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Erdkollektoren Einschätzung Fläche/indiv. Möglichkeiten

Diskutiere Erdkollektoren Einschätzung Fläche/indiv. Möglichkeiten im Forum Regenerative Energien auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Erdkollektoren Einschätzung Fläche/indiv. Möglichkeiten

    Hallo den Experten,

    für unseren Hausbau (2 Erw.+3 Kinder) ist bislang eine LWP (12 kw) vorgesehen. Die Wärmequelle Erdreich scheint mir jedoch wesentlich vorteilhafter (Effizienz/Winter, Geräusche, ...), was bereits in vielen Threads behandelt wurde und stets als in der Regel besser eingeschätzt wurde.

    Nun möchte ich um Einschätzungen fragen, ob die verfügbare Fläche für unseren Wärmebedarf ausreichen kann (unter Einbeziehung aller Kollektor-Arten). Eine exakte Wärmebedarfsrechnung steht noch aus. Eine Grobeinschätzung des Energieberaters ergab: LWP 12kw, Sole-WP 9-10kw.

    Folgende Rahmendaten zum Verständnis:
    - Normaussentemp. - 16°C
    - Grundstückgröße 750 m² (42*18)
    - Lage 450 M ü.NN.
    - Hanglage (ca. 3% durchgehendes Gefälle), höchster Punkt ist das Haus/Technikraum im Keller
    - Wasserschutzgebiet III (somit keine Tiefenbohrung möglich), bindige Dichtschicht vorhanden und genehmigungsfähig (mündliche Anfrage positiv) bis zu 1 Meter über Grundwasserstand (3,70m)
    - Der Garten wird aufgeschüttet um eine ebene Fläche zu erreichen (im Mittel 60 cm)
    - Der Boden gemäß nachfolgendem Bild (+ ca. 60 cm Aufschüttung)
    Bodenbeschaffenheit.JPG
    - Massivbau mit KFW 70 Standard
    - Wohnfläche 210 m² + 60 m² im Keller beheizt (Ziel 18°C)
    - Keine KWL
    - Kaminofen ohne Einbindung in Heizsystem
    - Im Süden schließen 5 wasserdurchlässige Stellplätze zur Straße hin an
    - Der Technikraum soll in den Keller in der südöstlichen Ecke (bei Garage)
    - Grundriss gemäß Anhang, im Norden schließt der Garten an mit 18 Meter Breite (=16 Meter nutzbare Fläche) x 15 Meter, somit etwa 240 m² Fläche zur Verfügung für die Kollektoren
    Grundriss EG.jpg

    Mir ist bewusst, dass die Fläche im Verhältnis zum Wohnraum gering ist, kann aber die Eignung des Bodens und die verschiedenen Möglichkeiten (2-lagige Verlegung?) nicht einschätzen.
    Besteht eine realistische Chance auf dieser Fläche einen ausreichend dimensionierten Kollektor unterzubringen (egal ob Grabenkollektor, DV oder Spiralkoll.)?

    Bezüglich Gräben um das Haus ist zu ergänzen, dass die Wasserleitungen dann kreuzen und die Abstände zu Grenze und Haus dann eng werden könnten (Kanal liegt südlich des Hauses).
    Über Eure Einschätzungen würde ich mich freuen.

    Ich hoffe, alle wesentlichen Angaben gemacht zu haben, liefere aber selbstverständlich gerne nach. Mit lokalen Heizungsexperten habe ich bereits gesprochen, hier scheint zum Thema Erdwärme über Kollektoren kaum Erfahrung zu bestehen, kreativer Art schon gar nicht. Schon Mal Danke vorab.
    Martin
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  2. Erdkollektoren Einschätzung Fläche/indiv. Möglichkeiten

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Wie wird denn das Regenwasser entsorgt ?

    Zieh mal seitlich noch nen Meter Abstand zur Grenze ab und betrachte Lichthof und abgesenkte Terrasse als Niemandsland oder Geldversenkbrennpunkte .... und von Rohrleitungen die frostgefährdet sind sollteste auch den berühmten Meter mindestens wechbleiben ebenso wie von der Gründung des Gebäudes ....

    Mir würde das nicht wirklich gefallen wollen ...

    Auch zweilagige Verlegung kostet viel und bringt im Vergleich zu den entstehenden Kosten nicht den erforderlichen Nutzungsgewinn, denn die Entzugsflächen beeinflussen sich gegenseitig ....

    Nichts gegen Kreativität aber wenn sich diese dann nur auf die Variante Kohle versenken bei mäßigem Erfolg beschränkt kommt ganz allgemein nicht wirklich Freude auf.

    Wenn die Parkplätze noch zum selben Flurstück gehören ... kann man drüber nachdenken.

    Ein angrenzendes Grundstück mit anderer Flurstücksnummer zu nutzen bringt auch Einschränkungen was eine spätere wie auch immer geartete Verwertung angeht .... das will wohl überlegt sein.

    Auf der (rauhen) Alb sollte man bei der Entzugsfläche nicht klemmen müssen und kreative Erbsen zählen wollen ... das rächt sich irgendwann durch nen Stromzähler-Tango ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
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    Danke für die schnelle Antwort.

    - Regenwasser muss in Zisterne und dann verzögert in den Kanal (gemäß Bebauungsplan).
    - Parkplätze gehören zum Grundstück, liegen aber etwas höher.

    Insgesamt ist es (leider) in die Richtung der erwarteten Einschätzungen.

    Dennoch möchte ich die Variante Erdwärme nicht ungeprüft abhaken und würde mich über weitere Einschätzungen freuen. Sollten diese in die gleich Richtung gehen, werde ich natürlich keinen "Stromzähler-Tango" aufs Parkett (bzw. in den Garten) legen wollen.

    Danke. Martin
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wenn mit "ostwürttemberg" die alb gemeint ist
    (das "beton"bodenprofil spräche dafür), spricht neben
    nichtvorhandem platz nix für einen flächenkolli -
    ausser tolle werbeversprechen

    grabenkollektor doppelstöckig (hab ich selbst):
    viel spass beim buddeln. vielleicht ist aber das eine
    bodenprofil nicht aussagekräftig - dann lass einen
    min. 3to-bagger anrücken und testen ..
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  6. #5
    Themenstarter

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    Falls die genaue Lage einen Einfluss auf die Einschätzung hat, werde ich gerne konkreter. Grundstück liegt in Mutlangen bei Schwäbisch Gmünd.

    Somit nicht weit weg vom ersten Experten A. Kaiser, was mich schon mal freut, dass in unserer Gegend doch Kompetenz in Sachen Erdwärme vorhanden ist.

    Das Bodenprofil "Beton" spricht also nicht für eine Flächennutzung?

    Beste Grüße, vor allem nach Weitmars.
    Martin
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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  8. #7

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    halte genug Abstand von Bäumen und Grundstückgrenzen in denen der Nachbar Bäume stehen hat...
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  9. #8
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    Markus ...
    wäre nicht der erste Minibagger der da Zahnausfall kriegt ... ;-)

    Gruß
    Achim
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  10. #9
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    So werd ich´s machen. Und in die Mitte einen Pool (mit Sprengstoff dem Betonboden entrissen), um dann ganzjährig Schlittschuh laufen zu können.

    Aber trotzdem Danke für die letzten Einschätzungen.
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  11. #10
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    dann lass einen
    min. 3to-bagger anrücken und testen ..
    entweder hast vorne ne Ziffer >1 oder hinten ne beliebige vergessen....
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    mir gehts um die abgrenzung zum bleamibrogga
    je gross, desto gut , aber ..
    viel spass auf´m handtuchgrundstück mit einem "zweistelligen" ..
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  13. #12

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    Zitat Zitat von ErstBauEr Beitrag anzeigen
    Eine exakte Wärmebedarfsrechnung steht noch aus. Eine Grobeinschätzung des Energieberaters ergab: LWP 12kw, Sole-WP 9-10kw.
    Dann zuerst mal die Heizlast ermitteln lassen. Bei einer so knappen Dimensionierung braucht man verlässliche Zahlen, sonst ist das Risiko zu hoch, dass die Aktion in die Hose geht.

    Überlege doch einfach mal, wie Du grob 80m Graben mit 1m Breite auf dem Grundstück unterbringen kannst. Die spez. Entzugsleistung kannst Du über die Verlegung der Rohre im Graben etwas steuern. An den Stellen an denen es eng wird, wird halt weniger Rohr/m verlegt, an anderen Stellen kann man etwas dichter verlegen.

    Ich sehe noch keinen Grund, warum man hier mehrstöckig arbeiten müsste. Mal ganz einfach gesagt, vom Technikraum einmal um´s Grundstück bis zum Lichthof, dann zurück in den Garten, dort noch 3 x 10m und dann zurück zum Technikraum. Natürlich wird´s an einigen Stellen eng, aber dort verlegt man das Rohr halt gestreckt, also ohne Schleifen (slinky).

    Ob der Graben dann ein paar Meter länger oder kürzer wird, spielt keine Geige, der Einfluss auf die Soletemp. spielt sich dann im Nachkommabereich ab. Aber der Graben kann gar nicht so schlecht werden, dass er nicht gegenüber einer LWP punkten könnte.
    Natürlich gibt es Grenzen die man nicht überschreiten sollte, aber ich würde noch nicht die Flinte in´s Korn werfen. Zuerst müssen wir wissen, ob die WP später in der 8kW oder 10kW Liga spielt.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es Grenzen die man nicht überschreiten sollte, aber ich würde noch nicht die Flinte in´s Korn werfen. Zuerst müssen wir wissen, ob die WP später in der 8kW oder 10kW Liga spielt.
    Wenn es da schon einen "Energieberater" gibt sollte man nochmal prüfen ob man die Heizlast nicht auch noch optimieren kann im Hinblick auf den Graben - KWL z.B. ;-)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Wenn es da schon einen "Energieberater" gibt sollte man nochmal prüfen ob man die Heizlast nicht auch noch optimieren kann im Hinblick auf den Graben - KWL z.B. ;-)
    Richtig. Man muss das Gesamt"kunstwerk" betrachten.

    Wenn ich die obigen Daten zum Grundstück mal grob überschlage, dann kann man wohl allein schon im Garten um die 60m unterbringen. Das ist schon einmal eine Basis auf der man aufbauen kann.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo,

    freut mich außerordentlich, dass noch Konstruktives kommt. Ich hatte schon gedacht den ersten Antworten wäre nichts mehr hinzuzufügen. Ich werde an zwei Punkten weitermachen:
    - Exakte Heizlast und alternative Verbesserungsansätze mit dem Energieberater besprechen
    - Mehr Fläche "akquirieren", eventuell könnte dies über ein nördlich angrenzendes Flurstück gelingen

    Spätestens wenn die exakte Heizlast steht oder der erforderliche Mehraufwand (zus. Fläche) absehbar ist, werde ich die Infos ergänzen.

    Grüsse und Danke insbesondere an Ralf.
    Martin
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