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  1. #1

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    Ausrufezeichen Hochwasserschaden

    Hallo Gemeinde , hallo Fachleute,

    mich hat es erwischt, hier war Land unter. Ich heiß Marcel und wohne in Ostthüringen bei Gera nicht weit von der Weißen Elster. Es handelt sich um mein Eigenheim/Einfamilienhaus und ich hoffe, Ihr könnt mich bei meiner bevorstehenden Entscheidung etwas unterstützen und beraten. Vorweg: Die Möglichkeit, meinen Schaden über eine Versicherung zu regulieren, gibt es leider nicht. Mein Ziel ist es also, die Kosten auf das Notwendigste zu reduzieren.

    Schaden:
    Das Wasser stand ca. 3cm unter der Türschwelle. es ist durch das Mauerwerk und durch Spalten in den Estrich und die darunterliegende Dämmung geraten. der Estrich ist feucht und die Dämmung bzw. die Hohlräume dazwischen sicherlich voll Wasser.

    Aufbau des betroffenen Bereiches:
    1. Betonfundament mit Bodenplatte (WU) ca. 60cm über dem Bodenniveau
    2. Sperre V60 ganzflächig verschweißt
    3. Außenwände aus Porenbeton mit geringer Dichte und Innenwände mit geringerer Dichte auf ca. 2cm Zementmörtelbett mit Abdichtung über der ersten Reihe.
    4. Styropor ca. 12cm und Randdämmstreifen
    5. Fußbodenheizung auf Folie geklammert
    6. Betonestrich ca. 7cm incl. der Heizungsrohre
    7. Teils gefliest

    Den ungfliesten Bereich trockne ich gerade mit der Heizung. Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist hoch, also ein kleiner Erfolg. Den Wänden sieht man keine Feuchtigkeit an. ich denke das Wasser kann nach unten sacken und zum Teil auch auf dem Weg wegfließen, wie es ins Haus gekommen ist. Ich habe durch die Sperren ja keine Wanne gebildet, die das Wasser dann wie eine Schüssel einsperren. Alle Sperrschichten sind horizontal. Sorgen macht mir das Wasser im gefliesten Estrich und unter dem Estrich in den Nischen. Die Folie unter dem Estrich hat ja Löscher durch das Aufklammern der Heizung. Auch ist unter den Fliesen vielleicht nicht so viel Wasser, weil die Luft nicht so ohne weiteres nach oben entweichen konnte. Aber mansche Fugen verfärben sich durch das Wasser leicht dunkel.

    Hab ich eine Chance, dass das von alleine ausreichen trocken wird? Zeit spielt hierfür eine untergeordnete Rolle, da keine Räume wie Wohnzimmer und Küche betroffen sind. Nur das Badezimmer, aber das ist oberflächlich gesehen trocken und nutzbar.

    Vielen Dank fürs lesen und für eure Ratschläge

    Grüße, Marcel
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  2. Hochwasserschaden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Mit der Heizung hast Du fast keine Chance, den Bodenaufbau trocken zu bekommen. Du wirst um eine mechanische Trocknung nicht herum kommen.
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Solange wie das Wasser nicht im Haus war, wird eine technische Trocknung genügen. Sollte das Wasser im Haus gestanden haben ist auch über eine desinfektion und Schimmelschutz nachzudenken. Gerade Hochwassrführende Flüsse sind zum Teil erheblich mit Keimen belastet.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo, danke für die Info. Gibt es einen Unterschied zwischen mechanischer und technischer Trocknung? Was ist hier der Mindestaufwand den ich betreiben muss? Ich hoffe meine Fliesen können drin bleiben.
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  6. #5
    Lebski
    Gast
    Sinnvoll ist ein SV, der kann den Umfang festlegen und auch einige Firmen nennen, die es können. Auch eine Erfolgkontrolle ist so möglich, bei entsprechender Beauftragung.

    Versicherungen können geeignete SV nennen, da sie Rahmenverträge haben. Preis wirst du selbst verhandeln müssen, da es ja nicht über Versicherung läuft. Vieleicht geben die dir aber einen Anhaltspunkt zum Verhandeln.
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  7. #6
    Inkognito
    Gast
    Porenbeton im Hochwassergebiet ist, gelinde gesagt, immer etwas unglücklich.
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  8. #7

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    als Architekt gefragt sage ich: ohne techn. Trocknung geht da nichts.
    ...aber als Privatmann das Folgende:
    vor 10 Jahren habe ich beim befüllen meines Gartenteichs vergessen das Wasser abzustellen, es lief dann die ganze Nacht. Am nächsten Morgen war der ganze Keller (StB-Platte mit Bitumenbahn, Porotonaußenmauerwerk mit KMB, 18195/4, FB-Heizung, komplett gefliest)ca. 10cm ü. OK Fliesen geflutet. Also ähnliches Schadensbild. Ich habe an drei Stellen den Belag bis auf die B-Bahn abgeräumt und die Öffnung (d= 30 cm)als Pumpensumpf genutzt. Mit einer Schlürfpumpe habe ich dann, nach und nach, man muß halt zwischendurch immer warten bis es nachläuft, das Wasser abgepumpt. Nach 3 Tagen kam nichts mehr. An den Innenwänden(Vollgips) ist dann die Feuchtigkeit wie erwartet hochgestiegen, man konnte aber über die Wochen auch prima den Trocknungsfortschritt sehen. Nach 3 Monaten war außer den Ausblühungen alles überstanden. Natürlich gut lüften. Das Restwasser, das bestimmt noch irgendwo vorhanden war, hat keine Probleme verursacht. Kein Schimmel, keine Spätfolgen. Außer der Wasserrechnung. Natürlich war das in meinem Fall Klarwasser, das ist sicher ein Unterschied.
    Vielleicht eine kleine Anregung....aber offiziell geht das nicht.
    Als Architekt baue ich seitdem in jedem Keller(am besten im Waschmaschinenraum) einen kleinen Pumpensumpf bis ca 3. cm in die Rohdecke.
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  9. #8
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von archimedes 09 Beitrag anzeigen
    [...] Porotonaußenmauerwerk [...]
    Hier liegt der Grund warum ich deutliche Bedenken habe Ihre zufriedenstellenden Ergebnisse auf die Konstruktion des Threadstarters zu übertragen. Sollten die Porenbetonsteine wirklich nass geworden sein werden sie sehr, sehr lange ihre Feuchte behalten.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hallo und danke für euer Interesse und eure Antworten. Ich sehe das mit dem Poroton anders. Das Wasser sackt unheimlich schnell wieder nach unten. Ein vermauerter Tonziegel behält das Wasser länger. Bei meinen Wänden sehe ich kein Problem. Nächste Woche kommt eine Firma zur Trocknung. Die Kosten sind fair und für die Gesundheit und das Gebäude gut angelegt. In 4 Wochen werde ich dann von den ganzen Dilemma nichts mehr merken, und kann vielleicht den Rest vom Sommer genießen.
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  11. #10

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    Porenbeton oder Poroton? Porenbeton hält Wasser sehr sehr lange, Poroton gibt es viel viel schneller wieder ab...
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Inkognito
    Gast
    Zitat Zitat von marlec Beitrag anzeigen
    [...] Ich sehe das mit dem Poroton anders. Das Wasser sackt unheimlich schnell wieder nach unten. Ein vermauerter Tonziegel behält das Wasser länger. Bei meinen Wänden sehe ich kein Problem.[...]
    Ich kann nachvollziehen warum diese Vorstellung Ihren Wünschen entspricht und die Hoffnung sie daran klammern lässt, leider lässt sich diese Hypothese so nicht belegen.
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  14. #12

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    Eher Gegenteil, ein weißer Porenbetonstein, völlig durchnässt, bleibt ohne technische Trocknung ein völlig durchnässter Porenbetonstein...
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