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Wärmebrücke Stahlhalle

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  1. #1

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    Frage Wärmebrücke Stahlhalle

    Hallo liebe Forengemeinde,

    wir haben von einem Hallenbauer eine wärmegedämmte Stahlhalle mit Sandwichplatten bauen lassen.
    Ich vermute das dieser mir eine Wärmebrücke dort eingebaut hat.
    Außerdem ist das Tropfblech unter den Sandwichplatten der Seitenwände nicht nach unten gebogen, sodass meiner Meinung nach das Wasser nicht ordnungsgemäß ablaufen kann.
    1) Gibt es irgend eine Vorschrift wie so ein Detail zu bauen ist?
    Kann man dies im Nachhinein noch irgendwie hinbekommen das sich an den Winkeln auf dem Betonsockel im Winter kein Schwitzwasser bildet?
    Gibt es eine Vorschrift die besagt wie groß der Abstand zwischen Tropfblech und Sandwichplatte sein muss?

    Sockeldetail BV Müller.pdf

    Vielen Dank,

    Uwe Müller
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  2. Wärmebrücke Stahlhalle

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  3. #2

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    Hallo Uwe,

    das ist das derzeitige "Standarddetail" für die Sockelausführung bei Sandwichpaneelen, wird auch so von den Herstellern vorgegeben. (Einfach mal beim Hersteller deiner Paneele auf die Webseite schauen, dort gibt es die Details zum Download).
    Da die Paneele immer dicker werden (wie bei dir mit 100 mm) geht man her und biegt nicht das ganze Tropfblech, dadurch würde der Spalt zwischen Tropfblech und Sandwichpaneel ja noch größer werden, sondern kantet nur vorne eine Tropfkante mit Gefälle (wie bei dir im Detail), das ablaufende Wasser der Wände läuft so dennoch ab. Probleme mit Kondenswasser an der Stelle sind mir nicht bekannt.
    Größere Wärmebrücken hat man meist in den Tor- und Türlaibungen, bzw. den Toren selbst.

    Gruß,
    Sebastian
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  4. #3

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    das eingestellte sockeldetail ist nur eine prinzipdarstellung, keine erschöpfend dargestellte detailplanung.
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  5. #4

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    Sockelanschluss

    300 mm Sockelhöhe ist recht wenig. Bietet auch keinen Anfahrschutz.
    Das Tropfblech kann man so biegen, dass es von der Wand kommend ca. 60mm horizontal verläuft und dann die restlichen 40mm unter den ISO-Elementen und weiter bis zur Abkantung mit deutlichem Gefälle liegt, weil sonst die Gefahr besteht, dass bei Wind das Wasser in die Fuge gedrückt wird.
    Die im Detail dargestellten 50mm Überlappung zwischen den ISO-Elementen finde ich auch recht knapp bemessen. Je nach Unebenheit des Betonsockels kann es dort zu Undichtigkeiten kommen. Ich kenne dieses Detail mit 100mm Überlappung und mit einem Kompri-Band zwischen den ISO-Elementen und dem Beton.
    Dadurch, dass die ISO-Elemente mit einem Winkel auf dem Sockel befestigt sind, werden sie durch die Verschraubung nicht an den Sockel angepresst. Um dies zu erreichen wird eine HTU-Schiene in die Außenseite des Betonsockels einbetoniert und die ISO-Elemente werden von außen direkt an der Schiene befestigt.
    Da sich an den Winkeln Schwitzwasser bildet, vermute ich, dass sie mit kalter Außenluft Kontakt haben. Um die Kondenswasserbildung zu verhindern müssen sie von der Außenluft bzw. von kalten Bauteilen thermisch getrennt werden oder dürfen keinen Kontakt zur Hallenluft haben. Dazu könnte man das Notlösung auf ganzer Sockelbreite bis über den C-Riegel Mineralwolle einbauen und diese mit einer Blechverkleidung einfassen.
    Lass erst mal prüfen, ob ein Kompri-Band / Quellband zwischen ISO-Elementen und Sockel eingebaut wurde. Eine weitere Schwachstelle könnte die Montage des Tropfbleches sein, wenn diese zwischen Sockel und ISO-Elementen bis nach oben zum C-Riegel geführt wurde und thermisch nicht von den anderen Bauteilen getrennt ist.

    Genaue Ursache kann nur nach Ortsbesichtigung festgestellt werden.
    Anbei noch ein Beispiel für einen geputzten Sockel mit Übergang zu ISO-Elementen (aus Entwurf, keine Ausführungsplanung).

    Gruß
    Holger

    Sockel.jpg
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  6. #5
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die informativen Antworten.

    Die Sockelhöhe wurde gegenüber des Details auf 50 cm erhöht.
    Der Anfahrschutz sollte somit gegeben sein.

    Bei der heutigen Bauabnahme hatte ich den Hallenbauer auf die Wärmebrücke angesprochen.
    Er sagte mir das es durch dieses Kompri- Band keine Wärmebrücke geben wird.
    Der nächste knackige Winter wird es zeigen.
    Seiner Meinung nach bin ich wohl etwas pingelig....
    Auch das die Tropfkante auf der Rückseite der Halle verläuft wie eine Eierbahn sah er nicht so dramatisch.
    Die Straßenfront sei doch in Ordnung

    Vorab besten Dank,

    Uwe
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  8. #6

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    Seiner Meinung nach bin ich wohl etwas pingelig....
    nein, denn Metallteile + Kondenswasser + Luft -> Korrosionsgefahr
    alternativ: Wachstum von Kleinstpflanzen und Kleinstpilzen
    Er will sich nur die Arbeit, die er mit der Nachbesserung hätte, und die Kosten vom Leibe halten. Ein Mangel bleibt es trotzdem
    Wird die Halle geheizt?

    Falls in der Halle Gabelstapler fahren, muss eine Anprall-Last 0.75m über OK Bodenplatte in Höhe des fünffachen zulässigen Gesamtgewichtes des Staplers aufgenommen werden können.

    Gruß
    Holger
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  9. #7
    Themenstarter

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    Ich habe es schriftlich bemängelt.
    Sollte in diesem Bereich im Winter Schwitzwasser auftreten werde ich reagieren.
    Nein, in dieser Halle fahren keine Stapler, es ist lediglich eine Lagerhalle für meinen Gartenbaubetrieb.

    MfG Uwe
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