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  1. #1

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    Heizung nachrüsten: FBH und Radiatoren mixen, Bodenbelag, Heizkörperauswahl

    Hallo,

    wir holen im Moment Angebote ein, um in einem Altbau eine Heizung nachzurüsten, ca. 35 qm FBH, ca. 45 qm mit Radiatoren. Gespeist werden soll das Ganze von einem Pelletbrenner im Keller.

    Gibt es bei der Konstellation irgendetwas Besonderes zu beachten oder ist das Mixen der Heizkörper eher Standard? Ich denke zum Beispiel an die Vorlauftemperatur.

    Und wie sieht es mit der Auswahl der Heizkörper aus? Der Heizungsbauer bietet Alukonvektoren an. Mir sind aber eigentlich flache Plattenheizkörper sympathischer.

    Muss man bei den Bodenfliesen etwas beachten oder leiten alle die Wärme ausreichend, um mit FBH glücklich zu werden?

    Vielen Dank im Voraus für eure Tips!

    Guido

    P.S.: Wieso nicht alles FBH? Drei Zimmer haben sehr schöne, alte Holzdielen. Die wollen wir nicht anpacken, aus ästhetischen und Kostengründen. Bad, Flur und Essküche werden gefliest.
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  2. Heizung nachrüsten: FBH und Radiatoren mixen, Bodenbelag, Heizkörperauswahl

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  3. #2

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    Wenn ein System mit 2 Heizkreisen aufgebaut wird, kann man sich Spielereien mit den Heizkörpern sparen. Standard 08/15 entsprechend Heizlastermittlung, und alles wird gut.

    Oder man versorgt mit dem Pelletkessel den Heizkörperkreis und hängt daran eine Regelstation mit der dann der FBH Kreis versorgt wird. Nachdem die FBH mit deutlich niedrigeren Temperaturen gefahren wird als der Heizkörperkreis sollte das auch problemlos funktionieren.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Das hört sich doch gut an, dass es prinzipiell geht.

    Mein Problem ist, dass keine Heizungsbaufirma überhaupt so etwas wie eine Berechnung macht. Die Heizkörper werden nach der zur Verfügung stehenden Fläche ausgewählt, und der Pelletkessel ist einfach das kleinste Model (8 - 24 kW), das der Hersteller hat.

    Nach meiner eigenen Überschlagsrechnung bin ich für den Standort Sofia mit 118 qm bebauter Fläche, freistehend, 30 cm Ziegelwände, Kastenfenster mit 2x3 mm Scheiben auf einen maximalen Bedarf von 13 kW gekommen. Bekommt man das Wasser bei einer Kesselleistung von minimal 8 kW denn dann überhaupt auf die passende Vorlauftemperatur für die FBH? Oder ist ein Pufferspeicher in der Konstellation Pflicht?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Guido
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  5. #4

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    Sofia in Bulgarien?

    Was ich von anderen gehört habe ist dass eine FBH im Bad nicht immer für die gewünschten Temperaturen sorgen kann (zuwenig Fläche für die FBH in Verbindung mit höheren Wärmeverlusten wie z.B. grosszügige Fenster und niedrigen Vorlauftemperaturen in der FBH, da können dann zusätzliche (Handtuch-Heizkörper bzw ein elektrisches Heizgerät erforderlich werden).
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  6. #5
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    Ja, Sofia in Bulgarien. Deswegen gehen die Heizungsbauer auch nicht ganz so systematisch vor, wie in Deutschland.

    Bad: Ja, da ist noch ein Handtuchwärmer zusätzlich vorgesehen.

    Gruß,
    Guido
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  7. #6

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    Das Konzept wird vermutlich nur mit einem Pufferspeicher funktionieren, denn die meiste Zeit des Jahres wird der Kessel am unteren Anschlag laufen, sprich takten. Die Wassermenge im Heizsystem dürfte auch überschaubar sein, so dass man sehr wahrscheinlich zu einem Pufferkonzept greifen wird. Das hat aber wiederum Nachteile was die Regelbarkeit/Leistungsregelung des Kessels betrifft.

    Eine Heizlast um 13kW ist unter den genannten Bedingungen denkbar. Dazu müsste man jetzt die Heizlast nach EN12831 ermitteln, oder zumindest "gut schätzen".

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Pufferspeicher: Ja, das leuchtet mir ein. Aber wir müssen wohl mit diesen Nachteilen leben. Die anderen Optionen wären ein Pelletkamin in der Wohnung oder eine Elektroheizung. Öl ist hier unglaublich teuer, Gas und Fernwärme gibt es nicht.

    Meine Schätzung kam so zustande: Für die Außenwände bin ich von einem U-Wert von 2,07 W/m²K ausgegangen, für die doppelten Kastenfenster von 2,8 W/m²K, Fußboden und Decke habe ich ignoriert, weil über und unter uns geheizt wird, als Wärmebrückenzuschlag habe ich 0,15 W/m²K angenommen. Der Wärmebedarfsrechner auf www.u-wert.net liefert mir dazu (Standort Innsbruck, passt so in etwa) eine maximale Heizleistung von 13,56 kW und einen Heizwärmebedarf von 29835 kWh/a.

    Meine Gegenrechung war die Wohnung unter uns, die elektrisch beheizt wird, und über dem unbeheizten Keller liegt. Die Wohnung wird im Winter trotzdem warm, und die einzige Phase für die ganze Wohnung ist mit 63 A abgesichert, entspricht maximal 15 kW (Stromaufnahme, nicht Wärmeleistung).

    Ich weiß, ich weiß, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich, und in meiner Rechnung gibt es bestimmt dicke Fehler, aber am Ende des Tages bin ich einigermaßen sicher, dass ein 24-kW-Kessel sicher nicht zu klein ist, sondern dass mein Problem eher darin besteht, dass ich mit der Minimalleistung von 8 kW über Gebühr zum Klimawandel beitrage.

    Gruß,
    Guido
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  9. #8

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    Zitat Zitat von guidobg Beitrag anzeigen
    Für die Außenwände bin ich von einem U-Wert von 2,07 W/m²K ausgegangen,....
    Das wäre extrem schlecht. Was für Ziegelwände hat das Haus? Oben schreibst Du von 30cm, jetzt müsste man noch wissen ob mit Vollziegel gemauert oder HLZ? Im ersten Fall wäre der U-Wert noch irgendwie denkbar, im zweiten Fall liegt er deutlich niedriger.

    Zitat Zitat von guidobg
    entspricht maximal 15 kW (Stromaufnahme, nicht Wärmeleistung).
    Der Ordnung halber, es handelt sich hier um die el. Leistungsaufnahme, nicht um die Stromaufnahme.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das wäre extrem schlecht. Was für Ziegelwände hat das Haus? Oben schreibst Du von 30cm, jetzt müsste man noch wissen ob mit Vollziegel gemauert oder HLZ? Im ersten Fall wäre der U-Wert noch irgendwie denkbar, im zweiten Fall liegt er deutlich niedriger.
    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher. Ich versuche nachher nochmal genauer zu schauen. Gab es 1938 schon HLZ? Und wenn ja, hatten die schon die heutigen Dämmleistungen?

    Wenn ich bei dem Onlinerechner Hochlochziegel (bis 1976) auswähle, wird ein U-Wert von 1,09 W/m²K veranschlagt, und ich komme nur noch auf 9,48 kW maximale Heizleistung.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Der Ordnung halber, es handelt sich hier um die el. Leistungsaufnahme, nicht um die Stromaufnahme.
    Ja, stimmt natürlich.

    Gruß,
    Guido
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  11. #10

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    Ich wusste jetzt nicht, dass das Haus schon so alt ist. HLZ gibt es seit den 60ern wenn ich mich richtig erinnere, ist aber nicht mein Revier. Vielleicht liefert Dir Tante Google ein paar Infos dazu.

    Gruß
    Ralf
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Es sind Vollziegel, gerade nochmal gecheckt.

    Gruß,
    Guido
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  14. #12

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    Na dann....klingt ein U-Wert um die 2 schon plausibler.

    Gruß
    Ralf
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