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Welche Dampfbremse auswählen

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  1. #1

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    Welche Dampfbremse auswählen

    Hallo

    Ich möchte mein Dach renovieren welches schon 60 Jahre auf den Buckel hat.
    Das Haus wurde ca 1880 gebaut.


    In der PDF ist eine Zeichnung vom Schnitt Hauptdach links und Walm rechts
    Es ist eine Doppelhaushälfte.

    Der jetzige Aufbau ist

    Gipskarton oder Holz
    Schalung
    Sparren mit etwas Wolle
    Dachlatten
    Frankfurter Dachstein



    Ich habe jetzt ein wenig mit U-Wert Net Rechner ausprobiert und komme auf einen guten Wert von 0,2

    bei folgenden Dachaufbau

    GK oder Holz
    Schalung
    im Program habe ich gerechnet das jetzt eine Dampfbremse kommt, aber es wird eher so sein das ich von aussen
    die Bremse auf die Schalung lege und dann um die Sparren gehe, ich weiß nicht in wie weit das die Werte verändert.
    also

    zwischen den Sparren Dämmung 120 mm 032 er (Sparren 120mm x 100mm)
    Pavatherm 60mm
    Konterlatte 60mm ein Punkt der mich auch Interessiert da hier in Norddeutschland arbeiten wir mit ca 25mm in der Schweiz jedoch mit 60mm, ich Denke mal mehr hinterlüftung kann nicht Schaden

    Dann Lattung und ein Röben Dachziegel

    Was mich jetzt erstmal richtig Interessiert ist, welcher sd Wert ist Sinnvoll da ich Bremsen von ca sd 2 bis ca sd 150 gefunden habe.
    Wonach richtet sich der Wert ?

    Für einige Tipps wäre ich sehr Dankbar

    mfg Sönke
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  2. Welche Dampfbremse auswählen

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  3. #2

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    Soweit ich das z.B. bei baumarkt.de/../Dampfbremse-oder-Dampfsperre-das-ist-hier-die-Frage gelesen habe, haben in der Vergangenheit Dampfsperren mit sehr hohem sd-Wert >1500 Probleme gemacht, wenn dochmal Feuchtigkeit in der Dämmung entsteht, z.B. in der warmen Jahreszeit, wenn sich der Diffusionsdruck umdrehen kann. Ob baumarkt.de eine gute Adresse ist, kann ich nicht sagen, der Artikel liest sich aber vernünftig. Besser sollen heute "intelligente" Dampfbremsen mit variablen sd-Wert zwischen 2 und 5 sein, wie sie z.B. auch von Isover angeboten werden. Diese sollten heute reinen PE-Folien vorgezogen werden. Ich bitte aber darum, dass jemand vom Fach hierzu noch etwas sagt.
    Bei der nachträglichen Zwischensparrendämmung lasse ich auch die Unterspannbahn weg, da ich keine Möglichkeit habe, diese vernünftig aus dem Dach und der Fassade in die Rinne reinzulegen. In diesem Fall riet mir der Dachdecker, lieber die Wolle nach oben offen zu lassen. Wird dann wirklich mal etwas nass, kann die Wolle wieder trocknen. Sollte die Unterspannbahn aber ihre Funktion übernehmen, was beim Steildach eigentlich nur bei Beschädigung auftritt, weniger bei Wind und Sprühregen, dann würde sich sonst das Wasser am Ende der Unterspannbahn konzentrieren und größeren Schaden anrichten.

    Meine Frage zur Dampfbremse ist aber, ob ich diese zwischen Zwischensparrendämmung (14cm) und Untersparrendämmung (6cm) legen kann, wie es im Isover-Video gezeigt wird. Laut U-Wert-Rechner kommt man dann schon in den kritischen Bereich der Durchfeuchtung, besonders wenn man für die Untersparrendämmung noch einen höheren Dämmwert nimmt. Ich hatte nämlich geplant, die 14cm zwischen den Sparren mit Steinwolle (WLG 035) zu füllen, wegen besserem Wärme- und Schallschutz, die unteren 6cm aber mit WLG 032, die es meines Wissens nur als Glaswolle gibt. Irgendwo habe ich mal gelesen, die Dampfbremse sollte mindestens im 1. Drittel von innen aus liegen. Den besten Feuchtigkeitsverlauf zeigt der U-Wert-Rechner natürlich mit Dampfbremse vor der kompletten Dämmung. Nur wie verlegt man am besten Unterputzdosen im Trockenbau, ohne die Dampfbremse zu beschädigen, wie dichtet man diese am besten ab? Das Verlegen der Elektrik in der Untersparrendämmung vor der Dampfbremse ist diesbezüglich schon praktischer. Zur Not würde ich also auch unter dem Sparren mit WLG 035 fortsetzen, um die Kondensation zu entschärfen, ganz optimal ist das laut U-Wert-Rechner aber auch nicht.
    Link zur Berechnung im U-Wert-Rechner
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    @TE: bei einer 60mm Pavatherm solltest Du einfach mal die Verlegerichtlinien ansehen, dann wirst Diu sehen, das auch hier keine 25 mm Konterlatte zu Einsatz kommt. Habt Ihr in dem System schon so gearbeitet, war es falsch.
    Ich denke hier fehlen noch zu viele Grundlagen um mit der Erklärung anzufangen. Hol Dir am besten jemanden kompetentes auf die Baustelle und spreche Dein Vorhaben mit Ihm durch. Leider kann man sehr viele Fehler machen, die im Zweifel das Dach nachhaltig zerstören können.
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