skizzierten Penthouse-Situation kann man das vielleicht irgendwie umsetzen.
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  12. #11
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    Das günstig war auf den Vergleich zu den Nachtspeicheröfen bezogen.

    Dass ich in jedem Raum eine Innen- und Außeneinheit brauche ist sicher nicht die schönste Sache, aber möglich da um das komplette Penthouse ein Flachdach verläfut. Schön sind die Dinge aber nun wirklich nicht...

    Ich stehe also momentan an diesem Punkt:
    - Nachtspeicheröfen oder gegebenenfalls gegen neuere austauschen.
    - Nachtspeicheröfen rauswerfen und Klimasplitgeräte installieren.

    Andere Möglichkeiten haben sich meiner Meinung nach noch nicht ergeben, oder?
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  13. #12
    Avatar von alex2008
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    es braucht nicht für jeden Raum ein Innen und ein Aussenteil.
    Multisplit heißt dann der Suchbegriff. Je nach Hersteller, Leistungsgröße gibts dann 2-8 Innenteile an einem Aussenteil

    Da für die Montage solcher Geräte eh ein Kältefritz benötigt wird solltest Du dich mal bei einem Kälte-Klima Fachmann beraten lassen.
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  14. #13
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    Super, vielen Dank für den Tipp mit den Multisplitgeräten. Da werde ich Google mal befragen...

    Ich würde gerne im nächsten Schritt versuchen zu kalkulieren, wie hoch der jährliche Heizbedarf der Wohnung bei einer bestimmten Jahresmitteltemperatur ist (bspw. 6 "Heizmonate" mit Außentemperaturen von x Grad). Was brauche ih dazu? Kann ich den Werten des Energieausweises vertrauen oder muss ich da davon ausegehen, dass wenn ihn ein an der Sanierung beteiligtes Unternehmen erstellt hat, er schön gerechnet wurde? Wenn dem so ist, an wen kann man sich wenden um verlässliche Werte zu bekommen?
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  16. #14

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    Ja einmal gibts Multi-Splitgeräte. Oder wenn z.B. das Wohnzimmer ein großer Raum ist (evtl. mit Esszimmer und Küche) könnte man auch da ein einzelnes Gerät installieren und in den kleineren Räumen die Nachtspeicher lassen. Wäre auch günstige Lösung.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Futurefoe Beitrag anzeigen
    Super, vielen Dank für den Tipp mit den Multisplitgeräten. Da werde ich Google mal befragen...

    Ich würde gerne im nächsten Schritt versuchen zu kalkulieren, wie hoch der jährliche Heizbedarf der Wohnung bei einer bestimmten Jahresmitteltemperatur ist (bspw. 6 "Heizmonate" mit Außentemperaturen von x Grad). Was brauche ih dazu? Kann ich den Werten des Energieausweises vertrauen oder muss ich da davon ausegehen, dass wenn ihn ein an der Sanierung beteiligtes Unternehmen erstellt hat, er schön gerechnet wurde? Wenn dem so ist, an wen kann man sich wenden um verlässliche Werte zu bekommen?
    Versuche an Verbrauchsdaten aus der Vergangenheit zu kommen, dann hast Du schon einmal einen Anhaltswert was den "Verbrauch in kWh" betrifft.

    Den Energieausweis kannst Du vergessen, der taugt oftmals nicht einmal das Papier auf dem er ausgedruckt wurde. Werte aus der Vergangenheit haben nur den Nachteil, dass man das Nutzerverhalten nicht kennt, das ja auch stark in den Jahresverbrauch mit einfließt. Die nächste Alternative wäre, dass man die komplette Wohnung mal durchrechnet. Das ist aber nicht so einfach "nebenher" zu machen, dafür gehen einige Stunden drauf, zumal man erst einmal die Bauteilewerte ermitteln muss.

    Die Alternative Split-Klima oder Pelletofen könnte man einmal weiter verfolgen.
    Für einen Pelletofen wäre zuerst einmal zu klären, ob der vorhandene Schornstein genutzt werden kann. Evtl. ist er ja stillgelegt, vielleicht gab es dafür auch einen Grund, oder es hängen bereits andere Öfen an diesem Schornstein usw. Dann sollte man überlegen, ob überhaupt genügend Platz vorhanden ist um Pellets zu lagern, und wie man diese dann in die Wohnung transportiert. Immerhin darf man über den Winter weit mehr als 1 Tonne Pellets in die Wohnung tragen, und ein Penthouse, das bedeutet entweder Aufzug oder Treppen steigen.
    Man sollte auch bedenken, dass ein Pelletofen nicht geräuschlos arbeitet, so ein "Gebläse" im Wohnzimmer kann schon störend sein. Hinzu kommt dann der Preis für Pellets als Sackware, bzw. in Kleinmengen, der auch höher liegt als wenn man größere Mengen bunkern kann.

    Bei einer Split-Klima mit Luft-Innenteilen ist zu bedenken, dass man mit Luft nur eine begrenzte Menge an Wärmeenergie übertragen kann, ohne dass große Luftmengen bewegt werden müssen. Das wiederum hat einen Einfluss auf den Geräuschpegel, denn man hört ja nicht nur das Außenteil, sondern auch die Innenteile. Setzt man eine LWP auf´s Dach und überträgt die Energie in einen (Wasser)Heizkreis, dann steht erst einmal Aufwand an für die Verlegung der Rohre usw. Zudem müssen großflächige Heizkörper montiert werden.

    Bevor man also tiefer in die Planung des Wärmeerzeugers einsteigt, muss man erst einmal für brauchbare Zahlen sorgen. Ich würde jetzt zu einem Energieberater raten, aber mir ist auch bewusst, dass es schwer ist einen geeigneten Berater zu finden. Es sollte jemand sein, der nicht nur ein paar Zahlen in eine software tippen kann, sondern der Erfahrung mit Gebäuden und deren Sanierung hat, der Bauteile einschätzen kann usw. usw.

    Gruß
    Ralf
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